Beiträge von Hanseatic

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Binnenalster gehört zu den absoluten Kronjuwelen Hamburgs und sollte auf gar keinen Fall durch Gebäude verkleinert werden.

    Das Schwimmbad ist aus meiner Brille kein integraler Entwurfsbestandteil und ich verstehe Vorbehalte für an der Binnen- wie an der Außenalster gelegene Bäder. Der Kern der Idee liegt für mich in der Möglichkeit zu der Kunsthalle, vielleicht auch weiteren Museen zu gelangen, ohne eine Vekehrsachse wie den Glockengießerwall queren zu müssen. Zudem ist der Entwurf der zusätzlichen Halle durch das Osloer Büros leicht und würde ein architektonisches Ausrufezeichen setzen. Die Hamburger Innenstadt benötigt diese möglichen Ikonen, die einer Einladung an die vielen Bürger entspricht, die noch nicht zu den regelmäßigen Besuchern der Museen gehören. Der Entwurf baut nachgeradezu bildliche Brücken.

    Die für mich mit Abstand gelungenste Planung für die Innenstadt wurde im Journal der Freunde der Kunsthalle veröffentlicht und im Abendblatt aufgegriffen: Artikel [mod]hinter paywall[/mod]Das Schwimmbad ist sicherlich für viele ein zusätzliches Sahnehäubchen.

    Snøhetta-Prolog lösen so endlich die Isolierung der Kunsthalle durch den Glockengießerwall. Man kann dem Projekt nur eine breite Unterstützung durch die Stadtgesellschaft wünschen.

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    [mod]bildrechte: © Snøhetta-Prolog | Snøhetta-Prolog[/mod]

    Das Argument der qualitätvollen Dichte verfängt bei mir, Midas. Ich frage mich bloß, warum es eine Markthalle werden sollte, wenn das Shopping-Center „Mercado“ ein schon dem Namen nach ähnliches Konzept in direkter Nachbarschaft bietet. Zweifelsfrei ist diese nicht mit La Boqueria o.ä. vergleichbar, aber das Konzept sollte doch schon Pate stehen für die Revitalisierung des G+J-Geländes am Baumwall. Für gleich zwei neue Markthallen sehe ich keine ausreichende Nachfrage

    MrMakabar, du sprichst wahre Punkte an. Obwohl ich mit wenig Protest gegen wegfallende Parkplätze für auswärtig gemeldete Wohnmobile rechne. Mehr Mut zu mehr Entwurfsqualität, zu klareren Aussagen, und schlicht zu schnellerem Tun würden diesem Standort gut tun. In der jetzt vorgestellten Fassung ist es halbherzig und wirkt nur so, als wolle man den unter Drogenhandel und Verschmutzung krankendem Straßenbereich um den Park Fiction auf die Elbseite ausweiten. In der vorgeschlagenen Fassung sehe ich es als eine vergeudete Chance für Anwohner und Touristen.

    Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft hat am 29. März einen Ergebnisbericht zur Neugestaltung der Hafenkante veröffentlicht (Link). Dieser führt zwar wortreich aus, warum das Verfahren und seine Zielsetzungen angemessen seien. Leider finden sich nur spärliche Abbildungen zur Planung und dem schon heute begehbaren Abschnitt. Bei der Gestaltung fallen insbesondere die folgenden Punkte auf:

    • Spärliches Grün in hölzernen Setzkästen wie bereits im Jungfernstiegprovisorium gesehen
    • Metallverschläge, optisch an Nissenhütten angelehnt, anstelle von Parkbänken
    • Erhalt der großformatigen Betonplatten
    • Neonfarbene mobile Metallhocker

    Aus meiner Sicht ist dies insgesamt ein schwacher Wurf, der die Frage aufwirft, ob alle gartenbaulichen Tugenden und Traditionen wirklich so konsequent ignoriert werden müssen. Die Integration der Promenade hätte sich angeboten, durch Niveauanhebung hätte es Platz für eine klassische Parkgestaltung gegeben. Ein Motto hätte sein können, vielleicht sogar müssen: Grün am Wasser anstelle des Ersatzes von Autoblech mit weiterem Altmetall.

    Der Wunsch nach einer Blockrandbebauung und Straßen, die auf menschliches Maß geschrumpft zur Erkundung einladen, sind doch eine gute Idee, die man Frau Pahl-Weber als verantwortlicher Innenstadtkoordinatorin nahelegen könnte. Link

    Dem Prinzip nach ist dies trotz diskussionswürdiger Kubatur auch durch den Entwurf für den Block Domstraße - Alter Fischmarkt - Große Reichenstraße umgesetzt. Das größere Problem liegt hier doch eher in dem durch die Church of Scientology genutzten Gebäude. Dieses war nicht Teil der Planung, steht unter Denkmalschutz und nach meinem Dafürhalten nun bezugsfrei neben dem Rest dieses Blocks.

    Meine Vermutung liegt in einem Zweiklang: (1) verringerte Fungibilität bzw. Wertminderung der Immobilien während der Bauzeit durch Lärmimissionen (2) verringerte Grünflächensicht (mit einhergehender Wertminderung). Dass dies jedoch von besonderer Kurzsichtigkeit zeugt, wird deutlich, wenn man die Vorteile des geplanten Bürobaus für lokale Immobilieneigentümer betrachtet. Mittelfristig dürfte die Errichtung des Bürogebäudes die von Anfang an angedachte Funktion als Lärmschutzriegel für Park und Anwohnererfüllen. Die Ansiedlung weiterer Arbeitsplätze tut ihr Übriges bei der Veredelung dieser Lage. Zu rechnen ist hier mit einer nachhaltigen Wertsteigerung.

    Das Argument, dass die Baugemeinschaft hier anführt, halte ich für durchschaubare Besitzstandswahrung. Unter dem Deckmantel des klimaresistenten Städtebaus versucht man im Nachhinein die bereits bei Erwerb bzw. Einzug bekannte Bauflächenplanung und damit geltendes Recht zum eigenen Vorteil auszuhebeln. Der geäußerte Vorwurf der Beliebigkeit, der gegen die Reederei ausgesprochen wurde, wandelt sich so betrachtet zum Boomerang und richtet sich am ehesten gegen den Beirat der Baugemeinschaft selbst.

    Die Chance der zweite Hub für LH zu werden wurde schon mit Kaltenkirchen vertan. Es braucht ein wenig Phantasie, aber mit Jütland Bremen und co eingerechnet, könnte Hamburg doch noch ein kleiner europäischer hub werden. sei es für LH, SAS oder andere

    Das Exposure von europäischen Banken zu Signa und angeschlossenen Firmen wurde von der EZB geprüft und finanzierende Banken müssen nun einen Risikoaufschlag auf Ihre Kredite zahlen. Die Finanzierungskosten für Signa steigen so und es besteht Cash-Bedarf. Sofern dies Notverkäufe sein sollten, kann von günstigen Einstiegspreisen ausgegangen werden. Verschiedene andere Szenarien sind neben dem von Midas aufgezeigten (also Kauf von Grundstück und Projektentwicklung) denkbar: (A) Kauf von Grundstück und neue Projektentwicklung, (B) Kauf von Grundstück und Bodenspekulation.

    Laut einem Artikel der MoPo soll das Ensemble ehemalige Gänsemarktpassage / Roths Alte Englische Apotheke veräußert werden. Die veränderte Bauherrenschaft müsste sich nicht an die bisherige Planung gebunden fühlen. Kann jmd. im Forum zu einzelnen Objekten näheres mitteilen? Es betrifft perspektivisch alle Objekte von Signa / Signa Prime abseits des Elbtowers.

    Auflagenfreies Bauen wird die 'Midas Hamburg Real Estate AG' auch an anderen Standorten nicht finden. Fraglich ist, ob diese kompensiert werden können durch Einnahmen. Mögliche Gründe für das Aus dieses Projekts hast du aufgezählt und die mögen auch stimmen. Gefragt war aber nach etwas anderem: hat es in einer früheren Entwurfsphase Pläne für eine Hochhausbebauung gegeben, die nun reaktiviert werden könnten?