der bau des karl-heine-kanals ende des 19. jahrhunderts war ein privatwirtschaftliches projekt. folglich wurde auch der bau der ihn überspannenden brücken privat finanziert.
bei der aufwändigen sanierung des kanals in den 90ern wurden aus öffentlichen geldern die brücken saniert. dabei wurde die könig-johann-brücke (zschochersche straße) abgerissen, in stahlbeton-bauweise neu errichtet und mit sandstein, granitporphyr und klinkermauerwerk originalgetreu verblendet. zudem entstanden mit dem karl-heine-bogen und der birminghambrücke zwei neue kanalquerungen für fußgänger und radfahrer.
auch die aurelienbrücke nur für fußgänger und radfahrer passierbar zu machen, war teil des gesamtkonzepts. damals gab es dort hauptsächlich brachen und ruinen - und mithin kaum verkehrsaufkommen. inzwischen entwickeln sich die gebiete auf beiden seiten zu beliebten wohnlagen. wohl auch, weil man einerseits bequem die seiten wechseln kann und andererseits ruhige sackgassen situationen vorfindet.
meines erachtens ist diese fußgängerbrücke damit ein gelungenes beispiel, wie man auch durch weniger (finanziellen einsatz und verkehrswege) zu mehr (attraktivität und lebensqualität eines stadtviertels) gelangen kann. zumal für autos und straßenbahnen die nur hundert meter entfernte könig-albert-brücke vor ein paar jahren saniert wurde.