Beiträge von Fachkundig

    Das gute alte Verkehr beruhigen durch mehr Straßen hat die letzten 50 Jahre auch immer so zuverlässig geklappt.
    Ne aber im Ernst, die Mainzer Landstraße hat schon nur eine Fahrspur je Richtung, selbst wenn dort eine Verkehrsberuhigung eintreten sollte, lässt sich am Charakter der Straße grundlegend nichts ändern. Ich sehe auch nicht wie die Europaallee als Ersatz für die Mainzer taugen soll, da sie doch Am Römerhof praktisch in einem toten Sack endet. Jede Wegebeziehung ab Platz der Republik Richtung Westen ist jetzt schon über Mainzer La. und Theodor-Heuss-Allee abgedeckt.
    Der Güterplatz ist so wie gerade auch nur eine Brache. Ich hoffe mal, dass es für den Gesamtbereich inklusive Güterplatz noch eine ordentliche Planung gibt. Der RSV von Wiesbaden will ja auch noch irgendwie von der Frankenallee zum Hbf / Karlsplatz geführt werden.

    Noch eine kleine News aus der Wittelsbacherallee: Das leerstehende Haus mit der Nummer 89 soll künftig im Erbbaurecht durch die DachGeno RheinMain als gemeinschaftliches, genossenschaftliches Wohnprojekt entwickelt und saniert werden. Die Stadt hatte das Gebäude zuvor im Milieuschutzgebiet über ihr Vorkaufsrecht gesichert, mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum langfristig zu erhalten.

    Link zu Entwicklungsstadt

    Wittelsbacher Allee 66 / Dahlmannstraße

    Dieses kleine Projekt zeigt sich nun abgerüstet, zumindest äußerlich in seiner finalen Form. Ob's gefällt ist dabei wohl Geschmackssache. Es handelt sich zumindest bezüglich Kubatur und Anordnung der Gauben und Fenster um eine strikte Neuinterpretation des Bestandes. Den Verlust des massiven Giebels mit seiner leicht geschwungenen Form empfinde ich jedoch als Schade.

    Was hingegen keine Geschmackssache ist, ist wie eminent nun im Kontrast der schlechte Zustand der in die Jahre gekommenen unteren Gebäudehälfte hervorsticht. Ein Anstrich und eine einheitliche Dacheinkleidung hätten Wunder gewirkt, den neuen Dachaufbau dem Gebäude anzupassen. Da schon abgerüstet wurde, gehe ich nicht davon aus, dass dies noch geschieht.

    Generell empfinde ich in der Wittelsbacherallee einen ziemlichen Sanierungs-Notstand. Die von Gründerzeitlern gesäumte, einstige Prachtstraße macht einen vernachlässigten Eindruck. Während man hohe Mieten abmelkt, gammelt der Gebäudebestand vor sich hin. Der ein oder andere Altbau schreit hier förmlich nach etwas Liebe oder wünscht sich sein ehemaliges Dach zurück.

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    Foto: eigenes Werk 17.12.2025

    Zum Vergleich der Vor-Zustand bei Streetview:

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    Das Gebäude wird wahrscheinlich bis auf den Rohbau zurück gebaut und erhält eine komplett neue Fassade, Fenster und Innenausbau sowieso. Warum das nur mit klassischer Architektur möglich sein soll, erschließt sich mir nicht. Es gibt hunderte Konversionsprojekte die das Gegenteil beweisen. Die ganze Grundidee hinter Le Corbusiers Moderne war ja die Trennung von Tragstruktur und Hülle. Eigentlich sind Altbauten durch tragende Massivwände sogar eingeschränkter was Umnutzungen angeht.

    TheAdam, LivinIT, Habito Westend, Eschborn Hauptstraße sind nur die aktuell in Frankfurt im Bau befindlichen, die mir gerade aus dem Effeff einfallen. Fertiggestellte Beispiele aus Frankfurt gibt es noch viel mehr.

    Frankfurt arbeitet aktuell an einer Fußverkehrsstrategie, die das Gehen in der Stadt sicherer, bequemer und barrierefreier machen soll. Ziel ist es, Gehwege zu verbessern, Übergänge sicherer zu gestalten und insgesamt die Bedingungen für alle, die zu Fuß unterwegs sind, aufzuwerten.

    Interessierte können noch bis zum 22. September auf dem Portal „Frankfurt fragt mich“ an einer Online-Umfrage teilnehmen, bei der jede und jeder eigene Erfahrungen und Vorschläge einbringen kann. Dazu gibt es eine Interaktive Karte zum Eintragen von Problemstellen.

    Wer in Frankfurt zu Fuß unterwegs ist, hat also gerade die Möglichkeit, direkt Einfluss darauf zu nehmen, wie die Stadt ihre Fußwege in Zukunft gestaltet. Am 31. Oktober wird es ein anschließendes Diskussions-Forum in der Evangelischen Akademie geben.

    Etwas erstaunt war ich heute morgen beim Anblick der kopflosen Wittelsbacherallee 66. Das dort gebaut bzw. saniert wird, war schon länger ersichtlich, jedoch kam mir die Ecke gleich noch luftiger vor als sonst. Ein schneller Abgleich in Streetview zeigt auch weshalb: Der recht prägnante Eckgiebel wurde abgetragen. Bleibt zu hoffen, dass dieser mitsamt dem Dachstuhl in adäquater Form wiederhergestellt wird, ein mulmiges Gefühl bleibt aber zurück, denn eine zweigeschossige WDVS-Kiste als Dachausbau wäre wirklich fatal.

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    Google Maps April 2022

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    Eigene Aufnahme August 2025


    Mod: Erstes Bild geURLt, da Street-View-Aufnahmen dem Urheberrecht unterliegen und ohne Gestattung von Google nicht genutzt werden dürfen.

    Zu der in Beitrag #103 genannten Revitalisierung der Baseler Straße 27 gibt es mittlerweile mehr Infos und auch Visualisierungen auf der Projektseite des Entwicklers. Vermarktet wird nun unter dem Namen The Joseph, in Anlehnung an den ursprünglichen Architekten Josef Rindsfüßer. Die Visualisierungen lassen darauf schließen, dass das zweigeschossige Dach in ähnlicher Dimension aber deutlich großzügigeren Gauben neu hergestellt wird. Die Fassade und Eingänge sollen aufgewertet werden. Dazu ist eine kleine Erweiterung im Innenhof geplant. Das Gebäude verfügt über eine Gesamtmietfläche von rund 5.500 qm. Wer auf der Projektseite sein Mausrad bemüht findet auch Grundrisse, sowie ganz unten eine Collage von Visualisierungen von Innenräumen, Innenhof und Eingangsbereich.

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    Bilder: AEW Invest GmBH

    Dekoratives Anführungszeichen

    Denn im Gegensatz zu vielen anderen Städten gibt es hier bereits eine Kombination aus Hochhäusern und klassischem Stadtraum – auch wenn Letzteres oft nicht gut genug gestaltet wurde. Aber das Potenzial ist da. Man müsste diese beiden Welten einfach besser zusammenbringen. Hochhäuser ja – aber gut eingebunden ins Stadtbild.....

    Genau das macht das 4 meines Erachtens nach eigentlich recht gut. Sockel als

    eingegliederter Blockrand, rückseitig sogar mit erhaltender Denkmalfassade, öffentlich zugänglich und schafft neue autofreie Wegebeziehungen (fast wie Gässchen in einer Altstadt). Dazu der passende Nutzungsmix aus Einzelhandel und Gastro. Da drauf dann die Türme, getrennt durch eine Fuge, aber in einheitlicher Architektur.
    Verstehe nicht auf was die Kritik hinaus will. Fassadengestaltung ist Geschmackssache, aber man kann jetzt nicht ernsthaft erwarten, dass der Sockel so eines Hochhaus Ensembles im (Fake-)Stil von Fachwerkhäuschen gestaltet wird? Da gehen dann nämlich unsere Ansichten was "gute" Architektur ist deutlich auseinander.

    Und mal ehrlich, wenn ich KI-generierte Phrasen über Moderne Architektur lesen will, kann ich mich auch einfach direkt mit ChatGPT unterhalten, dazu brauch ich nicht ins DAF.

    Wie ich so "In Deutschland geht alles den Bach runter"-Kommentare hasse. Die Planungen zu der Linie und ihren Stationen stammen aus den 60ern und sind demnach eher um die 60 Jahre alt und nicht 20-30. Das sich seit den 60ern die Ziele und Leitgedanken, insbesondere in der Stadt- und Verkehrsplanung, grundlegend geändert haben, sollte mittlerweile wirklich auch der letzte mitbekommen haben. Es ist auch schlichtweg gar nicht möglich 100%ig treffsicher zukunftssicher zu bauen, da sich die Welt nun mal im ständigen Wandel befindet. Oder weißt du, ob das was heute geschaffen wird im Jahr 2085 noch den Anforderungen entspricht? Ansonsten auch völlig inhaltsleer.
    Edit: Kann dann weg. (Am besten mit Bezugskommentar)

    Bei gestriger Feierabendrunde konnte beobachtet werden, wie letzte Arbeiten an der neuen Stromtrasse durchgeführt wurden. Per Helikopter wurden die Flugwarnkugeln an den beiden obersten Blitzschutzseilen montiert. Ein durchaus interessanter Anblick.

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    Eigenes Foto 2025 05 27

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    Eigenes Foto 2025 05 27

    Zudem haben sich die Anforderungen an Bürofläche vor allem durch den Katalysator Corona im Gegensatz zu noch vor zehn Jahren massiv geändert. Lange Flure mit Einzelbüros sind Geschichte. Auch aus meinen eigenen Projekterfahrungen kann ich bestätigen, dass man heute Kombibüros mit flexiblen Flächen und Kommunikationszonen und ähnlichen möchte. Als internationaler Arbeitgeber wie die KPMG muss man dies mit Sicherheit auch zum Teil einfach bieten um die entsprechende Exzellenz anzulocken.

    EU-Taxonomie und CRREM-Betrachtungen spielen sicher auch eine wichtige Rolle.

    Tja wer hät's gedacht, Pflanzen wachsen halt lieber auf dem Boden, als in 80 Meter Höhe bei Dauer-Zugluft aus einem Bierkasten. Ganz zu schweigen davon, dass der ökologische Nutzen von was gleich null ist. Ich hoffe, dass sich diese Erkenntnis bald durchsetzt und der Trend zum Greenwashing in Entwürfen ein Ende hat. Pflanzen, die bodengebunden an geschlossenen Fassaden hochwachsen, gerne immer, aber mittlerweile sieht in Visualisierungen jede Bürofassade aus wie ein Dschungel.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ist übrigens wieder weg und nur noch bei Earth zu sehen.

    Ist wieder da und auch der Rest von Frankfurt hat ein Update bekommen. Z.B. HPQ, Baugrube CBT, Main Yard, Schönhofviertel, Sommerhoffpark, diverse Infrastrukturprojekte wie Knoten Stadion, RWT, Nidda Renaturierung etc lassen sich in einem recht aktuellem Stand betrachten.

    Besonders erfreulich finde ich, dass sich Frankfurt dieses mal von der grünen Seite zeigt und nicht so vertrocknet wie das letzte mal.