Beiträge von NeuerGeograph

    Rund um den Ostbahnhof tut sich viel.

    Danke wie immer für die vielen guten Fotos MiaSanMia.

    Meine Meinung:

    Flop - Das Optineo - Lächerliches Hochhäuschen, gefällt weder den meisten Hochhausfreunden noch den Hochhausgegnern. ~ 15 Stockwerke sehen fast immer schlecht aus. Hier fehlen einfach + 5 bis 10 Stockwerke für mehr Eleganz. Proportion ist das Stichwort.

    Top - Sehr anspruchsvolle Restaurierung der alten Villa. Mir gefallen die grüne Farbgebung bzw. die abgesetzten Farbtöne sehr gut. Man sieht, hier hat man Geld in die Hand genommen. Ob es nach historischem Vorbild ist?? Ich weiß noch, in diesem vormals glaub ich einfach grauen Gebäude gab es früher immer ab und an sehr lässige privat Partys... "Loft" glaub ich hieß es gell...

    Anstelle des Busbahnhofs wäre ein typischer Münchner Biergarten m.E. der Bringer (träumen darf man ja ;)

    Denn an dieser Stelle tummelt sich gewöhnlich eine (sehr) große Zahl an Touristen (BMW Trias, Olympiapark, Events...).

    Gastronomisch ist das Angebot im Umkreis jedoch reichlich dürftig. Hier der Pizza Hut, dort ein Asia Restaurant. Noch ein Imbiss dazu. Das war's leider schon. Nix gscheids halt... Und das Restaurant in der BMW Welt zu teuer (und zu versteckt). Und so steigt der Tourist wieder in die U3 Richtung Marienplatz...

    Zwei Gedanken zu diesem Thema:

    Der "Truderinger Acker" ist mittlerweile auch schon ein sich jahrelang hinziehendes Projekt, bei dem nichts so recht vorwärts gehen will. Schön, wenn hier nun wieder etwas Schwung rein käme. Städtebaulich betrachtet wäre es höchst wünschenswert, wenn dieses Areal baulich entwickelt würde mit einem hohen Anteil von Wohnen, nicht zuletzt aufgrund der guten verkehrlichen Anbindung per MIV und ÖV. Ideal wäre die Mitrealisierung der Kita (benötigt man eh bei anvisierten 2000 neuen Bewohnern) sowie auch die teilweise Freilegung des Baches. Wasser fördert ungemein ein positives Wohnumfeld. Wenn - wie im SZ-Artikel beschrieben - ohnehin ein alter Wunsch der Stadtteilbewohner, so wäre es schön, wenn hier noch der ein oder andere Euro dafür ausgegeben würde.

    Hochpunkte ja. Aber bitte nicht wieder eines dieser unsäglichen 15-Stöcker, mit dem Keiner was anfangen kann: Den Hochhausgegnern zu hoch, den Hochhausfreunden zu niedrig. Für das Auge Aller in den meisten Fällen zu unelegant. Bitte niedriger (7- 10) oder höher (20-25 Etagen) um wenigstens einer der Gruppen zu gefallen. Ich weiß schon Freunde, man kann nicht pauschal sagen, 15 Etagen sehen plump aus. Aber es ist doch meist so in München. Drei Wohnhochpunkte mit 7 Etagen könnte ich mir auf dem Truderinger Acker auch gut vorstellen. Dann bekommt niemand "ungeliebte" Hochhäuser vorgesetzt und man schafft dennoch recht ordentlich viel Wohnraum, der in München nach wie vor dringend benötigt wird. Und bei den jetzigen Spritpreisen will man sicher gerne in der Nähe eines S-Bahn Halts wohnen. Das wäre hier gegeben.

    Städtebaulich m.E. die gelungenste Ecke der gesamten Messestadt. Die unterschiedlichen Gebäudehöhen und Fassadenfarbgebungen bringen einfach Spannung rein. Warum nicht gleich so in diesem Viertel...

    Im Detail gibt es hier aber einen m.E. ziemlich suboptimalen Umstand: Wenn man auf dem Gehweg, hier im Bild hinter dem Linienbus, steht, kommt man nicht auf dem einfachen Wege zum nahen Super- sowie Drogeriemarkt. Man muss entweder um das grüne Gebäude herum gehen oder aber die Straße in die Gegenrichtung überqueren und nach unten zum U-Bahn-Eingang, um dann erst wieder nach oben zu den Märkten zu gelangen. Beides sind lange Umwege. Derweil wäre ein Fußweg im Bild rechts neben der TG-Einfahrt baulich absolut möglich gewesen. Hier ist jedoch nur ein (zu) schmaler geschotterter Sims.

    Ich stimme MartyMUC zu. Kurzum: Ein hässlicher Koloss wird durch einen hässlichen Koloss ersetzt...und in 40 Jahren reißt man wieder ab und überlegt wohl erneut, was man hier an dieser Stelle schönes Neues bauen könnte, während die prächtigen, anmutigen historischen Gebäude nebenan dann bereits rund 200 Jahre alt sind... Die Menschheit entwickelt sich weiter...in Sachen ästhetischer, wohlproportionierter Architektur entwickelt sie sich m.E. aber eher zurück...

    Hier soll augenscheinlich viel Raum geschaffen werden. Gut so. Bleibt nur zu hoffen, dass die Funktion Wohnen dabei nicht zu kurz kommt. Sollten die Hochpunkte umgesetzt werden wie in dieser sehr generalisierten Visualisierung vorgesehen, begrüße ich die Wahl von meist viel eleganteren 20 statt den sonst bei unseren Münchner Hochhäuschen (Stumpen) üblichen und meist uneleganteren 15 Stockwerke. Mal sehen ob im Endeffekt tatsächlich alle drei Hochhäuser gleich hoch oder nicht - optisch spannender - doch gestaffelt werden. Auf jeden Fall: Das wird ja ein Riesenprojekt mit zweifelsohne stadtteilprägender Langzeitwirkung. Daher sollte dann die Qualität stimmen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Interessant : "sind wir uns alle einig"

    Wie ist denn das zu verstehen?

    Wenn der Entwurf gelungen ist, wieso wird er hier so sehr ausführlich versucht zu rechtfertigen?

    Ich habe doch geschrieben "soweit" wären wir uns alle einig. Nämlich, dass ein Hochhaus an dieser Stelle grundsätzlich städtebaulich passend und auch der Verkehrsanschluss für die vielen Menschen, die dort dann ein und aus gingen, gut sei. Nicht schrieb ich, dass wir uns bei der Gestaltung des Gebäudes alle einig seien. Auch ich bin da zwiegespalten, was ich entsprechend niederschrieb. Daher - das hast Du wiederum richtig erkannt - wird hier auch kontrovers über die Gestaltung diskutiert.

    Ein Hochhaus an dieser Stelle ist prinzipiell passend. Auch der Verkehrsanschluss für die vielen Nutzer ist bestens gegeben. Soweit sind wir uns glaub ich alle einig. Dass die üblichen 14 oder 15 Stockwerke zum Glück nicht ausschließlich vertikal nach oben gehen (denn das sieht in München meist super-langweilig aus und gefällt Niemanden, weder den Hochhausgegnern, noch den Befürwortern), ist wie ich finde schon mal grundsätzlich ganz gut. Die unteren beiden Teile dieses Stapelbaus finde ich persönlich ganz gelungen. Aber der obere Teil sieht so aus, als wenn man noch schnell die Bedürfnisse eine großen Meetingraums mit hat einfließen lassen müssen oder einfach aus Zeitdruck nicht mehr ganz so kreativ zu Ende gezeichnet hat, als zu Beginn.

    Kurzum: Mir persönlich gefällt der Abschluss oben nicht sonderlich. Vielleicht hätte man besser die untere Struktur nach oben hin fortsetzen sollen - eine halbe Pyramide mit dann rund 20 Stockwerken. Wisst Ihr, wie ich meine? Trotzdem: Kein so ganz langweiliger Entwurf, und - ich finde er würde sich bestens in die Umgebung einfügen. Ein typisches Hochhäuschen des Münchner Ostens, zweckdienlich und in überschaubarer gestalterischer Qualität.

    Aber ist denn das schon das Endergebnis? Gab es da keinen Wettbewerb? Oder ist das der Sieger? An die Architekten unter Euch: Muss es nicht zwingend einen Wettbewerb geben bei einem solch durchaus stadt(teil)bildprägenden Gebäude?

    Die angloamerikanischen Bomber warfen Ihre Last ja insbesondere auf Verkehrsinfrastruktur ab. Daher ist schwer davon auszugehen, dass hier im Bereich der Stammstrecke noch so allerhand an Blindgängern rumliegen. Ansonsten wäre es ja ein riesiger Zufall gewesen, wenn die Bohrung heute prompt den einzig noch verbliebenen Blindgänger "gefunden" hätte. Leider befürchte ich, dass sowas auch noch in den kommenden Jahrzehnten vorkommen kann. Da sieht man mal wie lange so ein Scheiß Krieg noch Auswirkungen auf nachfolgenden Generationen hat. Auch ich wünsche den Bauarbeitern rasche Genesung! Weiß denn jmd. im Forum, wie solche Baustellen vorab diesbezüglich untersucht werden? Mit Metalldetektoren? Und/oder mit alten Luftaufnahmen kurz nach dem Krieg (die Bombenkrater zeigen)? Allerdings ist das ein Allgemeinthema und passt hier vielleicht nicht rein, weiß schon...

    Trotz teileweisen Schleifens relativ junger und nicht maroder Gebäudesubstanz und der "Störung" vieler Ärzte in diesem Ärtzehauskomplex, was ich beides für suboptimal halte, ist das natürlich ein toller Entwurf und hat das Potential den heutigen Bestand bzw. den Ort weiterzuentwickeln. Der bisherige relativ spannende Innenhof bliebe grundsätzlich erhalten und könnte durch die spektakuläre Baumasse an (Aufenthalts-)Qualität gewinnen.

    Aber: Wir kennen ja unser München: Hier wird es traditionell höchstwahrscheinlich wieder nicht zu knapp Gegenwind geben. Aus Gründen der Optik (ich denke an den gerade im Bau befindlichen, leicht verwrungenem Turm Nähe Heimeranplatz, der auch in seinem "wilden" Entwurf "entschärft" wurde), der Maßstäblichkeit und wohl auch aufgrund der möglichen Preissteigerungen im Wohn- und Gewerbeumfeld in diesem Viertel. Am linken Bildrand entsteht übrigens auch gerade ein 10 oder 12 stöckiges Wohnhochhaus. Grundsätzlich befürworte ich immer sehr eine Verdichtung an ÖV-Haltepunkten wie es sich nun hier vollzieht. Das ist nachhaltiger Städtebau. Stappelung von Straßen und Gebäuden auch wie hier kann zudem städtebaulich spannend sein. Zu Argumenten wie man sie an anderer Stelle im Netz bereits lesen kann, dass einige Mieter in diesem Hochhaus ja einen "tollen" Ausblick auf die Stadtautobahn hätten, kann ich allerdings nur sagen: So ist das eben mitunter in einer Großstadt. Niemand wird gezwungen hier einzuziehen. Noch eine Anmerkung: Die Bäume zur Straßenseite auf dem Rendering kann man sich, denke ich, erstmal wegdenken. Die werden wahrscheinlich gefällt, denn sie stören die Großbaustelle gewiss. Hier müssen dann ja auf ziemlich engem Raum diverse Kräne, Baucontainer, etc. aufgestellt werden, will man den massiven Straßenverkehr drumherum aufrechterhalten.

    Kurzum: Bitte entweder genau so bauen. Oder gar nicht und den funktionierenden Bestand belassen. Bitte keinen "entschärften" Entwurf. Aber wir wissen: Die Gefahr ist groß in unserer Stadt, dass es wieder genau darauf hinausläuft...

    Grundsätzlich befürworte ich so ein nicht 08/15 Gebäude sehr. Ich frage mich nur, weshalb an dieser Stelle?? Ich habe fast zehn Jahre um die Ecke gewohnt. Mein Hautarzt sitzt noch immer in dem Gebäudekomplex, der dafür (zum Teil) verschwinden soll. Die schwarzen Bürogebäude sind nicht unelegant, sehen nicht störend aus, sind nicht marode, beheimaten viele Ärzte (die dann gestört werden und zumindest interimsweise umziehen müssen). Das Gebäude ist aus den 1980er Jahren. Sieht so nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und nachhaltiger Städtebau aus, einen relativ jungen, gut erhaltenen und funktionierenden Gebäudekomplex zu schleifen? Ich sage: Nein. Warum kommt man denn nicht auf die weitaus bessere Idee das Hochhaus auf der anderen Straßenseite 50m südlich zu errichten? Hier ist eine relativ große, wie ich finde fürchterliche Asphaltwüste, früher mal als Parkplatz genutzt, vermüllt und verwildert. Ein "urban vacuum". Hier sollte (gerne hoch) neu gebaut werden. Und nicht auf der anderen, funktionierenden Seite. Denn dort ist alles andere als kein Leben drin, ein städtebaulich vergleichsweise gut gestalteter Raum mit künstlichem Teich, diversen Durchwegungen, relativ interessanter und spannender Raumgestaltung und übrigens sogar einem Livemusikclub, ebenfalls alles andere als heruntergekommen, sondern eher elegant. Eine städtebaulich wie ich finde durchaus gelungene Ecke. Und eine Fassade darf auch mal schwarz sein. Nichts ist hier marode oder veraltet. Nochmal: Warum zerstören? Ich bin für dieses Projekt, aber bitte nicht an dieser Stelle.