Beiträge von Der Roren Heintz

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    Auch ich bin gerne und regelmäßig dort und kann daher deine Enttäuschung gut vertsehen. Kürzlich habe ich mich dazu nochmal vor Ort bei einem Mitarbeiter erkundingt und dieser hat mir glaubhaft vermittelt, dass alle Umbau- und Sanierungsprojekte, die die Ausstellungen betreffen, im Zeitplan lägen. Bei so komplexen Bauaufgaben im Bestand (hier Substanz von 1380 bis 2025, Konservierung, Sicherheit, Denkmalschutz usw...) kämen Verschiebungen im Zeitplan fast immer vor. Oft stimmen (alte) Pläne und tatsächlicher Bestand nicht überein oder es existieren gar keine Pläne mehr, dann müsse im laufendne Prozess umgeplant werden.

    Die Verzögerungen bei der Mittelalterhalle müsse man wohl wirklich als eine Verkettung unglücklicher Umstände sehen. Besonders gravierend waren für die Projektplanung wohl die globalen Verwerfungen bei Lieferketten, Material-, Lohn- und Baukosten in Folge der Pandemie und die damit verbundene Inflation. Ich bin kein Kenner des öffentlichen Vergaberechts, aber "die öffentliche Hand" kann bei solchen raschen und starken Veränderungen weniger flexibel als Unternehemen reagieren. Kostenrechnungen, Auftragsvergaben und Fördermittel waren großteils vor der Pandemie/Inflation gemacht worden und konnten dann nur noch bedingt angepasst werden. Am Ende blieb wohl keine andere Wahl, als Teile der Planungsprozesse neu durchzufürhen. Aber diese lägen eben nun wohl im Zeitplan.

    Mittlerweile ist es unüberseh- und hörtbar, dass im Süd- und Südwestbau renoviert wird. Aber bevor dort die Hämmer geschwungen werden konnten, hat es an die zwei Jahre gedauert um tausende Objekte aus Ausstellung (und Depots!) fach- und sachgerecht zu reinigen, zu sichern, zu konservieren, zu verpacken und zu bewegen . 

    Bei all diesen Projekten gehe es nicht nur um eine neue, ansprechende Präsentation und Vermittlung, sondern es müsse auch dringend die Haustechnik und Substanz ertüchnigt und erneuert werden. 1968 ist mittlerweile 58 Jahre her und ich glaube wir fühlen uns alle wohler in einem Museum mit besserem Brandschutz und neuen Leitungen und zusätzlichen Aufzügen oder Toiletten ;-).




    Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn Sockelzonen aus Putz farblich vom Rest der Fassade abgrenzt werden, sollte der Übergang nicht höhengleich, sondern mit eingezogener Vertiefung im Putz oder aufgesetztem Gesims erfolgen.

    Ja, das habe ich mich auch gefragt.^.^ Es hängt beim Gebäudeteil rechts mit einer Grundrissänderung vom 2. OG zum 3. OG zusammen. Deren Ursache erchließt sich mir aber nicht direkt. Vielleicht hat es was mit Brandschutz und -abschnitten zu tun?

    Bei der Gebäudehälfte links wäre über dem Eingang jedenfalls viel schöner Platz für Kunst am Bau aus Kratzputz :saint:. Aber ob sowas heute noch eine WDVS-Fassade ermöglicht ist fraglich. :/

    Die Entscheidung überall bodentiefe Fenster einzubauen finde ich sehr... äh... "mutig"... vor allem auch in den Bädern und im EG(!). Das ist nichts für schüchterne Menschen ;):D.