Beiträge von tegula

    Großartige KI-Ansichten, Adama! Vieles wirkt sehr realistisch. Bei den Stadtansichten von Merian ist aber noch Luft nach oben, denn diese wirken überwiegend sehr schematisch und steril, fast wie eine kolorierte, künstliche Version des Originals. Es fehlt die Lebendigkeit, die die Illusion eines Fotos perfekt macht. Hier macht sich halt bemerkbar, dass die Vorlage eben kein reales Foto, sondern eine Zeichnung war. Dennoch wertvoll, aber ausbaufähig, je nachdem, was man erreichen und bezwecken möchte.

    Überhaupt stehen wir noch ganz am Anfang der KI-Technologie, die in dieser Form noch keine 5 Jahre existiert. Nicht auszumalen, was in 10 oder 20 Jahren möglich sein wird. Fast schon beängstigend und zugleich aufregend.

    Mit der Vorstellung des neuesten KI-Modells Gemini von Google ist vor einigen Wochen erneut ein Quantensprung in puncto Bildbearbeitung per KI gelungen. Offiziell handelt es sich um den Bildgenerator Gemini 2.5 Flash Image, der aber wohl aus Marketinggründen auch unter dem Namen Nano Banana für die Anwender bereitsteht. Er ist bereits in die allgemeine Gemini-Arbeitsumgebung, aber auch in Googles AI-Studio integriert und unter bestimmten Limitierungen kostenlos nutzbar.

    Bei der Wiedergewinnung und Rekonstruktion von historischen Stadtbildern und Architektur bietet die KI eine sehr wertvolle und in der Umsetzung außerordentlich überzeugende Möglichkeit der Visualisierung von verlorener Baukunst. Die Technologie ermöglicht innovative Optionen für die wissenschaftliche Betreuung von Rekonstruktionen. Die Macht der Bilder könnte zudem Türen öffnen, die bisher verschlossen blieben – sowohl bei den Entscheidungsträgern als auch bei der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Presse.

    Eine kurze Vorstellung der Möglichkeiten: https://www.zeilenabstand.net/ki-visualisier…er-stadtbilder/

    Beispiele:

    Carolabrücke Dresden

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    Schauspielhaus Frankfurt

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    Bremen - Obernstraße mit St. Ansgarii

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    Wenn ich nicht hier lesen würde, dass dies ein Neubau ist, würde ich es nicht glauben wollen. Die Rasterfassade erinnert an die schlimmsten architektonischen Auswüchse des 20. Jahrhunderts. Das kann doch nicht ernsthaft die Antwort auf die Probleme des Städtebaus und des verlorenen Stadtbildes sein. Das geht selbst unter modernistischen Entwürfen deutlich besser. Immerhin ist die Wirkung im Nahbereich durch das wertige Material und die Plastizität besser als die unfassbar monotone Fernwirkung.

    tunnelklick

    Es gibt eine Studie der TU Chemnitz, die dies nachweist: https://www.mdr.de/wissen/archite…aeuser-100.html

    Dazu noch die Sichtweise einer Architekturpsychologin: https://fokus.swiss/lifestyle/wohnen/moderne-architektur/

    Darüber hinaus gibt es unzählige internationale Studien, die zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Hier mal eine Zusammenstellung, ohne dass ich sie alle im Einzelnen genauer betrachtet hätte: https://www.architecturaluprising.com/studies/

    Ich denke, man muss darauf achten, nicht zu pauschalisieren. Es gibt auch hervorragende moderne Architektur, aber allzu häufig eben auch nicht. Vieles hängt natürlich vom Standort und dem Umfeld ab. Ein unpassender Standort, der nicht zum Bestand passt, macht einiges zunichte.

    Ich würde nicht gleich so weit gehen, zu behaupten, die Demokratie sei aus dem Gleichgewicht geraten, weil Architektur nicht immer im Sinne der Bevölkerung entsteht. Demokratie ist weit mehr als solche Prozesse. Aber ja, es ist sicherlich wert, sich Gedanken darüber zu machen, ob bei Bauvorhaben, die derart in den öffentlichen Raum und die Wahrnehmung der Stadt eingreifen wie hier an der Paulskirche nicht die Bevölkerung in die Entscheidungsfindungen viel mehr einbezogen werden muss. Architektur muss nicht gefallen, aber gegenüber Kunst in Museen - die man ebenfalls toll finden oder ablehnen mag - existiert ein entscheidender Unterschied: Architektur prägt unsere Umwelt, mit der wir jeden Tag konfrontiert werden. Sie greift viel mehr in unseren Alltag ein. Entsprechend sollten die Prozesse hier andere sein - bevölkerungsnah.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich würde sagen, die Architekten tragen zum allergrößten Teil die Verantwortung dafür, wie heute gebaut wird.

    Das kann man sogar noch präzisieren und konkretisieren. Offensichtlich ist es vor allem das Studium der Architektur selbst, das dazu führt, dass Architekten keinerlei Gefühl mehr für klassisches Bauen bekommen. Die Ausbildung ist an den meisten Studienorten strikt darauf ausgerichtet, effiziente Beton- und Glasfassaden ohne ästhetischen Wert zu konzipieren. Es wurde hierfür jüngst eine nicht repräsentative Umfrage (die ich hier – warum auch immer - nicht verlinken darf) unter aktuellen und ehemaligen Architekturstudenten durchgeführt. Immerhin gibt es einige Lichtblicke wie die FH Potsdam, die klassischen Ansätzen aufgeschlossener ist.

    Namensherkunft und historische Entwicklung

    Schwäbisch Hall ist eine bedeutende historische Stadt im fränkisch geprägten Nordosten von Baden-Württemberg. Ursprünglich hieß der mittelalterliche Ort schlicht und einfach Hall. Erst im 15. Jahrhundert erhielt er den Zusatz „Schwäbisch“. Dieser verschwand wieder, als die Stadt 1802 an Württemberg gelangte. Erst ab 1934 trägt Schwäbisch Hall wieder seinen spätmittelalterlichen Namen. Seinen Reiz bezieht die ehemalige Reichsstadt aus ihrer Lage im engen Kochertal und der historischen Altstadt, die sich vom Fluss steil die Hänge hinaufzieht. Die Furt im Kocher, an der sich die Stadt entwickelte, ist noch heute erkennbar.

    Hall erlangte schon frühzeitig Bedeutung durch eine Salzquelle, auf die möglicherweise auch der Name der Stadt zurückzuführen ist. Von manchen Geisteswissenschaftlern werden Salz oder salzhaltige Stätten mit der mutmaßlich keltischen Bezeichnung „hala“ in Verbindung gebracht. Auch die erste urkundliche Erwähnung von Hall im Jahre 1037 ist nicht gesichert, da sie auf eine vermutlich gefälschte Urkunde – den Öhringer Stiftungsbrief – jüngerer Zeit zurückgeht. 1156 erhielt der Ort unter staufischer Herrschaft Marktrecht und wurde noch im 12. Jahrhundert befestigt. Nach dem Untergang der Staufer konnte Hall seine Selbstständigkeit gegen die Schenken von Limpurg, die eine Burg unweit der Stadt über dem Kochertal besaßen, ebenso bewahren wie gegen die Edelherren von Hohenlohe und die Würzburger Bischöfe. Dadurch wurde sie 1280 zur Reichsstadt, die unmittelbar dem Kaiser unterstellt war. Bis ins ausgehende Mittelalter wurde Hall vom Stadtadel beherrscht, der aus der staufischen Ministerialität hervorging. Der Reichtum von Schwäbisch Hall gründete auf dem Weinhandel und der Saline. Seit dem Hochmittelalter wurden in Hall Münzen geprägt.

    Die Stadt entwickelte sich zunächst am östlichen Ufer des Kochers rund um den nach Westen abfallenden Marktplatz mit der bereits 1156 erwähnten Kirche St. Michael. Im 14. Jahrhundert erfolgte eine erhebliche Erweiterung des Stadtgebietes nach Norden (Gelbinger Vorstadt) und auf die westliche Kocherseite (Weiler- und Katharinenvorstadt). Die Unterlimpurger Vorstadt im Süden der Altstadt gehörte dagegen bis 1544 den Herren vom Limpurg. Die Reformation zog in Schwäbisch Hall im Jahre 1525 ein. 1655 wurde ein Gymnasium gegründet. Nach einem Stadtbrand im Jahre 1728, bei dem große Teile der Altstadt zwischen Markt und Kocher zerstört wurden, ist die Neue Straße als Achse zwischen Markt und Henkersbrücke angelegt worden. Das Straßenbild ist seitdem zunehmend von barocken Fassaden geprägt. Daneben sind unzählige Fachwerkbauten des Mittelalters und der Renaissance im Stadtbild vorzufinden.

    Zum Stadtrundgang

    Galerie

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    Wie befürchtet führte die Absage der Rekonstruktion des Essighauses in Bremen aus dem 17. Jahrhundert zu einem Ergebnis, das weder Fisch noch Fleisch ist. Die Gerüste sind nun teilweise gefallen und zeigen einen wenig überzeugenden Mix aus historischer Reminiszenz und blockhafter Konsumarchitektur. Wenn sich da nicht noch wesentlich etwas ändert, empfinde ich das Ergebnis noch ernüchternder als angenommen.

    Hier einige Schnappschüsse:

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    Fotos: Pagentorn/APH

    Ihre E-Mail steht doch in Gänze im Beitrag von Ziegel ! Ich finde ihre Antwort nichtssagend, zumindest in dem Sinne, dass sie immer noch viel Interpretationsspielraum gewährt. Die Befürchtung, dass damit die Rekonstruktion der Außenhülle endgültig abgesagt ist, teile ich daher nicht. Frau Wiezorek möchte sich wohl alle Optionen offenhalten, schließlich ist sie erst ein paar Tage im Amt. Man sollte ihr etwas Zeit lassen, sich zu positionieren. Sie hat die Dinge ja nicht alleine zu entscheiden.

    Wirklich wunderschön zu sehen, wie an diesem herausragenden Bau die Verschmelzung von spätgotischen mitteleuropäischen Zitaten mit südeuropäischen Renaissance‑Formen zu einer überzeugenden Gesamtkomposition von ganz hohem Rang gelingt. Wenn es ein Bau in Nürnberg verdient hat, rekonstruiert zu werden, dann dieser. Ich hoffe, dass eines Tages auch die Fassade wieder in vollem Glanz erscheint. Da es zweifellos auch die Fassade der 50er Jahre verdient hat, als gutes Beispiel der Wiederaufbauzeit erhalten zu werden, kommt für mich nur die Versetzung letzterer infrage.

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    Das scheint mir weniger das Ergebnis gezielter Stadtplanung zu sein als vielmehr die Folge schnell wachsender Städte im 19. Jh. Das Restaurant ist ein klassizistischer Altbau, der solitär oder in lockerer Bebauung offensichtlich an einer Ausfallstraße aus der Stadt stand. So ein Chauseehaus diente dazu, an den Eingängen der Stadt Zoll zu erheben. Die Blockrandbebauung ist dann um oder kurz vor 1900 bei der starken Ausdehnung der Stadt in der Gründerzeit entstanden.

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    Sind das wirklich Rekonstruktionen im eigentlichen Sinn, so wie auch das Berliner Stadtschloss.

    Na ja, das Berliner Schloss ist als Rekonstruktion doch auf derselben Ebene wie die Budapester Bauten: Das Gerüst in Beton, Innenleben mit moderner Raumgestaltung, außen die weitgehend historischen Fassaden. Weiter ging man bei einigen Leitbauten der Frankfurter Altstadt, wo auch Interieurs rekonstruiert wurden, wie bei der Goldenen Waage. Vieles hängt da von den Nutzungskonzepten ab. In Berlin muss man die Nutzung als Museum einbeziehen, in Budapest als Regierungsgebäude. Dazu kommt, dass Bauten solcher Dimensionen wohl nicht mehr wirtschaftlich aus Backstein oder Sandstein zu errichten sind. Zumindest bei dem nicht sichtbaren Innenmauerwerk muss man dann den Kostenfaktor entscheiden lassen. Bei einem Fachwerkhaus wie der Goldenen Waage kommen umfangreiche Betonelemente wohl weniger infrage.

    Absolut, ich bin da ganz deiner Ansicht. Die Bewertung von Architektur sollte stets eine mehrdimensionale Angelegenheit sein. Dort spielen ästhetische Gesichtspunkte ebenso hinein, wie der historische und soziale Kontext. Beides sollte deutlich benannt werden. Wo ich nicht mitgehen mag, ist bei der Forderung, bestimmte Bauten nicht zu rekonstruieren oder zu ächten, weil sie etwa monarchisch geprägt sind. Und da sind wir wieder in Budapest. Ich kann die Hintergründe des dortigen Bauprojekts unbeschönigend benennen und mich gleichzeitig an der handwerklichen und wissenschaftlichen Leistung erfreuen, die dort bei den Rekonstruktionen zum Tragen kommt. Ich kann das durchaus voneinander trennen. Mir ist aber bewusst, dass nicht alle Menschen diesen Spagat nachvollziehen oder mitgehen können. Wie auch immer: Das, was dort in Budapest entsteht, ist europaweit singulär.

    Es ist eine Schande! Ich bin 7 Jahre lang aus beruflichen Gründen über diese Brücke gefahren. Sie war ein Wahrzeichen der Stadt und als Hubbrücke, bei der die Fußgänger einen gesonderten Weg hatten, ein einzigartiges Zeugnis der Ingenieurskunst. Auf der anderen Seite war sie ein ziemliches Nadelöhr kurz vor der Oldenburger Altstadt. Wirklich bedauerlich, dass es keine andere Lösung gab als den Abriss.

    Ich kann sowohl der Argumentation der Begeisterten als auch der Mahnenden etwas Wahres abgewinnen. An letztere muss man aber auch die Frage stellen (und die meine ich jetzt nicht rhetorisch, sondern würde sie hier gerne beantwortet sehen): Welche Alternativen gibt es denn zur Gestaltung eines attraktiven Umfeldes mit Aufenthaltsqualität? Und weiter: Ist nicht das "Problem des Milieus" ein gesamtberliner Phänomen? Muss man daher nicht mindestens eine Ebene höher ansetzen?

    Edit: Nanu, da sind doch einige Beiträge vor meinem verschwunden.

    Ich habe das Gefühl, dass die Politisierung und damit auch Polariserung von Architektur mittlerweile gesellschaftliche Norm geworden sind. Vielleicht mag uns das befremdlich vorkommen, aber noch vor 100 Jahren war das nichts Außergewöhnliches. Wir haben nur für eine gewisse Zeit den Blick dafür verloren. Mich ermüdet das auch spätestens dann, wenn Architektur dadurch unbaubar wird. Ein Patenrezept, wie man aus dieser Schleife herauskommt, habe ich auch nicht.

    Ich bin mir sicher, dass in Budapest Großes entsteht, leider auf Kosten der Spaltung Europas, weil in eine entsprechende nationalistische Programmatik eingebunden. Ich würde mir wünschen, man könnte solche Bauten weniger ideologisch instrumentalisiert entstehen lassen.

    Ich war zuletzt vor 35 Jahren in Budapest und angesichts anderer Metropolen wie Prag, Wien oder Paris doch reichlich enttäuscht. Damals war mir nicht bewusst, was alles im Burgbezirk durch Krieg und Kommunismus verloren gegangen war. Nun entsteht es neu.

    Ich muss gestehen, dass ich das Projekt Burgbezirk Buda sehr lange nur am Rande wahrgenommen habe. Das ist sicher auch dadurch bedingt, dass das Thema in den deutschen Medien doch reichlich unterrepräsentiert ist. Ich habe daher mein Defizit in den vergangenen Wochen abgebaut und möchte meinerseits dazu beitragen, dass die bemerkenswerten Rekonstruktionen in Budapest mehr Aufmerksamkeit finden:

    Mit den Rekonstruktionen öffnet man in Ungarn ein Fenster in die Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, die von 1867 bis 1918 als Realunion existierte. Das Königreich Ungarn, das einen der beiden namensgebenden Bestandteile dieses Kaiserreichs bildete, verfügte über ein weitaus größeres Territorium als der heutige Reststaat Ungarn, der 1920 nach dem Vertrag von Trianon verblieb. Das damalige Großungarn umfasste die Slowakei, die Karpatenukraine, die Vojvodina, das Burgenland, Siebenbürgen und weitere Regionen in Slowenien und Kroatien. In den genannten Ländern leben noch ungarische Minderheiten.

    Nicht nur die Architektur auf dem Burgberg von Buda ist ein Manifest dieser Großmachtzeit, sondern auch Victor Orbáns politisches Handeln. Immer wieder provoziert er Ungarns Nachbarn in Reden, in denen er den Vertrag von Trianon als nationale Schmach darstellt. Bildliche Demonstrationen dieser revisionistischen Vorstellungen finden ihren Weg auf einen Teppich im EU-Ratgebäude in Brüssel, auf einen Schal im Fußballstadion oder hängen ganz schlicht als Karte an der Wand des Arbeitszimmers des Ministerpräsidenten. Unabhängig davon, wie man diese Symbolpolitik einordnet, muss man die Wiederauferstehung des Budapester Burgbezirks in gleicher Linie sehen.

    Mehr dazu: https://www.zeilenabstand.net/die-rekonstruk…her-geschichte/

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    Die Bäume an dieser Stelle werden dazu führen, dass man von der Schlossbrücke aus das Hauptportal nicht mehr sehen kann. Zumindest wird der berühmte Blick von der Schlossbrücke auf das Hauptportal beeinträchtigt werden.

    Im Bereich zur Schlossbrücke hin stehen bereits Bäume, insofern sind die neuen als Vervollständigung der Grüninsel zu verstehen. Und das ist angesichts des Klimawandels sicher auch gut und nachvollziehbar. Auch die auf der Treppe Sitzenden werden den Schatten zu schätzen wissen, wenngleich der Sonneneinfall in diesem Bereich an Hitzetagen sicher nicht ideal ist. Das, was den Blick auf das Hauptportal wirklich verstellen wird, ist das Einheitsdenkmal. Insofern es jemals fertig werden wird.

    Was ich aber eher befürchte: Der Bereich wird in kürzester Zeit zugemüllt und mit Graffiti beschmiert sein. Leider ist das kein Problem, das die Freitreppe allein betrifft, sondern von genereller Natur ist.

    Historisches zu Amersfoort

    Amersfoort in der Provinz Utrecht verfügt über keinen so klangvollen Namen wie andere historische Städte in den Niederlanden. Trotzdem besaß die Stadt zumindest im Mittelalter eine nicht unerhebliche Bedeutung als Handelsort an einer Furt des Flusses Eem. Dieser verband die Siedlung mit der Zuiderzee und somit der Nordsee. Die Ersterwähnung Amersfoorts im Jahre 1028 dürfte sich auf eine dörfliche Ansiedlung bezogen haben. 1259 wurden vom Utrechter Bischof Stadtrechte verliehen, was auf die Existenz einer ersten Befestigung schließen lässt, die sich noch heute im Stadtgrundriss als innerer Kreis innerhalb der Altstadt abzeichnet. Zwischen 1380 und 1450 erfolgte der Bau einer zweiten Stadtmauer, die die gewachsene Stadt umschloss. Das Spätmittelalter stellte die Blütezeit Amersfoorts dar.

    Die Schiffbarkeit der Eem ging seit dem 16. Jahrhundert zurück, was zu einer wirtschaftlichen Stagnation des Ortes führte. Wie viele andere niederländische Städte war Amersfoort zudem in den 80 Jahre andauernden Unabhängigkeitskrieg der nördlichen Niederlande gegen die spanischen Besatzer involviert. In diesem Kontext trat die Stadt im Jahre 1579 der Utrechter Union bei. Erst Jahrhunderte später, ab 1870, erlebte die Stadt durch die Ernennung zur Garnisonstadt wieder einen Aufschwung. Die lange Stagnation in der Entwicklung führte im Gegenzug dazu, dass Amersfoort seinen mittelalterlichen Charakter in vielen Straßenzügen erhalten konnte.

    Stadtrundgang: https://www.zeilenabstand.net/stadtrundgang-…che-amersfoort/

    Impressionen:

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    Das Wassertor Monnikendam – im Hintergrund der Turm der Liebfrauenkirche (Lange Jan)

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    Das Koppelpoort an der Eem

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    Das Kamperbinnenpoort

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    Der Baukomplex des Museums Flehite in der Amersfoorter Altstadt

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    Muurhuizen mit dem Plompetoren

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    Das Huis Tinnenburg an den Kanälen der Stadt

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    Turm der Liebfrauenkirche (Lange Jan)

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    Sint-Joriskerk am Hof

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    Langegracht mit den Türmen der Elleboogkerk und der Liebfrauenkirche

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    Historisches Flair am Nieuweweg an der Langegracht

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    Mandaatshuisje auf dem Groenmarkt