Beiträge von jonasrudi

    Hierzu ein interessantes Interview der Stadtkämmerin Susanne Serke (CDU) von gestern, also nach den Auflagen aus Wiesbaden, in der FR.
    Interview Frau Serke

    Hier die Zusammenfassung mit Fokus auf die Großprojekte:

    • Finanzlage: Der „Konzern Stadt Frankfurt“ hat 202 Millionen Euro Verlust gemacht. Hauptverantwortlich sei die Kernverwaltung.
    • Keine Stellenstreichungen angekündigt: Stattdessen sollen die Dezernate ihre Budgets besser einhalten, Ausgaben hinterfragen und effizienter arbeiten. Eine pauschale Kürzung nach dem „Rasenmäherprinzip“ lehnt Serke eher ab.
    • Haushalt 2027: Es soll keinen Nachtragshaushalt für 2026 geben. Stattdessen hat der Haushalt 2027 Priorität und soll noch 2026 eingebracht und im Frühjahr 2027 beschlossen werden.
    • Großprojekte: Schienenausbau, Bühnenneubau und Multifunktionsarena werden weiterverfolgt, allerdings mit genauer Prüfung von Priorität, Zeitplan und Finanzierung.
    • Neubau der Städtischen Bühnen: Der Neubau soll kommen: Das Projekt wurde beschlossen, und die Stadt steht dazu. Es muss bei einem solchen Großprojekt nicht alles sofort finanziert werden, diese erstreckt sich über Jahre und Jahrzehnte. Deshalb sieht Serke trotz der schwierigen Haushaltslage Spielraum.
    • Strengere Prüfung: Gleichzeitig kündigt sie eine genauere Prüfung aller Großprojekte an. Priorität, Zeitplan und Finanzierbarkeit sollen stärker in den Blick genommen werden.
    • Grundsätzlicher Kurs: Die Stadt soll weiterhin investieren, muss dabei aber ihre finanziellen Möglichkeiten realistisch einschätzen, klare Prioritäten setzen und ihre Handlungsfähigkeit sichern.

    Quartier 4.0: Grundsteinlegeung für Mehrgenerationenhaus

    • In Offenbach entsteht am ehemaligen Güterbahnhof das neue Wohnprojekt „WQ 4.0“ der GBO.
    • Für 29,5 Mio. Euro entstehen 67 Wohnungen mit 1 bis 6 Zimmern, davon 38 geförderte Sozialwohnungen.
    • Zusätzlich entstehen eine Kita für rund 100 Kinder, barrierefreie Seniorenwohnungen und Gemeinschaftsflächen.
    • Das Land Hessen fördert das Projekt mit 16,2 Mio. Euro.
    • Die als U-förmiger Baukörper geplante Bebauung stammt vom Architekturbüro Planquadrat; die aktuellen Visualisierungen zeigen vor allem die Hofseite
    • Die Fertigstellung ist für das 3. Quartal 2028 geplant.

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    Copyright: Planquadrat

    Hier geht es mir nicht um den Spatenstich, sondern vielmehr um die im Hintergrund gezeigte Visualisierung der Straßenseite:
    peO0etX.jpegCopyright: Stadtwerke Offenbach/Monika Müller.

    Quartier 4.0: Neubau Emmy-Noether-Schule

    • Bereits seit Juli 2026 läuft der Rohbau des neuen Emmy-Noether-Gymnasiums – in direkter Nachbarschaft zum Mehrgenerationenhaus auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs.
    • 128 Mio. Euro Investition: Nach dem Klinikum ist es das zweitgrößte Hochbau-Investitionsprojekt in der Geschichte Offenbachs.
    • Der fünfgeschossige Neubau entsteht auf rund 10.000 m² und bietet Platz für etwa 1.500 Schülerinnen und Schüler sowie 100 Lehrkräfte.
    • Geplant sind 51 Klassenräume, zehn naturwissenschaftliche Fachräume sowie Räume für Kunst, Musik und Darstellendes Spiel.
    • Zum Gebäude gehören außerdem Aula, Bibliothek, Mensa für 1.080 Essen täglich und eine Dreifeldsporthalle, die auch von Vereinen genutzt werden kann.
    • Eine Besonderheit sind rund 8.500 m² Pausen- und Freizeitflächen auf mehreren begrünten Dachebenen mit Lerninseln, Schulgarten, grünem Klassenzimmer und Bewegungsangeboten.
    • Das Gebäude wird im KfW-40-Standard errichtet und mit Photovoltaik, Wärmepumpe, Fernwärme und Wärmerückgewinnung ausgestattet.
    • Auch beim Bau wird auf Nachhaltigkeit geachtet: 12.000 m³ Rupelton aus der Baugrube werden für die Herstellung von Ziegeln wiederverwendet.
    • Die Fertigstellung des Gymnasiums ist für Ende 2028 vorgesehen.

    hdlPqZc.jpegCopyright: Hess/Talhof/Kusmierz Architekten / 3DWAY architectural graphics; Edgardo Martinez Noël

    FCeQctx.jpegCopyright: Hess/Talhof/Kusmierz Architekten / 3DWAY architectural graphics; Edgardo Martinez Noël

    Update – Rathaus-Pavillon

    Die Stadtverordneten haben beschlossen, den Umbau des Rathaus-Pavillons fortzusetzen. Die Fertigstellung ist nun für 2028 geplant. Die Kosten steigen gegenüber dem ursprünglich beschlossenen Budget von rund 3,8 Millionen Euro auf bis zu 5,5 Millionen Euro.

    Was sich verändert:

    • Das Nutzungskonzept wird angepasst: Geplant sind ein großer, flexibel nutzbarer Gastronomie- und Veranstaltungsraum sowie ein kleinerer Raum für gemeinwohlorientierte und städtische Veranstaltungen.
    • Die ursprünglich geplante Küche entfällt.
    • Die Stadt übernimmt nun die Planung und Finanzierung des Innenausbaus.
    • Die Suche nach einem Betreiber läuft noch. Falls zunächst niemand gefunden wird, soll die Agentur Mitte den Pavillon vorübergehend bespielen.

    Hintergründe zum Projekt

    • Der Rathaus-Pavillon wurde 1972 errichtet und soll zu einem multifunktionalen Ort für Gastronomie, Kultur und Veranstaltungen werden.
    • Nach Baubeginn wurden 2025 wurden erhebliche statische und bauliche Probleme entdeckt, die zu Mehrkosten führten.
    • Ein Abriss würde ebenfalls rund 4,26 Millionen Euro kosten – ohne dass danach ein nutzbares Gebäude vorhanden wäre.

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      Bild: Stadt Offenbach am Main

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      Visualisierung: Design In Architektur; Copyright: Stadt Offenbach am Main

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      Visualisierung: Design In Architektur; Copyright: Stadt Offenbach am Main

    Schön, dass es weitergeht.

    Im Exposé zur zukünftigen Bewirtung finden sich für Interessierte weitere Visualisierungen und sämtliche Grundrisse.

    Besonders interessant sind die Ankündigungen weiterer gastronomischer Angebote:

    „In den nächsten Jahren sind weitere Neubaumaßnahmen auf dem Zoogelände geplant, in denen weitere Gastronomieflächen entstehen sollen. Im Rahmen des Masterplans ist eine Gastronomie in ähnlicher Größe im Jahr 2031 geplant. Eine weitere kleine Gastronomieeinheit soll im künftigen Frankfurt Conservation Center (kurz FCC) am Eingang Ost an der Rhönstraße entstehen.“

    Mit 2031 dürfte wohl die Serengeti und die daran anschließende gastronomische Fläche gemeint sein. 2031 klingt für eine Inbetriebnahme allerdings sehr optimistisch – vermutlich wird dann eher mit dem Bau begonnen…


    Link Exposé: Zoo Frankfurt Restaurant

    Bahnhof Höchst:

    Der Bahnhof Frankfurt-Höchst soll umfassend saniert und bis 2030 zu einem modernen, attraktiven Bahnhofsstandort umgebaut werden. Die Deutsche Bahn plant dafür rund 35 Mio. Euro zu investieren und nennt das Projekt ein "Schmuckstück".

    • Dach und Decke der Bahnhofshalle: Wegen des derzeitigen Schutzgerüsts sollen diese Arbeiten vorgezogen werden. Das Gerüst soll voraussichtlich 2027 verschwinden.
    • Empfangshalle: Sie soll grundlegend neu gestaltet, heller und attraktiver werden. Vorgesehen sind dort Gastronomie, ein Bäcker sowie ein Zeitschriften- und Buchladen.
    • Service: Ein Reisezentrum ist weiterhin vorgesehen, wobei noch offen ist, ob es tatsächlich für den Fahrkartenverkauf genutzt wird.
    • Toiletten: Eine neue Toilettenanlage gehört ebenfalls zum Nutzungskonzept.
    • Obergeschosse: Zwei vorhandene Wohnungen im Bahnhofsgebäude sollen wieder so hergerichtet werden, dass sie vermietet werden können.
    • Ergänzungsbau: Westlich des historischen Empfangsgebäudes ist ein mehrgeschossiger Neubau geplant. Dort könnten ein Supermarkt sowie Mitarbeiter- oder Auszubildendenwohnungen untergebracht werden.
    • Denkmalschutz: Das Empfangsgebäude von 1914 steht unter Denkmalschutz. Die Sanierung soll daher die historische Substanz mit einer zeitgemäßen Nutzung verbinden.

    Interessant ist dabei, dass es nicht nur um eine technische Sanierung geht: Die DB will das Empfangsgebäude auch als attraktiven Aufenthalts- und Versorgungsort neu positionieren.

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    Visualisierungen Deutsche Bahn

    Im Bankenviertel würde ich mich über das Gloria und damit einhergehend über eine Anpassung der Vorgaben des Hochhausrahmenplans freuen. Den kulturellen Mehrwert und den öffentlich zugänglichen Sockelbereich könnte das Geldmuseum darstellen. Auch finde ich, dass die Architektur der Bundesbank dort gut stehen würde: Einerseits nicht protzig, sondern eher zurückhaltend, gleichzeitig aber dennoch ein mutiges Statement. Eine solche Architektur würde auch deutschen Behördengebäuden generell gut tun.

    Am liebsten wäre mir allerdings das Präsidium. Dadurch würde ich mir eine Initialzündung für das Gebiet und eine Aufwertung des Umfelds erhoffen. Ich finde, dass das eine riesige Chance wäre.

    Es fällt mir aber recht schwer einzuschätzen, welche Größenordnung 2.500 Beschäftigte darstellen. Insgesamt hoffe ich, dass nun im Zuge des Vergabeverfahrens einige Projekte aus den Schubladen geholt und überarbeitet werden. Das könnte insgesamt eine Chance für den Büromarkt in Frankfurt sein.

    Also ich finde das Video sehr erfrischend, und es stimmt mich auch positiv. Und zwar, weil er eben kein kleiner Spießer ist ( DerBe, da ist viel Ironie dabei), sondern für die Gen Z, also für eine junge Generation, steht, vermutlich auch intellektuell eher links einzuordnen ist und dennoch klassische Architektur feiert.
    Damit vertritt er eine Position, mit der er in vielen Kreisen vermutlich aneckt. Das ist ei Menschen, die weder konservativ noch rechts sind, schon fast ein Tabubruch.
    Es macht Hoffnung, dass jüngere Menschen Architektur weniger ideologisch, sondern stärker ästhetisch verstehen und betreiben können.

    Umgang mit Bauerbe und Nachverdichtung:

    Gegen das Sommerloch gibt es hier eine kleine Auswahl an Vorher-Nachher-Bildern aus dem Nord- und Westend.

    Es handelt sich um Projekte, die ich in den vergangenen Monaten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz beim Vorbeiradeln verfolgt habe. Manche davon sind noch nicht abgeschlossen – dazu wird es später noch Updates geben. Was ich aktuell als besonders auffällig empfinde: Viele Häuser sind eingerüstet. An zahlreichen Fassaden wird gearbeitet, häufig finden auch Aufstockungen statt und vereinzelt wird zudem nachverdichtet. Die meisten Projekte stellen – auch wenn ich das Endergebnis nicht immer besonders gelungen finde – letztlich doch eine Aufwertung dar. Aber bildet euch gerne selbst eine Meinung..

    PS: Die Inspiration dazu stammt von den Forumsmitgliedern aus Leipzig, die mich mit ihrem Thread zum Umgang mit dem Bauerbe immer wieder begeistern.

    Bergerstraße, Höhe Merianplatz, vorher:l9MtTvI.jpeg
    Foto: Apple Karten

    Bergerstraße, Höhe Merianplatz, nachher:
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    Foto: Selbst gemacht

    Merianplatz, vorher:
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    Foto: Apple Karten

    Merianplatz, nachher:
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    Foto: Selbst gemacht
    Anmerkung: Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen, Update folgt.

    Luisenplatz, vorher:
    YbM1uSh.jpegFoto: google maps
    Anmerkung: Ein nicht ganz neues Projekt, trotzdem sehenswert.

    Luisenplatz, nachher:
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    Foto: selbst gemacht

    Luisenplatz, vorher:
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    Foto: google maps

    Luisenplatz, nachher:
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    Foto: selbst gemacht

    Luisenstraße, vorher:
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    Foto: Apple Karten

    Luisenstraße, nachher:
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    Foto: selbst gemacht
    Anmerkung: Alles wirkt sehr hochwertig – ein Update folgt. Auch die Tür ist aus Holz und im selben Grünton gehalten. An der Rückseite wurden Balkone angebracht.

    Gaußstraße, vorher:
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    Foto: google maps

    Gaußstraße, nachher:
    Mm6MHsz.jpeg Foto: Selbst gemacht

    Spohrstraße, vorher: Hier ist eine Baulücke zu sehen, die aktuell geschlossen wird.
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    Foto: Apple Karten

    Spohrstraße, nachher:
    Axew6Gb.jpeg Foto: selbst gemacht
    Anmerkung: Auf dem Bild ist leider nicht allzu viel zu erkennen. Die Traufhöhe stimmt aber, und es scheint ein Mansarddach errichtet worden zu sein – passend zu den Nachbargebäuden.

    Friedberger Landstraße, vorher:
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    Foto: Apple Karten

    Friedberger Landstraße, nachher:
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    Foto: selbst gemacht
    Anmerkung: Nachverdichtung im Innenhof und Aufstockung – ein Update folgt. Die Frankfurter Sprayer peng und 1up haben die Gelegenheit genutzt und ihre Tags hinterlassen.

    Weberstraße, vorher:
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    Foto: Apple Karten

    Weberstraße, nachher:
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    Foto: Selbst gemacht

    Stahlburgstraße, vorher:
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    Foto: google maps

    Stahlburgstraße, nachher:
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    Foto: selbst gemacht

    Lersnerstraße, vorher:
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    Foto: google maps

    Lersnerstraße, nachher: Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen, update folgt.
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    Foto: selbst gemacht
    Anmerkung: Abriss und Neubau.

    Grüneburgweg, Unterlindau, vorher:
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    Foto: google maps

    Grüneburgweg, Unterlindau, nachher: Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen – ein Update folgt. Das Dach wurde neu gestaltet und wirkt sehr hochwertig. Zudem werden in derselben Ecke weitere Fassaden erneuert.
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    Foto: Apple Karten

    Zuletzt noch ein älteres Projekt aus dem Musikantenweg. Der Fokus liegt hier nicht auf dem Neubau, sondern auf der Fassadengestaltung des Nachbargebäudes. Vorher:
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    Foto: google maps.

    Nachher:
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    Foto: Apple Karten

    Nochmal, andere Perspketive, vorher:
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    Foto: google maps

    Nachher:
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    Foto: selbst gemacht

    Frankfurt Conservation Center (FCC)

    Das Architekturbüro haascookzemmrich, das bekanntlich den Architekturwettbewerb gewonnen hat, hat auf seiner Internetseite einige interessante Informationen zum Gebäude veröffentlicht. Außerdem sind dort die Renderings, die wir hier im Forum bereits durch die Dokumentation von Micha81 kennen, in höherer Auflösung zu finden:

    https://www.haascookzemmrich.com/de/projekte/fr…rvation-center/

    Ein – wie ich finde – sehr durchdachter und zum Konzept des FCC hervorragend passender Entwurf.

    Hier einige Punkte aus der Projektbeschreibung der Architekten:

    • Klimaaktive, begrünte Stadtskulptur als Wahrzeichen des FCC
    • Übergang zwischen Stadt und Zoo als zentrales Entwurfsthema mit fließender Verbindung von Innen-, Außen- und Landschaftsraum
    • Offene Sockelzone als gemeinsames Entrée für FCC und Zoo
    • Besuchercafé mit Terrasse sowie Dachcafé mit Blick in den Zoo

    Spezifisch zur Architektur, Bauweise und Materialität:

    • Nachhaltige Holz-Lehm-Konstruktion mit biodiversitätsfördernder Fassade
    • Klimagerechte Gebäudehülle mit optimierter Belichtung und Verschattung
    • Architektur verbindet Nachhaltigkeit, Identität und Naturerlebnis
    • Kompakte Gebäudestruktur mit ressourcenschonender Holzbauweise
    • Modulares Ausbausystem für flexible und wirtschaftliche Nutzung
    • Reduzierte Gebäudetechnik durch natürliche Lüftung und Lehm-Holz-Speichermasse
    • Integrierte Flächenheizung und -kühlung ohne Installationsdecken
    • Optimierte Fassade mit tageslichtgerechter Verglasung und Fassaden-PV
    • Hoher Vorfertigungsgrad für eine schnelle und effiziente Bauausführung


    Anbei noch ein Rendering der Innenraumperspektive:

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    Bild: aascookzemmrich STUDIO 2050

    Zur Veranstaltung: „Architektur – Frankfurt: Zukunft denken, Stadt gestalten“

    Ein kurzer Überblick:


    Tina Kortmann (UNStudio):

    
Tina Kortmann, die in Kopenhagen und Paris gelebt hat und seit vielen Jahren für UNStudio in Amsterdam arbeitet – wo sie auch lebt –, hielt einen sehr interessanten Vortrag. Im Fokus stand die Frage, was Städte lebenswert macht. Sie präsentierte eine europäische Perspektive auf Frankfurt und benannte – ganz ohne Besserwisser-Attitüde – Potenziale für die Stadt.
    Lebensqualität definiert sie dabei nicht nur über Arbeit, Wohnen und essenzielle Infrastruktur (die sie als „Pflichtaufgabe“ bezeichnet), sondern auch über die „Kür“: etwa die Identifikation mit einem Ort („Will ich hier leben?“). Aus europäischer Sicht habe Frankfurt eine starke Fernwirkung, geprägt durch seine Skyline. Mindestens genauso wichtig sei jedoch das, was auf Augenhöhe passiert: Plätze, Wegeführungen, Fassadengestaltungen (wenn sie diese auch nicht explizit so nannte). Hier sieht sie noch Luft nach oben – Frankfurt wirke mitunter etwas kühl. Gleichzeitig betonte sie, dass sie sehr oft in Frankfurt sei und sich hier sehr wohlfühle.
    Als positive Beispiele für neuere Entwicklungen nannte sie die Wegeführungen im Four Quartier sowie den Platz zwischen dem Rothschildpalais und dem neuen Jüdischen Museum. Vor dem Hintergrund des Mottos der World Design Capital hob sie hervor, wie wichtig konsumfreie Plätze seien und dass sich Bürger:innen besser und unbürokratischer engagieren können sollten. In Amsterdam, so ihr Beispiel, würden Anwohner:innen den Bürgersteig als Erweiterung ihrer Wohnung nutzen – etwa durch Bepflanzung oder Blumentöpfe, was die Straßen belebe.


    Prof. Dr. Marcus Gwechenberger

    Gwechenberger teilte Visionen, die den meisten im Forum bekannt sein dürften: Rahmenplan, Kulturmeile, Josefstadt (gute Durchmischung), Gutleutentwicklung (Vorbild Isarphilharmonie; neue Brücke über den Main, weitere Erschließung des Mainufers, Mischnutzung in einem neuen bzw. weiterentwickelten Stadtquartier), Oper, Schauspiel, Kulturcampus und die Buga 2045 – letztere betonte er explizit. Zu den konkreten Zielen gehören die Einhausung der Autobahn und eine intensive Begrünung der Dächer in der Innenstadt, sowie Freiraumkonzepte der Josefstadt. Zudem verwies er auf die demografische Herausforderung: Bis 2040 werden voraussichtlich 25 % der Erwerbstätigen in Rente gehen. Fokus: Wohnungsbau! Sein Ausblick: Bis 2040 sollen viele neue Wohnungen und etwa 20 neue Hochhäuser entstehen.
Insgesamt bot er wenig Neues, doch die Visionen kamen durchaus gut an – vor allem der positive Ton und eine Art Aufbruchstimmung.


    Nikolaus Bieber (Groß & Partner)

    Bieber lobte den positiven Grundtenor des Vorredners und unterstrich, wie wichtig ein solches Umfeld mit Visionen sei. Denn: Projekte wie das Four erforderten viel Kraft, Mut und Enthusiasmus. Sein Fokus lag entsprechend auf dem Four-Quartier. Neben vielen positiven Aspekten berichtete er von 11 Nachfinanzierungen, die nötig gewesen seien. Die Umsetzung sei durch die bekannten Krisen mühsam verlaufen. Explizit betonte er, dass Nachhaltigkeit („grünes“ Bauen) trotz aller Krisen nicht vernachlässigt werden dürfe – im Gegenteil: Sie sei für die Zukunft essenziell, da sonst die Kosten morgen noch höher ausfielen. Zudem dürfe gerade jetzt nicht an Qualität gespart werden: Hochwertige Architektur sei nachhaltig und mache Räume erst lebenswert.


    Prof. Dr. Mirjam Wenzel (Jüdisches Museum Frankfurt)

    Wenzel wünscht sich eine kulturelle Entwicklung in der gesamten Innenstadt – nicht nur entlang der Kulturmeile an der Wallanlage. Ein für mich neuer Ansatz war ihre Idee eines zentralen Depots/Schaudepots für die Frankfurter Museen (ähnlich dem Depot Boijmans Van Beuningen in Rotterdam). Ein solches Depot in zentraler Innenstadtlage könnte die kulturelle Vielfalt bereichern.


    Florian Reiff (Tishman Speyer)

    Reiff sprach über das Gloria-Hochhaus, ging aber nicht konkret auf den Projektstand ein. Er betonte jedoch den intensiven Austausch mit der Oper, zum kulturellen Teil des Gebäudes. Was genau damit gemeint ist – ob es um Gastronomie für die Mitarbeiter:innen der Städtischen Bühnen oder um eine zunkünftige Nutzung des Sockelbaus geht –, blieb unklar. Deutlich war jedoch eine gewisse Euphorie: Der Austausch habe völlig neue Perspektiven und Synergien eröffnet.


    Jürgen Engel (KSP ENGEL)

    Engel äußerte sich eher knapp. Primär ging es um die Passage des CBT, die einen öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität und konsumfreien Möglichkeiten zum Verweilen bieten soll.


    Anmerkungen:
    Es handelt sich um ein reines Gedächtnisprotokoll und ich konnte leider nicht an der kompletten Diskussion teilnehmen. Falls andere Forumsmitglieder an der Veranstaltung teilgenommen haben, dürfen sie natürlich gerne ergänzen oder korrigieren, falls ich etwas nicht ganz richtig wiedergegeben haben sollte.
    
Die Veranstaltung fand in der 6. Etage des Tower 2 statt, von der aus man direkt zur Dachterrasse gelangt, wo ein Umtrunk stattfand. Der dortige Spielplatz ist zwar klein, aber liebevoll gestaltet – zudem bietet die Terrasse einen tollen Blick über die Stadt. Dieser Bereich soll künftig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

    Anbei ein paar Fotos:

    Ein Teil des Spielplatzes und Dachterasse:
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    Hier eine Rutsche und die noch nicht offene Verbindung zum T3:
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    Blick von der Dachterasse auf den Stadtplatz:
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    Hier lässt sich erahnen, wie sehr die Dachlandschaft davon profitieren wird, wenn der Lange Franz seinen Hut zurückerhält:
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    Zoo-Restaurant

    Die Aushubarbeiten sind seit dem Beitrag von Mäxken deutlich vorangeschritten. Die Baugrube wirkt mittlerweile auch beeindruckend groß. Zudem befand sich am Bauzaun eine Visualisierung, die man als eine Art stilisiertes Rendering bezeichnen könnte.

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    Hier, die Ansicht Ost und im Vergleich die besagte Visualisierung:
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    Mir geht es da genauso wie Adama: Ich freue mich sehr über die Initiative und darüber, dass es nun endlich mit der Umsetzung losgeht. Vor allem hoffe ich, dass das Endergebnis, das sich hoffentlich im positiven Sinne vom Rendering auf dem Bauschild unterscheiden wird, Lust auf mehr macht.

    Es gibt ja noch den zweiten Rathausturm sowie die Treppentürmchen und weitere Elemente des Rathauses, die nach dem Wiederaufbau weggelassen worden sind.

    Nun hat auch das Architekturbüro Hammerschmidt das umgeplante Projekt vorgestellt – mit einigen weiteren Informationen und im Forum bislang noch nicht gezeigten Visualisierungen.

    Infos:

    • Zwei Hochhäuser (81 m und 45 m)
    • Parkartiger, stark begrünter Freiraum mit Verbindung zum benachbarten Park und Main
    • Nachhaltiges Gesamtkonzept mit Photovoltaik und versickerungsfähigen Flächen
    • Sechseckige Gebäude mit flexiblen Bürogrundrissen
    • Großzügige Fensterflächen mit Blick auf Main und Frankfurter Skyline
    • Begrünte Wege und Dachterrassen zur Aufwertung des Areals
    • Integriertes, begrüntes Parkhaus zur Entlastung des Parkdrucks


    Hier aus Richtung der Kaiserleibrücke gesehen:

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    Hier einer der beiden Türme aus Froschperspektive:

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    Zuletzt noch einmal die bereits in der OP Online veröffentlichte Vogelperspektive:

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    Visualisierungen: Hammerschmidt Architects / Bloomimages

    Mit der Frage nach nicht prämierten bzw. nicht gezeigten Entwürfen und ob ggf. eine Rekonstruktion dabei ist, habe ich mich ebenfalls beschäftigt.

    Es gibt eine Seite, auf der die nicht prämierten Entwürfe gezeigt werden: c4c-berlin.de – Haus der Demokratie

    Zudem zeigen manche Architekten ihre jeweiligen Entwürfe auf ihren Webseiten, z. B.:

    Ich war heute morgen im Zug von Frankfurt Richtung München und im Vierer neben mir haben sich drei, ich sag mal, seriös wirkende Geschäftsleute, eine Präsentation zu den zwei Hochhäuser an der Gallusanlage angeschaut. Sie haben sich dabei die Türme im Detail angeschaut und sich je für zwei Entwürfe ausgesprochen. Einige der Entwürfe waren, zumindest mit flüchtigem Blick, ziemlich langweilig: Viel Glas, eher im Stile des Galileo. Dann gab es wiederum ganz interessante wirkende Fassaden, sowie ZB ein Sockelbau mit Arkaden. Etwas länger wurde über den Entwurf von Ferdinand Heide gesprochen. Auch ist wieder Henning Larsen im Spiel. Was bei den Entwürfen auffällt, ist wie massiv der Büroturm zur Wallanlage hin wirkt. Leider habe ich nicht mehr Infos. In der Summe lässt es doch hoffen, dass die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs bald präsentiert werden.