Falsche Formulierungen wie auch unterschiedliche Ansichten sollen sicher kein Aufhänger für ein allgemeines Missverständniss sein. Es liegt mir fern positive Entwicklungen nicht als solche anzuerkennen noch war es meine Intention einen Konflikt heraufzubeschwören. Meinen wohl etwas zu bissigen ersten Beitrag bitte ich deshalb zu entschuldigen. Im Wesentlichen sind wir durchaus einer Meinung und einen Großteil der Aussagen in deinem Post würde ich so unterstreichen.
Davon das es vom stadtgebundenen Einzelprojekt hin zu den Kernfragen die das Ruhrgebiet beschäftigen kein weiter Weg ist, zeugt das auch notwendige verschieben unserer Beiträge. Aufgrund der der Dichte und der kaum bestehenden Stadt- wie auch Gemeindegrenzen haben selbst Einzelprojekte unmittelbar Einfluss auf die ganze Region. Deshalb ist es überaus wichtig aufkommende Vor- und Nachteile solcher Projekte die sowohl die eigene Stadt als auch die jeweiligen Nachbarstädte betreffen behutsam und mit Blick auf die Nachhaltigkeit abzuwägen. Ob das beim Limbecker Platz aber auch dem Centro und dem RRZ geschehen ist ist meiner Meinung nach fraglich. Zumindest spricht das Abgraben von Kaufkraft untereinander nicht für ein geschlossenes Auftreten als eine fast stadtgleiche Region Ruhrgebiet.
Allerdings fehlen für eine gemeinschaftliche Aussendarstellung und eine stadtübergreifende Entwicklungspolitik auch die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die längst überfällige Verwaltungsreform die das Revier auch politisch neu strukturiert muss und da bin ich vollkommen Deiner Meinung, oberste Priorität genießen. Das das Ruhrgebiet immer noch durch drei Bezirksregierungen verwaltet wird, ist in etwas so zeitgemäß wie die Blümchentapete. Die nötige Flexibilität und der Wille zur Weiterentwicklung den man heute der Gesellschaft wie auch jedem Einzelnen und besonders den Menschen im Revier abfordert scheint innerhalb der Institutionen und Verwaltungseinheiten nicht gegeben zu sein.
Abgesehen von den einzelnen Faktoren die eine Metropole ausmachen und davon gibt es wie Du schon richtig anführst eine Vielzahl, denke ich schon das man diesen Begriff zum Teil auch auf das Ruhrgebiet anwenden kann, wenngleich in wirtschaftlicher wie auch in kultureller Hinsicht deutlich Luft nach oben ist. Ob sich in 20 Jahren dann Metropolen- oder gar Weltstadtflair im Revier einstellt bleibt abzuwarten.