Die Stadt Nürnberg meldet in ihrer Pressemitteilung, dass die Planfeststellung für den Ausbau des Frankenschnellwegs rechtskräftig wurde und keine Revision mehr möglich ist. Somit startet die Stadt nun mit der "zeitnahen" Umsetzung und lädt demnächst zu einer Infoveranstaltung über Ablauf und Zeitplanung ein.
Zur Pressemitteilung: https://www.nuernberg.de/presse/mitteilungen/pm_25160.html
Ich persönlich verstehe ja, dass sich der Verkehr in der Ecke nicht einfach in Luft auflösen kann und leistungsfähige Straßen dort weiterhin notwendig sind. Warum aber auf der oberen Ebene trotz der Tunnellösung sogar noch mehr Fahrspuren gebaut werden als bisher und diese erstklassige Lage (S-Bahn Anschluss, U-Bahn direkt daneben und zentrumsnah) nicht für hochwertige Stadtentwicklung genutzt wird, ist mir aber immer noch ein großes Rätsel.
Zudem ließen sich die zwei größten Probleme in diesem Bereich bereits jetzt recht einfach lösen und das ohne Kosten um eine Milliarde Euro: Die alte Bahnbrücke an der Rothenburger Straße muss von der Bahn unabhängig vom Ausbau abgebrochen und neugebaut werden. Dadurch könnte der Straßenraum dort endlich fair aufgeteilt werden und die Konflikte zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern entschärft werden. Allein das würde die beiden Stadtteile schon ein Stück aneinanderwachsen lassen. Zum anderen könnte die Bündelung der drei (!) zulaufenden Straßen an den Rampen und die daraus mögliche Optimierung der Ampelschaltung ebenfalls die Lage etwas entspannen.
Letztere Optimierung hat auch die Grünen Fraktion im Stadtrat vorgeschlagen, eine Reaktion oder Ergebnis ist mir dazu aber nicht bekannt: https://gruene-stadtratsfraktion.nuernberg.de/gruenes-altern…milliardengrab/
Mein persönlicher Wunsch wäre eine Tunnellösung mit anschließender an die Geschichte der Gegend angelehnte Gestaltung der Oberfläche, ähnlich dem Vorschlag "Ludwigshafen Boulevard" aus den Ergebnissen der Architektur Studienarbeit des Wintersemesters 2016/17: https://www.th-nuernberg.de/fakultaeten/ar…ban-baut-stadt/
