So, heute morgen war es dann so weit. Meine erste Testfahrt mit dem neuen 'Flexity'-Modell, auf der Strecke M4 stadteinwärts, 5 Stationen, nachdem sich eine ankommende Tram von letzter Woche leider als Fahrschule herausstellte (d.h. kein Einsteigen).
Positive Punkte:
Nehme meinen Kommentar zu der Ähnlichkeit mit einem Fiat Multipla zurück. Das Aussehen wirkt sehr modern und großstädtisch. Besonders die große Vorderscheibe und die noch größere Anzeige vorn gefallen. Innen ist die Bahn sehr komfortabel, es haben mehr Leute Platz. Auffällig ist vor allem noch die veränderte Anzeige - nunmehr auf zwei Monitoren! Diese Monitore zeigen oben die Endstation, Uhrzeit, Linie und STOP-Zeichen an, auf dem linken Monitor ist die nächste Station mit den Anschlussmöglichkeiten dargestellt. Dabei fehlte wohl noch einiges, beispielsweise die Ringbahnen beim S-Bahnhof Greifswalder Str., aber dies wird sicherlich noch ergänzt. Auf dem rechten Monitor sind die nächsten 6 Stationen aufgelistet. Eine Umgewöhnung, aber deutlich komfortabler und informativer, vor allem auch für Touris. Das Anfahr- und Bremsverhalten habe ich als sehr angenehm empfunden, vor allem im Vergleich zu den älteren Wagen der M10, mit welcher ich anschließend gefahren bin.
Negative Punkte:
Ein eklatanter Minuspunkt ist die neue Stimme. Wer ist bitteschön dafür verantwortlich und wer winkt so etwas durch? Die Straßenbahnstimmen der älteren Modelle waren toll, diese neue Stimme klingt in etwa wie eine Büroangestellte vom Amt, die an Schnupfen erkrankt ist und durch ein Kabeltelefon Befehle durchgibt.
Auch an die neue Anzeige muss ich mich noch gewöhnen. Hier gilt: Funktionalität: top, Aussehen: flop. Man hätte als Kontrast stärkere Farben verwenden können, aber als Hintergrundfarbe nicht gerade ein Plastikhellgrau. 
Die Pluspunkte überwiegen aber deutlich. Hoffentlich folgt bald wieder eine Testfahrt mit der neuen Flexity-Tram. 