Beiträge von manitu

    Nach längerem Überlegen ist mir eingefallen, woran mich die Veränderungen erinnern: Das wirkt auf mich genau wie polnische Schwarzmarktware, die auf den ersten Blick dem guten Original ähnelt, bei der man aber schnell merkt, dass auf der Handtasche tatsächlich nur "Guchi" steht, dass das "Puma"-Trikot ein polnisches Waschetikett hat und das Cover der CD auch ungewohnt blass wirkt.

    Schade, wenn man das Projekt jetzt kaputtspart. Hoffentlich wirkt das auf den Visualisierungen nur so schlecht.

    Mopo, 19.04.2006 - Herzog & de Meuron haben jetzt die detaillierten Pläne vorgestellt:

    - ein Balkon des ehemaligen Kakaolagers wird eine Art "Zwischenstopp" auf dem Weg zur Plaza auf dem alten Kaispeicher
    - die Glasfassade wird ein- statt doppelwandig
    - es soll Öffnungen für Balkone und Logen geben, die die Fassade auflockern
    - das Glas soll teilweise bedruckt werden (wird mit Busscheiben verglichen)
    - der "japanischen Akustik-Meister" Yasuhisa Toyota hat den Innenraum modifiziert
    - Reflektor an der Hallendecke für Schalloptimierung
    - zwei Dachterrassen
    - 590 Parkplätze
    - das "Klingende Museum"

    Derzeit konkurrieren zwei Bietergemeinschaften, von denen nun bis Mitte August eine Kalkulation der Kosten erwartet wird. Januar 2007 ist weiterhin geplanter Baubeginn.

    Besonders lesens- und vor allem sehenswert ist der entsprechende Artikel bei bild.de (*hüstel*, normalerweise lese ich das ja nicht). Vor allem die Bildauswahl hat es in sich.

    Ich verzichte mal auf Verlinkung: Nicht, dass die merken, dass von hier Leser kommen und sich hier plötzlich Bild-Redakteure rumtreiben. ;)

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    Zitat von Samuel

    Klarer Fall von: "Skaten?! Na klar, aber doch bitte nicht hier!"


    Das ist meine Meinung, ja. Es gibt an sehr vielen Stellen Hamburgs genau die Bedingungen, die zum Beispiel im Abendblatt als von den Skatern gewünscht genannt wurden. Ich denke, die fahren eher deshalb lieber am Jungfernstieg und in der Hafencity rum, weil sie auch gern dabei bewundert werden wollen. Jedes Privatvergnügen wird aber dann problematisch, wenn es andere über Gebühr zurückdrängt. Ich kenne die Situation, wenn 5-6 Skater an einem dieser Orte mehr oder (meistens) weniger talentiert rumfahren - diese Plätze nehmen sie dann so gut wie vollständig ein. Genau so gut könnte ich da 2 Tore aufstellen und mit meinen Kumpels kicken. Hätte ich da auch allgemeines Verständnis?

    Ich weiß nicht, warum man mit dieser Meinung gleich als Verhinderer von hipper, moderner Nutzung der Plätze dargestellt wird, der "jegliche (Sub-)Kultur schon von vorne herein kategorisch ablehnt". Was soll so ein Quatsch? Kann man nicht einfach mal eine Meinung hinnehmen, ohne deren Vertreter in Ecken zu stellen, in die sie nicht gehören, mit Pauschalisierungen, die daneben sind?

    Für mich artet das hier jetzt aber zu weit aus. Wer mir sonst noch Jugendfeindlichkeit und Vorurteile vorwerfen will, soll das per PM tun.

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    Zitat von moyashi

    Entschuldigung, aber ich glaube


    Wissen war dem Glauben schon immer vorzuziehen. Du warst mit deinem Urteil über mich übrigens sehr viel schneller als ich mit meinem über die Skater. Ich habe ja nichts dagegen, wenn an geeigneten Stellen Anlagen für Skater geschaffen werden, aber den Jungfernstieg oder die Magellan-Terrassen finde ich dafür irgendwie zu schade. Urbanität und Flair kann auch anders entstehen.

    Zum Cabriodach: Schöne Idee. Hoffentlich kriegen die das Dach immer rechtzeitig zu, wenn es dann doch mal regnet (tut es ja fast nie in Hamburg). Schade nur, dass unter dem Dach wieder so ein Glaswürfel-Gemenge gebaut wird.

    Na ja, mich nervt das, weil gerade die schönen Treppen im Sommer eher zum Sitzen und Sonnen geeignet sind, was aber durch das zudem auch sehr laute Skaten unterbunden wird. Außerdem sind die Skater in der Regel nicht gerade das Volk, das mir sympathisch ist. Da geht es häufig doch recht prollig zu.

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    Zitat von Samuel


    Gastronomie voll vermietet (darunter "Namen von Weltruf")


    McDonald's, oder was? ;) Im Ernst, der erste Taco Bell Deutschlands (abgesehen von dem auf der US-Basis, der nicht öffentlich zugänglich ist) wäre doch mal was!

    Mir macht es aber wirklich große Hoffnung, dass mal ein paar neue Geschäfte kommen sollen und nicht der alte Einheitsbrei aus H&M, New Yorker und Foot Locker. Mir schweben ja so Namen wie Gap, Wanama, La Martina oder New Man vor.

    Das kommt wohl auch immer darauf an, was man kaufen möchte. Für meine Bedürfnisse ist Hamburg ganz gut geeignet, hat aber noch Ausbaupotenzial, das aber wahrscheinlich durch die Europassage auch bald genutzt werden wird.

    In Deutschland kenne ich keine Stadt, die da deutlich vorn läge. Die einschlägigen Kandidaten dürften sich ungefähr die Waage halten. International sind London und New York natürlich unvergleichbare Shoppingparadiese - wobei übrigens Buenos Aires aber auch sehr gut mithalten kann. Toronto ist auch ganz nett, Montreal hat mich aber mehr beeindruckt, zumal alles unterirdisch miteinander verbunden ist.

    Um die Auszüge des Chats im Abendblatt mal grob zusammenzufassen:

    - Die Entwürfe sind bislang tatsächlich nur Ausblicke, was man sich ungefähr unter dem Projekt vorzustellen hat - keine konkret umsetzbaren Pläne (hatten wir uns ja auch schon gedacht).

    - Die 350 Meter hält der Oberbaudirektor auch für übertrieben, er glaubt, man werde in einem Bereich zwischen 150 und 250 Metern landen.

    - Finanzieren soll es sich, weil durch die Besonderheit der Gebäude Investoren gelockt werden sollen, die sonst nicht einen solchen Quadratmeterpreis zahlen würden.

    - Mischung ca. 70% Gewerbe, 30% Wohnen

    - Architektur soll hochwertig sein und somit für eine gewisse Zeitlosigkeit sorgen

    Jeanne Gangs Entwurf gefällt mir am besten, das von Dirk Lohan mag ich auch. Insgesamt sind das aber alles noch keine Modelle, mit denen man auch die skeptische Bevölkerung wird überzeugen können. Da wären ein paar bunte Renderings nicht schlecht, bevor man an die Öffentlichkeit geht (zu spät).

    Schön wär's, aber eigentlich braucht man nur zu wetten, wie lange es dauert, bis sich mein Parteifreund Petersen erblödet, gegen angeblichen Gigantismus zu wettern und die Mopo die Pläne in unzweideutiger Verbindung mit dem Begriff "Ungetüm" auf die Titelseite bringt, gefolgt von empörten Leserbriefen, denen man anmerkt, dass die Schreiber von Sichtachsen nie was gehört haben.

    Ich tippe auf folgende Reihenfolge: Mopo-Verriss morgen, Petersen mit Statement bereits in derselben Ausgabe, Leserbriefe im Abendblatt auch schon morgen, in der Mopo übermorgen.

    Ach ja: Hat jemand mehr Glück beim Finden eventuell existierender Bilder der Pläne als ich?

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    Zitat von Samuel

    Mit Feldsteinen sollten die Grundrisse von Hammaburg und Dom nachgezeichnet werden, ergänzt durch ein paar Schautafeln und ein Informationszentrum.


    Könnte man sich nicht bitte ganz schnell dazu entschließen, die ganzen Schrottentwürfe zum Recyclinghof zu bringen und den oben zitierten Plan umzusetzen? Dieser einfallslose Einheitsbrei geht ja gar nicht. :Nieder: