Beiträge von Clemenceau

    @ DerBe:

    Ich denke, Sie werden feststellen, dass die CDU auf Grundlage historischer Wahldaten im Vergleich zur SPD nur während eines relativ kurzen Zeitraums der Teilungsgeschichte der Stadt die führende Position im West-Berliner Senat innehatte. Zwischen 1949 und 1981 wurde der westliche Teil der Stadt größtenteils von der SPD regiert. Zwischen 1981 und 1989 kontrollierte die CDU unter der Führung von Richard von Weizsäcker (1981–1984) und Eberhard Diepgen (1984–1989) den West-Berliner Senat. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde Diepgen im Dezember 1990 erneut Regierungschef in einer Koalitionsregierung. Somit kontrollierte die CDU den West-Berliner Senat während etwa 10 bis 11 Jahren (1981–1989 und 1990–1991) der über 40-jährigen Teilung.

    @ KaBa1:

    Berlin hat seit der Wiedervereinigung tatsächlich Unglaubliches geleistet, um sein Stadtbild zu retten, zu erhalten, wiederaufzubauen und weiterzuentwickeln. Mein Beitrag war keineswegs als Berlin-Bashing gedacht, und ich entschuldige mich, wenn dies der Eindruck entstanden ist.

    @ tunnelblick:

    Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, der lähmenden Teilung der Stadt (zunächst für beide Teile der Stadt, danach aufgrund seiner Insellage stärker für West-Berlin) und den Folgen des Zusammenbruchs der DDR-Wirtschaft hat Berlin das Geld aus dem Länderfinanzausgleich mehr als verdient. Und wenn ich mich recht erinnere, war es das von der CSU kontrollierte Finanzministerium unter Theodor Waigel, das die Berlinförderung von 1990 bis 1994 auslaufen ließ, als ob alle strukturellen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Stadt nach Jahrzehnten der Teilung in dieser Zeit behoben worden wären. Glücklicherweise profitierte Berlin zu dieser Zeit auch vom Solidaritätspakt.

    Also ja, Berlin verdient die Milliarden, die es aus dem Länderfinanzausgleich erhält.

    Nicht nur der Krieg und die DDR haben Berlin viel genommen, sondern auch eine eher linksgerichtete Senatsregierung in West-Berlin und ihre Klientel, die aus Westdeutschland geflohen war und seit dem Bau der Mauer ihren Teil der Stadt als Mikrokosmos betrachtete, um alternative Lebens- und Wohnformen zu erforschen und zu etablieren. Der „Wiederaufbau” der an Ostberlin angrenzenden Westberliner Stadtteile wie in Kreuzberg und in Wedding zeugt noch heute von dieser fehlerhaften Stadtentwicklung, die auf eine dauerhafte Teilung der Stadt ausgerichtet war. Gerade dieser Deutschen hätten wissen müssen, dass die Ewigkeit, à la Tausendjähriges Reich, glücklicherweise viel kürzer ist.

    Ich bin kein Experte für Flugverkehr, aber ich kenne kein Land auf der Welt, in dem die nationale Fluggesellschaft vom Flughafen der Hauptstadt aus so wenig zu bieten hat. Und damit meine ich nicht Flüge, die von Tochtergesellschaften unter anderen Namen durchgeführt werden. Die Deutsche „Luft Hansa” wurde in Berlin gegründet, und trotz gegenteiliger Behauptungen ist die Deutsche Lufthansa deren direkter Nachfolger. Die Lufthansa als Unternehmen gehört nach Berlin, und es ist an der Zeit, dass die deutschen Behörden und ihre Kumpane, die die Lufthansa leiten, dies erkennen, insbesondere das Verkehrsministerium. Und natürlich sollte dies mit einem angemessenen weltweiten internationalen Flugangebot von Berlin aus einhergehen, das von der Lufthansa als Fluggesellschaft durchgeführt wird.

    Das hat wirklich nichts mit Faschismus zu tun. Ich kann Ihnen Verwaltungsgebäude mit dem gleichen Grundriss und der gleichen Positionierung in Städten auf der ganzen Welt zeigen, darunter in Frankreich, Großbritannien, Polen, Indien, Australien, Kanada und Israel – Länder, die natürlich für ihre faschistische Architektur bekannt sind.

    Und die Botschaften sind alles andere als "schnöde" !!

    Auch wenn die Gefahr besteht, vom eigentlichen Threadthema abzukommen, stimme ich ElleDeBE zu. Diese Tendenz scheint in vielen Bereichen der Zivilgesellschaft an Stärke zu gewinnen, und ist auch zu beobachten, wenn während der Schulzeit von Lehrer erwartet wird, dass sie Eltern ersetzen statt zu ergänzen (einer Phase, die oft von Konflikten geprägt ist – emotionalen, generationsbedingten, intellektuellen und unter Gleichaltrigen).

    Was das Forum angeht, bin ich noch nicht allzu lange dabei und nur in den Diskussionen zu Berlin aktiv, aber es scheint eine zunehmende Tendenz zu geben, die Moderatoren aufzufordern, in eher „emotionale” Diskussionen einzugreifen. Diese Diskussionen sind zwar oft recht unterhaltsam, aber sie ähneln eher private Kleinkriege und sind leider auch oft von aggressiven und respektlosen Tendenzen geprägt. Leider.

    Das geht zu weit. Ich bin ein alter weißer Mann und fühle mich diskriminiert. Was in den 1990er Jahren in den USA von einigen schwarzen Frauen als cooler Slogan gegen die Obrigkeit erfunden wurde, muss nicht unbedingt auch in Europa gelten, wo wir eine völlig andere Geschichte und ethnische Zusammensetzung haben. Bei allem Respekt, es gibt auch alte weiße Männer mit durchschnittlicher Intelligenz, die ganz andere Meinungen vertreten. Ich gehöre dazu.

    Ich glaube, dass diese sogenannte „obskure Mehrheit“ viel größer ist, als Sie denken. Ich kenne viele Menschen, die eine Bebauung bevorzugen und auch ich muss zugeben, dass ich einer von ihnen bin.

    Das hat nichts, absolut nichts, mit Populismus zu tun.

    Ausserdem denke ich, wir sollten uns bemühen, etwas netter miteinander umzugehen. Danke.

    Viele der Häuser waren jüdisches Eigentum (auch das erwähnte Hotel). Nach der üblichen Enteignung während des Dritten Reiches gingen die Immobilien/Grundstücke nach dem Krieg in den Besitz der DDR über. Die Entschädigung oder Restitution der Grundstücke steht noch aus. Der Berliner Senat schweigt zu diesem Thema.

    Darüber hinaus stellt die St.-Matthäus-Kirche eine wichtige Verbindung zur Vorkriegszeit her. Zusammen mit der Villa Parey ist sie das einzige Gebäude, das noch heute einen lebendigen Eindruck von der Schönheit des Stadtviertels direkt an diesem Standort vermittelt.

    Ich habe diese Frage bereits erklärt! Eine inhomogene Oberfläche führt zu unterschiedlichen Wachstumsraten des nachfolgenden Patinas.

    Wo das am Anfang frisch aufgetragene Patina weniger dick war, wächst das daraufwachsende Patina offenbar langsamer als die Umgebung und die Stelle bleibt länger braun. Dies führt zu einem braunen Fleck.

    Wenn zu Beginn alles grün war, könnte das Auftreten brauner Flecken an manchen Stellen beispielsweise bedeuten, dass die frisch aufgetragene Patina oder ein Teil davon durch Witterungseinflüsse zerstört wurde.

    Wenn nach der Patinierung eine Schutzschicht aufgetragen wurde, könnten die braunen Flecken auch beispielsweise auf eine Inhomogenität in der Schutzschicht selbst hinweisen, wobei die dicker beschichteten Bereiche länger grüner erscheinen.

    Alles lässt sich erklären – man muss nur genau wissen, womit das Dach bedeckt wurde und wie es behandelt wurde.

    Um Camondo zu zitieren: „Ohne schlüssiges Pflegekonzept würde ich nicht einen Heller springen lassen".

    Meiner Meinung nach ist genau das der Kern der Sache. Es reicht nicht aus, einfach nur Bäume zu pflanzen – sie müssen über viele Jahre hinweg bewässert und gepflegt werden. Und das kostet echtes Geld. Es werden Prioritäten gesetzt werden müssen, und Kürzungen in anderen Bereichen werden unvermeidlich sein weil Berlin hat einfach nicht die wirtschaftliche Kraft, dies zu bewältigen.

    Der gestrige Beschluss ist kurzsichtig und wurde nur gefasst, um eine mögliche entsprechende Volksabstimmung im Wahljahr zu verhindern.

    Die Bildung einer Kupferpatina hängt von vielen Faktoren ab, insbesondere jedoch von der Oberflächenbehandlung des Kupferblechs (die sich auf dessen Oberflächenstruktur und Chemie auswirkt) und der Zusammensetzung der Atmosphäre, der es ausgesetzt ist. Letztere hängt natürlich von Aspekten wie dem Standort (Innenstadt oder Vororte), dem Vorhandensein von Schwerindustrie, Verkehrsemissionen usw. ab. All dies beeinflusst nicht nur die Geschwindigkeit, mit der sich die verschiedenen grün gefärbten Verbindungen bilden, aus denen die Patina besteht, sondern auch die endgültige Zusammensetzung der Patina selbst (die sich im Laufe der Zeit ebenfalls verändern kann).

    Es dauert auch viele Jahre, bis sich eine gleichmäßige Patina bildet. Derzeit wird geschätzt, dass dies bei unbeschichteten Kupferplatten in einer städtischen Umgebung durchschnittlich etwa 35 Jahre dauert. Dies ist deutlich länger als früher, da die Luft in den Städten sauberer geworden ist. Eine fleckige oder ungleichmäßige Patina kann entstehen, wenn die ursprüngliche Beschichtung der Kupferplatten unterschiedlich aufgetragen oder während der Montage beschädigt wurde. In beiden Fällen entsteht eine inhomogene Oberfläche, die dann unterschiedlich schnell mit der Atmosphäre reagiert. Mit der Zeit werden die Flecken weniger erkennbar, da die Patina-Schicht an Dicke zunimmt.

    Die Skulpturengruppe gehörte, bis zu seinem Tod Ende Mai 2019, der Duisburger Bauunternehmer und Sammler Hans Grothe. Auch als es auf der Terasse des "Restaurant 44" des Swissôtel aufgestellt wurde, blieb die Eigentumsrechte bei Grothe. Sehe:

    https://www.artatsite.com/Berlin/details…in-Germany.html

    Das Swissôtel schloss am 30. November 2018. Die Gruppe wurde 2019 entfernt und seit dem nicht mehr in Berlin ausgestellt.

    https://bildhauerei-in-berlin.de/bildwerk/das-u…des-paris-5017/

    Das Ehepaar Ulrich und Sylvia Ströher, das bereits 2005 die ca. 700 Werke umfassende Sammlung von Grothe erwarb, holte 2019 die Skulpturengruppe nach Duisburg, wo sie jezt der Bestand des Museum Küppersmühle für Moderne Kunst gehört.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Museum_K%…r_Moderne_Kunst