Tja, ich glaube, zu diesem Zeitpunkt kann niemand realistisch und belastbar den Erfolg des Projektes ermessen. Wenn ich ehrlich sein soll, wäre ich mir im Moment auch unschlüssig, ob ich am Phoenix-See bauen würde oder nicht. Einerseits finde ich das Projekt und die Lage spannend und auch durchaus attraktiv. Andererseits gibt es natürlich Risiken oder Unwägbarkeiten, die es in einem normalen Baugebiet auf der grünen Wiese so nicht gibt.
Klar gibt es im Umfeld weniger schöne Ecken, allerdings auch sehr hochwertige Wohnstandorte (südliche Gartenstadt, Stadtkrone Ost, Gebiet um den Westfalenpark). Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Gebiet unmittelbar nördlich des Sees in den nächsten Jahren nach und nach attraktiver gestaltet wird. Durch den See sind die Wohnterassen von den weniger schönen Ecken Hördes (Clarenberg etc.) klar getrennt, dafür aber verbunden mit den o.g. Wohngebieten und einem grünen Band, das über Westfalenpark und Phoenix-West bis zum Rombergpark und Zoo reicht. Also in Verbindung mit dem Phoenix-See viel Potential.
Zu der Belastung des Bodens: Ich bin kein Experte und möchte mir hier kein Urteil anmaßen. Aus Laienperspektive finde ich eine gesunde Skepsis aufgrund der Vergangenheit wichtig. Allerdings wurden auch große Massen Erde umgeschichtet und (gerade an den Wohnterassen) aufgeschichtet. Daher würden sich die Belastungen eher in den tieferen Erdschichten befinden und die Wohnterassen nicht betreffen (?).
Alles in allem eine interessante Diskussion. Da das Projekt ziemlich einmalig ist, wird man sicherlich erst den Start abwarten müssen, bevor man irgendwelche belastbaren Aussagen zum Erfolg treffen kann. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Projekt zum Erfolg wird, allerdings ist auch das Gegenteil denkbar. Ob man als Pionier ein Haus am Phoenix-See baut, muss jeder für sich entscheiden. Spannend wird es auf jeden Fall.