Beiträge von Altes Wasserwerk

    Das Problem bei diesem Denkmal ist, dass man selbst nach einer aufwändigen Fertigstellung davon ausgehen muss, dass der Betrieb von hohen Sicherheitsvorgaben wegen der Gefahren während des Wipp-Vorgangs (vor allem nach einem ersten Unfall) und vermutlich von zeitnahen technischen Problemen an den sensiblen Stellen des Denkmals durch Vandalismus, Abnutzung und allgemeine Verwahrlosung gekennzeichnet wäre.

    Eine planmäßige Abwicklung des Vorhabens wäre meiner Meinung nach zu begrüßen. Es landet aber sicher in die TOP10 der gescheiterten Berliner Bauprojekte des frühen 21. Jahrhunderts.

    Ich habe mal bei der zuständigen Kollegin im Referat I B der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen nachgefragt. Hier die Antwort:

    Die Information, dass Tesla ein Entwicklungs- oder Forschungszentrum in Köpenick plant, habe ich ebenfalls der Presse entnommen.

    Allerdings ist mir bislang nicht bekannt, um welchen konkreten Standort es sich handeln soll.

    Das von Ihnen erwähnte Gelände der ehemaligen Kabelwerke ist, wie von Ihnen bereits dargelegt, im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche W2 dargestellt.

    Zur weiteren Konkretisierung der Planung wird ein Bebauungsplanverfahren (9-53) durchgeführt, durch das geregelt wird, welche konkrete Nutzungen im Einzelnen an diesem Standort möglich sein werden.

    Die Zuständigkeit für das Bebauungsplanverfahren liegt beim Stadtplanungsamt des Bezirks Treptow-Köpenick.

    Gehen wir doch mal die Möglichkeiten durch.

    • Um den Güterbahnhof Köpenick: Anbindung an Bahnanschluss, jedoch ist das ganze Areal seit mehreren Jahren Planungsbefangen für das neue Stadtquartier "Ehemaliger Güterbahnhof Köpenick" in Federführung des Referat II W der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Da der Bezirk T-K den Medienberichtens seit Monaten in Kontakt mit Tesla zu den Plänen steht, halte ich dieses Gebiet für unrealistisch, da ansonsten die SenStadt hiergegen interveniert hätte. Zwischen SenStadt und Eisenbahnbundesamt laufen bekanntlich aktuell Abstimmungen über eine Freistellung der Bahnfläche für die Wohnungsbauplanungen. Eine Freistellung wegen Gewerbeansiedlung wäre wegen des geringen öffentlichen Interesses noch schwieriger und daher unrealistisch.
    • Südlich Friedrichshagener Straße: Dort werden aktuell Teile der Fabrikhallen für neuen Wohnungsbau abgerissen. Daher unrealistisch.
    • Behrensufer: Kein Bahnanschluss, jedoch für ein Entwicklungszentrum nahe HTW und dem Charakter dieses Neubaugebiets sehr geeignet. Und vielleicht ist die Kommunikation mit "Köpenick" als Alt-Bezirk Oberschöneweides bewusst so gewählt worden. Dort hat sich zudem vor kurzem das Forschungszentrum des Chip-Konzerns ASML angesiedelt.
    • Adlershof/Johannisthal: Es böte sich natürlich noch dieses Entwicklungsgebiet an. Adlershof ist als einer einer der führenden deutschen Wissenschaftsstandorte auch passend für ein Entwicklungszentrum. Dort gibt es nahe des S-Bahnhofs Johannisthal auch einige ehemalige Fabrikgelände, die verfügbar sind und zudem ein Bahnanschluss von der Görlitzer Bahn abzweigend zumindest technisch machbar wäre.

    Hab ich mögliche Gelände vergessen? Gerne erweitern.

    Der genaue Köpenicker Standort „eines stillgelegten Fabrikgeländes“ wird bewusst noch geheim gehalten.

    Als gebürtiger Köpenicker fällt jedoch spontan kein verfügbares Gelände ein. Das Gelände südlich der Friedrichshagener Str. wird aktuell für den Wohnungsbau umstrukturiert. Das Gelände um den Güterbahnhof Köpenick ist Bahnfläche. Bleibt im Grunde nur das aktuell in Entwicklung befindliche „Behrens-Ufer“ in Oberschöneweide, welches ja zum Alt-Bezirk Köpenick gehörte. Zumal daneben der Campus der HTW ist und das Gelände eine elektroautomobile Geschichte hat.

    Was meint ihr?

    Laut einem Artikel von Entwicklungsstadt.de wurde für das Areal Holzmarktstraße/Ecke An der Michaelbrücke Bauantrag für das als "WIEWEIL" bezeichnete Bauprojekt durch die Kilian Immobiliengruppe gestellt.

    Die ersten Visualisierungen sind vielversprechend. Das Projekt wertet die bisher sehr trostlose Gegend zwischen Michaelbrücke und Ostbahnhof zusammen mit den anderen derzeit in Bau/Vorbereitung befindlichen Vorhaben in räumlicher Nähe massiv auf.

    https://entwicklungsstadt.de/holzmarktstras…erzoegern-sich/

    Hier noch ein Artikel von 2021 über das Konzept des Projekts "WIEWEIL": https://entwicklungsstadt.de/lernen-wohnen-…ht-das-wieweil/

    Und hier der offizielle Internetauftritt des Projekts: https://www.wieweil.berlin

    Ich habe vor einigen Tagen als Privatperson Covivio per E-Mail zur Fassadenfarbe des Sockels und der neuen Visualisierung angefragt und erhielt vorhin folgende Antwort:

    „Sehr geehrter Herr…

    wir möchten Sie darüber informieren, dass die aktuelle Visualisierung auf dem Bauschild nicht der finalen Bemusterungsgrundlage entspricht. Hintergrund ist ein Fehler eines Nachunternehmers, der derzeit bereits korrigiert wird.

    Bitte berücksichtigen Sie, dass das gezeigte Bild daher nicht den tatsächlichen Ausführungsstand widerspiegelt und lediglich als vorläufige Darstellung zu verstehen ist.

    Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    …“


    Es bleibt damit also bei dem hellen Grauton gemäß der Musterfassade, welche sich an der Ecke Alexanderstr./Karl-Liebknecht-Str. befindet.

    Zudem noch die Umgestaltung des Sockels des ParkInn, welche sich durch den Abbruch der Verbindung zum Kaufhof im Zuge von dessen Sanierung ab 2026 automatisch ergibt und ggf. für die langgeplante Umgestaltung genutzt wird. Eigentümer des Sockel ist ja ebenfalls Covivio.

    Und in ein paar Wochen taucht in der Genehmigungsliste des BA Mitte ggf. ein Bauvorbescheid für ein weiteres, kleines Hochhaus im Umkreis des Alex auf ;)

    https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/…hnflaechen.html

    Wie das BMV in der Pressemitteilung mitteilt, wurde per Kabinettsbeschluss die Änderung des Paragraf 23 AEG in die Wege geleitet.

    Damit wird die aktuelle rechtliche Problematik der derzeit nicht möglichen Entwidmung stillgelegter Bahnflächen zur städtebaulichen Entwicklung des NSQ Güterbahnhof Köpenick (und vieler anderer Projekte in ganz Deutschland) wohl bald gelöst sein.

    https://www.nd-aktuell.de/artikel/119128…-koepenick.html

    Nachdem das Thema schon länger im Raum stand, berichtet nun die Presse von dem Ablehnungsbescheid des Eisenbahnbundesamts bezogen auf die Entwidmung der für das NSQ Güterbahnhof Köpenick benötigten stillgelegten Bahnfläche wegen der Novellierung des Paragraf 23 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG), durch die eine Freistellung praktisch nicht mehr möglich ist.

    Meiner Auffassung nach ist die Gesetzesänderung ein klassisches Bespiel von „zu kurz gedacht“. Natürlich ist es gut dass stillgelegte Bahnflächen durch einen besseren Schutz einfacherer reaktiviert werden können. Man stelle sich z.B. mal vor, die Siemensbahn wäre vor 15 Jahren für ein neues Möbelhaus am Siemensdamm entwidmet worden. Aber seit Bestehen der Eisenbahn wurden auch aus gutem Grund ehemalige Bahnflächen städtebaulich entwickelt. Man stelle sich nur vor, der novellierte Paragraf 23 AEG hätte schon 1871 bei der Stilllegung der Berliner Verbindungsbahn existiert und man hätte in Folge z.B. das Alsenviertel nicht erbauen können.

    In Anbetracht der Konsequenten der Gesetzesnovelle z.B. für Stuttgart 21 und das Projekt um den Bahnhof Hamburg-Altona glaube ich nicht, dass die Änderung in dieser Form lange Bestand haben wird.

    Mir lag mal vor ca. 2 Jahren ein Bauplan vor, der zeigte, dass es zumindest temporär abgedacht ist, die Fassade in Richtung ParkInn so zu gestalten, dass der Covivio-Sockel an den ParkInn-Sockel direkt angrenzt. Die bekannte Visualisierung des Durchgangs zwischen Covivio und ParkInn wäre demnach nur eine Darstellung der finale Ausbaustufe.

    Ich habe vor ca. 3 Monaten als Privatperson beim Kontaktformular des ParkInn Berlin angefragt, ob in absehbarer Zeit mit einer baulichen Veränderung des Sockels zu rechnen sei, da in wenigen Jahren nach Abschluss der Bauarbeiten am Kaufhof-Areal und dem Covivio-Baufeld, der ParkInn-Sockel unschön/negativ auffallen wird. Eine Antwort erhielt ich bislang nicht.

    Da aber bei der geplanten Sanierung des Kaufhofs ab 2026 gemäß der Visualisierungen die Verbindungsbrücke zwischen Kaufhof und ParkInn verschwinden soll, kann ich mir eine Umgestaltung des Sockels in diesem Zusammenhang vorstellen.

    Wo liegt denn der Sinn an einem Verwaltungsneubau für die gesamte Bezirksverwaltung, wenn bereits ca. 2/3 aller BA Mitte-Mitarbeiter in zwei landeseigenen Gebäuden mit aktueller Büroausstattung sitzen?

    Das wäre doch eine völlige Steuerverschwendung. Und die denkmalgeschützten Rathaus Tiergarten und Wedding würde das Land Berlin dann verkaufen? Mit welcher Funktion wo schon z.B. der ehem. Karstadt neben dem Rathaus Wedding mangels Bedarf/Ideen leer steht.

    Geografisch müsste ein Neubau für den gesamten Bezirk Mitte auch eher um den Hbf stehen.

    Der Bezirk Mitte erfüllt die kommunalen Aufgaben einer Verwaltungseinheit mit 370.000 Einwohner.

    Städte in dieser Größe haben in aller Regel auch mehr an ein Dienstgebäude.

    Ich glaube hier wird einiges durcheinandergebracht.

    Der heutige Bezirk Mitte von Berlin ist seit 2001 ein Zusammenschluss der Alt-Bezirke Mitte, Tiergarten und Wedding. Die drei Rathäuser als formaliger Hauptsitz der alten Bezirksämter sind weiterhin Dienstgebäude des zusammengelegten Bezirksamts Mitte. So ist z.B. Bauwesen im Wedding, Jugend/Schule in Tiergarten und das Ordnungsamt in Mitte.

    Im Gegensatz zum Rathaus Wedding und Rathaus Tiergarten ist das bisherige Rathaus Mitte an der Karl-Marx-Allee angemietet. Wegen stark gestiegener Mietkosten und dem allgemeinen Wunsch, die Bezirksverwaltung nurnoch in landeseigenen Liegenschaften unterzubringen, kam 2019 der Wunsch nach einem Neubau auf. Dieser soll für die Büroplätze des bisherigen Rathaus Mitte sowie alle weiteren aktuell angemieteten Flächen (z.B. Kappweg 4) sein. Zudem soll wohl auch das Bürgeramt an der Klosterstr. sowie das Standesamt Mitte an der Parochialstr. in das neue Rathaus umziehen.

    Daher die höhere QM-Anzahl als beim bisherigen angemietet Rathaus Mitte.

    Diese Infos sind übrigens alle Presseöffentlich und standen schon oft in der Zeitung und RBB.

    Ohne all zu viele Berufsgeheimnisse verraten zu wollen, ähnelte 2021 das Innere einer Tropfsteinhöhle. Es waren überwiegend keine Zwischendecken mehr vorhanden und es lag ein Gutachten vor, dass ein Abriss- und Neubau wesentlich wirtschaftlicher als die Sanierung wäre.

    Nicht ohne Grund konnte der Abbruch trotz des Verbots der Zweckentfremdung von Wohnraum (wozu auch Abriss gehört) erfolgen.