Beiträge von Kostik

    Abriss der Kultur-Uhle

    Das endgültig letzte Kapitel der früheren Traditionsgastronomie am Dr.-Ruer-Platz hat begonnen. Das Dach ist bereits weg und die Abbruchhämmer graben sich unerbittlich in das Ziegelmauerwerk. Bis zum 21. Juni soll oberirdisch alles verschwunden sein. Bis zum 11. Juli soll der schmale Zuweg für schwere Baufahrzeuge über die Luisenstraße möglich sein. Erst dann wird mit den Arbeiten für die Baugrube des Neubaus begonnen. In rund 13 Metern Tiefe erfolgt eine Gründung auf dem dort anstehenden Mergel – in direkter Nachbarschaft zur Tiefgarage.


    Quelle: https://www.waz.de/staedte/boc…die-uhle-id235504953.html


    Hier und hier eine Luftaufnahme

    Pläne für den neuen Husemannplatz

    Der zuletzt 1984 umgestaltete Husemannplatz soll umfassend erneuert werden. Die neue Platzgestaltung sieht einen neuen, begrünten Pavillon vor, die so genannte „Green Cloud“, während das Pendant, die „Blue Cloud“, dem Ensemble eine Licht- und Wasserinstallation hinzufügt. Der Baubeginn ist für Anfang 2023 vorgesehen.

    Entstehen soll an dieser Stelle die zentrale Verbindung zwischen der „alten Innenstadt“ und den neuen Gebäuden entlang der Viktoriastraße. Die bisherige Bebauung muss dafür weichen, neu errichtet wird dagegen die „Green Cloud“, ein begrüntes Gebäude, das unter anderem ein Café enthält, einen Spielplatz, eine öffentliche Toilette und einen Zugang zur Tiefgarage. Die „Blue Cloud“ wird ein digitales Wasserspiel. Sie besteht aus einer Wasserfläche mit einem Durchmesser von etwa zehn Metern und Nebeldüsen, die an heißen Tagen für Abkühlung sorgen. Interaktive Projektoren sollen farbige Lichtbilder auf die Wasserfläche und die Nebelwände malen.

    Der Platz erhält 18 neue Bäume. Im Schatten dieser Bäume können die Platzbesucherinnen und -besucher dann auf neuen Bänken im modernen Design Platz nehmen. Die Platzoberfläche wird aus hochwertigen Natursteinmaterial bestehen, unterirdisch sorgen Baumrigolen für die Speicherung von Regenwasser. Der Jobsiade-Brunnen bleibt auf dem Platz, allerdings an neuer Stelle. Das beliebte Kunst- und Spielobjekt wird künftig neben dem Gebäude der Deutschen Bank zu finden sein. Ebenfalls erhalten bleibt der Gedenkort an Fritz Husemann. Die Steinplatte mit dem Schriftzug wird ausgeschnitten und an der Seite des neuen Pavillons wieder aufgestellt. Die Kosten für die Neugestaltung des Husemannplatzes betragen rund acht Millionen Euro. Der Umbau soll insgesamt rund zwei Jahre dauern.

    Pressemitteilung: https://www.bochum.de/Presseme…r-den-neuen-Husemannplatz

    Hier auch einige Luftaufnahmen vom Viktoria Karree

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    Erweiterung Lidl Logistikzentrum

    An der Stadtgrenze zwischen Bochum und Herne entsteht durch Erweiterung des bestehenden Gebäudes ein großes Lidl Logistikzentrum mit einer eigenen Autobahnauffahrt. Hier gibt es eine Luftaufnahme zu den aktuell laufenden Abrissarbeiten auf dem Gelände.


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    Bild: Lidl

    Zentrum für Grenzflächendominierte Höchstleistungswerkstoffe (ZGH)

    Materialwissenschaft ist ein Bochumer Schwerpunkt. Mit dem Zentrum für Grenzflächendominierte Höchstleistungswerkstoffe, kurz ZGH, gewinnt die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ein leistungsfähiges Kompetenzzentrum, von dem die Forschungsarbeit von Materialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern langfristig profitieren wird. Insgesamt bietet der Neubau rund 80 Forschenden Platz, die interdisziplinär in verschiedenen Verbundforschungsprojekten innerhalb des ZGH-Forschungsprogramms arbeiten.


    Das Forschungskonzept des ZGH fußt auf dem Know-how der Werkstoffforscher, die im fakultätsübergreifenden Materials Research Department der RUB organisiert sind. Das Zentrum wurde als dritter Forschungsbau der RUB nach den Gebäuden ZEMOS und ProDi fertiggestellt und wird mit knapp 40 Millionen Euro zu gleichen Teilen vom Bund und vom Land finanziert, gebaut hat es der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Die Eröffnung hat am 6. Mai 2022 mit Gästen aus Politik und Wissenschaft stattgefunden.


    Ziel der Forschung ist es, durch ein umfassendes Verständnis von Grenzflächen Werkstoffe zu entwickeln, die neue Kombinationen von strukturellen und funktionellen Eigenschaften nutzen. Interne Grenzflächen und Oberflächen sind von zentraler Bedeutung für die Eigenschaften von Materialien, da sie das mechanische Verhalten bestimmen und funktionale Anwendungen ermöglichen, zum Beispiel bei neuartigen Elektrokatalysatoren, die im Sinne der Energiewende eingesetzt werden.


    In drei Forschungsschwerpunkten werden mechanisch, chemisch und physikalisch dominierte Höchstleistungswerkstoffe durch ein verbessertes grundlegendes Verständnis und die Kontrolle von Grenzflächen auf atomarer Ebene und die Übertragung der Erkenntnisse auf makroskopische Werkstoffe gezielt weiterentwickelt. Diese Werkstoffe werden beispielsweise zur Energieerzeugung in automobilen Elektroantrieben oder auch in Turbinen für die Luftfahrt verwendet und sind dazu konstruiert, eine lange Lebensdauer unter extremen Bedingungen zu haben.


    „Das ZGH ist ein technisch höchst anspruchsvolles Gebäude“, betont Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW. „Ich freue mich, dass wir hier knapp 3.000 Quadratmeter modernste Nutzfläche für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum geschaffen haben – unter anderem mit einem rund 300 Quadratmeter großen Reinraum-Bereich sowie einem 533 Quadratmeter großen Mikroskopie-Bereich. Dieser wurde mit großem Aufwand mithilfe einer besonders massiven Bodenplatte schwingungsentkoppelt, sodass dort nun genaueste Messungen durchgeführt werden können.“


    Die enge Verknüpfung von skalenübergreifenden Werkstoffsimulationen und experimentellen Ergebnissen auf atomarer, mikro- und makroskopischer Ebene zeichnet die Arbeit am ZGH besonders aus. Beheimatet ist der Forschungsbau zwischen den Gebäuden IA und IB. An diesem Standort ermöglicht das Zentrum Forschenden aus den Disziplinen Werkstoffforschung, Ingenieurwesen, Chemie und Physik die Durchführung einer anwendungsorientierten Forschung gesammelt an einem Ort.


    Pressemitteilung: RUB


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    Foto von mir

    Diakonie präsentiert an EvH Entwürfe für Kita/Wohn-Neubau

    Das Ostpark-Gelände ist derzeit das größte Wohnentwicklungsprojekt der Stadt Bochum. Im Teilgebiet Feldmark entwickelt die Diakonie Ruhr einen Neubau für eine Kindertagesstätte und barrierearme Wohnungen für Menschen, die bei Bedarf zusätzliche Hilfe und Betreuung durch die Diakonie Ruhr in Anspruch nehmen können. Das geplante Gebäude grenzt direkt an den Campus der EvH an. Hier entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft auch der neue Standort der Hochschule für Kirchenmusik.


    Mit dem Neubau eines durch Wohnnutzung erweiterten Kita-Gebäudes wird ein umfassendes kirchlich-diakonisches Gesamtprojekt geschaffen, das in hervorragender Weise den Standort der Evangelischen Hochschule ergänzt. Die Diakonie Ruhr wird den Bau als Investor realisieren und die Wohnungen bewirtschaften. Der Evangelische Kirchenkreis Bochum soll den Betrieb der Kita übernehmen.


    Zur Realisierung hat die Diakonie Ruhr, begleitet von der Ev. Kirche von Westfalen, der EvH RWL und dem Evangelischen Kirchenkreis Bochum einen Architekturwettbewerb für das Projekt ausgelobt. Sechs Büros aus der Region wurden zur Teilnahme an dem Wettbewerb aufgefordert. Den ersten Platz belegte der Entwurf der Bochumer Architekten Kemper-Steiner & Partner. „Die gesamte Planung hat ein großes Potential für innovative Nutzung in Richtung viel Generation und viel Kommunikation“, heißt es im Urteil des Preisgerichts.


    Die Kindertagesstätte mit fünf Gruppen belegt die unteren Stockwerke des viergeschossigen Gebäudes mit Staffelgeschoss. In den oberen Stockwerken sieht der Entwurf Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen vor. Sie sind zwischen 42 und 60 Quadratmetern groß. Alle Wohnungen sind barrierearm und ermöglichen seniorengerechtes Wohnen. Aber auch alternative Wohnformen wie Mutter-Kind-Wohnen sind denkbar. Der Dialog von Wohnen und Kita findet in den Gemeinschafträumen im ersten Obergeschoss statt. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2025 anvisiert.


    Das Stadtentwicklungsprogramm „Ostpark – Neues Wohnen“ im Stadtteil Altenbochum mit 1300 neuen Wohneinheiten ist das derzeit größte und ambitionierteste Wohnbauprojekt der Stadt Bochum. Hier entsteht bis 2025 ein zukunftsweisendes, attraktives und sozial ausgewogenes Wohnquartier zwischen Stadt und Landschaft, mit dem ein hoher ökologischer Standard und eine besondere Gestaltungsqualität mit verdichteten urbanen Baustrukturen angestrebt wird.


    Pressemitteilung: https://www.evh-bochum.de/arti…rfe-fuer-kita-neubau.html


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    Bild: Kemper, Steiner & Partner

    Kontorhaus - Ecke Südring/Luisenstraße

    Im September 2022 sollen die Abrissarbeiten für den sechseinhalbgeschossigen Neubau beginnen. Über das Aussehen des Multifunktionsgebäudes, in dem Handel, Gastronomie, Büros, medizinisches Versorgungszentrum und Wohnungen für Besucher des MVZ ihren Platz finden sollen ist noch nichts bekannt. Doch scheint der Entwurf bereits im Gestaltungsbeirat der Stadt präsentiert worden zu sein. Woraufhin der Entwurf überarbeitet wurde. So habe der Bau nun eine schlankere Anmutung als im ursprünglichen Entwurf, die Nutzfläche sei kleiner geworden.


    Quelle: https://www.waz.de/staedte/boc…beginnen-id235441707.html

    „Smartes Wohnen Bochum“

    In Bochum-Wiemelhausen, auf einem zirka 2.160 m² großen Grundstücke realisiert HARFID die eigene Projektentwicklung „Smartes Wohnen Bochum“. In ökologischer Modulbauweise entstehen über sechs Geschosse verteilt 116 Apartments. Davon werden sechs rollstuhlgerecht ausgelegt sein. Bei einer gesamten Wohnfläche von etwa 3.860 m² werden die kleineren Einheiten 28 m² umfassen. Die sechs größeren Apartments werden sich über 56 m² erstrecken. Darüber hinaus wird es im Erdgeschoss noch einen gemeinschaftlichen Aufenthaltsraum geben. Im angrenzenden Außenbereich stehen 44 Pkw-Stellplätze zur Verfügung.

    Jedes Apartment ist ein Modul. Die Wohneinheiten sind bereits komplett ausgestattet und dabei sehr modern eingerichtet. Ein Wohn- und Schlafraum, eine Küchenzeile sowie ein Bad – all das findet dort seinen Platz. Dies soll besonders Studierende aber auch junge Berufstätige ansprechen. Der individuelle Zugang zu den Apartments erfolgt über einen außen anliegenden Laubengang. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2023 beginnen und Ende 2024 abgeschlossen sein.


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    Quelle: https://www.harfid.de/entwicke…lle/smartes-wohnen-bochum

    Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft realisiert Wohnkonzept im Quartier Feldmark

    Die Erschließungsmaßnahmen im Quartier Feldmark im OSTPARK sowie die Vermarkung sind weit fortgeschritten. Der erste überregional tätige Investor hat nun den Bauantrag eingereicht. Im westlichen Teil des Quartiers, an der Ecke Immanuel-Kant-Straße und Straße Feldmark, setzt die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (SWG) ein neues, attraktives Wohnkonzept mit 86 Wohneinheiten um. Voraussichtlich Ende des Jahres soll mit dem Bau begonnen werden.

    Ab Ende des Jahres baut die Aachener SWG sechs Mehrfamilienhäuser mit 65 Miet- und 21 Eigentumswohnungen sowie eine Bäckerei mit angegliedertem Café und eine Tagespflegeeinrichtung. Im ersten Vermarktungsabschnitt des Quartiers finden mit Wohnungsgrößen von 43 bis 124 Quadratmetern sowohl Alleinstehende, Familien als auch Seniorinnen und Senioren sowie eine Wohngruppe ein neues Zuhause. Knapp die Hälfte der Mietwohnungen werden öffentlich gefördert. Zudem sind alle Wohneinheiten barrierefrei geplant; rund 90 Prozent verfügen über einen förderfähigen Grundriss.

    Die neuen Wohneinheiten werden klimaangepasst geplant: So entsteht ein durchdachtes Innenhofkonzept inklusive oberirdischem Entwässerungssystem, Fassadenbegrünung und Photovoltaik auf den Dachflächen. 55 Prozent des gesamten Wärmebedarfs werden über Luftwärmepumpen in Verbindung mit Photovoltaik auf den Dachflächen erzeugt; die Tiefgaragen der Wohneinheiten werden für E-Mobilität vorgerüstet. Und nicht nur menschliche Bewohnerinnen und Bewohner sollen sich im Quartier Feldmark wohlfühlen: Die Gebäudemauern der Aachener SWG werden mit speziellen Ziegeln ausgestattet, die Mauerseglern Platz zum Nisten bieten.


    Die Architektur der Mehrfamilienhäuser hat einen individuellen und innovativen Charakter: So wird es eine spannende und abwechslungsreiche Fassadenkomposition mit verschiedenen Materialien und Fensterformaten geben. Zudem soll die Gestaltung der Häuser Elemente des Stadtteils Altenbochum aus der Gründerzeitarchitektur aufnehmen. Der rund 5000 Quadratmeter große Vermarktungsabschnitt war zuvor von der Stadt Bochum und NRW.URBAN über ein detailliertes Bestgebotsverfahren ausgelobt worden. Der Entwurf der Aachener SWG erfüllte sämtliche Bedingungen des Nutzungskonzepts mit den Vergabekriterien Städtebau/Architektur, Ökologie, Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen, Nutzungskonzept und Kaufpreis. Das innovative Gesamtkonzept ist in Zusammenarbeit mit dem Bochumer Architekturbüro dreibund architekten BDA entstanden.


    Sobald die Baugenehmigung erteilt ist, kann der Bau der Mehrfamilienhäuser starten. Die Aachener SWG rechnet mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren. Die Vermarktung für private Käuferinnen und Käufer sowie Mieterinnen und Mieter ist noch nicht gestartet.


    Pressemitteilung: Bauantrag eingereicht: Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft realisiert Wohnkonzept im Quartier Feldmark im OSTPARK

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    Bild: Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (SWG) | dreibund architekten

    ^^ Gefällt mir persönlich besser als das, was zuvor geplant war. Der neue Entwurf ist abwechslungsreicher in seiner Form und Geschossigkeit. Außerdem finde ich die nach innen offene Campus-Struktur mit Sitzmöglichkeiten und die Dachterrassen sehr ansprechend. Insgesamt ist das Projekt nun sogar etwas größer ausgefallen als bei der ersten Planung des vorhergegangenen Investors. Beeindruckend zudem, das dieses Projekt spekulativ entwickelt wird. Sowas ist keine Selbstverständlichkeit im Ruhrgebiet und ein Novum für Bochum.