Beiträge von frank353

    Ich finde, dass die Architekten hier gute Arbeit geleistet haben. Das alte Union-Bürohochhaus war wirklich eine Herausforderung.


    Die großen weißen Fensterflächen im Turm zum Main hin passen gut und haben eine maritime Anmutung.


    Mit den flachen Annexbauten am Ufer mit Anleihen an die Moderne der 1920-1950er Jahre wird ein guter Übergang geschaffen von der alten Gründerzeitvilla-Villa im Westen und dem Intercontinentalhotel der frühen 1960er im Osten.


    Sonderlob, für die bewachsene Wand als Übergang zum Turm.


    Auch die Ausführung der Logien nach innen und die dezente Garageneinfahrt haben einen fast mediterranen Touch.


    So eine Lösung hätte ich mir für das alte Rundschaugebäude gewünscht.

    Man muss den Chinesen zu Gute halten, dass sie ursprünglich von einem Hotel mit Blick über die Rennbahn und Zugang zu einem Golfplatz geplant haben.


    Nach dem Verkauf an den DFB hat sich die Lage geändert.


    Die Bauarbeiten des DFB bringen Dreck und Lärm und werden sich sicher negativ auf die Belegung des Hotels auswirken.


    Wenn die Finanzierung kein Problem ist, kann man sich auch Zeit lassen.

    Wenn ich mir den Ostflügel, die Agora und das Dachrestaurant ansehe, muss ich leider feststellen, dass sie noch störender sind, als ich in den Entwürfen befürchtet habe.


    Es ist ähnlich, wie in Frankfurt, wo die modernen Häuser in der Neuen Altstadt die größten Enttäuschungen sind. Der oft von den Reko-Gegnern geäußerte Disney-Land-Vorwurf kommt eigentlich nur bei den "modernen" Gebäuden zum tragen.


    Ähnlich geht es mir bei dem Stella-Ostflügel. Der Abschluss ist völlig mißlungen und die Rückseite sieht einfach banal und unpassend aus.


    Ganz abgesehen von der Baugeschichte, die den Ostflügel so interessant macht, mit Apotheke, "grünem Hut", Prinzessinnen-Palais, Kapelle. Zusammen mit der Spree wäre das eine einmalige Ansicht für Berlin.


    Man hätte sich mindestens für Stella und die Mäckler-Rückseite entscheiden sollen.

    Was soll das denn heißen? Ist denkmalwürdig nur, was vor 1950 und nach 1960 gebaut wurde?


    Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Es scheint, dass in Frankfurt die Geschichte vor 1945 als weniger schützenswert gilt.


    Ich habe auch nicht behauptet, dass die Nachkriegsarchitektur nicht schützenswert ist. Mein Großvater hat nach dem Krieg in Unterfranken als Polier gearbeitet und ich bin stolz darauf.


    Viele Bauten aus der Zeit mußten aber wieder abgerissen werden, weil das Baumaterial minderwertig war.


    Ich will die Leistungvon 1948 nicht schmälern. Es ist aber doch unstrittig, dass Frankfurt über sehr viel Nachkriegsbausubstanz verfügt, geschützt und ungeschützt. Das gilt für ganz Deutschland.


    Die Paulskirche gibt es aber nur einmal und ist aus meiner Sicht in einer Rekonstruktion des Originalparlaments von größerer historischen Bedeutung und zwar überregional, als die Reko von 1948. Zudem könnte ich persönlich mit einer rekonstruierten Paulskirche mehr anfangen als mit dem aktuellen Gebäude.


    Die FAZ greift das am 6. Februar 2019 in einem Artikel sehr schön auf. Die Paulskirche win ihrer alten Form würde dem deutlich verbesserten Areal zwischen Dom, Neuer Altstadt und Römer die alte Mitte zurückgeben.


    Gefreut hat mich auch, dass der FAZ-Artikel auch das Thema Neufassung des Paulsplatzes aufgegriffen hat. Dazu wird auch auf die Alte Börse verwiesen.

    Es ist doch unstrittig, dass es in Deutschland nur drei historische Gebäude gibt, die für die parlamentarische Demokratie stehen: Paulskirche, Bundestag und Reichstag. Zwei davon sind in Top-Zustand und wurden aufwendig renoviert. Bonn und Berlin setzten das als Hauptstädte problemlos durch.


    Die Paulskirche in Frankfurt gehört nicht dazu.


    Das fängt an, dass der Paulsplatz und die kleine angrenzende Parkanlage schäbig aussehen und ungepflegt wirken. Dabei sind sie Aushängeschilder der Stadt. Ist mir unbegreiflich warum der Parkplatz an der Berliner Straße nicht vollständig in eine Parkanlage umgewandelt und von den Stadtgärtner ordentlich gepflegt wird.


    Dann fehlt das historische Dach.


    Und zuletzt ist der Innenraum einer Kirche, der als Parlament diente im 1950er Jahre Stil mit niedrigen Decken durchzogen.


    Frankfurt, Hessen und Deutschland ihre pseudoideologische 1950er Jahre-Nostalgie überwinden und das gemeinsam hinkriegen.


    Ich finde es ist höchste Zeit und ich als will die Paulskirche auch nochmal so sehen, wie sie war.

    Vielleicht wurde das Thema hier schon einmal adressiert und ich habe es übersehen.


    Seit einiger Zeit kann ich im Mozilla und im Explorer auf Windows Umgebung, keine Abload-Fotos mehr sehen. Zum Teil sehe ich nur Icons und oft gar keine Bilder.


    In den Browser-Einstellungen habe ich nichts gesehen, was mir weiterhelfen könnte.

    Die anfangs negativen Kritiken kann ich schon nachvollziehen, da zu Beginn nur der erste Grobentwurf zu sehen war und dort die drei neuen Hochhäuser perspektivisch verzerrt dargestellt sehr dominant erschienen.


    Wo sonst, als in einem Forum kann man denn ein negative Meinung sagen? Ich denke das ist doch der Zweck eines Forums. Oft sind doch die negativen Meinungen die Interessantesten.


    Mit den jetzt vorliegenden Informationen wirkt der Entwurf besser als der Rest.


    So wie ich das sehe bleibt vom Bestand nur das Geldmuseum und das Hauptgebäude erhalten.

    Auf der CG Group Website sind die Bilder für das Gebäude B verschwunden.


    Das muss nicht heissen, dass uns der letzte präsentierte Entwurf erspart bleibt, aber es gibt zumindest Hoffnung.


    Es für mich eh unbegreiflich, wie man sich das bei CG vorgestellt hat, im Westend einen so wenig ansprechenden Wohnblock teuer zu vermarkten.


    Und die Käufer der teuren Grand Ouest Wohnungen werden auch Amok laufen, wenn ihnen von der gleichen Firma so die Lage versaut wird.

    Die Stiftungsidee ist ja grundsätzlich positiv. Aber hier liegt bei "Bürgerstiftung Neue Oper Frankfurt"eine Mogelpackung vor.


    Die Oper in Kopenhagen kostete 335 Mio. EUR und wurde von Herrn Moeller Maersk voll finanziert. Das Gebäude ist groß genug, dass es Oper, Ballet und alternatives Theater aufnehmen kann.


    Grundstück vermutlich von der Stadt. Die erheblichen Unterhaltskosten zahlt der dänische Staat.


    Im Fall Frankfurt wollen die Stifter lediglich 50 Mio. EUR von 300 Mio. EUR beisteuern und über die Mieteinnahmen die Kredite bedienen. Zusätzlich soll der ehemalige Bürgermeister Herr Wenz (SPD) die Planung und die Architektur (entgeltlich) beisteuern. Bei Herrn Wisser ist auch Vorsicht geboten.


    Das wäre ein Vertrag zu Lasten der Bürger der Stadt und wurde zum Glück auch abgelehnt.


    Geht man davon aus, dass für 300 Mio. EUR ein aufwendiges Opernhaus zu haben ist und dass man für ein Theater 150 bis 200 Mio. EUR ausgeben muss, dann geht das nur unter Beteiligung des Landes Hessen.


    Es muss doch jetzt erst einmal geklärt werden, wie hoch die Kosten für das Projekt sind.


    Die Einnahmen von Oper und Theater reichen nicht aus und der laufende Betrieb muss stark subventioniert werden. Daher kann Farnakfurt aus eigener Kraft zwei Neubauten mE nicht stemmen.


    Frankfurt muss Hessen ins Boot holen. Die Finanzierung muss natürlich am Anfang stehen.


    Dann muss der Standort auf der Grundlage eines Gutachtens geklärt werden und zwar einschliesslich Anbindung und externe Effekte.


    Erst dann können wir über einen Architektenwettbewerb sprechen.


    Mir fehlt einfach ein klar strukturierter Prozess. Die ganze der Debatte der Stadt Frankfurt kommt mir wie eine WG-Diskussion vor. Und ich meine nicht unser Forum. Hier wird bessere Arbeit geleistet als im Stadtparlament und im Bürgermeisteramt.

    Die FAZ greift das Thema am 16.11.2018 erneut auf. Der Geotechniker Rolf Katzenbach von der TU Darmstadt hält die Fernbahn-Tunnelvariante für machbar.


    Der Tunnel soll unter dem Bahnhofsgebäude mit zwei nebeneinander liegenden Röhren in östliche Richtung verlaufen.


    Bei der Bahnhofsausfart macht er einen scharfen Knick nach Süden, unterquert den Main und läuft dann unter dem Main bis ins Grüne-Saucenland Oberrad. Dort verbindet er sich mit der Bahnstrecke nach Hanau.


    Der nach Süden Knick ist nötig, da die Hochhäuser der Innenstadt auf Pfählen gegründet sind. Der Ingenieur Katzenbach hält dies für machbar, da der Zug nach dem Anfahren noch keine hohe Geschwindgkeit hat.


    Geologisch wäre der Tunnelbau unproblematisch.


    Die Fernbahnsteige würden auf Höhe der vorhandenen S-Bahnstieg gebaut werden.


    Die Umgehung der querenden S-Bahntunnel wäre technisch anspruchsvoll aber machbar.


    Es wird vorgeschlagen, das Projekt NICHT Frankfurt 21 zu nennen :)

    Am 16.11.2018 schreibt die FAZ im Rhein-Main-Teil sehr positiv über die Fertigstellung des Kornmarkt-Arkaden-Projekts.


    Gelobt wird das Denkmalschutzamt, dass es die Erhaltung eines Teils des alten Rechnungshofs durchgesetzt hat.


    Es gibt ein dreiteiliges Nutzungskonzept:


    - Rechnungshof-Gebäude: Rechtsanwaltskanzlei Kucera und Co-Working-Spaces (Büros)
    - Großes Gebäude: Motel One mit 470 Zimmern
    - Kleines Gebäude: 21 Wohnungen


    Im Motel One gibt es eine Bar, die 24h offen hat und mit dem Motiv Buchdruck als Deko-Signatur.

    Ich sehe da keine Geschichtsfälschung. In München wurde schon kurz nach dem Krieg beschlossen "das schöne München wieder aufzubauen wie es war". In Frankfurt hatte man eine andere Sicht, die zum Teil heute noch vorherrscht. So wurden hier viele unbeschädigte oder leicht beschädigte Gebäude abgerissen, um die moderne Stadt zu schaffen.

    Am 13.11.2018 schreibt die FNP, dass die Grünenfraktion im Römer gegen weitere Rekonstruktionen in der Frankfurter Altstadt sei.


    Die Grünen sind irritiert, dass der Bürgermeister Feldmann ohne Absprache eine Paulskirche-Reko ins Gespräch bringt.


    Die Sanierung des 1940er Umbaus der Paulskirche wird mit einem zweistelligen Millionenbetrag veranschlagt.

    Ein Hafenturm mit Backsteinoptik würde hier am besten passen, da stimme ich Adama voll zu. Das wäre stimmig mit den tollen Stahlbogenbrücken in der Umgebebung und dem Binnenhafen.


    Auf der anderen Seite des Flusses hat das mit dem Main Plaza auch hervorragend funktioniert.


    Ich könnte ich mir auch eine Neuauflage der Kranhäuser in Köln oder des Turning Torso aus Malmö dort gut vorstellen. Dann wäre auch das Platzproblem gelöst.

    Danke Tunneklick für die tollen Bilder.


    Feldmann ist clever. Sein Name wäre für immer mit der Wiederherstellung der Paulskirche verbunden.


    Hier sieht man auch, dass der Aufbau der alten Börse der Paulskirche einen schönen Rahmen zurückgeben würde.


    PS: Ich weiss, dass Goethe die räumliche Enge bemängelte. Die Platzsituation zu Goethes Zeiten kann man aber wirklich nicht mit heute vergleichen.

    Mod: Beitrag aus dem Thread "Kornmarkt-Arkaden statt Bundesrechnungshof" hierher verschoben, da ausschließlich Kritik an der baulichen Umgebung.
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    Ich sehe das genauso wie Adama. Die Betonumrandung des Fussgängerübergangs wirkt sich sehr negativ auf den Platz aus. Eine schöne Buntsandsteinmauer würde hier Wunder wirken.


    Auch der rote Anstrich und die Blechverkleidungen des 1950er Jahre-Hauses passen hier nicht. Ein historisch korrekte Farbgebung und Restaurierung würde viel bringen.


    Eine schöne Altbau-Reko hätte hier in der Platz und Eingangssituation für die weitgehend wiederhergesetllte Braubachstrasse eine starke Wirkung.

    Nach meinen neuen Informationen (Quelle: Schmittchen) und dem Studium der älteren Forumsbeiträge lässt der alte Bebauungsplan tatsächlich maximal zwölf Geschosse zu. Bis zu dieser Geschosshöhe kann und soll aufgestockt werden. Die erforderliche Befreiung für ein höheres Gebäude will der SPD-Planungsdezernent Herr Josef scheinbar nicht gewähren.


    Wahrscheinlich wurde von dem vorherigen Dezernenten der Grünen Olaf Cunitz vor 2016 eine Befreiung in Aussicht gestellt, auf der die Planung des Büros Jo Franzke mit 14 Stockwerken aufsetzte.


    Der Bauherr CG hat dann vermutlich als Retourkutsche eine sehr einfache und investorenfreundliche Lösung unter Ausnutzung des maximalen Bauvolumens bei MOW in Auftrag gegeben.


    Wenn man sich das Projektportfolio von CG ansieht, dann fällt der neue Entwurf deutlich negativ auf. Auch MOW kann Natursteinfassade, wie der Entwurf der neuen Akademie für Arbeit in Frankfurt zeigt.


    https://www.mow-architekten.de…akademie-der-arbeit/show/


    Vielleicht musste CG auch mehr und günstigere Wohnungen an dieser Stelle bauen (Sozialer Wohnungsbau?) als zuvor geplant, um bei anderen Projekten Zugeständnisse vom Baudezernat zu bekommen. Auszuschliessen ist das nicht.

    ^^^ Ich finde den Platz am Hafen auch gut mit Reminiszenz an Oslo oder Sydney.


    Damit hätte man aber nach dem Opernplatz auch den Theaterplatz in der Stadt preis gegeben.


    Der Theaterplatz hat nach dem Krieg sicherlich an Standortqualität verloren, aber ich denke die geopferte Grünfläche im Anlagenring sollt nicht für schnöde Bürobauten verschwendet werden.


    Zudem würden der Innenstadt zahlungskräftige Abendgäste fehlen.