Beiträge von Rheingeo

    In Anbetracht der Tatsache das bereits 70% des Projektes fertiggestellt sind sehe ich es als nicht sinnvoll an den Bau jetzt zu stoppen. Wir sprechen hier nicht von ein paar Millionen, sondern von vielen hundert Millionen die bereits verbaut worden sind und bei einem Stop niemals einen Nutzen bringen würden. Die erbrachten Leistungen müsste die Stadt Köln dem Bund und dem Land NRW erstatten!
    Ich sehe Herrn Schramma als Populisten auf Stimmenfang (die Abwahl steht in wenigen Monaten bevor)!

    Ich hoffe selbstverständlich dass niemand bei dieser Aktion zu Schaden gekommen ist und bedaure den Verlust des größten und ältesten Stadtarchives in Deutschland mit über 2000 Jahren Stadtgeschichte! Ich sehe hier allerdings eher die zuständigen Bauingenieure und Statiker in der Pflicht (mal ganz abgesehen von der laxen Bauaufsicht der Stadt Köln)!
    Ungeachtet dessen dass es schon immer befremdlich war durch eine sehr enge, mittelalterliche Straße einen Stadtbahntunnel zu bauen. Aber ich stelle das Projekt Insgesamt nicht in Frage, denn schließlich gab es immer gute Gründe für das Projekt Nord-Süd-Stadtbahn!

    Zum Thema 3-Fach Traktion:
    Rechtlich Problematisch (Siehe frühere Posts).

    Zum Thema Brüssel und Marseille:
    Ist sicher richtig, allerdings haben beide Netze nur wenige Linien und erschließen nicht alle hochverdichteten Stadtteile. Die Straßenbahn hat hier nicht nur eine "Zubringerfunktion" sondern ist neben der Metro ein primäres Verkehrsmittel mit z.T. hohen Taktdichten (Beispiel St. Gilles).

    Zur bestehenden Ost-West-Strecke: Sicher ist die Auslastung der Strecke zum jetzigen Zeitpunkt relativ hoch (in den Spitzenzeiten bis zu alle 90 Sekunden pro Richtung), aber auch unter diesen Umständen kann ein oberirdischer Betrieb reibungslos abgewickelt werden. Wie bereits gepostet, kann ich mir die Realisierung anderer Tunnelstrecken wesentlich besser vorstellen. Die Hochflurstadtbahnstrecken eignen sich hervorragend für ein U-Bahn ähnliches System...

    Zum Vergleich Montpellier <-> Bielefeld:
    Bist du dir da ganz sicher ;) ?

    Hier mal ein paar Eindrücke aus anderen europäischen Städten:

    Straßenbahn Marseille:
    http://www.bahnbilder.de/name/einzelbil…+Marseille.html

    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mars…Longchamp04.jpg

    Straßenbahn/Premetro Brüssel:
    http://www.bahnbilder.de/name/einzelbil…+Br%FCssel.html

    http://www.bahnbilder.de/name/einzelbil…+Br%FCssel.html

    Metro Petro (Niederflurstadtbahn):
    http://www.bahnbilder.de/name/einzelbil…etro+Porto.html

    Ich empfehle außerdem das neue Straßenbahnnetz in Paris, das (wiederaufgebaute) Netz von Barcelona und das Bestandsnetz von Rom (etwas heruntergekommen, aber trotzdem sehr hübsch).
    Auch London und Hamburg planen einen Wiederaufbau der Straßenbahn...

    Erstmal ist es natürlich für die Anwohner ärgerlich wieder eine Baustelle vor der Tür zu haben. Und dann ist es natürlich auch ärgerlich, dass die "Allee" aufgrund einer mehrspurigen Straße "fallen" muss.
    Alternativen fallen mir nicht ein. Der Bau eines Tunnels für Stadtbahn oder den Autoverkehr wird aber sicher auch nicht viel entspannter.
    Möglich wäre eine "Testphase" in der erstmal geschaut wird, ob die derzeitige Kapazität der Straße nicht doch ausreichen würde (es bleibt erst einmal alles so wie es ist).
    Die Alternative einer Stadtbahnbrücke über die Rheinuferstraße ist sicher die einfachste Methode (auch hinsichtlich des Hochwasserschutzes), aber nicht die beste (Denkmalschutz Südbrücke, Dominanz des Bestandes, städtebauliche Wirkung etc.).

    Bei einer Realisierung der dritten Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn bietet sich aber die Möglichkeit zur Entspannung des Autoverkehrs auf der Rheinuferstraße. Möglicherweise wäre das die Lösung...

    Zustimmung DaseBLN

    Köln sollte das System Mittelflurstadtbahn qualitativ weiterentwickeln und nicht wieder in 60'er Jahre Aktionismus verfallen. Die europaweite Renaissance der Straßenbahn ist ein Zeichen für ein Umdenken in der Verkehrsplanung. Köln sollte diese Diskussion nutzen um die Ost-West Stadtbahn oberirdisch (!) neu zu gestalten (Die Straßenbahn als urbanes Gestaltungsmittel)
    Zwar ist nicht jede Tunnelplanung "schlecht" (siehe Hochflurstadtbahn), aber es sollte schon genau differenziert werden wie notwendig eine unterirdische/kreuzungsfreie Führung ist.

    Bei Tunnelplanungen ist Barrierefreiheit zudem wesentlich aufwändiger. Wenn da mal ein Aufzug nicht funktioniert, wird es anstrengend für den Rollstuhlfahrer.

    Erstmal ein paar technische Fakten :
    Laut BOStrab (Straßenbahnbetriebsordnung) sind nur Züge bis maximal 75m länge im Straßenraum erlaubt! Eine 3-fach Traktion ist jedoch 90m lang (Doppeltraktionen sind 60m lang). Es gibt hier die Möglichkeit von Ausnahmegenehmigungen. Eine Alternative ist zudem ein modulares Fahrzeugkonzept (gibt es bereits in Frankfurt und Hannover). So könnten durchgehende Mittelflurwagen mit 75m länge im Verkehr eingesetzt werden. Dadurch erhöht sich die Kapazität der einzelnen Kurse deutlich.

    Die Untertunnelung der Ost-West-Stadtbahn ist die letzte Option. Deutlich besser wäre eine verbesserte städtebauliche Einbindung des Bahnkörpers/ der Haltestellen, mit einer konsequenten Ampelvorrangschaltung, eine Konzentration des Stadtbahnverkehrs in der Aachener Straße und ein Sortiergleis am Neumarkt.
    Potentiale für Stadtbahntunnel sehe ich eher bei den Hochflurstadtbahnstrecken im Bereich Barbarossaplatz und Deutz.
    Wir leben nicht mehr in den 60'er Jahren, sondern in Zeiten von integrierten Verkehrsplanungen. Hierbei zählt der höchste Nutzen mit den geringsten Kosten!!! Eine Tieferlegung der Mittelflurstrecken wäre eine Fortführung der wenig konsequenten Kölner Verkehrsplanung und ist daher keine Option.

    Für eine Tieferlegung der Linie 18 sehe ich auf jeden Fall Bedarf. Eine Tieferlegung der Linien 12 und 15 am Barbarossaplatz ist unnötig (das kann ich als Fachmann bestätigen). Vielleicht sollte man jedoch eine mögliche Stadtbahnstation für die Ringelinien vorbereiten.
    Das Hochflurstadtbahnnetz sollte in Richtung "U-Bahn-ähnliches" System weiterentwickelt werden. Das "Niederflurstadtbahnnetz" sollte (ähnlich zu Brüssel und Porto) als moderne Niederflurstadtbahn wahrgenommen werden.

    Herr Streitberger ist ein sehr fähiger Stadtplanungsdezernent!
    Das Lufthansa Gebäude wurde von Herrn Streitberger auf einer öffentlichen Diskussion an der Uni Bonn (auf der ich auch anwesend war) kritisiert. Tatsache ist dass die Lufthansa nicht dazu bereit war größere Geldmengen in den Standort Köln zu investieren. Ich rechne sogar langfristig mit einem Wegzug der Hauptverwaltung nach Frankfurt.

    Zurück zum Thema!
    Die bisherigen Entwürfe des Büros "nps tchoban voss" gefallen mir ganz gut. Sie zeichnen sich durch Schlichtheit und Eleganz aus. Ich rechne daher mit einem insgesamt gelungenem Projekt.

    Ich denke die im Masterplan vorgeschlagenen Ideen sind für 20 Jahre schon sehr realistisch. Besonders in Zeiten sinkender Zuschüsse für ÖPNV Projekte und Finanzknappheit in den Kommunen.
    In dem Masterplan enthalten ist zudem der S-Bahn Westring, dessen Realisierung erst nach 2015 wahrscheinlich wird (siehe Bedarfsplan IGVP NRW). Wenn man alle Projekte im Masterplan betrachtet die für die nächsten 20 Jahre angesetzt sind, dann kommt man zu dem Schluss dass die Stadt Köln noch kräftig Investieren muss (und das noch ohne Ost-West-Stadtbahn). Das wird den Haushalt schon genug belasten.
    Man sollte lieber die Hochflurlinien zu einem U-Bahn ähnlichem System ausbauen anstatt die Niederflurlinien in zentralen Bereichen unter die Erde zu verlegen. Mit einer vernünftigen Ampelvorrangschaltung könnte der ÖPNV auf der Ost-West Achse auch ohne Tunnel beschleunigt werden und durch bauliche Aufwertung des Bahnkörpers wird die Straßenbahn in diesem Bereich auch keine trennende Wirkung mehr haben.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das Protokoll des letzten Werkstattgesprächs beinhaltet viele tolle Ansätze, ist mir aber manchmal etwas zu zurückhaltend, wie hier auch schon besprochen.

    NSF: für mich ist eine Tieferlegung am Offenbachplatz ein Muss. Zumindest wird über einen Abriss des trennenden Gebäudes in der Schildergasse geredet. Seit das P&C-Haus steht, habe ich schon gedacht, das wäre eine tolle Sichtachse. Und wenn die Wehmeyer-Filiale schließt, ist das Gebäude eh hinfällig.

    Ost-West-Trasse: die U-Bahn muss kommen, zumal dies ja schon beim Bau der Station Heumarkt einkalkuliert wurde. Und wenn, dann richtig, also bis hinter die Universitätsstr.

    Aber warum wird bei dieser Diskussion immer eine mögliche Tieferlegung der südlichen Ringbahn vergessen? Natürlich geht es um eine Menge Geld, aber ein Masterplan soll ja auch Visionen zeichnen!?
    Man sagt, die Ringbahn würde ihre Bedeutung verlieren, wenn die NS-Bahn in Betrieb geht. Aber genau das ist doch ein Argument FÜR eine Fortsetzung des Tunnels, mit riesigem Potenzial zur Neugestaltung der Ringe. In Berlin z.B. sind die meisten U-Bahnstationen ohne Verteilerebene, also deutlich einfacher und günstiger zu bauen. Zumal man keine Gebäude unterqueren müsste, man könnte also - wie in den 60ern - im Tagebau arbeiten, ohne den Autoverkehr zu sehr zu stören.
    Die einzige "große" Station wäre dann der Barbarossaplatz, mit Verteilerebene und 2. Tunnel vom Bach bis zur Luxemburger Str. Alles andere - Zülp, Eifelstr., Ulrepforte, Ubierring - könnte kostengünstig und einfach direkt zugänglich gebaut werden.
    Weiß jemand, ob das überhaupt mal ansatzweise diskutiert wurde?

    Eine Tieferlegung der südlichen Ringebahn lohnt sich einfach nicht. Die Stadtbahn hat in diesem bereich einen eigenen Gleiskörper.
    Ich halte eine Tieferlegung der Linie 18 am Barbarossaplatz jedoch für sinnvoll (eventuell mit einer Bauvorleistung für eine spätere Tieferlegung der Linien 12 und 15). Dann könnte auch der Südbahnhof besser an das Stadtbahnnetz angeschlossen werden und ein straßenbündiger Abschnitt im Hochflurnetz fällt weg.
    Die Ost-West-Stadtbahn wird einfach zu teuer. Von einer Nord-Süd-Fahrt im Tunnel mal ganz zu schweigen. Mit einfachen Maßnahmen wie einer intelligenten Ampelsteuerung und besserer baulicher Einbindung von Stadtbahnkörper und Fahrbahn lässt sich bei geringerem finanziellen Einsatz mehr erreichen.
    Die U-Bahn Stationen in Berlin ohne Verteilerebene waren mit eine der ersten U-Bahn Stationen in Berlin. So baut man heute einfach nicht mehr. Negativbeispiel: Französische Straße. Im Zuge einer U5 soll die Station durch einen Neubau ersetzt werden.

    http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1211891848853.shtml

    Es soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.
    Herr Streitberger ist skeptisch.

    Ich stehe der Idee mit dem Laufband zwar offen gegenüber, aber es gibt genug Regionalzüge und S-Bahnen die nach KölnMesse/Deutz fahren. Das Laufband wird daher eher einen touristischen Effekt haben. Das Laufband müsste zudem Wettergeschützt sein. Wie soll das mit dem Denkmalschutz vereinbart werden?

    Die Seilbahn ist meiner Meinung nach eine schlechte Idee. Sieht an der Stelle nun wirklich nicht gut aus.