Schön, aber leidet an der selben Krankheit, wie fast alle Neubauten heutzutage, dass die Mieten nur 2 Kategorien kennen: Sehr günstig mit WBS oder für Ottonormalverdiener unbezahlbar, nichts dazwischen. Als ich das letzte Mal geschaut habe, waren es glaube ich 2500 kalt für 3 Zimmer. Schade.
Beiträge von alanea
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600 Millionen für ein Bauprojekt rauszuballern (salopp gesagt), welches absolut nicht notwendig ist (Ästhetik und Symbolik ist halt immer optional), kann man in Boomzeiten machen, momentan wäre es aber tatsächlich fiskalischer Wahnsinn. Natürlich hält immer die jeweilige Klientel eines gestoppten Projektes ihr Projekt für genau das Projekt, das nun aber wirklich trotzdem weiter verfolgt werden sollte, weil es ja so wichtig sei. Man sollte da ein wenig seine eigenen Biase reflektieren.
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Der Außenbereich dieser Kita ist ja mal ein Reinfall. Mein Mitleid gilt den Kindern, die hier angemeldet werden. Wie so oft wurde beim Designprozess die Lebenswirklichkeit nicht mitbedacht bzw. die Kita "büroisiert".
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Was für ein disharmonischer steriler Klotz. Das macht doch keinen Spaß so zu wohnen. Warum bauen wir (fast) nur noch so menschenfeindlich?
Nicht jedes Gebäude muss ein architektonisches Glanzstück sein. Wenn man bezahlbare Mieten haben will, muss man mit so einer Gestaltung leben (müssen). Ich finds ok.
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Ich bin insgeheim froh, dass das Museum gescheitert ist - der Bahnhof gehört wiederaufgebaut. Eventuell gibt das ja einen neuen Impuls dafür. Das Museum könnte dort dann ja auch Platz finden.
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Ich finde, hier wird etwas zu schwarz gemalt. Ich glaube, dass die Wohnungen sehr begehrt sein werden. Allein von der äußeren Gestaltung kann man nicht auf die Qualität der Wohnungen schließen. Das Quartier Gartenfeld befindet sich noch in der Entwicklung. Es ist also etwas zu viel verlangt, dort schon eine Infrastruktur mit Cafés, etc. zu erwarten. Dort wird es bestimmt auch noch Gebäude mit Ladenzonen geben. Außerdem ist die Endhaltestelle der Siemensbahn nicht weit. Wenn alles klappt, gibt es also 2029 einen S-Bahnanschluss.
Lebensraum ist nicht nur ein Ort zum schlafen und aufs Klo gehen, sondern da gehört in einer Stadt mehr dazu. Flanieren, Freunde treffen, essen gehen. Das wird dort alles nicht möglich sein, weswegen dort niemand wird hinziehen wollen. Ergo werden dort nur Leute wohnen, die woanders nichts finden (können). Es wird sozial homogen und ein Wettlauf Richtung Quartiersmanagement.
Dass dort ein Bahnhof irgendwann entsteht, heißt doch nichts. Genug Problemviertel haben eine S-Bahn-Anbindung. Die Fähigkeit, das Viertel zu verlassen, bedeutet noch lange nicht, dass das Viertel lebenswert ist. Ganz davon abgesehen, dass Gartenfeld eh schon in eine nicht sonderlich attraktive Gegend eingebettet ist (viel Industrie, abgelegen)
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Dieses neue Viertel ist trist, öde, schlecht angebunden, und abgeschnitten von Cafes, Kultur, etc. Warum man heutzutage noch Großwohnsiedlungen baut, ist mir ein Rätsel. Man läuft sehenden Auges in den nächsten sozialen Brennpunkt. Die Gewobag ist auch so ziemlich die schlechteste der kommunalen Wohnungsanbieterinnen, deren Bestände sind meist vollkommen heruntergewirtschaftete Bruchbuden mit entsprechend problematischer Bewohnerschaft. Die zukünftigen Bewohner, die sich aus finanziellen Gründen nichts besseres leisten können, tun mir Leid.
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Das Edge sieht an der Stelle schon im positiven Sinne massig aus, der Turm als schlankeres, höheres Gegenstück trifft den Nagel auf den Kopf. Hoffentlich kommt der auch wenigstens so ähnlich.
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Ja, es wird Off-Topic, weswegen ich mich relativ kurz halten werde: Tags produzieren so ein diffuses Gefühl vom Kiez als Lebensraum, von aktivem Leben. In meiner Jugend, die jetzt schon was her ist, aber auch noch nicht so lang, wurden von einigen Personen im Umfeld recht aktiv Tags gesetzt, und es war eigentlich immer amüsant, diese an komplett unerwarteten Orten wiederzuentdecken. Es gab ein Gefühl des Kiezes als Lebensraum, und das verblieb eigentlich bis jetzt. Mir bekannte Tags an anderen Stellen wiederzuentdecken, macht Spaß und hat was von einem Spiel. Natürlich spielen da Gruppen wie 1UP auf einem anderen Level, aber die Kritzeleien von Einzelpersonen gehören als Grundrauschen dazu.
Gleichzeitig geben sie ein diffuses Gefühl von Urbanität, Rauheit, und jugendliche Rebellion gehen das Spießertum, das mir gefällt. Ich habe in sehr sauberen Städten gelebt, und dieses Gefühl fehlt dann doch sehr. Es ist imo Kleinkunst, die es wert ist, erhalten zu werden. Andere setzen kleine Figürchen auf Straßenschilder, andere setzen Tags. Für mich das gleiche. Männliches Dominanzgehabe sehe ich da kaum, in meinem alten Bekanntenkreis jedenfalls hielten sich die Geschlechter relativ die Waage, was das angeht.
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Zumindest ich kenne niemanden dem lieblos gesprühte Tags gefallen. Aufwendige Graffiti mit erkennbarem Gestaltungswillen sind für mich was anderes.
Mir persönlich gefallen Tags, solang sie im Außenbereich von Gebäuden bleiben. Und ich habe in meinem Leben noch kein einziges Tag auf einem Auto gesehen, wieso müssen Leute bei Diskussionen immer in Abstrusitäten abdriften? Falls ich ein MFH in der Stadt besitzen würde, würden mich Graffiti aber in der Tat nicht stören. Das kann man mir glauben oder auch nicht, wurscht.
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Deshalb würde ich als Vermieter in einem Viertel wie Connewitz die regelmäßig notwendige Graffitientfernung als Reinigungsmaßnahme auf die Nebenkosten umlegen und die Mieter offensiv darauf hinweisen, das zur Not auch gerichtlich durchfechten.
Du bist ja ein ganz harter Genosse. Meine Güte, so viel kleinbürgerliches Pathos und bluthochdruckinduzierendes virtuelles Stammtischgefasel ist doch nur peinlich.
Graffitis sind imo ein Level an urbaner Anarchie, das hingenommen werden muss, ob man will oder nicht. Verhindern kann man's nicht, den einen gefällt's, den anderen nicht. Wer's nicht mag, kann ja in vermeintlich "besseren" Vierteln wohnen.
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Nach langem stillen mitlesen dieses Forums habe ich mich angemeldet, nur um diesem Kommentar zu antworten, denn es ist ein Paradebeispiel dafür, wie man ohne zu Lügen manipulieren kann.
Ja, der größte Produzent von Feinstaub ist die Natur, aber das ist komplett irrelevant, da dieser Feinstaub eh nicht reduziert werden kann. Darüber zu diskutieren wäre sinnlos. Der Menge des Feinstaubs, den der MIV produziert, ist tatsächlich geringer als die Feinstaubemissionen der Industrie (zu Transport kann ich keine Angaben machen - aber wenn man bedenkt, dass eine Senkung des Feinstaubes durch den MIV zwangsläufig auch eine Senkung des Feinstaubes in der motorisierten Logistik nach sich zieht, ist eine Unterscheidung dieser in zwei Kategorien sowieso ebenfalls irrelevant), aber Feinstaub ist nur dann gefährlich, wenn er auch eingeatmet wird. Und ich weiß nicht, wo sie ihre Atemluft herbekommen, aber meist bewege ich mich jedenfalls in unmittelbarer Nähe von Straßen. Tatsächlich ist die gemessene PM2.5-Konzentration an Straßen am höchsten (nicht überraschend) - aus diesem Grund ist auch natürlicher Feinstaub in der Diskussion irrelevant. Und, nur mal am Rande, steigt die PM-Konzentration, je näher am Boden man misst. Raten sie mal, welche Altersgruppe von Personen recht nah am Boden atmet.
Dass Amazonbestellungen mehr Feinstaub verursachen als ein privater Verbrenner, ist von einer faktenbasierten Diskussion meilenweit entfernt und kann im Bereich "gefühlte Wahrheit" verortet werden. Welche Amazonbestellung und welche Strecke, die sie zurücklegen? Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Aber trotzdem, wie bereits erläutert, folgt aus einer Senkung der Feinstaubemissionen des MIV zwangsläufig auch eine Senkung der Feinstaubemissionen in der Logistik. Dass das Argument, dass eine Teilnahme an der Konsumwirtschaft (Logistikemissionen + Industrieemissionen) ja auch Feinstaub produziere, woraus die Leserin implizit folgern soll, dass die Autorin ja mit zweierlei Maß messe und der private Verbrenner ja gar nicht so schlimm sei, ist klassischer Whataboutism und ebenfalls nicht weiter als Polemik. Aus einer Senkung der Feinstaubemissionen des MIV folgt eine Senkung der gemessenen PM-Konzentration dort, wo man atmet, und darum geht es. Wenn sie die Industrieemissionen für überhöht erachten (welche sie eventuell sind und eventuell nicht sind, keine Ahnung), können sie ja parallel zu den Anstrengungen zur Senkung der PM-Emissionen im MIV eigene politische Arbeit betreiben, um diese zu senken. Aber so ist der Verweis auf diese nichts weiter als eine versuchte Ablenkung und eine Streuung von FUD.
Quellen:
https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luf…ionsentwicklung
https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/fei…liche-wirkungen
