@FrankDTM
Die Bahn macht auch innerhalb der Rheinschiene nicht viel. In Köln wurde die Neubaustrecke nach FFM nur halbherzig und provisorisch an die bestehende Infrastruktur angeschlossen (Anschluss an die Südbrücke, Deutz-tief, Kreuzungsbauwerke etc.). Das führt zu Engpässen im Bahnknoten Köln mit z.T. erheblichen Verspätungen.
Der Bahnhof Messe/Deutz wird jetzt bereits seit einigen Jahren "saniert". Dies geschieht allerdings eher schleppend und mit geringem Kostenaufwand (ein bisschen Farbe und ein paar neue Displays). Der Neubau des Bahnhofs Deutz als ICE-Terminal scheint eh schon lange vom Tisch zu sein. Aufzüge werden da auch nicht nachgerüstet!
Und dann schau dir mal die Sanierung des Düsseldorfer Hbf an. Da wird auch wenig bis gar nichts getan!
Das Land NRW und die NRW-Städte scheinen eine wirklich schlechte Lobby zu haben! Es gibt zwei Regionen in denen die Bahn und der Bund kräftig investieren: den Osten (Berlin - Pilzkonzept, Dresden Hbf, Leipzig Hbf und Citytunnel...) und den Süden (Stuttgart21, München - 2. Stammstreckentunnel der S-Bahn). NRW hingegen muss sich als größtes und wichtigstes Bundesland immer mit den billigsten Lösungen zurechtfinden.
Zur Strukturpolitik des Landes:
Das Land NRW hat im Ruhrgebiet eine Menge finanziert. Das war auch notwendig! Und die EU-Mittel (EFRE-Mittel etc.) müssen immer vom Land mit Komplementärmitteln gestützt werden. Bis vor wenigen Jahren konnten sich in NRW auch nur die Ruhrgebietsstädte um EFRE Gelder bewerben. Die Rheinschiene aber auch die anderen Regionen in NRW waren da komplett ausgeschlossen. Also beschwert euch mal nicht über die Mittelverteilung in NRW. Die war und ist gerecht. Ich rege mich eher über die Mittelverteilung im Bund auf!
Im übrigen läuft auch entlang der Rheinschiene nicht alles perfekt!
Und welche Kölner "Prestigeprojekte" meinst du denn?
Nur zu den Arbeitsplätzen im Ruhrgebiet:
Finde dich damit ab dass die Zeit der großen Industrie- und Gewerbeansiedlungen vorbei ist! Die Rheinschiene hat auch einen Strukturwandel mitgemacht! Es wird halt überwiegend Jobs in mittelständischen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und im Dienstleistungssektor geben. Das sind halt die Trends.
Und was bitteschön soll da die Politik machen? Die kann da nichts tun! Die kann höchstens Wirtschaftsförderung betreiben und versuchen langfristig neue Jobs in kleineren Firmen zu schaffen! Und das wird auch gemacht. Ich kann keinen Trend zur Abwanderung von Arbeitsplätzen aus dem Ruhrgebiet erkennen.