Beiträge von erbsenzaehler

    Das Leipziger Messegelände ist eines der modernsten und durchdachtesten in der Republik. Ich war letztes Jahr auf der AMI (Automesse), großes Lob an die Leipziger Messe! Perfekt organisiert, gut geleitete Besuchermassen, optimale Raumausnutzung, hochwertige Aussteller.

    Kann mir vorstellen, dass es sich mit der GC ähnlich verhält. Diese Messe muss im vollen Umfang in Leipzig bleiben! Es ist ein Wachstumsmotor für ganz Ostdeutschland und vorallem ist es mittlerweile etabliert und hat derweil sämtliche internationale Konkurrenz abgehängt. Die E3 in LA war anscheinend nur noch eine Kleckerveranstaltung, die Messe in Tokyo ist ebenfalls überrundet.

    Warum entscheidet man sich, Leipzig und damit Deutschland zu schwächen?
    Ich finde diese Vorgehensweise einfach nur provinziell und unnachvollziehbar.

    Trotzdem: Gratulation zum diesjährigen Resultat, Leipzig mausert sich einfach immer mehr, in allen Bereichen! :)

    Danke für die frische Fuhre Fotos!

    Ben: Berlin hat doch viele Rathäuser :) Mitunter sogar sehr schöne, wie ich finde (vorallem in Schmargendorf, Köpenick, Steglitz, Spandau, Lichtenberg, Charlottenburg und Treptow - ach ja, Potsdam nicht zu vergessen ;)). Das Rote Rathaus ist auf jeden Fall einmalig, ein solches Gebäude findet sich kein 2. Mal auf der Welt. Mehr imponieren tun sicherlich jene von München oder Hamburg z.B.

    Bei der Statue handelt es sich um den Jahrhundertschritt von Wolfgang Mattheuer.
    Einige Abgüsse davon stehen in der ganzen Republik verstreut, u.a. in Bonn und Halle. Es soll die Zerrissenheit zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus des 20. Jahrhunderts darstellen.

    Eine Plastik, die mir von der Aussage sehr gefällt. Künstlerisch... Nunja. 'Modern' eben :rolleyes:

    Vergangenheit und Zukunft des Opern- und Schauspielhauses

    Ein unsägliches Projekt für die Frankfurter Innenstadt.

    Dies lässt die Hoffnung, dass das außerordentlich hässliche Gebäude der SchauspielFrankfurt in naher Zukunft weichen könnte, stark schwinden.

    Es gibt nur einen einzigen Bau, der dieser omnipräsenten städtebaulichen Naht aus Bankenviertel, Museumsufer, Bahnhofsviertel und Taunusanlage gerecht werden kann: Das Frankfurter Schauspielhaus, dessen Originalfundamente und teils tragende Wände sich noch unter dem Schrecken von heute befinden.
    Der Bau war nach den Wirren des 2. Weltkrieges kaum zerstört, trotzallem entschloss man sich dazu, den Großteil der Jugendstil-Fassade (ja, es ist tatsächlich Jugendstil) abzuschlagen und auf der alten Fassade eine neue, zeitgeistige Fassade aufzusetzen. Im Prinzip handelt es sich also noch um den Altbau mit einer modernen Fassade!

    Hier ein Bild dieses Prachtbaus, welcher der Alten Oper zumindest in Sachen städtebaulicher Präsenz in nichts nachstand:

    Quelle: Zeno.org -- Ansicht Schauspielhaus von 1914; gemeinfrei (kann nach Belieben verwendet werden)


    Die komplette Misere kann übrigens hier nachgelesen werden: http://www.aufbau-ffm.de/serie/Teil29-30/teil29.html


    PS: Ich denke nicht, dass dies bezüglich des Themas zu abwegig ist, darum bitte ich, diesen Beitrag nicht zu verschieben.
    Hoffentlich ernte ich dafür nicht wieder einen Satz roter Laternen...

    Eine grobe Fehlentscheidung. Das wird Berlin und die Museumsinsel als Ensemble noch teuer zu stehen kommen. Nun, da das Kind eh schon in den Brunnen gefallen ist, gilt es zumindest diesen unsäglichen Chipperfield-Eingangsbau für die Museen zu verhindern.

    (Wo war hier eigentlich die UNESCO, die doch sonst schon bei der minimalsten Schraubendrehung rumkräht? Was erlauben, U.?)

    Und das was man erkennen kann (Glaskasten mit zylinderartigen Elementen) ist optisch alles andere als ansprechend -
    Um nicht zu sagen: pothässlich. Meine Meinung.

    Die Antwort lautet demgemäß: Nein, das kann man definitiv nicht zum Verkauf anbieten.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Keine Angst ich werde nicht ein tägliches Update aus der gleichen Perspektive bringen


    Schade eigentlich ;) Trotzdem vielen Dank für deine Aufnahmen!

    Der Sockelbau nähert sich ja allmählich seiner Vollendung. Liegt man da im Zeitplan?
    Und wird man ihn womöglich schon früher beziehen können als den Turm selbst?
    Vorstellbar wäre es durchaus.

    Das Gros dieser Bauten scheint entstuckt (oder zumindest recht stark überformt) zu sein.
    Und dann dieser grässliche Putz mit noch viel grässlicheren Farben darauf.

    Himmel... Sind das Fotos aus den 80ern?
    Wobei, ich erkenne einige Autos jüngeren Baudatums, scheinen also aktuelle Aufnahmen zu sein.

    Verwendest du eine Analogkamera und scannst die Bilder dann ein?
    Eine Digicam kostet doch nun wirklich nicht die Welt ;)

    Imposante Symbole wirtschaftlicher Prosperität und urbane Ästhetik zu Gunsten von ein paar Sonnenstrahlen aufgeben?
    Muss das sein?

    Wie wär's mit so einem netten kleinen Sonnenspiegel, der die bräunenden Wellen in Richtung Opernplatz reflektiert?
    In einem französischen Bergdorf scheint durch diesen Kniff zum ersten Mal die Sonne ;)

    Dann nehm ich auch noch mal darauf Bezug:

    Sicher machen Kirchenrekonstruktionen in der heutigen Zeit zumeist keinen Sinn, jedenfalls nicht, wenn man eine kirchliche Nutzung beabsichtigt.
    Aus diesem Grund wäre oft schon sehr viel getan, würde man lediglich die Kirchtürme wiedererrichten - so wie dies ja nun auch vorerst bei der Potsdamer Garnisonkirche geschehen soll.

    Der markante Teil der Sakralbauten wäre somit wiederherzustellen und es bedarf keiner aufwendigen Reko der Chöre oder ornamentreicher Innenräume.
    Das Stadtbild gewinnt dadurch unheimlich und es bieten sich Möglichkeiten der Nutzung als Aussichtspunkt, für Glockengeläute oder schlicht als Mahn- und Denkmale.
    Und auch den rein ästhetischen Nutzen sollte man dabei nicht verkennen.

    Ohnehin war ja der (in Richtung 'Gott' strebende) Kirchturm der architektonische und strukturelle Höhepunkt des sakralen Äußeren, die Langhallen, Chöre usw. sind in der Regel eben von eher zweitrangiger Bedeutung - zumindest, so lange man nur von der städtebaulichen Wirkung spricht.

    Oder was meint ihr?

    Danke für die Bilder! Feine Sache das.
    Mit deinem Kumpanen möcht ich aber nicht tauschen. Hitze, Stahl, Glas, Beton - und ringsrum nichts als Wüste. Und dann auch noch die Sandstürme. Meine sensiblen Schleimhäute... ;)

    Nee, Dubai ist nichts für mich. In 50 Jahren wird es ihr sowieso ergehen wie einst Atlantis.
    Da helfen dann auch 818m Stahl, Beton & Glas nicht mehr viel.

    Es ist wie ein Fluch, der auf Deutschland lastet... Die reichen Großstädte pflastern sich mit solch schachteligem Schund zu, während die muffige Provinz sich mit Prestigebauten brüstet (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    In der Tat, da hätte auch eine Sanierung ausreichende Resultate hervorbringen können.
    Gibt es denn keinerlei architektonischen Erfindergeist in der Republik?
    Es muss ja nicht gleich ein schreiender Guck-mich-an-Bau á la Gehry/Calatrava/Foster sein, aber sowas...

    Das schlimme ist ja, das Antiamerikanismus durch solch Gerümpel geradezu legitimiert wird.

    Ich hab gar nichts gegen die USA (abgesehen von der desaströsen Politik), aber dieses Ding da ist einfach nur ein absolut peinliches Gewächs - wie fast der gesamte Pariser Platz, abgesehen vom Adlon und den Annexbauten des Brandenburger Tores von Kleihues.

    Der Franz. Botschaft kann man hingegen auch eine gewisse Eleganz nicht absprechen, jedenfalls wirkt sie nicht wie ein Flakbunker.
    Die US-Botschaft hingegen ist viel zu massig, monoton und einfach billig, zum Pariser hin noch gerade so akzeptabel (wenn auch die Platzfront ganz anders aussehen sollte), sind die Fassaden am Tiergarten/Ebertstraße und an der Behrenstraße einfach nur grottig.

    Hier hätte wenigstens die farbliche Absetzung wie am PP fortgesetzt werden sollen. Andere Fenster hätten auch schon einen weit besseren Eindruck erweckt. Noch etwas Fassadengliederung, hier und da ein paar interessante Details - und schon müsste sich hier kaum mehr jemand das Maul drüber zerreißen...

    Aber was soll's. Immerhin repräsentiert der Bau die US-Regierung geradezu mustergültig - insofern also Aufgabe zufriedenstellend erfüllt ;)
    Dieser Platz ist vorerst eh nicht mehr zu retten.

    Bevor ich loszieh, noch mal ein kleines Schmankerl am Abend ;)

    Albert-Schumann-Theater (aka Schumanntheater) am Bahnhofsplatz Frankfurt (Wiki-Artikel)

    [Bild anklicken zum Vergrößern! - Quelle: Zeno.org, gemeinfrei]


    Man mag es kaum glauben: Die Fassaden dieses prächtigen Jugendstilbaus überlebten die Wirren des 2. WK, "lediglich" den Saal hatte es erwischt. Es gibt sogar ein Farbfoto, welches das Meisterwerk fast noch im Ursprungszustand zeigt (aus einem Beitrag von Schmittchen).
    Unnötig zu erwähnen, dass man der Stadt mit dem vermeidbaren Abriss anno 1960 einen wohl irreversiblen Schaden hinzugefügt hat (wobei eine Rekonstruktion hier durchaus vorstellbar wäre - ein repräsentativer Bau vor einem repräsentativen Hauptbahnhof).

    Das Theater (und somit die verschont gebliebenen Restaurants) wurde im Anschluss von den Amerikanern als Club genutzt.
    Heute steht dort eine grottenlangweilige Bürokiste :nono: (das graue Etwas rechts des DZ-Turms, Foto von Philipp Groß)


    Und wehe mir verpasst wieder jemand die rote Laterne dafür!
    Etwas Sinn für Ästhetik sollte selbst in einem Architekturforum gestattet sein ;)


    Edith, die Gute: Danke für den Hinweis!