Beiträge von Foster Gage

    Diese Zustände sind für dich kein Regierungsversagen? Und welchen Vorteil hat es für Junkies im Stadtzentrum unbehelligt Drogen schießen zu können? Und warum ist das nur in Frankfurt ein Problem?

    Natürlich fühle ich mich tyrannisiert, wenn mir geistig labile Menschen das Leben zur Hölle machen. Ich darf mich nicht wehren und bin der Willkür von Staat und Süchtigen ausgeliefert.

    "Komplexe Probleme" und "Populismus" sind politische Schlagworte. Während der Corona-Zeit haben wir ja gesehen, dass die Polizei durchaus in der Lage wäre, durchzugreifen.

    Gerade wundern sich die Bewohner San Francisco's beispielsweise, wie es sein kann, dass übernacht die Obdachlosen und Junkies von den Straßen verschwinden konnten - die Stadt hat das Problem im Vorfeld des Besuchs Xis anscheinend ganz unterkomplex lösen können.

    Politisch beschreibt es dies:

    Anarcho-tyranny

    A stage of governmental dysfunction in which the state is anarchically hopeless at coping with large matters but ruthlessly tyrannical in the enforcement of small ones

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das kannst du an vielen Orten der Stadt sagen, aber nicht hier. Der Treffpunkt zwischen den Solitären der Moderne des Kulturforum, Tiergarten und im Hintergrund die Bauten des Potsdamer Platz hat schon das Potential eine Stadtbildikone zu sein. Man muss halt den Touch "Gewerbegebiet meets Autobahnausfahrt" wegbekommen.

    Diese Solitäre haben für sich genommen keinerlei Reiz, wieso möchte man in irgendeiner Form daran anknüpfen? Diese Sammlungen wären in einem neuen Museum auf der Fischerinsel besser aufgehoben.

    Also ist die Stadt machtlos? Verstehe, Alpha City und so...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Naja, die verweisen auf 2,7 Million Gäste mit einem Link auf die Statistik Jan-Mai 2023 (also 5/12 Monaten).

    Ich verweise auf Statista. Internationale Gäste sind es sogar noch weitaus weniger:

    Im Jahr 2022 haben rund 4,7 Millionen Gäste die Stadt besucht, davon rund 1,6 Millionen ausländische Reisende, die zusammen auf rund 3,2 Millionen Übernachtungen kamen.

    https://de.statista.com/themen/2696/be…/#topicOverview

    Man kann die Gehwege auch mit Marmor pflastern, wie in Prag etwa, oder eine Tramlinie dort entlangführen lassen. Das alles macht das Kulturforum aber nicht attraktiver, sondern lediglich den Weg wieder weg davon.

    Ihr wollt mich alle veralbern. Gute Architektur ist in Deutschland anscheinend so rar, dass man sich ihrer Wirkung gar nicht mehr bewusst ist. Jeder Pariser würde merken, wenn er auf einmal in Frankfurt landet und umgeben ist von, na ja, Nachkriegsarchitektur eben. Den Deutschen beschleicht nach Jahrzehnten zwischen WDVS und Asphalt-Gehwegen beim Flanieren in Paris hingegen lediglich das beunruhigende Gefühl, dass das hier doch irgendwie besser ist als die Zeil... es muss an den Bäumen und dem Gehweg liegen!

    Ihr seid mir ein paar Scherzbolde. Das Problem ist die Architektur! Niemand will sich in einer hässlichen Gegend aufhalten. Glaubt ihr etwa, Paris wäre die meistbesuchte Stadt Kontinentaleuropas, wenn die gesamte Stadt von deutschen Nachkriegsarchitekten entworfen worden wäre?

    Zur Erinnerung, einer der größte Plätze Europas: kein Baum, keine shared spaces. Der Inbegriff von Luxus und Urbanität.

    https://dynamic-media-cdn.tripadvisor.com/media/photo-o/…w=1200&h=-1&s=1

    Und dabei sollte man meinen, es handele sich um hier ein Architekturforum...

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    Kann mir jemand erklären, warum das Bahnhofsviertel so furchtbar heruntergekommen ist? Wie kann man über neue Stadtviertel philosophieren, wenn die existenten DERARTIG unattraktiv sind? Beim letzten Besuch wurde, kaum dem Bahnhof entkommen, ein Junkie übergriffig, als ich kein Geld übrig hatte.

    Was sind das bitte für Zustände? Frankfurt shorten...

    BTW AlphaCity my ass, Rang 29 bei internationalen Touristen in Europa, hinter Krakau...

    https://thesavvybackpacker.com/most-visited-cities-in-europe/

    Ich stimme Dir zu, dass das Problem nicht primär mangelnde Grünflächen sind. Die gibt es übrigens auf dem Gebiet. So wie es sie auch in Marzahn-Hellersdorf gibt, was die Gegend trotzdem nicht beliebter macht. Das Problem ist die aggressiv unattraktive Architektur (Scharoun und Mies ausgenommen). Und daran wird auch keine landschaftsarchitektonische Intervention etwas ändern können. Das einzige, was schlechte Architektur erträglich macht, ist gute Architektur. Aber die ist weit und breit nicht in Sicht (vielleicht in der Ferne, ich mag den Potsdamer Platz).

    ^Es gibt den Englischen Garten. Und der ist, im Gegensatz zum Tiergarten, auch kein Kriminalitätshotspot. Als Exerzierplatz wäre das Forum dagegen geradezu prädestiniert. Hier sind übrigens die neuen Freianlagen für bessere Aufenthaltsqualität. Quelle: https://gruen-berlin.de/pressemitteilu…orums-eroeffnet

    Gibt es in irgendeiner europäischen Großstadt einen noch unattraktiveren Platz?

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    Gutmensch,

    Du hast eine Meinung, das ist schön, aber in allen messbaren Kategorien ist das Kulturforum ein Fail.

    Berlin kann besuchertechnisch nicht mal mit Prag mithalten (nur halb so viele Touristen), der Vergleich mit Weltstädten wie Paris oder London wäre vermessen.

    Und das sage ich als gebürtiger West-Berliner (und Nachwende-Deutscher).

    Die Vorstellung, wie sich kulturaffine Touristen über das windgepeitschte Forum bei Eiseskälte quälen müssen, ist einfach nur peinlich.

    Selbst die Befürworter des Kulturforums müssen also zugeben, dass der Ort nicht funktioniert, und lediglich für West-Berliner (hello Boomer!) nostalgischen Wert besitzt.

    Vielleicht sollte man einen städtebaulichen Wettbewerb veranstalten und darüber eine Volksabstimmung abhalten, denn eine solche Fehlplanung im Herzen einer Millionenstadt ist ökonomisch (verschenktes Potenzial), städtebaulich (Niemandsland) und kulturell (schade um die Sammlungen!) nicht vertretbar.

    Nur ein Denkanstoß:

    https://model2.de/img/18518/kulturkopienderz.jpg

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    Es wäre sinnvoll, dieses Gebiet im Zusammenhang mit einer Umwidmung der Messeflächen zu denken. Dann könnte hier tatsächlich ein großzügiges, modernes und attraktives Stadtquartier entstehen. Die Messe könnte in Tempelhof eine neue Heimat finden und das ICC als lokaler Verkehrsknotenpunkt neu gedacht werden. Damit schlüge man alle Liegenschaften-Fliegen auf einen Schlag.