Beiträge von Radlaus

    Wäre da nicht der gerade erfolgte Zuschlag zur BUGA 2033! Immerhin gibt es da 200 Mio Euro + x zu beplanen, bepflanzen, begrünen, und laut eingereichtem Konzept der Stadtverwaltung Dresden soll ja „ die massive Zerstörung des 2.Weltkrieges in Erinnerung gebracht werden“. Dafür ist doch der Standort bestens geeignet😉. Also positiv denken.

    Sich an „Verantwortliche“ zu wenden ist eine Aussage, die komplett an der Realität von Deutschland im Jahr 2024 vorbeigeht! Es ist leider so, das Werte, die geschaffen werden, nicht geachtet werden. In diesem Forum müsste eigentlich Konsens darüber herrschen, vom Menschen Geschaffenes zu respektieren!

    Das ist gesellschaftliches Versagen auf der ganzen Linie.

    Ich persönlich finde die Tiefgarageneinfahrt strategisch gut gelöst. Wenn die Bebauung der Vorkriegszeit an der Großen Meißner Str 1-5 wieder erfolgen wird (was ziemlich wahrscheinlich ist - bei dieser Lage) kann die Zufahrt zu allen Objekten über die Blockhausgasse die beste Lösung sein. Interessant wäre es, die alten Grundrisse mit der jetzigen Statik der Tiefgarageneinfahrt einmal übereinander zu legen.

    Wird aber erst im nächsten Immobilienzyklus spruchreif😅, solange werden es alle ertragen müssen.

    @arwerd bringt da ganz schön was durcheinander. Die suggestive Frage: „Wer würde in einen Container ziehen?“ ist bei der Betrachtung einer für Lernzwecke zu nutzenden Gewerbeeinheit unerheblich. Eine simple Umfrage bei Schülern würde ergeben, das es entscheidend ist, wie die technische Ausstattung ist und wie die Lehrkräfte die Kinder „mitnehmen“, nicht ob es tolle Architektur und lichtdurchflutete Flure gibt.

    Gut geplant mit guten Außenbereichen kann auch ein Containerschulbau alles liefern.

    Das unsere „Altvorderen“ tolle Schulgebäude gebaut haben steht außer Frage. Diese zu sanieren bzw. an moderne Bedürfnisse anzupassen ist richtig und mitunter auch recht teuer.

    Für unsere aktuelle gesellschaftliche Entwicklung erscheinen mir Containerbauten allemal zweckmäßiger und besser geeignet, da man viel schneller reagieren und den Bedarf anpassen kann. Die Verwaltung ist aber offenbar nicht in der Lage Schulgrundstücke so variabel zu gestalten, das das auch ohne große Verzögerung eine Anpassung umgesetzt werden kann, was sehr schade ist.


    Containerbauten sind meiner Meinung nach, nicht notwendigerweise in ihren „innenräumlichen Qualitäten“ (welch tolle Wortschöpfung) schlechter.

    Das sehe ich anders. Wer sich etwas mit dem Besitzer der Immobilie befasst, wird sehr schnell erkennen, das dieser Vermieter den derzeitigen Mieter nicht benötigt. Leipzig hat das Beste noch vor sich, auch ohne Galeria Kaufhof.

    "Die Glaskugel"

    Die Moritzstraße zu öffnen kann wohl nur gelingen, wenn die Stadtplaner im Amt Bauflächen in Richtung Wilsdruffer Straße ausweisen, die Straße ist unter dem gewünschten viel geringeren Verkehrsaufkommen ohnehin zu breit. Mit diesen zusätzlichen Flächen kann ein Rückbau für Investoren durchaus sinnvoll sein. Vonovia wird das nicht machen, aber könnte an einem Verkauf des Bestandes mit Gewinn interessiert sein.

    Mit einer Neuordnung der Gewandhausstraße wäre dann auch die Verbindung zum Rathaus wieder in greifbarer Nähe (sollte ja wohl auch schon in einem Workshop bei der Stadt angeschoben werden).

    Ob diese komplexen Strukturen von Mitarbeitern des Stadtplanungsamtes in einem B-Plan gestemmt werden können darf bezweifelt werden.

    Fazit: Es bleibt lange Zeit wie es ist.

    Im Mietwohnungsbau gibt es nur Rendite wenn das Monopoly mit Immobilien in Gang bleibt. Also permanent Kaufen und Verkaufen der Bestände. Mal einen geförderten Neubau hinzufügen, damit der erworbene noch unbebaute Baugrund auch was abwirft.

    Bei Gestehungskosten (Grundstück+ Baukosten + Baunebenkosten) von € 5.000,00 pro qm Wohnfläche und 3,6 % Zins +1% Tilgung (Wunsch) ist man dann schon fast bei den von Vonovia verlautbarten 20€/qm Kaltmiete!

    Willkommen in der Realität!


    Das Problem dürfte gegenwärtig sein, das die GuV der Immobilienunternehmen durch die massiv steigenden Betriebskosten und dem fast auf Null gesunkenen "Weiterverkauf" Probleme machen wird.

    Fazit: Die Insolvenzen werden folgen. Bin auf 2024 und 2025 gespannt.


    Das gilt ausdrücklich nicht für Firmen, die mit großen Asset Managern gut vernetzt sind - Black Rock und Co lassen grüßen, da fließen die Gelder für die Altersvorsorge pünktlich jeden Monat - wohin nur damit?

    Das eine Schlossrekonstruktion nicht authentisch und zeitgemäß sein kann wiederlegt das Beispiel Dresdner Schloß. Aus den gerade mal fünf Prozent historischer Substanz ist eine Kombination aus historisch rekonstruierten Räumen und praktischen Museumsflächen entstanden. Fast jeder Tourist und Einheimische ist damit zufrieden. Es geht doch! In Preußen (darf man das noch so nennen :/ ) ist das aber wohl nicht mehr machbar.

    Diese ganze Diskussion ist ziemlich schräg.

    Stellt sich doch eher die Frage aus welchen Gründen der Spruch einstmals von König Friedrich Wilhelm IV. an sein Bauwerk kam. Vielleicht gibt es ja Parallelen zum Felsendom in Jerusalem (der ist im Übrigen keine Moschee!) und hat ein tolle Außeninschrift, eine Kombination aus Schahãda und Basmala. Kein Mensch hatte dort bei der letzten Rekonstruktion irgendwelche Probleme damit.

    Ich denke, wir haben schon sehr selbstzerstörerische Politiker in Deutschland, die ohne jegliche fundamentale geschichtliche Kenntnisse einfach nur alles ablehnen, was mit unserer Herkunft zu tun hat. Ein desolates Bildungsbildungssystem leistet Vorschub. Wir entfernen uns weit weg von dem Land der Dichter und Denker. Das geht nicht gut aus.

    Der Investor hat ja bereits vor längerer Zeit angekündigt, dass evtl. "ein Teil" der City-Herberge stehen bleiben würde. Na ja, die tragende Konstruktion ist ja irgendwo in ich auch "ein Teil"...

    Für mich auffällig ist, dass der Wunsch nach Erhaltung eher vom Investor als von der Stadt zu kommen scheint.

    Den Investor, Gateway Real Estate, sollte man sich mal genauer anschauen. So wie der Immobilienmarkt sich derzeit entwickelt, dürfte das nur eine initiierte"Verzögerung" sein. Würde mich nicht wundern, wenn wir bald lesen werden, das das gesamte Projekt "zurückgestellt" wird, oder gar nicht mehr angefangen wird.

    Unter den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen wird jede Stadt bald froh sein, wenn noch ein Projekt realisiert wird.

    So vom Hörensagen werden gerade sehr viele Projekte "zurückgestellt".

    Da sind offizielle Aussagen derzeit rar.

    Würde mich nicht wundern, wenn wir erst mal für die nächsten Jahre eine Konsolidierung auf dem Immobilienmarkt sehen werden.

    Aber die nächste Generation möchte ja schließlich auch noch etwas bauen.;)

    Ich finde, das am Postplatz schon ein interessanter Stadtraum entstanden ist.

    In ein paar Jahren werden die neu gepflanzten Bäume vieles verdecken (wie z.B. jetzt schon bei Neustädter Markt und Mittlerer Teil der Prager Straße). Der Traffic am Postplatz ist definitiv jetzt schon besser als in den vergangenen 75 Jahren.

    Wesentlich wird sein, welches Klientel den Platz prägen wird. Dann geht man auch gern hin oder eben nicht. Der Anteil von Hotel- und Appartement-nutzung ist hoch. Es gibt aber auch für Dresden nur ein begrenztes Potential an Touristen und Tagesgästen (Tendenz (?).


    Der Hauptbahnhof-Nord und das Gebiet hinter dem Rundkino sind da so Beispiele, wo die Reise hingehen kann, wenn die Nutzung der Stadträume fraglich ist. Normalerweise ist die Reihenfolge:

    1. schwere Erstvermietbarkeit

    2. Nach anfänglichem zumeist gutem Erstmieter häufiger Mieterwechsel

    3. Leerstand

    4. Nutzer egal

    5. Keine Aufenthaltsqualität mehr


    Wenn dem Postplatz das erspart bleibt, wäre das schön. Einfach wird es mit der nunmehr vorhandenen Architektur nicht.

    Es ist recht lustig, die Argumente und Gegenargumente zu lesen, und wie sich die Diskussion verselbständigt.

    Aber letztendlich soll doch die in den Medien geteilte Umfrage eigentlich nur bedeuten, daß die 60 MioEUR + x MioEUR Fördermittel vom Bund auf eine forensische Mehrheit trifft. Schlecht, wenn es anders wäre. Die Nutzung ist derzeit völlig unklar, würde mich nicht wundern, wenn eine Nutzung durch Ministerien o.ä. gerade im Innenbereich eine Reko nahezu ausschließt. Dann doch wenigstens die Fassade.;)

    Wer sich hier im Forum "freut" wie toll die beiden Zentren Leipzig und Dresden von der Einwohnerzahl her wachsen, der hat sich nicht wirklich mit Demographie befasst.

    Die Einwohnerzahl von Sachsen sinkt kontinuierlich, was natürlich an den fehlenden Kohorten liegt.

    Diese fehlenden Kohorten durch Zuwanderung auszugleichen ist seit geraumer Zeit gängige Praxis. Nur muss eben diese Zuwanderung immer größer werden!

    Das gelingt in Großstädten natürlich besser! Im Moment sind es die Ukrainer (die vielleicht(?) oder bestimmt(?) lieber friedlich in ihrer Heimat leben wöllten?). Mal sehen, was sich in fünf Jahren für ein Momentum ergibt.

    Sicher wird dabei auch viel neuer Wohnraum gebraucht und gebaut. Und siehe da, es schafft Arbeitsplätze und schön sehen die verdichteten Stadträume ja auch meistens aus (den ein oder anderen Neubau wegen der Gestaltung zu kritisieren ist natürlich auch beliebt).

    Das Problem haben übrigens alle Industrieländer auf der Welt. Wachstum ohne Bevölkerungswachstum ist nicht so einfach zu bekommen.

    Nachhaltigkeit bleibt dabei aussen vor! Für diejenigen, die gleich Einwände bringen werden - energetisch schlechten Wohnraum zu ersetzen ist da ein ganz anderes Thema.

    Sich hinzustellen und zu sagen, sieh wie toll wir doch bevölkerungstechnisch wachsen ist ergo etwas zu kurz gedacht.

    Der Bericht geht in den Datenreihen nur bis 2020! Wir haben aber schon 2022. Den Bericht sollte man bis zum Ende durchlesen! Lediglich bei der Finanzierbarkeit wird mal mit 2022iger Daten dargestellt, wie höhere Grundstückspreise und steigende Zinsen den Haushalt belasten werden (an die Belastung durch Energiepreise lieber nicht denken, sieht im Moment so aus, als würden diese sich nicht verdoppeln sondern verdreifachen (siehe Spotmarkt Gas).


    Interessant (aber für die SAB logisch) sind Gedanken zu Abrissprämien für Eigenheime im ländlichen Raum ( Seite 77).


    Den Neubau (und aus Sicht der SAB damit die Förderprogramme) ausschließlich auf "Nullenergiehäuser" zu konzentrieren ist sicherlich hilfreich, um den Immobilien-Markt weiter am Laufen zu halten. Damit dürfte in den nächsten Jahren vermehrt der Abriss von älteren Objekten zugunsten von Neubauten anstehen, da ein Umbau der Substanz diese Energieeffizienz nicht bringen wird.

    Vorteil wäre, das das Wohnungsangebot damit nicht ausgeweitet wird, wenn man nur soviel abreißt wie man neu baut, was derzeitig jedoch mit einer eklatant höheren Überbauung bei fast jedem Projekt missachtet wird. Sicherlich muss dann bei einer gewollten Verdichtung der Innenstädte irgendwo etwas an der Peripherie (oder im ländlichen Raum?) abgerissen werden.


    Das werden interessante 20-iger Jahre werden! Und die Demographie hat die Richtung schon lange vorgegeben!

    Der Kulturpalast ist sehr wohl ein Beispiel für eine gelungene Mischnutzung (Philharmonie, Kabarett, Bibliothek, Gastronomie).

    Das er in seiner Wirkung nicht mit dem "New Urbanism", den aktuell wohl viele begrüßen, zusammenpasst, kann aber auch an dem in der Nachkriegsbebauung viel zu groß geratenen Altmarkt liegen, wo leider derzeit wieder eine ganze Menge Geld "vergraben" wird, ohne diesen städtebaulichen Fehler wirklich zu beheben.