Beiträge von Lageplan

    Im "schlimmsten" Fall wird also nichts kulturelles auf Kosten der Stadt Stuttgart entstehen, sondern ein kommerzielles Projekt gebaut. Bei der Lage direkt am Bahnhof und Park findet sich bestimmt ein solventer Investor.

    Ich halte das für keine gute Lösung, aber halbwegs verschmerzbar. Wenn die Stadt clever ist, kann man dem Investor mit einem städtebaulichen Vertrag gewisse Auflagen machen. Wichtig: bitte kein Europaviertel 2.0 bauen.

    Weiß jemand, was dauerhaft auf den rot markierten Flächen passieren soll? (Danke an Thrax für das tolle Foto!)

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    Die nordöstliche Platzkante halte ich für ziemlich gelungen und sie hat auch eine gute Fernwirkung, wenn aus dem Hauptbahnhof blickt / heraustritt (Zustimmung @ Architektur-Fan). Die ganzen unfertigen Flächen drum herum ziehen den Eindruck aber wieder total nach unten.

    Die neuen Bäume haben m.E. den positiven Effekt die Fußgängerströme Richtung Ampel zu lenken. Die weitläufige Platzwirkung, die der Europaplatz beiderseits der Lehrter Straße mutmaßlich Mal haben sollte, geht allerdings flöten ...

    Es gibt erste Signale wie es mit dem Bahnhof Altona und seinem Umfeld inkl. ZOB weitergeht, aber noch keine finale Entscheidung.

    Laut Abendblatt wurden zwei Entwürfe in einem Wettbewerb ausgewählt und diese sollen nun weiter bearbeitet werden.

    https://www.abendblatt.de/hamburg/altona…erraschend.html

    Hier die offizielle Pressemeldung mit Download-Link für Bilder:

    https://www.hamburg.de/politik-und-ve…-altona-1166398

    Ein Entwurf verlegt den ZOB an die S-Bahn-Gleise und reißt wohl das Bahnhofsgebäude ab, um neue Plätze, Grünverbindungen und "Stadtbausteine" zu schaffen. Der andere Entwurf baut das Bahnhofsgebäude um und erweitert den bestehenden ZOB, einen Park gibt es auch.

    In der nächsten Woche soll es eine Ausstellung geben.

    An sich ein guter Standort für Verdichtung, auch für ein Hochhaus. Aber die Proportionen des bisherigen Entwurfs sind schon irgendwie "murksig". Gibt es denn keine vernünftigen Städtebauer mehr?

    Das ist einfach reine Baumassenplanung. Also alles so hinkloppen was baurechtlich machbar scheint. Da kommen dann super unstimmige Baukörper raus, wie ein fünfeckiges Hochhaus, das direkt an die laute Straße gequetscht wird, mit unschönen Abstaffelungen und Auskragungen. Oder diese lange Wohnscheibe, die sich reichlich seltsam um einen winzigen eingeschossigen Bahnschuppen wickelt.

    Die auch arg schematischen Pläne vom Bezirk hatten da zumindest mehr Potenzial, da vor dem Hochhaus ein halbwegs gefasster Platz lag.

    Ich bin echt zwiegespalten.

    Wenn man das Grundstück bebaut, dann genau so. Die städtebauliche Herleitung von Chipperfield finde ich schlüssig und nachvollziehbar angesichts der Veränderungen im Umfeld, architektonisch würde das sehr gut passen. Die Situation am Wohnungsmarkt rechtfertigt keine denkmalschützerischen Käseglocken.

    Anderseits sprechen diese verworrenen Grundstücksgeschäfte und die Historie des Grundstücks samt Denkmalschutz auch stark gegen die Freigabe zur Bebauung. Man würde hier die Grundstücksspekulation von privaten Eigentümern belohnen und müsste dann wohl auch an anderen Stellen der Stadt ähnlich agieren.

    Für Lurup und den Osdorfer Born m.E. gar keine so schlechte Nachricht. Die U5 ist immerhin schon richtig in Planung und z.T. in Bau, man hat auch keine Abhängigkeit zum scheintoten Projekt Verbindungsbahn-Entlastungstunnel.

    Die Hochbahn ist als Bauherr und und Betreiber zudem deutlich zuverlässiger als die S-Bahn/DB. Außerdem kann die U5 in einer viel besseren Taktung verkehren als die S6, die wegen der begrenzten Kapazitäten auf der Verbindungsbahn wohl nur im 10 Minuten-Takt fahren könnte. Das kann die längere Fahrzeit und umwegige Streckenführung der U5 in Richtung Innenstadt z.T. wieder wettmachen.

    Für Bahrenfeld und die Science City sind die News natürlich nicht berauschend. Aber hey, vielleicht traut man sich ja endlich Mal an eine Stadtbahn ran.

    Man unterhält sich ein bisschen über "Wolkenkuckucksheime" und ungelegt Eier, aber statt einem Tunnel wäre am S-Bahnhof Wilhelmsburg ein Brücke definitiv sinnvoller und wohl "einfacher" zu bewerkstelligen. Man muss sich nur mal die Höhenlage der Neuenfelder Straße ansehen (= angedachte Trasse für die Stadtbahn).

    Umstieg zur S-Bahn wäre nicht ganz ideal, könnte aber durch Anpassung der Brücken sicher optimiert werden. Auch heute hat man zwischen S-Bahn und Busbahnhof Wilhelmsburg recht lange Wege.

    Als ob ein Politiker noch nie seine Meinung geändert hätte.

    Wenn es sein muss, dann wird sich ein Tschentscher eben drauf berufen, dass die Situation im Stadtteil XY ja ganz anders sei oder dass er die Stadtbahn nur für die Innenstadt ablehnt ...

    So oder so: Gut, dass jetzt geprüft wird. Hoffentlich nicht nur als Alibi.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich frage mich allmählich, ob das wirklich so schwer zu verstehen ist. Der politische Unwille in Hamburg eine Straßenbahn zu errichten ist groß und zeitlich unbestimmt, da sich die Mehrheiten hier aller Wahrscheinlichkeit auch in den kommenden Jahrzehnten nicht verschieben werden.

    Beim letzten Versuch eine Stadtbahn zu etablieren, gab es aufgrund der geplanten Route Widerstand in Winterhude und Eppendorf. Bei einer anderen Linienführung kann es durchaus anders aussehen.

    Gerade in Teilen vom Bezirk Altona oder eben auch in Wilhelmsburg (oder Jenfeld etc), wo es meilenweit keine U-Bahn gibt, die Busse voll sind und die Wege zur S-Bahn lang sind, könnte eine Stadtbahn durchaus populär sein, wenn die Leute sich davon eine verkehrliche Verbesserung versprechen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Will nicht böse klingen. Aber das halte ich für äußerst unrealistisch. Zum einen, ist das politisch nicht wirklich gewollt durch die führende SPD, zum anderen ist eine Straßenbahn kein leistungsfähiges Transportmittel, welches bei Ausfall oder Störung der Sbahn die entsprechenden Menschenmassen in ähnlicher Fahrtzeit in den Norden transportieren kann.

    Mein Beitrag enthält sehr viel Konjunktiv. Mir ist schon klar, dass so eine Stadtbahn im Deutschland von heute nur schwer bis gar nicht umzusetzen ist.

    Ich glaube aber, dass so ein Stadtbahn-Netz im Bereich Elbinseln/Harburg funktionieren könnte und für die Gegebenheiten in Hamburg eigentlich das richtige wäre. Dabei geht es auch nicht um einen 1:1 Ersatz der S-Bahn im Störungsfall, sondern einfach um zusätzliches Verkehrsangebot, das nachweislich wesentlich mehr Kapazität hat und auch wesentlich mehr Fahrgäste anlockt als reine Bus-Lösungen.

    Vielleicht zeigt sich in wenigen Monaten, dass für den VET und die S6 definitiv kein Geld da ist und die U5 West verzögert sich auch .... dann könnte eine Stadtbahn durch die geringeren Kosten durchaus attraktiv sein. Dem Winterhuder Wutbürger ist es vermutlich auch egal wenn eine Straßenbahn in Wilhelmsburg oder Harburg rumfährt.

    Also so wie ich die Ausschreibung und die diversen Presseartikel lese, ist doch gar nicht gesetzt, dass der "Übergangspunkt" zwingend die Haltestelle Moldauhafen ist. Mit der bislang geplanten Brückenlösung würde sich sowas nicht vereinbaren lassen.

    Das nördliche Wilhelmsburg (um den Stübenplatz) ist schon heute dicht besiedelt und schlecht angebunden an den ÖPNV. Dieses Problem wird sogar noch größer, wenn die vielen neuen Wohnungen aus den IBA-Projekten dazukommen (Spreehafenviertel, Elbinselquartier etc.). Für eine U4-Planung bedeutet das jedoch auch, dass der Wilhelmsburger Norden ziemlich "lukrativ" für eine neue U-Bahn sein könnte, da der Neu-Anschluss von vielen Einwohnern ans Schienennetz in der Fördersystematik des Bundes gut bewertet wird.

    Anders verhält es m.E. in den anderen Teilen von Wilhelmsburg. Da greift die S-Bahn schon viele Fahrgäste ab, so dass sich eine U-Bahn hier nicht rechnen könnte. Aber für eine Stadtbahn könnte es durchaus reichen.

    Bisschen rumgesponnen:

    Die U4 wird verlängert in Richtung Stübenplatz oder Georg-Wilhelm-Straße um das dortige Fahrgastpotenzial abzugreifen. Soweit wie möglich auch als Viadukt um Kosten zu sparen. Gleichzeitig richtet man eine Stadtbahn ein, die als Zubringer zur U und S-Bahn fungiert und die Elbinsel insgesamt besser ins ÖV-Netz einbettet. Die Stadtbahn könnte ganz grob der Linie des heutigen 13er / 154er Bus folgen und diese Linienführung haben: Kirchdorf-Süd - S Wilhelmsburg - Neuenfelder Straße - Georg-Wilhelm-Straße (dort Übergang zur U4 möglich) - Harburger Chaussee - S Veddel - Elbbrücken - Billhorner Röhrendamm - S/U Berliner Tor. Perspektivisch könnte man die Stadtbahn auch nach Süden weiterführen, über den Harburger Binnenhafen (der erhebliches Potential hat für Wohnraum und Gewerbe, aber schlecht erreichbar ist) zur S Harburg Rathaus und weiter zur TUHH.

    Die Fahrtzeit von Harburg auf die nördliche Elbseite wäre mit der Stadtbahn relativ lang im Vergleich zur S-Bahn. Aber man hätte endlich eine Redundanz im schienengebundenen Verkehr, die bei Störungen viel erleichtern würde und manche Spitzenbelastung der S-Bahn abfängt. Durch die Führung bis Berliner Tor ergeben sich auch interessante Querverbindungen, was den Hauptbahnhof entlasten könnte.

    Das wäre zumindest meine Idealvorstellung, die in Anbetracht der bisherigen und geplanten Siedlungs- und Verkehrsinfrastruktur funktionieren könnte.

    Ich bin sehr gespannt, was demnächst bei der Hochbahn untersucht wird und welche Ergebnisse die Machbarkeitsstudien haben werden.

    Mir gefällt der Snøhetta-Entwurf ausgesprochen gut. Durch Dreiteilung der Baumasse, bekommt jede Seite des unregelmäßigen Baufelds eine eigenes "Gesicht".

    Die turmhaften Baukörper machen das Gesamtbild auch nicht so wuchtig-klopsig wie die anderen Entwürfe (die eher wie Kaufhäuser wirken).

    Einziges Manko, der aber dem Standort geschuldet ist: es fehlt ein gut geschnittener Vorplatz. Als Ausgleich könnte das Foyer höher, offener, einladender sein. Ich finde, man sollte als Fußgänger direkt merken, dass das ein öffentliches Gebäude ist.

    Ich drücke die Daumen, dass bei der Umsetzung nicht zuviel weg gespart wird!

    Hab mir heute auch die Entwürfe angesehen.

    Fazit: der Siegerentwurf von BIG ist der "simpelste", im Prinzip ein großer, mittig platzierter Kasten um den dann große grüne Terrassen und Rampen gezogen werden. Als fast einziger Entwurf setzt er die Idee des begehbaren Dachs konsequent um. Obwohl alles so grün und zugänglich scheint, ist der Freiraum nicht gut proportioniert. Die Uferkante sollte m.E. komplett grün sein, wie beim Baakenpark. Es fehlt angemessener Eingangsbereich (Opernvorplatz) in Richtung Baakenhafenbrücke / Lohsenpark / U4. Von dort werden ja die meisten Besucher kommen. Ich hoffe hier kann noch nachgearbeitet werden - Potenzial ist auf jeden Fall da! Juryentscheidung geht insgesamt klar.

    GMP sieht auf den ersten Blick spektakulär aus, auf den zweiten Blick wie ein Raumschiff ( direkt aus Star Trek) und auf den dritten Blick ist alles zu viel, zu überladen, zu viele merkwürdige Ideen und Details (Gezeitenbecken, zusätzliche Außenbühnen, eine Neuinterpretation des Treppenhauses der Opera Garnier von Paris ....).

    PFP machen städtebaulich alles richtig: guter Auftakt mit Vorplatz in Richtung Loosepark, Baukörper rückt an die Spitze der Landzunge. Architektonisch passt aber so gar nichts zueinander.

    Sou Fujimoto hat eine Mischung aus Salatschüssel und Fußballstadion entworfen.

    Snøhetta haben das Opernhaus von Sydney als Franzbrötchen neu interpretiert. Gefällt mir sehr! Aber grüne Elemente und das gewünschte, begehbare Dach fehlen irgendwie komplett.

    Was haben die Elbphilharmonie und vor allem die Bornplatzsynagoge mit "Kulissenstadt" zu tun?

    In der Tat muss man schauen, dass auf dem Kiez nicht irgendwann die Hotels überhand nehmen. Das Projekt halte ich aber - auch aufgrund der städtebaulichen Wirkung - für in Ordnung. Weiß man wie die Erdgeschosse genutzt werden?

    Zur Erweiterung der Kunsthalle:

    Charmante Idee, leider ist die konkrete Lösung nicht so dolle.

    Die Tunnel unter dem Haus werden ziemlich dunkel und unfreundlich sein. Besser wäre es den Auto-Verkehr an der Stelle zu beschränken und dadurch Flächen für einen Neubau und/oder mehr Grün zu schaffen.

    Am besten fände ich aber einen Satelliten der Kunsthalle auf der anderen Seite des Glockengießerwalls, z.B. im ex-Karstadt Sport/Jupiter oder anstelle von Saturn/Mediamarkt.

    Pragmatischer und guter Ansatz. Vielleicht erlebe ich den Anschluss von Lurup ans Schnellbahnnetz noch vor der Rente.

    Man sollte sich jetzt ganz ehrlich machen: Die S6-Verlängerung zur Science City ist tot.

    Jetzt wäre die Chance nochmal neue zu überlegen was realistisch ist für die Anbindung von Bahrenfeld und DESY und dem mutmaßlichen Olympia-Stadtteil. Entweder eine Stadtbahn mit Anbindung an den neuen Fernbahnhof am Diebsteich. Oder doch einen Abzweig der U-Bahn aus Eimsbüttel über Diebsteich nach Westen (ähnlich wie man es mit der U4 zwischen Horner Rennbahn und Horner Geest macht).

    Das würde auch den Hauptbahnhof in Falle von Olympia entlasten, da man dann am Diebsteich in eine U-Bahn in Richtung Olympisches Dort umsteigen könnte.

    Die Hochbahn hat bewiesen, dass sie relativ schnell planen und bauen können. Auf die Deutsche Bahn kann man sich dagegen echt nicht verlassen.