Beiträge von Mathias Bölckow

    Moin allday,
    die Ballinstadt kommt auf den Platz zwischen Peute-Gleis und Müggenburger Zollhafen. Die Straße Georgswerder Bogen wird aufgehoben. Erhalten bleibt die breite Veddeler Straße und der ampelgeregelte Kreisverkehr als Überbleibsel des großen Kreisverteilers Veddel.

    Was Du mir amerikanischen Hochhäusern meinst, weiß ich nicht. Die geplanten Gebäude würde ich auf maximal 8m Höhe schätzen.

    Um dorthin zu kommen, ist ein maximal 16 Jahre alter Stadtplan hilfreich. Mit dem Auto fährt man einfach die Abfahrt Georgswerder im Kreuz Hamburg-Süd an. In den allermeisten Fällen genügt es dann einmal links abzubiegen und hinter der Eisenbahnunterführung ist man da. Nur von der Wilhelmsburger Reichsstraße muss man gar nicht abbiegen. Ist also nicht so kompliziert. Das Auto lässt man am besten auf dem P&R-Parkplatz.

    Noch einfacher ist es natürlich, mit der S-Bahn nach Veddel zu fahren.

    Rothenburgsort, Billwerder Bucht

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    Zitat von Frank

    Kennt einer den Ausschläger Elbdeich ? Hab ich im Bildarchiv Hamburg gesehen.Da gibt es ein altes Ziegelgebäude , sieht ein bisschen aus wie eine Mischung aus Kaispeicher B und Stadtlagerhaus ,umgewandelt in Büros und steht ebenfalls am Wasser.Hatte ich vorher noch nie gesehen oder gehört.

    Ja, war bis vor wenigen Jahren Lucas Mayer (Schreibweise?). Dort wird m.W. immer noch Lecithin aus Soja gewonnen. Das braucht man für Cremes, Schokolade usw.. Die Firma wurde von Degussa übernommen.

    Ich zweifele etwas, dass dort jetzt nur noch Büros drinnen wären. WIRE war die gesamte Anlage zur Lecithingewinnung auch dort drinnen. Zudem Labore zur Qualitätskontrolle und natürlich Büros. Unterm Dach ist ein uriger Sitzungssaal.

    Viel ist leider von Rothenburgsort nicht übrig geblieben. Das ist neben den Gebäuden der HWW sicherlich eines der schönsten.

    Ich empfehle mal die Stadtteilrundgänge:
    http://www.rothenburgsort-tours.de/Rundgg/rundgg.html

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    Zitat von moyashi

    Ich würde sofort dort einziehen. Ich werde mich ernsthaft erkundigen, wenn's soweit ist. Da gehöre ich hin.

    Eigentlich ist es so weit. Beim Hausboot-Lotsen des Bezirks Hamburg-Mitte, Andreas Lange (Tel: (040) 428 54 - 3455), laufen schon sehr konkrete Nachfragen auf. Momentan ist da ziemlich viel Druck drauf, weil Bezirk und Senat sich so etwas wie ein Wettrennen liefern. :toll3:

    Bei einigen Standorten an der Bille und dem Hochwasserbassin vor dem Berliner Bogen halte ich es durchaus für möglich, dass noch diese Legislatur Liegeplätze ausgewiesen werden.

    Mich wundert etwas, dass die zweigeschossigen Schwimmenden Häuser weiterhin so hervorgehoben werden. Förster und Trabitzsch haben ziemlich eindeutig festgestellt, dass an o.g. Standorte nur eingeschossige Häuser schwimmen können, weil die Brücken zu niedrig sind. Den Standort vor den Deichtorhallen sehe ich noch nicht so ganz. Zum einen muss es da sehr laut sein, selbst wenn die Oberhafenbrücke mit den Bahngleisen Richtung Süden erneuert würde. :gutenacht:
    Dazu kommt die Oberbaumbrücke und die nautische Situation für z.B. Barkassen zwischen Zollkanal und Magdeburger Hafen wird damit auch schwierig.

    Schatten und Breitengrad

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    Zitat von micro

    Ich glaube nicht, dass das viel ausmacht. Das mit dem Schattenwurf IST ein Mythos, denn Hochhäuser mit Glasfassaden spiegeln das Licht nach unten.

    Das mag in Straßenschluchten halbwegs funktionieren. Wo gibt es echte Straßenschluchten mit Glasfassaden jenseits der 53. Breitengrade?

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    Zitat von micro

    Auch Städte, die nördlicher als Hamburg liegen, haben Wolkenkratzer, z.B. Moskau (wo es einige Wolkenkratzer gibt und demnächst das höchste Haus Europas stehen wird) und Malmö (Turning Torso, 190 m).

    OK, mit Moskau hast Du mich gekriegt. Guck Dir aber mal an, was in Moskau gebaut wurde. Wikipedia bietet einiges an Bildern dazu. Da gibt es Klassiker wie die Universität mit einem relativ schlanken Turm auf einem sehr massiven freistehen Gebäude. Bemerkenswert finde ich als interessierter Laie in Architekturfragen die neueren Wohntürme

    Für mich sieht das aus, wie die konsequente Fortführung dessen, was uns in den 70ern Steilshoop, Kirchdorf Süd usw. beschert hat.

    (sorry für die Qualität, sind aus der Bahn aufgenommen)
    In Moskau funktioniert es scheinbar, da die Wohnungen eher im oberen Standard des dortigen Wohnungsmarktes liegen.

    Der Turning Torso in Malmö ist ja ganz eindeutig ein schlanker Turm und keine Glaswand. Der Turm wirft zwar Schatten, der aber schnell weiterzieht, weil der Turm frei steht und nicht mit anderen Türmen zur Wand wird.

    Nichtarchitekten

    Als auch Nicht-Architekt komme ich unabhängig von Darwin zu einer recht ähnlichen Meinung. Beim Entwurf Studio Gang sehe ich immer noch eher eine Autokino-Leinwand als einen Hafenkran. Wenn es ein Hafenkran sein soll, dann m.E. einer der weniger ansehnlichen. Die Plexiglasmodelle sehen immer ganz spannend aus, aber gebaut sind die Gebäude nicht mehr transparent.

    Zu der Diskussion über Hochhäuser für Hamburg i.A.:
    Die Medien machen diesbezüglich gern mal einen Trend. Einen solchen aus Leserbriefen herauszulesen ist kaum möglich. Den kann sogar der Chefredakteur unter Pseudonym an seine eigene Zeitung geschrieben haben.

    Zum Schattenwurf verfolge ich ein wenig die These, das bei Hamburgs Lage mit 53,5° Nord der Schattenwurf ein wesentlicheres Problem als bei den meist deutlich südlicheren Vergleichsstädten ist. Um Weihnachten kommt die Sonne gerade mal Mittags 13° überm Horizont hoch. Das macht bei 100m Gebäudehöhe 450m Schattenwurf. Kopenhagen, Stockholm und Oslo setzen nach meiner Beobachtung auch nicht gerade auf Hochhäuser. In Nordamerika sind nur Edmonton und Winnipeg vergleichbar. Chicago z.B. liegt eher bei 42° N, NYC bei 41°N.

    Heute Chat mit Jörn Walter

    Jörn Walter will heute darüber chatten:
    http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/…2-bsu-chat.html

    Ich frag mich, ob der Ort wirklich für solche extremen Bauten geeignet ist. Der Bahn- und Autoverkehr ist dort extrem verdichtet und hat keine Alternativen als durch dieses Nadelöhr zu müssen. Die Auskopplung relevanter Verkehrsströme ohne Kapazitätsverringerung ist sehr schwierig. Für etwaige spätere Änderungen würden nicht auflösbare Zwangspunkte geschaffen; so ein Hochhaus wird nicht mal eben abgerissen.

    Zu den Entwürfen lässt sich nur mit der einen Perspektive m.E. wenig sagen. Bis auf Murphy Jahn sind alle von der HafenCity aus gezeigt. Ich finde die Eingangssituation in die Innenstadt über die Elbbrücken mindestens eben so wichtig.

    Lohan Anderson: Der Turm am Ende des Baakenhafens gefällt mir so ganz gut. Ich würde den gern mal im Zusammenhang mit der hinteren Skyline aus dem Turm der Wasserkunst Rothenburgsort und dem Kraftwerk Tiefstack sehen.

    Studio Gang: Wenn die Südseite des Gebäudes matt-weiß wird und die Veddel einen extrem leistungsstarken Beamer geschenkt bekommt, kann man drüber reden.:lach:

    John Ronan: Das Grüne erinnert erst etwas an die alte Tiefstack-Skyline. Beim näheren Hingucken: Wer ist "IVU"?

    Bilder und Barkassen zum Müggenburger Zollhafen

    Moin Samuel,
    direkt habe ich keine weiteren Bilder zum hineinstellen. Das Luftbild in der Eingangsseite vom Veddeler Wasserkreuz könnte noch aufschlussreich sein. Wenn Du nicht gerade die ICE von und nach Frankfurt nimmst, empfehle ich, einfach das Stück Harburg–Hbf per S-Bahn zu fahren und Veddel auszusteigen. Schon vom Bahnsteig gibt es einen ziemlich guten Überblick.
    Die Planung im dortigen Bereich scheint mir generell daran zu kranken, dass die Entscheider nie oder nur kurz mal vor Ort waren. Dabei kann man z.B. auf dem obersten P&R-Deck sehr in Ruhe über die Gegend nachsinnen. Die Veddel scheint mir das charakteristischste Viertel aus der Schumacher-Ära zu sein. M.E. ein Muss, das gesehen zu haben.

    Zur Barkassen-Linie:
    Die Idee ist, mit privatwirtschaftlichen Barkassen nicht nur die Ballinstadt, sondern auch die 50er Schuppen mit dem Museum der Arbeit regelmäßig anzufahren. Etwa so wie die Stadtrundfahrt-Busse auch einen Taktverkehr haben. Das geht aber nur, wenn die beiden Ziele halbwegs hintereinander anfahrbar wären. Fällt eine Durchfahrt im Veddeler Wasserkreuz weg, dann fährt die Barkasse entweder zur Ballinstadt oder zu den 50er Schuppen. Halbe Fahrgäste, halber Takt, halb so attraktiv, halbe Fahrgäste, viertel Takt,.... . Dazu ist die Strecke durch den Peutekanal ist nicht wirklich hübsch und die durch den Spreehafen nur bei Hochwasser fahrbar.

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    Zitat von FHH Pressemeldung


    ... Damit entsteht ein öffentlicher Park, der sich zwischen dem Wilhelmsburger Platz und den Auswandererhallen erstreckt. ...


    Ich wüsste vor allem gern, was die Formulierung "zwischen" gemeint sein könnte. Beim Wettbewerb für die Freiraumplanung hat nach meiner Erinnerung ein Entwurf gewonnen, der den Wilhelmsburger Platz gestalterisch mit einschloss.

    Das kostet vor allem eine Fußgängerbrücke über die Müggenburger Durchfahrt, würde aber eine nette Eingangssituation vom S-Bahnhof Veddel und dem Wohnquartier Veddel schaffen. Vor allem würde damit der Wilhelmburger Platz, der 1989 eher provisorisch nach der Verkehrsumlegung aus der Veddel geschaffen wurde, endlich vernünftig und harmonisch mit der recht gelungenen Hochwasserschutz-Promenade gestaltet. Nur war bisher die BSU gegen die Gestaltung, weil da eigentlich wieder eine Hauptverkehrsstraße Verkehr auf die Freihafen-Elbbrücke bringen sollte. (Die Ecke ist denkbar kompliziert und dies war nur ein kleiner Ausschnitt aus der Komplexität.)

    Zur Auflockerung noch zwei meiner Bilder aus der Ballinstadt vom 12.02.2006:
    Blickrichtung Nord
    Blickrichtung Ost

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    Zitat von Dykie

    Hach ja, ...


    Damit es schwierig wird, es noch komplizierter zu machen.;)

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    Zitat von Dykie

    Wer bitte kam denn auf die Idee, ...

    Tatsächlich gab es wohl nach der Sturmflut eine aktive Beeinflussung des Wohnungsmarktes, dass Deutsche aus Wilhelmsburg abgesiedelt werden sollten und die nunmehr leerstehenden Wohnungen für die damals temporär erwarteten Gastarbeiter zur Verfügung stehen sollten. Die Freiheit der Wohnungswahl wird erst jetzt ansatzweise mit Harz IV angetastet, insofern hat die Politik in den letzten Jahrzehnten da wenig direkt dran getan.

    Das von mit vielleicht besser nicht verschriftlichte Vorurteil ist zudem ziemlicher Käse. Es ist hier zwar nicht ungewöhlich, dass direkt vorm Kiosk das Bier geleert wird und tatsächlich stammen viele Familien aus der Türkei. 60 Jahre vorher kamen die Familien aus Polen und sind inzwischen ganz selbstverständliche Deutsche. Und es gibt hier auch z.B. Menschen, die Altbauten zu schätzen wissen und sich freuen, hier knapp doppelt so viel qm fürs gleiche Geld wie in Ottensen zu bekommen. Oder die einfach nach 1962 nicht weggezogen sind. Oder die einen Stadtteil schätzen, wo sich etwas bewegen lässt.

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    Zitat von Dykie

    Und was die Umbauarbeiten und Erweiterungen ...

    Mit Insider-Wissen kann ich leider nicht glänzen. Aber wer die Gegend kennt und sich nicht zu fein ist, mal einen Stadtplan oder eine Übersichtskarte zu konsultieren, bekommt die Pressemeldungen schon zu einem Gesamtbild zusammengereimt.

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    Zitat von Dykie


    Ich denke mal, dass man im Zuge der Hafencity mit der weiteren Planung, bzw. Bau der Querspange beginnen wird.
    Wäre jedenfalls sinnvoll, erst die Hafencity abzuschließen, um dann mit dem weiteren Sprung über die Elbe zu beginnen.

    Ich fürchte, dass der Sprung über die Elbe mit dem Bau der Hafenquerspange beendet wird :Nieder: . Und zwar bevor die HafenCity fertig ist.

    Die Trassenfindung für die Hafenquerspange war so 1997 WIRE. Da staunten alle gerade über die absurde Idee, ein Gebiet namens HafenCity aus dem Hafen ausgliedern zu wollen. Die geplante Trasse der Hafenquerspange verlief weitgehend durch ein Gebiet, das außer ein paar Hafenarbeitern kein Hamburger kannte :keineahn: . Bei der angrenzenden Wohnbevölkerung wurde kein größerer Raumwiderstand erwartet :maddown: :baa: :angry:. Nach einer stadtläufigen Fehleinschätzung sollten da "nur" Türken und Alkis leben.

    Tatsächlich ist dem aber nicht so, sondern das Reiherstiegviertel und die Veddel haben ziemliches Potential :cool2: , auch wenn sie nicht ganz die Entwicklung Ottensens oder der Schanze nehmen mögen. Mit der Hafenquerspange wird zumindest fürs Reiherstiegviertel dieses Potential weitgehend verspielt :wein: . Es geht die erlebbare Weite des Spreehafens verloren :nono:. Zudem will kein Mensch neben der Autobahn leben :nono: . Ein wichtiger Grünzug entlang des Ernst-August-Kanals wird zerstört :nono: . Und es findet auch optisch ein gewaltiger Schnitt statt: Wenn man bisher auf den Deich oder Brücken geht, sieht man die Silhouette der Innenstadt mit den Hauptkirchen, Fernsehturm und Elbhang.


    Foto/Montage: Jürgen Könecke, Erlaubnis für Link liegt vor.

    Zukünftig sähe man eine Autobahn mit LKW.

    Wer jetzt noch diese Trasse weiterverfolgt, hat sich entweder nicht mit dem Gebiet außeinander gesetzt oder will den Sprung über die Elbe eher verhindern. Ersteren kann man vielleicht mit einem Stadtplan, der bis Harburg reicht, und einem Fahrrad, um im Sommer mal die Ecke zu erkunden, abhelfen. Zunächst hilft die Seite über die Hafenquerspange weiter.

    Es ist auch nicht so, dass diese Hafenquerspange dort unabwendbar ist. Zum einen gab es andere, verträglichere Trassen weiter südlich. Die sind ohne explizite Nennung des Grundes ausgeschieden, weil der Kai Altenwerder bis Moorburg verlängert werden soll. Da sind aber nicht nur die Moorburger gegen, sondern Vattenfall plant gerade ein neues Kraftwerk auf dem alten Standort. Da ist dann ohnehin Ende der Kaikante und die 50m für eine Autobahn wird man dann auch noch am Kai entbehren können.

    Zudem ist die Frage, ob sich die Steigerung im Containerverkehr eigentlich überhaupt sinnvoll auf die Straßen setzen lässt, im Anbetracht der auch anderswo dann nötigen Investitionssummen. Es gibt ja durchaus Alternativen.

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    Zitat von Dykie

    Zum Bild: Bei den groben Planungen sind ja im Bereich der Elbbrücken viele Hochhäuser und andere Wohn-/Gewerbeimmobilien zu sehen. Was befindet sich eigentlich im Moment in dem ganzen Bereich (linker Bereich des Kreises und weiter in westlicher Richtung)? Meines Wissens sind da doch Hafenanlagen und Industrie angesiedelt. Rein logisch gesehen müssten die ja dann einen Ausweichplatz bekommen. Nur wo bitte sollen die denn dann hin? Einfach in Luft auflösen werden die sich bestimmt nicht und freiwillig gehen halte ich auch für sehr ausgeschlossen.

    Das ist schon eher ein Punkt. Im Kreis selbst gibt es noch eine ziemlich aktive Kaikante am O'swaldkai und den Haupthafenbahnhof Hamburg-Süd, der mit dem Ausbau des Mittleren Freihafens wohl eher gegen seine Kapazitätsgrenze getrieben wird. Wobei der Mittlere Freihafen auch über den Rbf Hohe Schaar anzubinden wäre. Wenn endlich das dringend nötige Überwerfungsbauwerk zwischen Hafenbahn und Fernbahn in Wilhelmsburg käme, wäre das auch sinnvoller. Ansonsten sind dort im wesentlichen Pack- und Lagereibetriebe, wie das Überseezentrum, die eigentlich besser weiter westlich stehen könnten. Bleibt der O'swald Kai: Ja, da ginge eine wichtige Kaikante weg.

    Sprung in unbekanntes Gelände

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    Zitat von Ernst

    Das ganze muß man wohl eher als langfristiges strategisches Planspiel verstehen. Man fühlt sich etwas an Fritz Schumachers Modell der Entwicklungsachsen vom Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert.

    Fritz Schumachers Achsenkonzept ist gut, deswegen wird es heute auch noch verfolgt. Nur hat Schumacher damals m.W. die Elbinseln schlicht mit der Bemerkung, dass der Hamburger auf der Geest wohne und in der Marsch arbeite, abgetan. Bei heutiger Bautechnik gibt es m.E. aber nicht mehr den Zwang zum Wohnen auf der trockenen Geest.

    Vor allem aber hat es Schumacher m.W. dadurch unterlassen, das Gebiet der Elbinsel strukturell zu beschreiben. Das Achsenkonzept würde rund, würde Harburg direkt südlich die City angeklebt. Die Frage ist nun, wie geht man mit dem Raum zwischen den Elben um.

    Ich denke, der Entwurfsworkshop 2003 hat da einiges an Erkenntnis gebracht. Leider wird diese Erkenntnis nicht umgesetzt. Zum einen ist die Hafenquerspange aktueller als je zu vor und außer den Inselbewohnern hat niemand mal in die Unterlagen zur Trassenfindung geguckt, warum eigentlich diese Trasse genommen wurde. Zum anderen werden die wichtigesten Erkenntnisse des Entwurfsworkshops nicht ernstgenommen. So besteht z.B. die Niedernfelder Durchfahrt im Veddeler Wasserkreuz akute Zuschüttungsgefahr, obwohl alle Planer immer wieder darauf hinwiesen, dass die Qualität des Gebietes erst durch die Wasserflächen kommt.

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    Zitat von Ernst

    Nur war Hamburg damals eine rasch wachsende Stadt. Heute wächst sie - trotz aller Rhetorik von der "wachsenden Stadt" - nicht mehr oder allenfalls noch sehr langsam.


    Es geht m.E. gar nicht so sehr um das Wachsen der Stadt, sondern darum gerade jungen Familien und Besserverdienenden attraktive und interessante Wohnmöglichkeiten in der Stadt zu geben.

    (Bild aus den Ergebnissen des Entwurfsworkshops. Das Veddeler Wasserkreuz ist eingekreist)

    Es scheint zumindest Leute zu geben, die sich darunter auch was anderes als Jugendstil an der Alster oder einen Landsitz im Umland vorstellen können und mit Blick auf das Geld müssen. Zudem leben schon mehr Kinder als in den meisten anderen Stadtteilen auf den Elbinseln, auch wenn das Wohnen dort bisher nur bedingt kindgerecht ist.

    EDIT
    Anmerkung:
    Copyright geprüft.

    Hochbahnlinie in der östlichen HafenCity

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    Zitat von maegis

    Man könnte also ab der Haltestelle Versmannstarße der U4 die TRasse als Hochbahn über die Freihafen Elbbrücke führen? Was kostet den so ein km Hochbahnlinie heutzutage aus Stahlbeton?

    Warum willst Du die Hochbahn aus Stahlbeton bauen? :nono: Guck Dir doch die Strecke Baumwall–Landungsbrücken oder in der Isestraße an :lach: . Ist daran gestalterisch etwas auszusetzen? Oder die vollständig ausgetauschten Brücken die Hamburger Straße hoch und über die Ost-West-Straße.

    Hast Du vor allem bemerkt, dass die ganze Brücken in der Hamburger Straße in nur 6 Monaten ausgetauscht wurden? Teilweise wurden täglich ein Segment von etwa 30m (?) eingebaut. Die Brücken selbst können in einer Stahlbaufirma, z.B. auf einer Werft, hergestellt werden und würden per Schiff in den Baakenhafen kommen. Nur die Pfeiler müssten vor Ort hergestellt werden. Ich denke mal, wenn man es krachen lässt, wäre eine Hochbahnlinie durch die HafenCity auf Stahlbrücken in 18 Monaten machbar. Einziges echtes Problem: Die Ausfädelung aus dem vorhandenen Netz.

    Als Nachteil der Stahlbrücken kenne ich bisher die Lärm-Emmission. Die sind aber nach meiner Beobachtung und Information bei aktuell konstruierten Stahlbrücken sehr gering :daumen: . Zum einen wird viel mit Gummimatten absorbiert, zum anderen ist der Körperschall und dessen Abgabe an die Luft inzwischen gut verstanden und kann entsprechend minimiert werden.

    Nicht ganz einfach wird es auch, von der Tieflage Lohesepark in eine Hochlage an den Elbbrücken zu kommen. Das Hamburger Hochbahnnetz hat derzeit eine maximale Steigung von 1:20 (5%). D.h. irgendwo müsste eine 200m Rampe entlang der Versmannstraße untergebracht werden :confused: . Dabei darf der ausbedungene Wartungsweg der Bahn neben dem Viadukt eher nicht angetastet werden. D.h. letzlich geht genau so viel Breite in Versmannstraße verloren wie bei einer Straßenbahn :cool: . Nur viel hässlicher dürfte so eine Rampe, die im Loch verschwindet immer sein.

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    Zitat von maegis

    Könnte man nicht auch eine U4 Haltestelle Stadthausbrücke machen. Eigentlich müsste die Trasse doch da verlaufen.

    Jepp. Wäre denkbar. Dazu standen auch WIRE ein paar Sätze in den Planfeststellungsunterlagen.

    Nutzen keiner: Auf der Relation Altona–HafenCity werden zwar 4min gespart. Aber alle anderen Fahrgäste in die HafenCity sind 1min länger unterwegs.

    Aufwand wahnwitzig: Die S-Bahn wurde schon ziemlich abenteuerlich unters Alsterfleet gelegt. Da muss die U-Bahn Station noch drunter. Sicher geht das mit offenem Schacht auf -25m NN, schließlich muss die U-Bahn anschließend unter den Pfählen der Schartorschleuse in der Hauptdeichlinie durch. Riesen Baustelle, alles darüber abreißen, -zig Millionen verbuddeln.

    Ernsthaft mag man über eine Haltestelle „Großneumarkt" nachdenken, wo die U-Bahn auch fast drunter durch führt. Aber die BSU hat sich sehr um eine Planung fast ausschließlich unter öffentlichen Gebäuden, Straßen, Gewässern u.ä. bemüht. Es besteht offenbar die m.E. nicht ungerechtfertigte Angst, dass irgend ein Grundeigentümer sich quer stellt. Nicht unwahrscheinliches Resultat wäre, dass die gesamte Planfeststellung gestoppt wird, weil das Gericht befindet, ernstzunehmende Alternativen wie Straßenbahn und Hochbahn in die HafenCity wurden nicht ernsthaft geprüft. Dann wäre schnell amtlich, dass sich der Senat in die teuerste und unsinnigste Lösung verbissen hat. Deshalb geht jetzt alles nach dem Prinzip „Augen zu und durch".

    HafenCity und die anderen Stadtteile

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    Zitat von DiggerD21

    Der Klang in der Elbphilharmonie soll "weltklasse" werden. Sagen zumindest die Architekten.
    Ich fand die Kommentare der Passanten auf dem Lokalsender Hamburg1 nur mal wieder bescheuert. Sinngemäß: "14 Stockwerke? Das ist ja dann ein Monster!", ...

    Als Nicht-Architekt hätte ich den vorher geplanten 107m Glaskasten ziemlich daneben gefunden. Die Ecke ist extrem markant, weil sie so weit in den Norderelbstrom ragt und bei der Höhe auch von der Lombardsbrücke zu sehen ist. Das einzige, was dort m.E. geht und gut geht, ist eine Extravaganz wie die Elbphilharmonie.

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    Zitat von DiggerD21

    Und jetzt noch ne andere Meinung/Kritik: Das U/S-Bahn-Netz ist in der Tat etwas lückenhaft. Rahlstedt, einer von Hamburgs größten und bevölkerungsreichsten Stadtteilen, ist mangelhaft an die City angeschlossen. Die R10 fährt nur alle halbe Stunde (rush-hour: 15 minuten). Bramfeld, Sasel, Steilshoop, Schnelsen sowie quasi alles südlich der Elbe ist auch nicht so toll verbunden. Ein paar Bahn-Querverbindungen in den äußeren Stadtteilen kann ich mir gut vorstellen. Man könnte z.B. die Flughafen-S-Bahn über Niendorf und Schnelsen bis nach Schenefeld (oder von dort sogar weiter auf die Trasse nach Pinneberg) ausbauen, sowie eine U-Bahn-Querverbindung von Billstedt über Jenfeld, Rahlstedt nach Farmsen herstellen.

    Der Problembeschreibung kann ich mich voll anschließen. Der Kilometer U-Bahn, also unterirdisch, kostet so rund 50 Mio EUR. Das Netz, was Du beschreibst, dürfte so 50km lang sein, vorsichtig geschätzt. Es bliebe zu klären, wo die 2,5 Mrd EUR her kommen sollen, um so etwas zu bauen.

    Die 10km nach Rahlstedt hätte man Stand der späten 80er für damals für satt 300 Mio _DM_ neben die Fernbahn bekommen. Das wurde verschlafen. Heute werden geplante 255 Mio EUR für zwei Haltestellen in der HafenCity versenkt, die eigentlich fußläufig von U1 Meßberg zu erreichen sind. Kann man natürlich machen, um einen neuen U-Bahn Ast anzufangen. Ärgerlich ist, dass sich der nach den bisherigen Planungen kaum sinnvoll weiter bauen lässt: Entweder kommt noch eine Station in der östlichen HafenCity hinzu und erreicht den stärkstfrequentierten Hamburger S-Bahn Ast nach Harburg ohne Anschluss an diesen. Oder die östliche HafenCity bleibt ohne Bahnanschluss und es geht nach Wilhelmsburg ins Reiherstiegviertel rüben. Nachteil der Perspektive Wilhelmsburg ist: Die nötigen 500 Mio EUR kann schlicht niemand aufbringen und damit wird die Realisierung kaum vor 2050 bzw. St. Nimmerlein kommen. Zudem dürfte die dann erzielte Streckenlänge von 10km ins Reiherstiegviertel eher der nördlich der Elbe gefühlten Distanz zur Innenstadt nahekommt als der realen Distanz von vielleicht 3km.

    Mit einer Straßenbahn, vielleicht auch mit der Hochbahn, hätte sich für das gleiche Geld und in der gleichen Zeit schon der Sprung über die Elbe bis auf die Harburger Schlossinsel machen lassen. Straßenbahn kostet etwa 5 Mio EUR/km auf separater Trasse. Damit wären auch die gewünschen Tangentialverbindungen bezahlbar, zumal die Straßenbahnen ab einem gewissen Fahrgastaufkommen betrieblich günstiger als Busse sind.