Beiträge von Clemenceau

    alexsb73, falls Sie mich ansprechen:

    Nein, ich komme nicht aus Berlin. Und? Berufsbedingt lebe ich hier seit 25 Jahren mindestens fünf Monate im Jahr. Und zu Mauerzeiten lebte ich auch für zwei Jahre in Berlin (West).

    Ich spreche hier von der sich entwickelnden Skyline am Alexanderplatz. Auch über das MYND-Hochhaus. Nicht von der Skyline am Potsdamer Platz, nicht von der am Europa City oder den anderen Orten, an denen Hochhäuser erlaubt sind.

    Und nicht ich spreche über eine mögliche Begrenzung der Bauhöhe für Hochhäuser in ganz Berlin, sondern Sie.

    Im Fall des Alexanderplatz wissen wir alle um die jahrelangen Diskussionen über die Höhe und das Aussehen der hier geplanten Gebäude. Was hier entsteht wird das Stadtzentrum von Berlin über Jahrzehnte prägen.

    Und was das Bauen angeht gibt es in Deutschland sicherlich einiges zu beanstanden. Genauso wie in Frankreich. Oder anderswo. Aber gestatten Sie anderen Menschen eine andere Meinung zu haben ohne in Klagen über "das Motzen und das Unken und die Ungeduld und die schlechten Vergleiche" zu ergehen.

    Über die "Ungeduld der Jugend" werde ich mich nicht äußern.

    Sogen. Skyline: Das kommt davon, wenn man versucht, alles bis ins Detail zu reglementieren. Und das, gekoppelt mit der sehr langen Planungs- und Realisationszeiten in Berlin, ist fatal. Man muss nicht Dubai an der Spree bauen, aber eine gewisse Abwechslung in der Gestaltung und Hohe kann eine Großstadt wie Berlin allermal vertragen. Vor allem hier am Alexanderplatz.

    @DeBe. Vielleicht ist das ein Kulturunterschied zwischen Frankreich und Deutschland aber warum so spöttisch? Sie haben Recht was innerhalb der Gebäude passieren wird aber man kann es etwas netter sagen.

    Nach meiner Meinung gibt es viele Möglichkeiten für Innovationen in Zusammenhang mit Architektur. Ich bin kein Architekt aber es gibt z.B. stets neue Werkstoffe, Raumkonzepte (fūr innen und außen), technische Innovationen, intelligente Softwarelösungen usw. die Anwendung findet. Darum bin ich schließlich hier - um mehr darüber in Deutschland zu erfahren.

    Soviel ich weiß sind Birken ein schnellwachsende Pionierbaumart. In der Natur besiedelt sie freie Flächen meist als erste Baumart und gedeiht auch auf Böden, die für andere Bäume zu trocken oder zu nährstoffarm sind. Ich mag sie sehr. Stadtbäume sind sie aber jedenfalls nicht und es wundert mich, dass sie an diesem Kulturstandort gepflanzt worden sind.

    Inzwischen habe ich Zahlen und Infos gefunden...

    In Ostberlin sind seit der Wende etwa 4.450 Plattenbau-Wohnungen im Rahmen des sogenannten Bund-Länder Förderprogrammes "Stadtumbau Ost" bis 2018 abgerissen. Bis zum Jahr 2009 wurden allein etwa 4000 Wohnungen in Marzahn beseitigt. Dazu kam zahlreiche nicht mehr gebrauchte Infrastrukturen wie Kindergärten, Schulen usw.

    Quelle: Article Nico Grunze in Berliner MieterGemeinschaft

    Stadtumbau Ost begann in 2002 und war eine gemeinsame Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen. Federführend war das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). In 2017 wurde es, zusammen mit dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau West" zum Programm "Stadtumbau" zusammengelegt. Insgesamt flossen bis Ende 2016 mehr als € 5 Mrd. in das Programm. Natürlich wurden nicht alle diese Mittel allein für Abrissarbeiten ausgegeben!

    Mehr über Stadtumbau Ost kann hier gefunden werden.

    Hallo,

    gibt es konkrete Zahlen über wieviele Plattenbau‐Wohnungen in Ostberlin seit der Wende zurückgebaut wurden? Wer war dafür verantwortlich?

    Ich vermute, daß die meisten Wohneinheiten in Marzahn und Hellersdorf verloren gegangen sind.

    [mod]Da du im Folgebeitrag selbst Infos recherchiert hast, passt es besser hierhin. Gruß, B. [/mod]