Beiträge von Lageplan

    Für die Raumwirkung des Alexanderplatzes ist die Bebauung auf jeden Fall ein Gewinn. Hoffentlich fällt auch die Architektur besser aus als befürchtet.

    Jetzt muss "nur" noch der Sockel vom Park Inn umgebaut werden. Und irgendjemand muss dem Bezirksamt verbieten 9 Monate im Jahr Budenzauber auf der Platzfläche zu genehmigen.

    Dann kann der Alex vielleicht doch noch ein echter Platz werden.

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    Anderer Gedankengang:

    Wäre es möglich, statt o. g. Hbf Untertunnelung, die Kapazitäten/Menschenmassen auf 2 Bahnhöfe aufzuteilen? So würde es nicht 1 riesen Bauwerk geben (für 750k bis 1mio), sondern 2x „medium“ (z. B. je 500k) —> ich konzentrier mich hier rein auf den Fernverkehr, d. h. Hbf übernimmt beispielhaft Nord-Süd Verkehr und ein Standort z. B. am Berlinertor Ost-West (oder halt andersrum)?

    Problematisch an einer so rigiden Fernverkehrs-Aufteilung dürften die dann deutlich aufwendigeren Umstiege vom Fern- zum Regionalverkehr und zu S- und U-Bahnen sein.

    Das richtige Vorgehen kann m.E. nur sein, den Leute gute Alternativen zum Hauptbahnhof anzubieten.

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    Mit der Verlagerung von Altona nach Diebsteich wird sich die Auslastung des Hbfs nochmal weiter erhöhen. Kein Fahrgast aus Richtung Süden mit Ziel “S1-Zweig westl. Altona” wird Diebsteich nutzen. Die Fahrgäste werden stattdessen im Hauptbahnhof in die S1 wechseln, um zweifaches Umsteigen zu vermeiden.

    Es ist vollkommen unverständlich, dass in Stuttgart und München Milliarden investiert werden, während die viel prekärere Situation in Hamburg sogar noch verschlimmbessert wird.

    Für den Altonaer Westen ist Diebsteich sicher keine gute Alternative, da hast du Recht. Aber ich denke für Bahrenfeld, Altona-Nord und das ebenfalls angrenzende Eimsbütteler Kerngebiet bis Langenfelde/Stellingen ist der neue Bahnhof schon eine Option zum Hauptbahnhof. Neben der S-Bahn sollen ja auch neue Buslinien an den neuen Bahnhof geführt werden. Das bringt zumindest ein bisschen was.

    Insgesamt muss man aber echt alles tun, damit nicht noch mehr Leute zum Hauptbahnhof strömen. Der bessere Umstieg U1/U5/Bahnhof Dammtor ist ein erster Schritt in diese Richtung.

    Ein Fern- oder zumindest Regionalbahn-Halte am Berliner Tor wäre dann ein nächster Schritt.

    U2 bis Bahnhof Bergedorf und regelmäßig Fernzüge von dort, könnte auch Potenzial haben (Bergedorf mit Oberbillwerder + Billstedt+Reinbek+Wentorf hat immerhin auch rund 250.000 Einwohner, und wäre damit ähnlich groß wie die Bezirke Eimsbüttel oder Altona oder die Stadt Kiel).

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    Lageplan

    Ich bin jetzt mal was insistierend, schließlich war ich der Erste! Hier der auf die Situation mit der ˋFront de Seine‘ im September 2020 hingewiesen hat.

    Die Gebäude dort sind übrigens fast alle gleich hoch, von einem Schornstein für ein kleines Kraftwerk abgesehen.

    Die Fernwirkung ist aber wirklich nicht attraktiv, nicht mit der Skyline von La Défense zu vergleichen.

    Schön, dass jemand vor 5 Jahren schon ähnliche Gedanken hatte.

    Die Hochhäuser am Alex stehen ja etwas weiter auseinander und es gibt nicht nur eine "Schauseite" wie an der Seine. Daher dürfte die Fernwirkung schon etwas anders sein als in Paris.

    Festhalten lässt sich aber, wir werden recht bald einige Hochhäuser am Alexanderplatz haben mit Recht ähnlichen Höhen. Einmal mit glatter Glasfassade (Hotel), dann das "Mynd" mit der Natursteinfassade und das Covivio-Doppel-Hochhaus mit ziemlich viel Struktur. Und dann noch bisschen weiter abseits das DDR-Haus des Reisens. Das ist ja schon was...

    Ich sage jetzt Mal was ganz Kontroverses:

    Nach Sichtung der neuen Visualisierungen finde ich das aktuelle Hochhaus-Konzept für den Alexanderplatz gar nicht so übel. Das könnte irgendwie doch ganz gut werden!

    Verschiedene Hochhäuser, mit ähnlicher Höhe, aber z.T. sehr unterschiedlichen Fassaden und Kubaturen. Durchaus mit Fernwirkung aber klar dem Fernsehturm untergeordnet.

    Mich erinnert es sehr an Paris, an die Gegend westlich vom Eiffelturm, das Quartier de Beaugrenelle. Siehe Link: Quai de Grenelle Paris

    Meines Erachtens ist das ein spannender Ansatz für Hochhäuser im Umfeld eines alles überragenden Gebäudes, der auch in das heterogene Umfeld in Berlin passt. Die sehr divers gestalteten Hochhäuser am Seine-Ufer sind für mich ziemliche Hingucker und fügen sich durch ihre städtebauliche Geschlossenheit und Baumasse erstaunlich gut an dieser Stelle ein.

    Ich bin an sich kein Freund des Wirkens von Regula Lüscher in Berlin und frage mich daher, ob diese städtebauliche "Komposition" bewusst herbeigeführt wurde, oder ab da rein zufällig und unwahrscheinlicherweise etwas entstanden ist, das tatsächlich interessant werden könnte.

    Ja, in Paris sind viele Fassaden weiß, beige oder auch Mal grau. Aber das ist auch schon die einzige Gemeinsamkeit mit dem wuchtigen Sockelbau, der nun am Alexanderplatz entsteht.

    Die verlinkten Pariser Beispiele sind deutlich kleinteiliger, haben eine ganz andere Dachgestaltung und zum Teil verspielte Fassadenelemente. Nichts davon findet sich bei dem Covivio-Neubau.

    Die eigentlichen Referenz der Architekten ist sicher nicht die Pariser Architektur der Jahrhundertwende, sondern ganz klar die Ost-Moderne, die es rund um den Alex auch noch im Original zu sehen gibt.

    Ich finde das für den Standort auch total legitim und auch passend. Die Fassade, die nun gebaut wird, gefällt mir trotzdem nicht ;)

    Bin auch zwiegespalten was Olympia angeht.

    Die Spiele an sich (also den Sport) finde ich super, das IOC ist allerdings ein sehr fragwürdiger Verein.

    Dass Olympische Spiele nur in Diktaturen und autoritären Regierungen stattfinden, stimmt nicht wirklich. London, Paris, Brisbane .... Sind aktuelle Gegenbeispiele. LA auch, trotz Trump, der mit der Bewerbung ja nichts zu tun hatte.

    Wenn man es klug anstellt, dann können die Spiele aber schon sehr positiv für eine Stadt sein. London und Paris haben zuletzt (in meiner Wahrnehmung) gut für die Host cities funktioniert bzw. die Städte haben es geschafft die Olympischen Spiele geschickt für ihre Zwecke zu nutzen.

    Der aktuelle Trend geht ja zu "minimal-invasiven" Spielen, also keine Sportruinen, die nach Olympia vergammeln. Das ist zu begrüßen.

    Ziemlich interessante Ansätze.

    Die Varianten in denen ein großes Gebäude an die Stelle des heutigen Bahnhofsgebäudes gesetzt wird (Markthalle, Stadtmaschine) sprechen mich gar nicht an Das ist alter Wein in neuen Schläuchen.

    Die Varianten in denen verschiedene Baukörper in dem Areal vorgesehen werden erlauben dagegen eine neue "Raumbildung", also neu geschnittene öffentliche Plätze und Freiflächen, die m.E. auch besser zu den Fußgängerströmen zwischen Ottensen und Ikea passen und zum neuen Park in Nord-Süd-Ausrichtung. Leider liegt der ZOB in ein paar Varianten sehr im Abseits.

    Variante 5 oder 6 kann ich mir gut vorstellen, da ist der ZOB etwas zentraler. Ich würde allerdings noch 1-2 Hochhäuser ergänzen. Das sollte an dem Standort drin sein.

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    Und wenn du mir sagen willst, dass München vergleichbar mit den von dir benannten Orten ist…. Also ehrlich 😂

    Na, ich denke einfach, dass München z.B. mit dem Nymphenburger Schloss, dem alten Olympiastadion und der Theresienwiese ein paar sehr fotogene Locations hat.

    In so einer Bewerbung geht es natürlich um mehr als nur schöne Bilder. Aber bei den Spielen in Paris hat man gut gesehen, dass "die Optik" nicht unwichtig ist.

    Schön, dass man auf schon vorhandene Infrastruktur zurückgreifen will.

    Andere haben schon geschrieben, dass das Konzept nicht mit den Ideen aus der alten Bewerbung mithalten kann. Dem muss ich zustimmen.

    Spiele am Wasser, an der Elbe bzw. direkt am Hafen hätten ein einzigartiges, maritimes Flair gehabt. Die Science City in Bahrenfeld käme dagegen auch ohne das "Label" Olympisches Dorf aus.

    Gerade im Vergleich zum alten Konzept, erscheint mir das jetzige fast beliebig. Das Heiligengeistfeld ist nett, aber wohl kaum vergleichbar mit den Locations in Paris (Champ du Mars, Grand Palais). Auch München als andere deutsche Bewerberstadt kann in der Hinsicht deutlich mehr bieten.

    Ich hatte mir eigentlich erhofft, dass man mit der neuerlichen Olympia-Bewerbung die Flächen am Grasbrook und südwestlich davon für die Stadtentwicklung nutzbar macht. Dann ließe sich auch die U4 einfacher nach Süden verlängern.

    Danke für den umfangreichen Bericht. In der Summe ist die Nachverdichtung (und gestalterische Aufwertung) echt gelungen. Der durchgängige Backstein-Sockel ist nur ein kleines Designelement, hebt die Siedlung aber auf ein ganz anderes städtebauliches Niveau.

    Die einzigen Kritikpunkte, die ich habe, wurden von dir auch schon genannt:

    • Die aufgesetzten Geschosse könnten besser gestaltet sein.
    • Die "Parkplatz-Höfe" sind schlimm. Vielleicht wären Parkpaletten am Rand der Siedlung eine Option gewesen.

    Alles super, bis auf den Namen. Dass der Haupteingang auf die andere Seite verlegt wird, gefällt mir auch. Das könnte perspektivisch die Lange Mühren beleben und Passanten in die Wegeachse Richtung Kontorhausviertel lenken.

    Was soll denn ein "Impuls-Kontor" sein ? (ob mit oder ohne Bindestrich, da ist sich nicht mal die Internetseite vom Projektentwickler sicher...)

    Neues Klöpperhaus hätte es auch getan.

    Das mit der Nutzung der alten Oper für Musicals, anstelle der Zeltbauten an der Elbe, halte ich auch für eine gute Idee.

    Mehr Menschen abends in der Innenstadt. Durch den Bahnhof Dammtor in Spuckweite wäre auch die Anfahrt super easy und könnte auch den Hauptbahnhof entlasten. Dort stranden ja bislang viele Musical-Touris und blockieren dann die engen Bahnsteige für einige Zeit bis sie sich orientiert haben und wissen wo sie hinmüssen (eigene Beobachtung).

    Prima, dass man direkt durchfährt.

    Eine U5-Haltestelle am Jungfernstieg hätte das dortige Labyrinth nur noch verwirrender gemacht und wäre auch nicht direkt am Jungfernstieg gelegen gewesen, sondern tief unter der Binnenalster mit langen Laufwegen an die Oberfläche.

    Mit bahnsteiggleichem Umstieg am Stephansplatz und Hauptbahnhof Nord dürften die Wege sogar kürzer sein.

    Das Grundproblem aller Entwürfe bzw. der Entwurfsaufgabe an sich sind doch die völlig übertriebenen Geschossflächen, die hier entstehen sollen. Eine irgendwie historisch sensible Neubebauung ist damit ausgeschlossen (was ich schade finde).

    Am besten gefällt mir tatsächlich der Entwurf von C.F. Möller, der macht keine faulen Kompromisse und hat wirklich gut proportionierte Gebäude und eine ansprechende Dachgestaltung. Wenn man schon modern baut, dann bitte genau so.