Beiträge von PhilDo

    Am U wird nun wohl damit begonnen, die großen Fenster / Ausbuchtungen (rechts im Bild) auszubauen. Die Gerüste wurden an den entsprechenden Stellen erweitert, die Außenwand bereits teilweise durchbrochen.

    Zum Vorplatz: Aufgrund der momentanen Witterung würde ich mal tippen, dass es mit dem Vorplatz noch ein bisschen dauern kann. Zumindest können Erdarbeiten bei dem Wetter wohl nur verschoben werden.

    Und noch eine Frage: Im Prospekt zur Kulturhauptstadt ist die Adresse des Besucherzentrums östl. Ruhrgebiet mit Brinkhoffstr. 4 angegeben, also im U. Wann soll das Zentrum denn bitte eröffnen? Ich dachte eigentlich, es wird ausgegliedert.

    Ich weiß allerdings auch nicht, wie man dem Ganzen noch etwas Positives abringen kann. Stimme Aleon in allen Punkten zu. Der Sandstein passt nicht zur Fassade, die Flügel sind eine Katastrophe und ein Ende des Schreckens ist nicht in Sicht. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die DB die alten, schäbigen Geländer (auf dem letzten Foto) in dem aktuellen Zustand belässt. Weiterhin hoffe ich, dass die Säulen in der Bahnhofshalle noch verkleidet werden, die sehen noch sehr unfertig und provisorisch aus.

    Tja, ich glaube, zu diesem Zeitpunkt kann niemand realistisch und belastbar den Erfolg des Projektes ermessen. Wenn ich ehrlich sein soll, wäre ich mir im Moment auch unschlüssig, ob ich am Phoenix-See bauen würde oder nicht. Einerseits finde ich das Projekt und die Lage spannend und auch durchaus attraktiv. Andererseits gibt es natürlich Risiken oder Unwägbarkeiten, die es in einem normalen Baugebiet auf der grünen Wiese so nicht gibt.

    Klar gibt es im Umfeld weniger schöne Ecken, allerdings auch sehr hochwertige Wohnstandorte (südliche Gartenstadt, Stadtkrone Ost, Gebiet um den Westfalenpark). Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Gebiet unmittelbar nördlich des Sees in den nächsten Jahren nach und nach attraktiver gestaltet wird. Durch den See sind die Wohnterassen von den weniger schönen Ecken Hördes (Clarenberg etc.) klar getrennt, dafür aber verbunden mit den o.g. Wohngebieten und einem grünen Band, das über Westfalenpark und Phoenix-West bis zum Rombergpark und Zoo reicht. Also in Verbindung mit dem Phoenix-See viel Potential.

    Zu der Belastung des Bodens: Ich bin kein Experte und möchte mir hier kein Urteil anmaßen. Aus Laienperspektive finde ich eine gesunde Skepsis aufgrund der Vergangenheit wichtig. Allerdings wurden auch große Massen Erde umgeschichtet und (gerade an den Wohnterassen) aufgeschichtet. Daher würden sich die Belastungen eher in den tieferen Erdschichten befinden und die Wohnterassen nicht betreffen (?).

    Alles in allem eine interessante Diskussion. Da das Projekt ziemlich einmalig ist, wird man sicherlich erst den Start abwarten müssen, bevor man irgendwelche belastbaren Aussagen zum Erfolg treffen kann. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Projekt zum Erfolg wird, allerdings ist auch das Gegenteil denkbar. Ob man als Pionier ein Haus am Phoenix-See baut, muss jeder für sich entscheiden. Spannend wird es auf jeden Fall.

    Die Beleuchtung macht sich wirklich gut. Bin heute über die B1 nach Dortmund hinein gefahren, von da aus ist das Stadion jetzt auch bei Nacht beeindruckend.
    Zu einem möglichen weiteren Ausbau: Zu Zeiten des Größenwahns à la Niebaum / Meier wurde mal darüber nachgedacht, das Spielfeld auf eine hochfahrbare Platte zu setzen, so dass es ausfahrbar und als Dach für eine Hallenkonstruktion nutzbar gewesen wäre :nono:. Ist zum Glück nichts draus geworden, sonst wäre der BVB seit einigen Jahren pleite und das Stadion heute eine Bauruine.

    Ein weiterer Ausbau macht keinen Sinn, da er sehr aufwändig wäre (schon der Ausbau der Ecken war das) und generell wenig Bedarf an zusätzlichen Plätzen besteht (oder ökonomisch Sinn macht). Bis auf zwei bis drei Spiele im Jahr, zu denen auch locker 150.000 Karten verkauft werden könnten (Schalke, Bayern, vielleicht ein internationales Endspiel), ist das Potential im Moment so ziemlich ausgeschöpft, denke ich (im Schnitt kommen 76.000, 80.000 wären möglich). Außerdem hat der BVB auf Jahre hinaus keineswegs finanzielle Mittel, um sie ins Stadion zu stecken. Es gibt noch genug Schulden, die bedient werden müssen.

    Genau diese Vergleiche mit den Großen (Barcelona, Bayern etc.) haben den BVB in die existenzbedrohende Situation gebracht, aus der er jetzt mühsam hinaus finden muss.

    Wenn ich den Standort richtig einordne, müsste er ziemlich exponiert liegen, nämlich zwischen Fraunhofer-Institut und B1 / A40 (korrigiert mich bitte, wenn ich mich irre). Damit würde der ganze Wissenschaftsstandort von der B1 aus gesehen viel präsenter werden. Meiner Meinung nach sollten sich die Uni und der Techno-Park eh viel mehr in Richtung B1 öffnen. Ist doch die beste Image-Werbung, die man sich vorstellen kann.

    Ich bin auch gestern am Bahnhof gewesen und muss sagen: Ich war schon ziemlich erschrocken. Der Westflügel sieht viel massiver aus als vorher. Die in dunklem Grau gehaltenen waagerechten Verkleidungen lassen die Fenster unglaublich klein erscheinen. Außerdem wirkt die Bahnhofshalle viel kleiner, da der Flügel auf gleicher Höhe endet und sich die Halle so wenig hervorhebt. Mein Fazit: Wäre es kein Bahnhof, sondern ein Bunker oder eine Lagerhalle, könnte man gegen die Fassade eigentlich nichts sagen. So aber ist sie schon ziemlich hässlich und entstellend.

    Kleine Zusammenstellung der Studierendenzahl laut Wikipedia:

    TU Dortmund: ca. 24.000
    FH Dortmund: ca. 8.400
    ISM Dortmund: ca. 1200

    dazu kommen noch die Außenstelle der FHöV im Technologiepark, das Orchesterzentrum und ein paar kleinere private Hochschulen. Summa summarum dürften also ca. 34.000 - 35.000 Menschen in Dortmund studieren.

    Hat sich denn jemand gestern die Ruhr.2010-Show im ZDF angetan?

    Für meine Begriffe eine durch und durch misslungene Veranstaltung. Das fing bei dem unglaublich flachen Moderator Lanz an, der sich durch die ganze Sendung nur mit platten Phrasen ("die Menschen hier sind so direkt...") und ebenso platten Fragen an die Gäste zu helfen wusste. Dadurch wurde auch das Potential der Gäste (Sönke Wortmann, Helge Schneider) bei weitem nicht ausgeschöpft. Lediglich Ralf Möller durfte gefühlte 20 Mal wiederholen, dass er sich immer wieder freut, hier zu sein, aber eigentlich lieber "drüben" in L.A. lebt. Und natürlich wurden fast ausschließlich die üblichen Klischees bedient. Neben diesen (die Ruhrgebietssprache kennt keine Grammatik, hier wird nur Currywurst gegessen, wir heiraten alle auf Schalke, unsere Väter haben alle unter der Erde malocht) blieb nicht mehr viel Zeit für Dinge, die sich auf die Kulturhauptstadt beziehen (Programm, Aktionen, Kultur durch Wandel, interessante Orte).

    Wenn das Jahr so weitergeht, führt die Kulturhauptstadt sicher nicht zu einem Imagewandel.

    Anscheinend wurde ein neues Bauschild aufgestellt, darauf heißt es: "Hier entsteht in Kürze das Holiday Inn City Centre." Habe das Schild zumindest vorher noch nicht gesehen. Außer, dass der Bauzaun teilweise umgestürzt ist, gibt es allerdings keine sichtbaren Veränderungen. Vielleicht tut sich ja im neuen Jahr was.

    Der Ostenhellweg ist meiner Meinung nach der einzige Teil, der unter dem Einkaufszentrum leiden könnte. Allerdings sehe ich der Entwicklung relativ gelassen entgegen. Bis zur Kleppingstr. wird es keine großen Auswirkungen geben, da hier die Passantenfrequenz auch in Zukunft stimmen wird. Am Ostenhellweg hat sich in den letzten Jahren schon viel getan, große Filialisten oder Kaufhäuser gibt es ja jetzt schon nicht mehr. Will sagen: schon heute gibt es hier mehr "Billigläden" und Filialisten, die den täglichen Bedarf decken (dm). Vielleicht werden diese Läden in den nächsten Jahren zunehmen, aber was solls? Dann orientiert sich der Ostenhellweg halt eher an der Struktur der Kaiserstr. als am Hellweg. Veröden wird wohl nicht. Und wenn die Mieten sinken, könnten sich auch für junge Läden oder kleine Einzelhändler neue Möglichkeiten bieten.

    Dass der westl. Westenhellweg architektonisch nicht der ganz große Wurf ist, dürfte klar sein. Die meisten Gebäude sind nunmal nach dem Krieg als pragmatische Bauten hochgezogen worden. Daher würde ich auch die ganze 50er-Jahre Architektur nicht verteufeln, sondern das ganze etwas realistischer sehen. Der Westenhellweg ist in erster (und fast einziger) Linie Einkaufsmeile. Toll ist doch, dass dem Thier-Areal anscheinend weitere Investoren folgen, die in diese Ecke investieren. Damit wird dieser Teil enorm aufgewertet und das Thier-Areal scheint seine Wirkung zu entfalten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Quelle-Haus ohne Thier-Areal für Investoren besonders attraktiv gewesen wäre. Ein schönes Signal und wenn ich daran denke, dass man vor einigen Jahren noch ein gigantisches Einkaufszentrum im Bahnhof hochziehen wollte, bin ich heilfroh, dass es jetzt so gekommen ist.

    Einige Abteilungen sollen wohl in die anderen Häuser integriert werden, kann mir aber nicht vorstellen, dass alle weiterbestehen. Zum Beispiel würde sich wahrscheinlich die Multimedia-Abteilung bei der Konkurrenz von Saturn und (bald) Media-Markt eh nicht mehr besonders lohnen. Außerdem befinden sich im Haus einige Untermieter (Buchhandel Hugendubel, Depot Einrichtung, Ticketshop der Stadt, Tabakgeschäft, Reisebüro), die sich wohl einen neuen Standort suchen müssen.

    Also beim besten Willen: Die neuen Nachrichten sind:

    - erhebliche Verzögerungen beim Bau
    - das "Visitor Welcome Center" wird nicht gebaut
    - das Kreativzentrum verspätet sich, wird statt 6000 nur höchstens 3000 qm groß
    - das Gelände wird mit zwei Berufskollegs (und einer Sporthalle?) bebaut
    - zur Kulturhauptstadt ist das Gelände eine einzige Baustelle
    - übrigens: Die Gastronomie im U-Turm ist ja auch unlängst fraglich geworden.

    Dafür, dass es sich um eine innerstädtische Brachfläche bester Lage und Qualität handelt, finde ich das doch recht mau. Und vor allem: Was hat auf dem Gelände auch noch eine Sporthalle zu suchen? Das Ganze hat doch mit den ursprünglichen Plänen nicht mehr viel zu tun. Vielmehr scheint es so, als wolle man die Fläche jetzt auf jeden Fall bebauen, egal womit.

    Eigentlich gute Nachrichten? Sorry Nick, aber das seh ich ein bisschen anders. Aus dem Museum plus Kreativzentrum, das pünktlich zur Kulturhauptstadt internationale Strahlkraft mit "Architektur im Weltmaßstab" entwickeln sollte, bleibt im Wesentlichen das U mit zwei angeschlossenen Berufsschulen übrig. Das kann es doch nicht sein. Und dafür sind auch die Fördergelder nicht vorgesehen gewesen. Wenn das Kreativzentrum gebaut wird, wird es eine Verlegenheitslösung, um den Schein zu wahren. Und ohne die Werbung im Kulturhauptstadtjahr wird es der ganze Kulturstandort sehr schwer haben, sich überregional zu positionieren. Wenn dann alles irgendwann 2011-2014 mal fertig ist, interessiert sich doch kein Mensch mehr dafür, denn dann haben wir einfach nur das Museum am Ostwall in neuem Gewand.

    Na das sind ja - mit Blick auf das Kulturhauptstadtjahr - gute Aussichten. Ich will ja hier nicht rumnörgeln, aber aus Sommer 2010 wird am Ende gar September / Oktober und damit bliebe das anvisierte Aushängeschild der Stadt während der Höhepunkte des Kulturhauptstadtjahres geschlossen. Leider fehlt wohl jeglicher finanzielle Spielraum, um dem entgegen zu wirken.

    Ich finde ein Hochhaus an der Stelle eigentlich nicht ideal. Damit würde der freie Blick vom Bahnhof Richtung Harenberg und U-Turm zumindest teilweise verbaut. Und damit würde der Stadteingang eine wichtige und interessante Sichtachse verlieren. Meiner Meinung nach muss ein attraktives DFB-Museum entstehen, außerdem muss das DB-Hochhaus dringend saniert werden, dann ist der südliche Vorplatz tip top. Ein oder zwei Hochhäuser im Norden würde ich allerdings begrüßen.

    Hinweis der Moderation: Das Thema lautet: "Dortmund: Westfalentower, 82 m [in Bau]"!

    Ich bin da nicht so optimistisch. Sanieren wird die Stadt aufgrund der aktuellen Haushaltslage wohl nicht. Und ein Investor, der in dieses Gebäude 20 mio steckt (plus Kaufpreis?) muss auch erst mal gefunden werden. Könnte sich also noch zu einer Hängepartie entwickeln.

    Zu folgender Meldung:Neuer Hauptbahnhof kommt in Schwarz und Gelb daher

    Das sind ja alles in allem ganz gute Neuigkeiten.

    Wo kein Vordach ist, kann auch kein Vordach vergammeln. Gut.

    Schwarz-gelbe Bahnhofshalle: Ich kann mich dir nur anschließen, hoffentlich suchen die jetzt kein Eigelb aus, aber das werden sie schon nicht. Darüber hinaus finde ich, man kann es mit schwarz-gelb auch übertreiben. Nur weil Dortmund Heimat des zugegebenermaßen ziemlich geilen BVB ist, muss ja nicht die ganze Stadt in den Vereinsfarben angepinselt werden. Man stelle sich vor, ein Besucher betritt die Stadt durch den schwarz-gelben Bahnhof und erblickt als erstes mal das nationale Fußballmuseum. Nicht der schlechteste Gedanke, aber Dortmund wird eh schon nur auf Fußball reduziert. Die Bahnhofshalle muss sich also meiner Meinung nach nicht unbedingt daran orientieren.

    Zu den Taxiständen: Finde eigentlich nicht, dass die ohne das Dach deplatziert wirken. Der Bahnhofsvorplatz wird lediglich ein bisschen heller, einladender.