Beiträge von Adama

    Nach der modernen Architektur rund um den Hauptbahnhof führt der Streifzug nun in eine völlig andere Epoche: zur Mannheimer Jesuitenkirche St. Ignatius und Franz Xaver. Für mich gehört sie mit zu den schönsten Barockkirchen Süddeutschlands. Sie ist aber weit mehr als nur ein prachtvoller Sakralbau, denn als ehemalige Hofkirche der Kurfürsten zählt sie zu den bedeutendsten Bauwerken der einstigen kurpfälzischen Residenz. Nach Plänen von Alessandro Galli da Bibiena ab 1733 errichtet und 1760 vollendet, beeindruckt sie bis heute durch ihre mächtige Doppelturmfassade und ihre fast theatralische Wirkung.

    Schon von außen ist die Kirche ein Erlebnis. Fotografisch macht sie es einem allerdings nicht leicht: Die dichte Bebauung, der hohe Baumbestand und die wenigen geeigneten Standpunkte erschweren eine ausgewogene Gesamtansicht erheblich. Auch das Licht wechselte an diesem Tag ständig zwischen hartem Gegenlicht, tiefen Schatten und vorbeiziehenden Wolken. Zunächst also einige Außenaufnahmen, bevor es in den noch überwältigenderen Innenraum geht.


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    Bild links: Beim Blick durch die enge Straßenflucht erscheint die Kirche beinahe unvermittelt zwischen der umgebenden Bebauung. Gerade diese dichte Einbindung verstärkt ihre monumentale Wirkung.

    Bild rechts: Eine weitere Annäherung aus dem Stadtteil: Über den niedrigeren Häusern erhebt sich die reich gegliederte Doppelturmfassade, während Fahrräder, Autos und Grünflächen, den heutigen, teilweise visuell chaotischen, städtischen Alltag zeigen.

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    Vom Schillerplatz aus lässt sich der gesamte Baukörper besonders gut erfassen. Zwischen den hohen Bäumen werden neben der Hauptfassade auch die große Kuppel und die ungewöhnlich komplexe Dachlandschaft sichtbar.

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    Bild links: Die steile Nahansicht betont die enorme Höhe und Plastizität der Fassade und verleiht der Kirche dabei eine besondere Dramatik

    Bild rechts: Zum Schluss ein genauerer Blick auf die barocke Schaufassade. Figuren, kräftige Gesimse, Säulen und der rötliche Sandstein zeigen, wie reich und fast bühnenhaft der Bau gestaltet wurde.

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    Bevor wir die Jesuitenkirche betreten, lohnt sich ein kurzer Blick auf eine Kunstform, die den Barock wesentlich prägte: die Scheinarchitektur, eine Form des Trompe-l’œil, also der bewussten Täuschung des Auges. Sie kam sowohl im Inneren von Kirchen und Schlössern als auch an deren Fassaden zum Einsatz. Gemalte Säulen, Gesimse, Steinquader, Nischen, Figuren und Marmorflächen täuschen plastische Bauteile oder kostbare Materialien vor. Das war keineswegs nur eine Sparmaßnahme. Malerei, Stuck, Skulptur und echte Architektur sollten vielmehr so ineinandergreifen, dass Räume und Fassaden größer, reicher und bewegter erscheinen, als sie tatsächlich sind.

    Auch in der Mannheimer Jesuitenkirche begegnet uns diese barocke Lust an der Illusion, man könnte auch sagen Freude an der Täuschung. Stuckmarmor, Vergoldungen, Malerei und reale Architektur sind teilweise kaum voneinander zu unterscheiden. Ursprünglich muss dieser Eindruck noch überwältigender gewesen sein, denn die großen Fresken von Egid Quirin Asam bezogen Langhaus und Kuppel in eine scheinbar grenzenlose Himmelsarchitektur ein. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und später nicht rekonstruiert.

    Um diese Kunstform vor dem Eintritt in den Kirchenraum etwas anschaulicher zu machen, möchte ich zunächst vier Bilder des Schlosses Bruchsal zeigen. Bruchsal gehörte zwar nicht zur Kurpfalz, sondern war Residenz der Fürstbischöfe von Speyer, steht aber für dieselbe barocke Hofkunst im südwestdeutschen Raum. Dort täuschen Fassadenmalereien plastische Steinrahmungen, Ornamente, Figurenfelder und sogar Mauerwerk vor. Vieles, was wie aufwendig gemeißelt oder aus verschiedenfarbigem Stein zusammengesetzt wirkt, wurde tatsächlich nur auf die weitgehend ebene Fassade gemalt.

    Wie weit diese Täuschung reicht, zeigen die beiden Vergleichsbilder eines Ausschnitts der Erdgeschosszone. In der bearbeiteten Version habe ich alle aufgemalten architektonischen und dekorativen Elemente entfernt. Übrig bleibt eine beinahe kahle Wand mit den echten Fenstern und wenigen realen Gliederungen. Erst im direkten Vergleich erkennt man, welche erstaunliche räumliche Tiefe allein durch Farbe, Licht, Schatten und Perspektive erzeugt wurde.


    Schloss Bruchsal: Die reich wirkende Fassadengliederung besteht zu einem beträchtlichen Teil aus illusionistischer Malerei:


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    Im näheren Blick wird sichtbar, wie geschickt gemalte Architektur, Licht und Schatten plastische Bauteile vortäuschen:

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    Bild links: Originalansicht des Fassadenausschnitts.

    Bild rechts: Aufgemalte Elemente der Parterrefassade entfernt. Übrig bleiben die real ausgeführten Bauteile.


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    Kommen wir nun zum Innenraum dieses barocken Meisterwerks. Schon beim ersten Blick in das Langhaus entfaltet sich eine Grandeur, die man von außen kaum erahnt. Das hohe Mittelschiff, die nur angedeuteten Querhausarme, die mächtige Vierungskuppel und der kurze Chor steigern sich Schritt für Schritt bis zum goldglänzenden Hochaltar. Weißer Stuck, grüne und rötliche Marmorierungen, große Fensterflächen und reich gesetzte Vergoldungen erzeugen einen ungewöhnlichen, beinahe theatralischen Raum.

    Die Kirche ist als Wandpfeilerbasilika angelegt. Das Langhaus führt direkt zur Vierung unter der Tambourkuppel und weiter in den halbrund geschlossenen Chor. Trotz der schweren Kriegsverluste, vor allem der zerstörten Fresken Egid Quirin Asams, ist die Wirkung noch immer überwältigend. Der rekonstruierte Hochaltar gibt dem Raum seinen eigentlichen Zielpunkt zurück.


    Zunächst der klassische Blick vom Eingangsbereich durch das Mittelschiff. Die Bankreihen und der Mittelgang führen direkt zur Vierung, zum dahinterliegenden Chor und schließlich zum Hochaltar. Durch das kurze Langhaus beginnt die räumliche Steigerung sehr früh: Schnell zieht die Kuppel den Blick nach oben, während der goldene Altar den klaren Zielpunkt in der Tiefe bildet.

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    Aus einer der seitlichen Abseiten öffnet sich der Blick durch einen mächtigen Bogen schräg in das Langhaus. Die angeschnittenen Säulen im Vordergrund wirken fast wie ein Bühnenportal. Dahinter folgen die Wandpfeiler, die Vierung und der Chor mit dem Hochaltar:


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    Nun ein weiter Blick aus dem Bereich des angedeuteten Querhauses. Erfasst werden die Vierung, Teile der Kuppel, der Chor und der Hochaltar; links ist zugleich die seitlich aufgestellte Chororgel zu sehen. Aus dieser Perspektive zeigt sich besonders gut, wie Architektur, Stuck, gemalte Marmorierung und Gold zu einer einzigen barocken Inszenierung verschmelzen.

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    Im Mittelpunkt steht nun der knapp 20 Meter hohe Hochaltar. Der nach vorne geöffnete, sechssäulige Aufbau umschließt die Altarmensa monumental. Die Figurengruppe zeigt Ignatius von Loyola, der Franz Xaver zur Mission nach Indien entsendet; darüber erscheint der Heilige Geist in einer goldenen Gloriole aus Engeln, Putten und Strahlen. Der im Krieg zerstörte Hochaltar wurde zwischen 1986 und 1997 rekonstruiert:


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    Das steile Hochformat verbindet den Hochaltar mit der gesamten darüberliegenden Raumfolge. Über dem Altar erhebt sich der halbrund geschlossene Chor mit seinen großen Fenstern, darüber schwebt das goldene IHS-Monogramm. Noch höher folgt die Vierungskuppel. Altar, Chor und Kuppel erscheinen hier fast wie ein einziger vertikaler Aufbau:


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    Folgende Aufnahme folgt der Deckenachse über nahezu den gesamten Kirchenraum. Zu sehen sind das Gewölbe des Langhauses, die runde Vierungskuppel und das Chorgewölbe mit dem IHS-Strahlenkranz. Das Bild macht den architektonischen Aufbau besonders gut nachvollziehbar und zeigt zugleich, wie schnell sich das kurze Langhaus zur Kuppel und zum Chor steigert:

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    Eine bewusst schräge und dynamische Ansicht unterhalb der Vierung. Fenster, Emporen und Gesimse laufen aus verschiedenen Richtungen zusammen, während der Hochaltar am unteren Bildrand auftaucht. Die strenge Ordnung des Grundrisses verwandelt sich aus diesem Blickwinkel in eine beinahe schwebende Raumkulisse:


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    Noch einmal die Vierung, nun aus einem anderen seitlichen Winkel. Das Auge wandert vom Hochaltar über den IHS-Strahlenkranz bis in die Kuppel. Die stark gekippte Perspektive betont weniger die Symmetrie als die Bewegung, die dieser Architektur innewohnt:


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    Hier ist der Übergang von der Vierung in den Chor genauer zu erkennen. Oben erscheint der Tambour (Ein Tambour ist das walzenförmige Bauteil, auf dem eine Kuppel thront. Er funktioniert wie ein architektonischer Kragen oder ein Zwischenring, der die Kuppel weiter in die Höhe hebt) der Kuppel, darunter liegen zwei der erhaltenen Gemälde in den Kuppelzwickeln (Ein Kuppelzwickel ist das dreieckige, gewölbte Verbindungsstück, das den Übergang zwischen einem eckigen Raum und einer runden Kuppel schafft). Der große IHS-Strahlenkranz markiert schließlich das Chorgewölbe und leitet den Blick zum Hochaltar hinunter:

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    Alle Bilder und Texte: © Adama

    Da ich regelmäßig in Mannheim und Umgebung unterwegs bin, nutze ich die Gelegenheit stets für fotografische Streifzüge. Die Architektur der Stadt bietet dabei vielfältige Motive. Von den historischen Quadraten über die moderne Hochhausbebauung am Hauptbahnhof und im Glücksteinquartier bis hin zu den wunderbaren barocken Baudenkmälern. Los geht's!


    Zum Einstieg eine KI-generierte und kolorierte Rekonstruktion einer frühen Fotografie, die einen Eindruck vom Mannheimer Bahnhofsvorplatz Mitte der 1920er-Jahre vermittelt. Die historische Kuppel des Empfangsgebäudes wurde zwischen 1927 und 1929 entfernt:


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    Das historische Bild zeigt sehr deutlich, wie klar und repräsentativ der Bahnhofsvorplatz früher räumlich gefasst war. Durch die schweren Kriegszerstörungen ging ein großer Teil dieser Geschlossenheit verloren; auch der Hauptbahnhof wurde in den 1950er-Jahren nur stark vereinfacht wiederaufgebaut. In den folgenden Jahrzehnten prägten Nachkriegsbauten und vor allem der Verkehr den Platz.

    Bei der späteren Neuordnung entschied man sich weitgehend gegen Rekonstruktionen und für moderne Ergänzungen. Der Hauptbahnhof wurde bis 2001 hinter den denkmalgeschützten Fassaden nahezu vollständig neu aufgebaut. Auf dem ehemaligen Postareal entstand schließlich das Kepler-Quartier mit dem Hilton Garden Inn, dessen Natursteinfassade vier historische Portale des früheren Postgebäudes aufnimmt. So blieb zumindest ein markanter Teil der alten Platzbebauung erhalten.

    Heute zeigt sich der Bahnhofsvorplatz wieder erstaunlich klar gerahmt und räumlich gut gefasst. Der Hauptbahnhof, die Neubauten des Kepler-Quartiers und mehrere Hochhäuser von ungefähr 50 Metern Höhe bilden inzwischen einen markanten Platzraum, ohne dass der historische Bahnhof völlig in den Hintergrund gerät. Unruhig bleibt allerdings der Verkehr: Straßenbahnen, Haltestelleninseln und Oberleitungen legen sich als dichtes Netz über den Platz und lassen die Situation bisweilen recht chaotisch erscheinen. Aber genau diese Betriebsamkeit gehört auch zu seinem Charakter. Der Bahnhofsvorplatz ist kein stiller Stadtplatz, sondern ein ausgesprochen urbaner Verkehrsknoten.


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    Mehr zum Hilton Garden Inn Hochhaus hier bei den Architekten Schmucker und Partner


    Bevor es über die Heinrich-von-Stephan-Straße und die Reichskanzler-Müller-Straße zum Kleinfeldsteg geht, noch ein kurzer Blick auf die Entwicklung rund um den Hauptbahnhof.

    Auf der Innenstadtseite verlief die Neuordnung schrittweise. Zwischen 1999 und 2001 wurde das Empfangsgebäude hinter der erhaltenen historischen Fassade weitgehend neu aufgebaut. Später folgten weitere Neubauten und Verdichtungen entlang des Willy-Brandt-Platzes und der angrenzenden Schwetzingerstadt. Den bislang größten Eingriff bildet das östlich des Bahnhofs gelegene Postquadrat. Nach der Insolvenz des Projektentwicklers im Jahr 2021 kam das Vorhaben für mehrere Jahre zum Stillstand; seit 2026 wird an der Fertigstellung gearbeitet.

    Parallel dazu wurde der Willy-Brandt-Platz selbst grundlegend neu geordnet. Die Arbeiten erfolgten in drei Bauabschnitten von Mai 2021 bis Juli 2025. Neue Grüninseln, hellere Beläge, zusätzliche Sitzmöglichkeiten sowie eine Neuordnung von Buswendeschleife und Taxistand sollten aus dem reinen Verkehrsknoten wieder ein angemessenes Entrée zur Stadt machen.

    Auf der anderen Seite der Gleise liegt der Lindenhof, einer der beliebtesten und schönsten Mannheimer Stadtteile. Direkt am Hauptbahnhof entstand auf früheren Bahn- und Gewerbeflächen das zunächst als "Mannheim 21“ bezeichnete Glückstein-Quartier. Den Anfang machte der von Albert Speer & Partner entworfene Victoria-Turm: Baubeginn war am 20. Oktober 1999, 2001 wurde das 97 Meter hohe Bürohochhaus eröffnet. Damit stand die erste Landmarke bereits, lange bevor sich das übrige Quartier geschlossen hatte.


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    Diese Aufnahme wurde zwar noch von der Innenstadtseite aus aufgenommen, zeigt aber bereits ein Gebäude südlich der Gleise: das LOKSITE im Glückstein-Quartier. Der 54 Meter hohe Bürokomplex mit seiner fast schwarzen Rasterfassade wurde 2024 fertiggestellt und stammt vom Kölner Büro Lepel & Lepel. Der Hochpunkt erhebt sich über einem lang gestreckten, sechsgeschossigen Sockel und bildet am östlichen Ende des Quartiers einen kräftigen, wenn auch etwas zu niedrigen Gegenpol zum Victoria-Turm.

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    Rechts, zuweilen aber auch mittig das bekannte Mannheimer Schloss (sichtbar ist hier nur der große Mittelbau), welches der zweitgrößte Barockschlosskomplex Europas nach Schloss Versailles ist.

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    Das Glückstein-Quartier wird heute von einer Reihe Hochpunkte geprägt. Den Anfang machte 2001 der von AS+P entworfene Victoria-Turm mit knapp 100 Metern. Später folgten das rund 53 Meter hohe No. 1 von Rübsamen Partner, das ebenfalls etwa 53 Meter hohe Quartier Hoch 4 von Sacker Architekten, das 56 Meter hohe Technische Rathaus von schneider+schumacher sowie das 54 Meter hohe LOKSITE von Lepel & Lepel.

    Eine ausgeprägte Höhenstaffelung war offenbar leider nicht vorgesehen. Der städtebauliche Rahmenplan setzte entlang der Gleise auf kompakte Blockstrukturen, die in regelmäßigen Abständen durch Hochpunkte akzentuiert werden; deren Höhen waren weitgehend durch die jeweiligen Bebauungspläne vorgegeben. Die jüngeren Türme bilden deshalb eine ziemlich einheitliche Kante zwischen etwa 53 und 56 Metern, während der Victoria-Turm als einzelne, weithin sichtbare Landmarke darübersteht.

    Städtebaulich ist diese klare Ordnung für mich teilweise nachvollziehbar. Eine stärkere Staffelung, etwa zwischen 45 und 70 Metern, hätte der Skyline aus meiner Sicht allerdings mehr Spannung gegeben. So wirkt die Hochhausreihe streckenweise, als sei sie auf einer gemeinsamen Höhe abgeschnitten worden.


    Auf der Rückseite des Hauptbahnhofs zeigt sich das Glückstein-Quartier wesentlich vielfältiger, als es die Hochhausansichten vom Gleisfeld zunächst vermuten lassen. Entlang der Glücksteinallee wechseln große Bürogebäude mit Wohnbauten, begrünten Freiflächen und den erhaltenen Resten der früheren Bahnnutzung. Mehrere Tausend Menschen arbeiten inzwischen im Quartier, zugleich entstanden rund um den Hanns-Glückstein-Park neue Wohnungen und deutlich ruhigere Bereiche.


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    Gegenüber wurden 5 Wohngebäude errichtet, nämlich die fünf Glückstein-V-Stadthäuser von blocher partners. Diese empfinde ich als besonders gut gelungen. Die fünfgeschossigen, unregelmäßig polygonalen Gebäude umfassen insgesamt 100 Wohnungen und bilden bewusst keine harte geschlossene Kante, sondern vermitteln zwischen dem Park und dem denkmalgeschützten Lokschuppen-Ensemble. Die warmen Klinkerfassaden, Loggien und unterschiedlich geschnittenen Baukörper geben dem Quartier genau jene Wohnlichkeit, die vielen neueren Bürovierteln fehlt.


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    Anmerkung: Rauchende Person auf dem Balkon ist KI generiert.


    Das sanierte Lokschuppen-Ensemble setzt einen wichtigen historischen Gegenakzent zu den Neubauten. Mit Gastronomie (Hans im Glück), Innenhöfen und den alten Sandsteinfassaden blieb zumindest ein Teil der früheren Identität des Areals erhalten. Ohne diese Bauten wäre das Glückstein-Quartier zweifellos sauber und hochwertig, aber auch austauschbarer. Der Hanns-Glückstein-Park verbindet die Neubauten mit dem bestehenden Lindenhof und hält zugleich den Blick auf das Lokschuppen-Ensemble frei.


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    Über den Conradplatz und die Rennershofstraße führt der Weg schließlich zum neu gestalteten Lindenhofplatz, direkt am Victoria Hochhaus. Er bildet die direkte Verbindung zwischen Hauptbahnhof, Glückstein-Quartier, dem älteren Lindenhof und dem Weg Richtung Rhein. Mit seinen großformatigen Pflasterflächen, Sitzgelegenheiten und dem Wasserfontänenfeld ist hier ein großzügiger (wenn auch etwas zu versiegelter) südlicher Bahnhofsvorplatz entstanden, auch wenn die angrenzende Bebauung noch immer nicht vollständig abgeschlossen ist:


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    Noch ein paar Aufnahmen an der Auffahrt zur Helmut-Schmidt-Brücke in Richtung Glückstein-Quartier, Gleisanlagen und Hauptbahnhof:


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    Zum Abschluss noch etwas Fine Art: Auch dafür eignen sich diese Motive sehr gut.


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    Bilder: © Adama


    Serie wird fortgesetzt...

    Der bisher schlicht als Tower 2 bezeichnete 178 m hohe Wohn-, Hotelturm des FOUR Frankfurt wird künftig unter dem Namen RIZON vermarktet. Gleichzeitig ist nun die Vermarktung der Eigentums- und Mietwohnungen angelaufen.

    Die neue Website zeigt erste Grundrisse, Visualisierungen und vor allem die realen Ausblicke aus den oberen Etagen. Einige Wohnungen sind wirklich grandios, besonders die großzügigen Einheiten mit Blick über mehrere Himmelsrichtungen. Angeboten werden unter anderem Wohnungen zwischen rund 50 und 190 Quadratmetern in den Etagen 35 bis 46.

    https://www.rizon-ffm.de/

    Update gegen das Sommerloch, in diesem Fall eines der nicht unbedingt beliebten Projekte, den ANQR Turm, den ja bald die ING Bank beziehen wird. Beim Hochhausprojekt ANQR, lässt sich die endgültige Wirkung inzwischen ziemlich gut beurteilen.

    Auf den ersten Aufnahmen zeigt das Gebäude noch seine Schokoladenseite. Aus dieser Perspektive (Grusonstraße, Henschelstraße und generell aus den nordöstlichen Richtungen) staffelt sich die Kubatur nach oben zurück und der Hochpunkt wirkt zumindest etwas schlanker. Das ist die Ansicht, unter der das Konzept noch am besten funktioniert.


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    Am Ostbahnhof: Dort sorgen die gestaffelten Bauteile, die niedrigeren Nachbargebäude und der größere Abstand dafür, dass sich die Masse nicht ganz so in den Vordergrund schiebt.

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    Besonders aus Richtung Ferdinand-Happ-Straße sowie von der Kreuzung Honsellstraße und Hanauer Landstraße baut sich das ANQR wie eine gewaltige Wand vor dem Betrachter auf. Die Breitseite zieht sich beinahe ungebrochen bis in den oberen Bereich, während die scharf geschnittenen Gebäudekanten die ohnehin große Masse noch zusätzlich betonen. Wenn man unmittelbar davorsteht, spürt man erst, wie wuchtig diese Kubatur tatsächlich geraten ist.


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    Hier hätten Rundungen geholfen.

    Gerade an diesem Ort, an dem die Honsellbrücke, die Bahntrassen, die geschwungenen Straßenräume, die Rundungen der Gebäude an der Ferdinand-Happ Straße und der Hanauer sowie den gelungenen Wohnhochpunkten von Teherani im unteren Bereich des Areals unterschiedliche geschwungene Bewegungsrichtungen erzeugen, wirkt dieser Block etwas deplatziert. Ein weicherer Abschluss, gerundete Gebäudeecken oder das leichte Zurücksetzen des Turmes hätten die Masse gebrochen. Stattdessen steht dort nun ein breiter Stumpf.

    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/HonStumpf_07.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/HonStumpf_08.jpg


    Die Aufnahmen im Zusammenspiel mit der EZB zeigen für mich auch sehr deutlich, das ein höherer, dafür wesentlich schlankerer Turm dem Ensemble keineswegs geschadet hätte. Im Gegenteil. Ein Hochpunkt von 80, 90 oder vielleicht sogar 100 Metern hätte einen klareren vertikalen Akzent / Gegenpunkt gesetzt und der EZB genügend Raum gelassen. Höhe allein ist hier nicht das Problem. Breite ist es. Ein deutlich schlankerer Bau hätte vermutlich sogar besser funktioniert, ohne die EZB ernsthaft zu bedrängen. Die EZB verträgt Konkurrenz in der Höhe. Was sie weniger gut verträgt, ist ein breiter, dunkler Baukörper, der sich quer in die Sichtachse schiebt.

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    Das ANQR schottet leider etwas ab.

    Vor allem hinter der Honsellbrücke entsteht der Eindruck einer massiven baulichen Barriere. Die EZB wirkt daneben nicht bedrängt, weil der Neubau zu hoch wäre, sondern weil er sich so breit und schwer in den Stadtraum stellt. Die schönen vertikalen Fassadenprofile versuchen zwar, den Baukörper optisch zu strecken, gegen seine tatsächlichen Proportionen kommen sie aber nicht an. Das Raster bleibt streng, repetitiv und ziemlich unerbittlich.


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    Noch fehlen im oberen Bereich rund anderthalb Technikgeschosse beziehungsweise deren endgültige Verkleidung. Dadurch wird der Bau später wenigstens sauberer und geschlossener abschließen als der derzeit sichtbare Rohbau. An den grundsätzlichen Proportionen ändert das nichts mehr. Der Körper bleibt für diese Stelle schlicht zu massiv und wuchtig.

    Die Fassade selbst besitzt durchaus Qualität. Im direkten Sonnenlicht erhält das dunkle Metall einen warmen, fast bronzefarbenen Ton, während die blauen Glasflächen angenehm kontrastieren. Dann wirkt das Gebäude hochwertig und präzise.

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    In dieser Form wäre das Gebäude an sich durchaus vertretbar, an diesem Ort ist es jedoch falsch platziert und austariert. Schon im Wettbewerb zeigte sich das eigentliche Versäumnis: Die enorme Masse wurde nicht ausreichend aufgelöst.


    Alle Bilder: © Adama

    Deutscher Naturstein-Preis 2026


    Das Architekturbüro Max Dudler hat den DNP 2026 in der Kategorie «Wohnbauten» gewonnen:


    Begründung der Jury:

    Der Neubau der Deutschen Botschaft in Wien von Schulz und Schulz zeigt sich als villenartiger Bau, deutlich aus der gründerzeitlichen Bauflucht gerückt, als eigenständiger Stadtbaustein, der die Funktion als wichtiges öffentlich-repräsentative Gebäude mit einer angemessenen Würde vermittelt. Großzügigkeit ist hier die Devise, was den Raum und die Ausstrahlung betrifft, großzügig der Umgang mit dem kleinen umgebenden Garten, großzügig im Inneren mit Halle und Hof. Die architektonische Haltung des Neubaus reflektiert die klassische Moderne eines Le Corbusier, allerdings ohne strenge Pragmatik, die wahrscheinlich die Natursteinfassade verhindert hätte. Bei der Anordnung der Funktionen Botschaft und Residenz löst der Entwurf geschickt die Einbindung in das Stadtgefüge: Dem freistehenden Solitär der Botschaft wird die Residenz als Anbau an eine bestehende Blockrandbebauung angelegt, großzügig über einen Terrassenbau mit der Botschaft verbunden.

    Das gesamte Gebäudevolumen ist mit Naturstein verkleidet: Marmorplatten aus dem nahen österreichischen Krastal mit hellem, fast eisigen Farbton, formulieren scharfkantige Volumina, fast skulptural auch Untersichten und Fensterlaibungen. Die versetzten, in Ihrer Struktur und Farbigkeit leicht unterschiedlichen Platten fügen sich zusammen zu einer eigenen Art Glasur, einer bewusst dünnen Schicht, einer straff gespannten Haut aus Naturstein. Diese Schicht zieht sich wie selbstverständlich ins Innere, entsprechend der Idee der Vernetzung von Innen und Außen, der Idee eines offenen einladenden Gebäudes.

    Besondere Aufmerksamkeit der Architekten lag auf der Nachhaltigkeit: Neben der bemerkenswerten CO2 Bilanz durch kurze Wege des Materials Naturstein wurde auch eine einfache Rückbaubarkeit und Wiederverwendung der Natursteinplatten eingeplant. Wien gilt als eine der lebenswertesten Städte der Welt. Die neue Botschaft der Bundesrepublik Deutschland ist nicht nur in den Materialien und Herstellung nachhaltig, sie ist es vor allem als wunderbares Beispiel zeitgenössischer Architektur.

    Verbaut wurde:

    Naturstein: Dietfurter Kalkstein

    vom:

    Natursteinunternehmen: Hofmann Naturstein GmbH & Co. KG, Werbach/Gamburg


    Architekt/Planverfasser:

    Max Dudler GmbH, Berlin


    Quellen: https://www.architekturblatt.de/deutscher-natu…ewinner-geehrt/

    Zum "Nova Campus" am Kaiserlei wurden im Offenbacher Gestaltungsbeirat neue Details vorgestellt. Walker & Walker präsentierten den aktuellen Stand gemeinsam mit Architekt Christopher Hammerschmidt.

    Geplant sind weiterhin zwei Hochhäuser mit etwa 81 und 45 Metern sowie ein dritter langgezogener Baukörper als Parkhaus. Gebaut werden soll mit CO₂-reduziertem Level-4-Beton. Walker begründete die Planung vor allem mit der aktuellen Marktlage: Für ein sehr hohes Bürohochhaus wie dem ursprünglich geplanten Namu gebe es derzeit kaum ausreichende Nachfrage, während die nun geplanten Flächen zu etwa 30 Euro pro Quadratmeter deutlich besser vermarktbar seien. Vor allem mittelständische Unternehmen kämen hier offenbar als Nutzer infrage.

    Im Gestaltungsbeirat wurde die Gebäudekomposition grundsätzlich positiv gesehen. Gelobt wurde unter anderem die Eleganz der Baukörper und die parkartige Wirkung, die zusammen mit dem geplanten Hafenpark entstehen könnte.

    Kritischer wurde dagegen das geplante Parkhaus mit knapp 500 Stellplätzen bewertet. Genau hier liegt aus meiner Sicht auch der Schwachpunkt der Planung. Walker verteidigte das Parkhaus zwar mit der besseren Vermarktbarkeit des Projekts und der Nähe zur A661. Auch eine Tiefgarage sei wegen der deutlich höheren Kosten schwierig. Trotzdem wirkt dieser dritte Baukörper in der jetzigen Form recht massiv und etwas störend.

    Hier müsste aus meiner Sicht noch einmal nachgeschärft werden. Denkbar wäre ein kleineres Parkhaus, eine stärkere Einbindung in die Landschaft oder zumindest eine teilweise Verlagerung der Stellplätze unter die Erde. Gerade wenn der Nova Campus zusammen mit dem Hafenpark und dem zukünftigen Mainsquare mit seinen 4 weiteren Hochpunkten eher parkartig wirken soll, darf das Parkhaus am Ende nicht wie ein Fremdkörper danebenstehen.


    Quelle

    Sascha86 , ich glaube, da wiederholt sich einfach deine Einschätzung vom September 2025. Damals war der Sparda-Bank-Tower für dich schon ein zweiter ONE: schlicht und schön, aber ohne große emotionale Wirkung.

    Ich sehe den Vergleich weiterhin nur sehr eingeschränkt. Natürlich gibt es oberflächliche Gemeinsamkeiten: helle Fassade, moderne Anmutung und die kleine Auskragung im Baukörper. Aber Proportion, Höhe, städtebauliche Rolle und Wirkung sind aus meiner Sicht deutlich anders.

    Das ONE ist viel stärker als hoher, schlanker Solitär mit Fernwirkung angelegt. Der Sparda-Bank-Tower ist kompakter, stärker mit dem Messeeingang und dem Stadtraum an der Europa-Allee verzahnt und wirkt für mich gerade aus der Nähe deutlich eigenständiger, als es der Vergleich mit dem ONE nahelegt.

    Dass er kein "Postkarten-Hochhaus“ wird, kann man so sehen. Aber daraus gleich einen kleinen Bruder des ONE zu machen, von dem ich bekanntlich nicht der größte Fan bin, greift mir deutlich zu kurz. Zumal der Sparda-Bank-Tower immerhin seinen feinen Wolkenbügel hat, während das ONE neben seinem Sockelbereich dieses unschöne Streckmetall-Parkhaus-Ungetüm mitschleppen muss.

    Okay, dieser Beitrag wird etwas umfangreicher, allerdings weniger wegen des Textes als wegen der Anzahl der Bilder.

    Das Projekt nähert sich inzwischen deutlich der Fertigstellung, und ich muss sagen: Es ist richtig gut geworden, dabei war ich selbst damals dem Entwurf anfänglich sehr skeptisch eingestellt. Je näher man sich damit beschäftigt, desto stärker zeigt sich, wie viel diese Architektur kann. Die Formensprache ist klar, aber nicht langweilig. Die Fassade wirkt hochwertig, das starke Weiß gibt dem Bau eine erstaunliche Präsenz, und auch die räumliche Fassung des kleinen Platzes funktioniert nach meinem Eindruck sehr überzeugend. Und er Turm rettet das Europaviertel aus dem 66 m Höhendilemma.

    Besonders spannend sind die vielen unterschiedlichen Perspektiven, die sich rund um den Komplex ergeben. Aus der Entfernung wirkt der Turm noch relativ streng beinahe klassisch gerastert. Aus der Nähe dagegen entstehen durch Sockel, Wolkenbügel, Einschnitte, Auskragungen und die verschiedenen Fassadenebenen deutlich dynamischere Bilder. Gerade diese Wechselwirkung macht das Projekt fotografisch, aber auch für die Augen sehr reizvoll.

    Schmittchen hat weiter oben bereits sehr gute Bilder gezeigt. Ich wollte mich dem Komplex nun aber auch noch einmal selbst fotografisch nähern. Einige der folgenden Aufnahmen gehen bewusst eher in Richtung abstrakter Architekturfotografie. Ich zeige sie gerade deshalb, weil sie ganz gut verdeutlichen, welches visuelle Potenzial in diesem Hochhauskomplex steckt.

    Die Bilder sind an zwei unterschiedlichen Tagen entstanden: einmal am späteren Abend vor ein paar Tagen und dann noch einmal vorgestern bei deutlich anderer Lichtstimmung, bei Wechsel von Sonnenschein zu zeitweise bewölktem Himmel. Beides hat seinen eigenen Reiz. Das helle Weiß der Fassade funktioniert bei klarem Licht sehr gut, aber auch ein wolkiger Himmel schadet dem Gebäude keineswegs. Im Gegenteil, die plastische Wirkung der Baukörper kommt dadurch teilweise sogar noch stärker heraus.

    Ich beginne mit den Abendbildern, naturgemäß teilweise im Gegenlicht:

    sparda_02_test.jpg


    sparda_01_test.jpg


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    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_03_test.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_06.jpg

    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_07.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_05.jpg


    Nun folgen die Bilder von vorgestern, aufgenommen am frühen Nachmittag bei deutlich klarerem Licht. Wir nähern uns dem Komplex dabei über die Europa-Allee von Osten.

    Diese Licht zeigt sich noch einmal sehr schön, dass das kräftige Weiß der Fassade dem Gebäude gut steht. Es wirkt frisch und klar, ohne billig zu erscheinen. Besonders im Zusammenspiel mit dem blauen Himmel und den Wolken bekommt der Bau fast etwas Grafisches.


    Der "Heroshot":

    sparda_08.jpg

    Ähnliche Perspektiven, nun aber etwas weiter vorne aufgenommen:


    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_25.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_26.jpg


    Und 3 Detailaufnahmen des Turmes:


    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_15.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_14.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_16.jpg


    Nun noch einige Details vom Wolkenbügel, der Fassade und ein paar extremere Perspektiven.:

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    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_17.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_18.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_19.jpg


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    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_20.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_24.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_30.jpg


    Diesen spannenden Blick werden künftig wohl die Hotelgäste haben, bevor sie einchecken:


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    sparda_29.jpg


    sparda_32.jpg


    So ähnlich könnte die Eingangssituation später aussehen. Links würde sich aus meiner Sicht noch gut das Logo der Sparda-Bank anbieten. Die Teil-Visualisierung wurde mithilfe von Firefly (KI) erstellt.:


    sparda_33.jpg


    Der barrierefreie Park wurde hier bereits ein paar Mal thematisiert. Insgesamt ist er recht gelungen, auch wenn er im Moment noch etwas stark versiegelt und sehr neu wirkt. Das dürfte sich aber in ein, zwei Jahren deutlich verändern, wenn die Bepflanzung dichter wird.

    Besonders schön finde ich, dass der alte Wasserturm hier als markanter Blickpunkt erhalten bleibt und dem neuen Freiraum sofort eine eigene Identität gibt. Umso wichtiger wäre es allerdings, dass der Turm möglichst bald saniert und einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird, bevor er weiter verfällt.

    Heute hat der Nutzer AV1 bereits hier einige Bilder des Parks gezeigt. Ich ergänze daher nur zwei weitere Aufnahmen in diesem Thema:


    sparda_27.jpg


    sparda_28.jpg


    Von hier aus hat man wohl einen der schönsten Blicke auf den Turmkomplex, ob man ihn nun Europa-Allee-Tower, Messe Eingang Süd oder einfach Sparda-Tower nennen möchte ;):


    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_09.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_11.jpg

    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_34.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_35.jpg


    Die bekannte Ansicht von schräg gegenüber, direkt an der Ecke zum Bauplatz des NION:

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    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_37.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_42.jpg


    Rückansichten vom Areal Parkplatz Messe Tor West:


    sparda_39.jpg


    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_38.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_40.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/sparda/sparda_41.jpg


    Geschafft fürs Erste, danke für die Aufmerksamkeit!


    Bilder: © Adama

    Als Ergänzung zu der hier bereits von Schmittchen eingestellten ersten AS+P-Grafik habe ich einmal selbst versucht, die im Artikel beschriebenen möglichen Änderungen schematisch nachzuvollziehen.

    Grundlage ist also der ältere bekannte Planungsstand von AS+P. Die Überarbeitungen in den beiden folgenden Grafiken stammen von mir und sind rein als Annäherung auf Basis der bislang bekannten Informationen zu verstehen, also ausdrücklich ohne Gewähr und keine offizielle Darstellung.

    Ich wollte damit vor allem sichtbar machen, wie sich die beschriebenen Änderungen möglicherweise im Lageplan niederschlagen könnten. Insbesondere wären das aus meiner Sicht:

    • die deutliche Öffnung des Quartiers
    • der Entfall einzelner früherer Verbindungen
    • Torbauten nur noch im Osten und Westen
    • eine stärker betonte grüne Mitte
    • sowie ein weitgehend freier zentraler Wegebereich zwischen den vier Blöcken.

    Vielleicht hilft das ein wenig dabei, die im Artikel genannten Anpassungen räumlich besser einzuordnen.


    Möglichkeit 1:

    KWU-Option-1.jpg


    Möglichkeit 2:


    KWU-Option-2.jpg


    Bild: Grundgrafik: Architekturbüro Albert Speer und Partner, Bearbeitung Adama, ohne Gewähr, keine offizielle Darstellung

    Zum Kaiserviertel am Kaiserlei gibt es einen neuen Planungsstand:


    Während auf dem ehemaligen KWU-Areal inzwischen der Rückbau der alten Turmstrukturen läuft, wurde der überarbeitete Entwurf erneut im Offenbacher Gestaltungsbeirat vorgestellt.

    Die wichtigste Änderung ist aus meiner Sicht der deutliche Schrumpfkurs. Von den ursprünglich einmal genannten rund 2.000 Wohnungen ist man inzwischen bei 1.179 Wohnungen angekommen. Das bleibt natürlich ein großes Quartier, ist aber gegenüber den früheren Überlegungen eine spürbare Reduzierung.

    Auch die Architektur wurde städtebaulich vereinfacht. Die früheren baulichen Verbindungen zwischen den Blöcken wurden offenbar deutlich zurückgenommen. Stattdessen sind im Osten und Westen nun Torbauten vorgesehen, während andere Verbindungen entfallen sind. Dadurch soll das Quartier offener wirken. Der zentrale Freiraum zwischen den vier Blöcken bleibt weitgehend frei von Unterbauung, die Tiefgaragen sollen unter den jeweiligen Blöcken liegen und von außen erschlossen werden. Im Inneren ist also weiterhin ein autofreies Quartier vorgesehen.

    Ein großes Thema bleibt die Begrünung:

    Geplant sind eine grüne Mitte sowie gemeinschaftlich nutzbare Dachgärten. Interessant ist dabei, dass im Gestaltungsbeirat sogar die Frage aufkam, ob in der Mitte nicht zu viele Bäume vorgesehen seien. Das ist bei einem Projekt dieser Größe und Dichte schon eine bemerkenswerte Kritik.

    An der grundsätzlichen Nutzungsverteilung scheint sich wenig geändert zu haben. Hotel, Supermarkt und Gewerbe bleiben zur Strahlenbergerstraße orientiert. Bei den Wohnungen liegt der Schwerpunkt nun offenbar stärker auf größeren Einheiten mit drei und vier Zimmern. Zur lauteren Straßenseite hin sollen Wintergärten helfen, den Verkehrslärm abzufangen.

    Noch offen bleibt die architektonische Ausarbeitung der vier Blöcke. Aus dem Beirat kam der Wunsch, diese nicht zu gleichförmig werden zu lassen. Im Raum steht sogar die Idee, die einzelnen Blöcke von unterschiedlichen Architekturbüros bearbeiten zu lassen, um mehr Vielfalt zu erreichen. Die ABG will das wohl prüfen.

    Bemerkenswert ist außerdem, dass der Gestaltungsbeirat trotz der bereits dritten Befassung eine weitere Vorstellung wünscht. Eigentlich ist damit die übliche Grenze erreicht, wegen der Größe des Projekts soll aber offenbar noch einmal nachgelegt werden, vor allem mit Blick auf die Fassaden.

    Insgesamt wirkt der aktuelle Stand deutlich zurückhaltender als die ursprünglichen Planungen: Ob das am Ende reicht, um die grundsätzliche Kritik am Projekt zu beruhigen, bleibt aber abzuwarten.


    Quelle 

    Die Frage ist nur, ob die Bäume davor erhalten bleiben oder nicht. Das erscheint zumindest fraglich, denn ein großer Retailer wie Hermes wird sich vermutlich ungern komplett hinter Grün verstecken. Zu hoffen wäre es trotzdem.

    Etwas anderes:

    Das Projekt Opernplatz Zwei wurde mit dem Real Estate & Architecture Award 2026 in der Kategorie „Architectural Design“ ausgezeichnet.

    Jury-Beurteilung:

    „Opernplatz Zwei überzeugt durch eine souveräne Verbindung aus städtebaulicher Präzision, eleganter Architektur und nachhaltiger Gebäudekonzeption. An einem der prominentesten Standorte Frankfurts fügt sich das Projekt respektvoll in das Umfeld der Alten Oper ein und setzt zugleich einen eigenständigen, zeitlosen Akzent. Die helle Natursteinfassade, die abgerundeten Gebäudeecken und die großzügigen Eckfenster verleihen dem Gebäude eine klare Identität. Gleichzeitig stärkt der Entwurf den Stadtraum entlang der Neuen Mainzer Straße und schafft durch Gastronomie, Handel sowie eine zweiseitig zugängliche Lobby neue Offenheit im Erdgeschoss. Das durchdachte Energiekonzept mit Fernwärme, Wärmepumpen, Geothermie und Wärmerückgewinnung unterstreicht den zukunftsorientierten Anspruch des Projekts.“

    Mehr dazu die Tage.


    ---> https://hammerschmidt.team/artikle/opernp…ture-award-2026

    Vielen Dank für die schönen Bilder. Gerade aus der Distanz sieht man sehr schön, wie sich die Hochhäuser am Alexanderplatz langsam zu einer neuen Gruppe zusammenfügen.

    Beim Berlinian selbst muss ich sagen: Der Turm wirkt wirklich edel und sehr wertig. Vor allem die Fassade ist aus meiner Sicht ausgesprochen gut gelungen.

    Was mir beim Gesamtbild am Alex allerdings weiterhin etwas fehlt, ist mehr Abwechslung in der Höhenstaffelung und in den Volumina. Viele der geplanten Türme wirken doch sehr rechteckig und untereinander recht ähnlich. Ich hoffe daher weiterhin, dass vielleicht ein oder zwei Türme noch etwas höher ausfallen, vielleicht im Bereich von 180 bis 190 Metern. Oder zumindest in den Volumina variieren. Das würde der Silhouette aus meiner Sicht deutlich schmeicheln.

    Auch der ursprüngliche Kollhoff-Plan hatte in dieser Hinsicht mehr Spannung und Differenzierung. Die jetzige Überarbeitung mit den recht ähnlichen 130 m -150 m Baukörpern schmeichelt dem Alexanderplatz nicht unbedingt, und dem Fernsehturm leider auch nicht.

    Kleine Gerüst-Aktualisierung vom Langen Franz. Leider sieht es weiterhin nicht danach aus, als würde es nun wirklich losgehen:


    LF01.jpg


    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/LF02.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/LF03.jpg


    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/LF04.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/jul/LF05.jpg


    Wenn man schon einmal dabei ist, hätte man das Dach des Kleinen Cohns eigentlich gleich mit angehen können.


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    Bilder: © Adama