Beiträge von Monaco-Mike

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    Zitat von Cosmopolitan

    schade um den grünen Wald

    Welchen Wald ? Die Fläche, die bei dem Projekt bebaut werden soll, ist derzeit noch von Baustofflagern, Schrotthändlern und ähnlich idyllischen Einrichtungen belegt. Der bestehende Hirschgarten (die große, zusammenhängende Grünfläche auf dem Rendering) wird durch die Bebauung nicht angetastet, die Randbegrünung um die Baumasse soll erst neu hinzukommen. Und diese neuen Grünflächen werden umso kleiner ausfallen, je weniger in die Höhe gebaut wird.

    Mit anderen Worten: wer hier flächensparende Hochhäuser verhindert, verhindert auch zusätzliches Grün.

    Ja, ich war schon öfters in Stuttgart und habe einen durchaus positiven Eindruck. Da Städtevergleiche immer etwas hinken, halte ich es für notwendig, Klassen oder Kategorien zu bilden, beispielsweise nach Einwohnerzahl. In der 500.000 bis 1 Mio.-Einwohnerklasse gehört Stuttgart für mich unbedingt zu den "Top Three" - nach Bremen (Stadt meiner Kindheit) und Frankfurt.

    Pro Stuttgart: Infrastruktur, Bausubstanz (halte ich für einen gelungenen Mix aus Alt und Neu), die geografische Lage bezogen auf die Umgebung und die Tatsache, dass eigentlich alles vorhanden ist, was eine moderne Großstadt ausmacht.

    Contra: die ausgeprägte Kessellage der Innenstadt (unangenehm gerade im Hochsommer), die relativ spießige Mentalität und der gruselige Dialekt der Ureinwohner (möchte damit aber niemandem zu nahe treten, ist halt eine persönliche Empfindung).

    Unter dem Strich betrachtet ist Stuttgart aus meiner Sicht eine Stadt, in der es sich zu leben lohnt. Gäbe es München nicht und wollte ich unbedingt in Süddeutschland bleiben (andernfalls würde ich nach Hamburg gehen), wäre Stuttgart für mich die erste Wahl. Käme allerdings auch noch die 100.000 bis 250.000 Einwohner-Kategorie (in Süddeutschland) in Betracht, könnte ich mich auch noch in Regensburg, Freiburg im Breisgau und in Karlsruhe wohlfühlen.

    Impression vom Münchner Tor zur "Blauen Stunde"

    Hier ein Bild vom "Münchner Tor" (Rückversicherung links und Highlight rechts) am Abend.

    Die Aufnahme entstand am 10. März 2004 - kalt war's ... Tagsüber war klares Wetter und ich hatte gehofft, noch einen spektakulären Sonnenuntergang in dem Ensemble einfangen zu können. Leider machte sich dann aber eine Wolkenbank am westlichen Horizont breit und nix war's. Die Stimmung ist aber immer noch ganz gelungen.

    Anderen Berichten zufolge war auch das Publikum gut durchmischt und man muss ja die Formulierung "Pfeifkonzert aus dem Publikum" nicht so auslegen, dass alle gepfiffen hätten. Das waren nur die Kronawitter-Groupies. Ude hat auch des öfteren Beifall "aus" dem gleichen Publikum bekommen. Ich glaube wie Jai-C, dass die militanten Hochhausgegner in München eher in der Minderheit sind.

    Podiumsdiskussion zur Hochhausfrage

    Am vergangenen Dienstag fand im Münchner Literaturhaus eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Hochhäuser in München" statt. Teilnehmer waren OB Christian Ude (pro Hochhausbau), Alt-OB Georg Kronawitter (kontra), die Architekten Professor Wilhelm Kücker (kontra) sowie Markus Allmann (pro) und der Journalist Gerhard Matzig vom Feuilleton der Süddeutschen Zeitung (pro). Weitere Teilnehmer waren Stadtbaurätin Christiane Thalgott (pro) und SZ-Lokalredakteur Arno Makowsky, der die Veranstaltung moderierte. Letzterer beschreibt seine Eindrücke im folgenden Artikel, abgedruckt in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen:

    Ein ausführlicher Artikel über die Veranstaltung befindet sich in der gleichen Ausgabe und wurde unter folgendem Link auch online veröffentlicht:

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/789/27762/

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    Original geschrieben von ghi
    Eine Frage an Oliver: Was ist bitte ein U/C Bild ?

    U/C - nach globalisiertem Sprachgebrauch steht das für "under construction". Die Altvorderen hätten es wohl ganz schlicht "Baustellenbilder" genannt :)

    Über die Ästethik des Baus kann ich mir erst eine Meinung bilden, wenn die Außenarbeiten abgeschlossen sind. Was mich neben der schlichten und zu gedrungenen Kastenform stört, ist vor allem die Farbe "Beton natur". Hier lässt sich aber mit etwas Fassadenkosmetik noch viel erreichen. Schaun mer mal ...

    Sehr eindrucksvolle Fotos. Das müssen aber mindestens 300 mm (eher mehr) optischer Zoom sein ? Ich finde es immer wieder interessant, die inzwischen längst vertrauten Gebäude in neuen Perspektiven zu sehen. Da sie doch schon recht hoch sind, gibt es noch unzählige Stellen in der Stadt, von wo man sie aus neuen Blickwinkeln wahrnehmen kann. Wie ich gestern festgestellt habe, ist das Highlight auch schon von verschiedenen Stellen aus dem Englischen Garten heraus wahrzunehmen. Interessant müsste auch der Blick vom Hochhaus in der Studentenstadt sein, da man von dort aus fast alle Hochbauten am nördlichen Mittleren Ring auf ein "Gruppenbild" bekommen müsste. Man bräuchte halt Zutritt in das Studentensilo ....

    Gut, dass Du Bangkok erwähnst. Neben Shanghai und Hongkong eine der dynamischsten Hochhausstädte in Asien. Allerdings ist vieles auch Geschmackssache, da die thailändischen Architekten ihrem Spieltrieb ziemlich hemmungslos freien Lauf lassen, mehr als anderswo, auch bei Midrises (z.B. das "Robot Building", das "Lego Haus" oder das "Elephant Building", die allesamt wie überdimensionale Kinderspielzeuge aussehen). Ein guter Link ist auch der folgende:

    http://www.geocities.com/topsyturvy_605…ise_index3.html

    Um auf München und das Uptown zurückzukommen:

    Die Bedeutung von Uptown liegt vor allem darin, der erste höhenmäßige Tabubrecher in dieser Stadt zu sein und ich bin sicher, dass sich dadurch die Leute bald umgewöhnen werden, was "richtig hohe" Häuser angeht. Die Architektur des nun gebauten Uptown ist leider ungleich langweiliger als die der Vorentwürfe (so dem vorherigen Entwurf von Ingenhoven, aber auch dem des Münchner Architekten Udo Welter, der an dieser Stelle Doppeltürme von 146 und 112 m Höhe vorgesehen hatte). Leider waren diese anspruchsvolleren Entwürfe dem Investor zu teuer - und nun haben wir als Ergebnis eine simple, verglaste Box - Billigbetonhochstapelei im ALDI-Design :mad:

    Auf Highlight dagegen freue ich mich, ist zwar keine ästhetische Offenbarung, aber immer noch relativ "eigen".

    Wenn es dunkel (und NICHT neblig) ist, kann man über die gesamte Höhe der östlichen Uptown-Fassade eine Adventskerze brennen sehen. Das ist auch gut auf dem Webcam-Bild zu erkennen, wenn man den Link zur Nachtzeit aufruft:

    http://www.uptownmuenchen.com/webcam.php

    Eine nette Idee ...

    Das Mercedeshochhaus (leider keine Webcam) hat mittels grüner Neonlampen über die gesamte Gebäudehöhe einen stilisierten Tannenbaum angebracht. Sieht auch nicht schlecht aus (auf der Nordseite des Gebäudes).

    Letzte Woche hatte ich ein paar Tage frei und bin bei dem schönen Wetter mal auf den Rathausturm gefahren. Ein interessanter Aussichtspunkt, leider nur Montag bis Freitag während der üblichen Bürozeiten zugänglich (bis 16:00 Uhr). Auch von dort kann man das Highlight gut erkennen, siehe Foto:

    Im Gegensatz zum Blick von der Frauenkirche kann man vom Rathausturm aus sehr schön durch die Ludwigstraße bis zum Siegestor schauen, hinter dem dann die Leopoldstraße beginnt.

    Der Betonklotz direkt links "neben" der Highlight-Baustelle (genau genommen liegt er einige 100 m näher Richtung Innenstadt) ist der erwähnte Midrise-Wohnkomplex, in dem ich die Webcam vermute. Von der Perspektive her könnte es passen. Die Box noch weiter links ist dann die Münchner Rückversicherung.

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    Original geschrieben von Der Spitzler
    Mir ist es immer noch ein Rätsel, was mit dem Hochhaus in der Neusser Strasse gemeint ist. Nach meinen Informationen gibts hier in München gar keine Neusser Strasse.

    Ein Fehler, der der Stadt nicht passieren dürfte....

    Die Neusser Straße hat es aber gegeben: sie verlief parallel zur A9 direkt an deren Westseite zwischen Schenkendorf- und Domagkstraße. Als dann die Parkstadt Schwabing geplant und beschlossen wurde, die neuen Straßen dort nach Architekten der jüngeren Zeit zu benennen, bekam vor ca. 2 Jahren auch die Neusser Straße einen neuen Namen: sie heißt jetzt Walter-Gropius-Straße. Mit dem geplanten Hochhaus kann also nur Helmut Jahns "Skyline Tower" (an der Ecke zur Domagkstraße) gemeint sein.

    Dass man versehentlich mal wieder den alten Namen benutzt, kann passieren, sogar einer Stadtbaurätin. Ich würde das nicht so eng sehen .... :)

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    Original geschrieben von Jai-C
    Monaco-Mike: Weißt du zufälligerweise wie hoch das 'Schwabylon' ist?

    Leider weiß ich keine genaue Zahl, aber ich schätze mal, um die 60 Meter. Der hohe Appartementblock ist nur ein Überbleibsel (das langweiligste) des Anfang der 70er-Jahre gebauten "Schwabylon"-Komplexes. Der abgefahrenste Teil, ein knallbunter Flachbau, der in der Form an ein futuristisches Stealth-U-Boot oder einen Raumkreuzer im Star Wars-Design erinnerte, wurde leider einige Jahre später wieder abgerissen. War wohl für Münchner Verhältnisse damals zu exzentrisch. Hier hätte eigentlich der Denkmalsschutz einschreiten müssen, denn der Bau war ein besonderes Zeugnis der Flower Power-Ära - mit Pink Floyd im Ohr und Speed im Hirn - augenscheinlich der Fantasie eines bekifften Architekten entsprungen. Gewiss haben die 70er eine Menge architektonischer Scheußlichkeiten hervorgebracht (die langweiligsten davon gelten inzwischen als schützenswertes Kulturgut), aber der Flachbau des Schwabylon, direkt an der Leopoldstraße gelegen, war in seiner kaputten Abgefahrenheit schon wieder Kult. Ein Foto davon habe ich noch im Netz gefunden:

    Neben einigen Geschäften waren darin übrigens Tonstudios und ein exquisiter Nachtclub untergebracht, dessen Wände aus Riesenaquarien mit lebenden Haifischen bestanden. Sollte wohl das U-Bootfeeling, das der Betrachter von außen hatte, im Inneren noch verstärken.

    Schönes Foto, Yogibär. Von wo aufgenommen, Frauenkirche oder Rathausturm ?

    Die höheren Bauwerke (von links nach rechts) sind: das gezackte Betongebirge des Appartementblocks, der früher mal "Schwabylon" hieß, dann die Schuhschachtel-Box der Münchner Rückversicherung, ein Schlot im Euro-Industriepark (am Frankfurter Ring), die Baustelle der Twin Towers am Münchner Tor ("Highlight", hat inzwischen die Hälfte der vorgesehenen Höhe erreicht), in der rechten Bildhälfte oben die Allianz-Arena und darunter erkennt man die Pappelallee der Leopoldstraße. der spitze Turm im Vordergrund gehört zur Salvatorkirche.

    Übrigens: einen der schönsten Ausblicke auf die Münchner Skyline hat man vom Turm des Deutschen Museums. Vorteil: man sieht von da aus auch die bekannten Türme der Münchner Altstadt und natürlich auch die der neuen Hochhäuser. Nachteil: man muss erstens den Eintritt ins Museum zahlen und zweitens noch zwei Euronen für die Auffahrt auf den Turm löhnen (zweitens ohne erstens geht leider nicht). Trotzdem werde ich es demnächst mal wieder tun, war jahrelang nicht mehr oben.