Beiträge von teebone

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    Aber wo soll das möglich sein? Rieselfelder gibt es zum Glück nicht mehr zu Hauf rund um Berlin. Und da wir in einer Großstadt leben, in der der Versiegelungsgrad von Natur aus sehr hoch ist, ist das mit dem Aufbrechen so gut wie unmöglich/stark begrenzt möglich.

    Die einzige logische Alternative zu dem jetzigen System ist eine Trennkanalisation(Regenwasser und Schmutzwasser werden in getrennten Kanälen abgeführt, so kann bei starkem Regen aussschliesslich das Regenwasser selbst in die Spree bzw. andere Vorfluter geleitet werden.) Das ist leider mit riesigen Investitionen verbunden, da das gesamte Abwasserleitungsnetz in den entsprechenden Gebieten umgestellt werden müsste.

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    Die blauen Rohre dienen der Grundwasserabsenkung. Dort floss ständig Wasser in die Spree. Möglicherweise hätte man damit auch die Notfallflutung machen können.

    Zum Entwurf: Ich finde die "Einbeziehung" der Altbauten ebenfalls extrem unglücklich. Sie passt überhaupt nicht in das Gesamtkonzept. Am besten sieht man das an diesem Grünstreifen nördlich des Blocks, der sich eigentlich bis zum Grünstreifen nördlich des M-E-Lüders-Hauses fortsetzen sollte aber dann von den Altbauten durchschnitten wird. Man muss sich diese Ansicht mal in der Realität vorstellen: "Große Geste"(runder Abschluss) am Ostende mit großzügigem Grünstreifen rechts daneben, plötzlich steht man vor einem backsteinernen ehemaligen Hinterhofsbau.:nono:

    Entweder man reißt die Altbauten ab(was ich natürlich auch nicht gutheißen würde) oder man bezieht sie wirklich ein, was hier eindeutig nicht geschehen ist.

    ^^ Du machst es dir viel zu einfach.

    Es sind natürlich Denkmäler, denn sie wurden im Gedenken an diese Personen und vor allem ihre Leistungen entworfen und errichtet.

    Genau wie für dich steht es für mich im Übrigen außer Frage, dass diese Denkmäler dekoratorisch gesehen weitaus ansprechender sind als irgendwelche abstrakten Skulpturen, deren Intention man in der Regel nicht erkennt.

    Um es auf den Punkt zu bringen, meiner Meinung nach sagst du: Solange es schön/die schönste Alternative ist, ist der Inhalt so gut wie irrelevant. Das kann nicht richtig sein.

    ^^

    Es ging mir vor allem um deinen Satz:

    "Dieses Land mit Berlin als Hauptstadt hat doch tatsächlich auch sowas wie eine Geschichte - und die sollte man doch bitte angemessen repräsentieren dürfen."

    Er drückt mir zu viel Unreflektiertheit aus, was vielleicht nicht deine Intention ist. Der Vergleich mit Hitler hinkt allerdings, wie ich zugeben muss.

    Deshalb auch der Nachschub Stauffenberg, der im Übrigen kein Widerstandskämpfer war sondern wahrscheinlich das Deutsche Reich vor Hitler retten wollte. Ob er deshalb kein Faschist oder Nationalsozialist ist, lässt sich eben nicht sagen. Solange sollte man auch kein Denkmal errichten. Den Rotarmisten sehe ich natürlich genauso kritisch, ebenso wie den englischen Bomber-Harris.

    Zum Thema Hitler:
    @ Wahnfried: Zitat von dir: "Denkmäler gegen Hitler und sein Regime gibt es doch ziemlich viele in Berlin."
    Genau das meine ich ja. Es existieren MAHNMÄLER, keine Denkmäler(gegen ihn). Nur für die preußischen Generäle werden ihre Denkmäler wieder errichtet.


    Zum Thema Friedrich II. :
    Für mich geht es in der Diskussion vor allem darum was mit solchen Figuren verbunden wird/werden kann. Und wofür Generäle ausschließlich stehen ist Krieg. Bei den Preußischen Königen ist das mittlerweile nicht mehr der Fall. (Es gab natürlich auch mal andere Zeiten, die jedoch für die heutige keine Rolle mehr spielen.)

    Dekoratives Anführungszeichen

    Dieses Land mit Berlin als Hauptstadt hat doch tatsächlich auch sowas wie eine Geschichte - und die sollte man doch bitte angemessen repräsentieren dürfen.

    Wo bleibt bitte das Denkmal für Adolf Hitler, einen Protagonisten der deutschen Geschichte(manche sagen, man solle ihn nicht immer überbewerten in unserer Jahrhunderte währenden Geschichte), der in unserer Stadt garnicht mehr so richtig zu finden ist, oder?

    Ich kann nur sagen: Oh Gott!:nono:

    Edit: Man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass hier DENKMÄLER errichtet werden und nicht Mahnmäler! Ich finde schon, dass die Frage nach deren Notwendigkeit gestattet sein sollte und die Antwort nicht auf das verbesserte Stadtbild beschränkt sein darf.

    Stellt euch mal vor, es würde ein Denkmal für Stauffenberg (kontrovers diskutiert und doch im Resultat vor allem von der Bundeswehr als Held gefeiert) errichtet, zum Beispiel vor dem Bendlerblock. Natürlich in Dienstkleidung, versteht sich ja von selbst. Schön mit Abzeichen und allem Drum und Dran. Na eben wie bei unseren Kriegshelden auf dem Zietenplatz.

    Nach der Argumentation Vieler hier wäre das also völlig legitim oder verstehe ich das falsch?

    ^^

    Wenn ich mich recht erinnere, konnte man vor nicht allzu langer Zeit auch häufig lesen, wie sehr die Berliner Bevölkerung den Flughafen Tempelhof beführwortet und wie wichtig er für die Stadt selbst sei. Die Berliner Bevölkerung hat dann wenig später doch etwas Anderes durchblicken lassen als überwiegend in den Medien zu lesen war.

    Im Übrigen: Ich glaube sowieso, es wird vielzuviel über Anhänger moderner Architektur bzw. von Rekonstruktionen gesprochen. Ich glaube doch, dass die meisten Menschen Anhänger guter Architektur sind( wie ich zum Bsp.), egal ob alt oder neu. Diese extreme Abgrenzung ist der größte Schwachsinn. Viele Architekten wissen ja auch den Wert der Arbeit vergangener Architektengenerationen zu schätzen. Es wäre doch aber äußerst armselig, würden sie ausschließlich das Selbe bauen wollen. Wo bliebe da die (Weiter-)Entwicklung?

    ^^

    Ich versteh ja die Urteile über diese Bebauung, die ich ebenso schlimm finde wie ihr. Allerdings könnte man sagen: Wenn ihr alle Grundstückseigentümer wärt, stünde Inkasso Moskau schon längst vor der Tür.;) Es ist doch völlig logisch, dass eine Bebauung etwas mehr Sinn macht als eine Brache, wenn ich Grundstücke/Immobilien als Geldanlage benutze. Außerdem ist die Wertsteigerung natürlich etwas höher, weshalb ich auch daran glaube, dass die auf diese Gebäude folgenden Gebäude sicher wieder um einiges besser aussehen werden.
    Wie gesagt: Die Hoffnung...

    ^^
    Mir fällt gerade auf, dass sich auch die Entwürfe geändert haben. Hatten wir das hier schon?

    Hier sieht man am meisten die Unterschiede:

    Älterer Beitrag mit Ansicht Nordwest:

    http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthre…5549#post155549

    Neuere Visualisierung mit Ansicht Südwest:



    Quelle: http://www.falkonier.de

    Ansonsten gibt es dort auch einige neue Visualisierungen, die sehr gut aussehen, komischerweise aber auch noch einige alte.

    http://www.falkonier.de

    ^ Ich kann dir da nur zustimmen. Kollhoff ist für mich die Riesenenttäuschung geworden, auch auf dem Friedrichswerder. Dieses Haus ist einfach schlimm, live siehts ebenso aus.

    Allerdings nicht der einzige Fehlgriff dort. Ich finde auch nicht wie Andere hier, dass die klassischeren Townhouses das Viertel so gut aussehen lassen. Einige sind eher schwach in der Komposition, wie bei Kollhof. Alles in Allem finde ich das Gesamtprojekt dennoch sehr ansprechend, vor allem aufgrund der Vielfältigkeit.

    Berlin auf der Expo Real

    Berlin stellt sich wiedermal auf der Expo Real vor. Unter den Partnern findet man etwas Infos zu ein paar Projekten (allerdings eher wenige bzw. kaum Neues).

    Bin mir nicht sicher wieviel Informationen wir dazu schon hatten:

    Nachfolgebau der Mensa-Nord am Max-Reinhard-Platz (gegenüber Deutsches Theater):
    Es entsteht ein 4-Sterne-Konferenz-Hotel, das von einer "sehr namhaften Betreibergesellschaft" geführt werden soll. Dazu gibts "hochklassiges Wohnen", alles zusammen mit einer BGF von 24.000qm


    Quelle: http://exporeal-berlin-brandenburg.de/ bzw. http://exporeal-berlin-brandenburg.de/partner/meermann/index.html#

    http://www.chamartin.de/immobilienentwicklung.html

    Hochhausturm?

    Das hintere Gerüst an der Brandmauer zur Karl-Marx-Allee scheint allerdings stehen zu bleiben, denn es besitzt eine Bespannung mit Fassadenaufdruck, dahinter befindet sich eine reine weiße Putzwand. Sieht super billig aus zumal die Kantenlänge des Gebäuderasters nicht eingehalten wurde.

    Das positive daran ist jedoch, dass es sich um ein Provisorium zu handeln scheint, das auf konkrete Planungen/Verhandlungen bezüglich des Hochhausturms schließen lassen könnte. Die Hoffnung stirbt zuletzt.;)

    Was viele hier zu vergessen scheinen ist, dass eine Versiegelung das Problem in keinster Weise beheben wird. Diese hätte logischerweise nur den Nutzen, dass die Reinigung statt 10 Tagen nur 3 dauern würde und eben statt 10.000 nur 4.000 Euro kostet. Der Platz selbst sieht das ganze Jahr über weiterhin so scheiße aus und man würde weiter über die Todesstrafe für Kaugummispucker nachdenken.:nono: