Beiträge von thorbenkrieger

    Die Offenbacher Post bringt ein Interview mit Jörn Stobbe von der Becken-Gruppe.


    Wichtigste Punkte :

    • Er ist OFC-Fan ;)
    • Es sollen nun 1544 Studentenapartments werden, von denen ca 300 schon durch Adler vorbereitet/gebaut sind (Apartments = 12/18 m2)
    • Das Best Western soll in einen Neubau auf dem Areal umziehen
    • Weitere 3 Hochpunkte (60m) sind geplant, darin Wohnungen, Kita etc, 30-40% davon gefördert. Auch hier soll seriell gebaut werden
    • Es wird keine TG geben, sondern 2 Parkhäuser
    • Baukosten sollen die Hälfte von 250Mio sein, und man will 2026 mit den Türmen, 2027 mit allem fertig werden

    https://www.op-online.de/offen…urch-module-92702593.html


    Klingt so gut, dass man vielleicht besser skeptisch bleibt.

    Mod: Verschoben, Anmerkung dazu.



    Sieht nach einem tollen Projekt aus.


    Auf der Webseite aber fehlt eine vielleicht nicht ganz unwichtige Information : Wo ist das eigentlich? "Allerheiligenviertel" kenn Google Maps nicht, und Straßennamen hab ich jetzt nach 15min Suchen nicht gefunden. Schätze, die Webseite ist eher "von Designern für Designer" konzipiert, nicht für Gelegenheits-Interessenten.

    Es ist natürlich richtig, dass ein pauschales Verbannen - zumal ohne Betrachtung von Verdrängung des Autoverkehrs in andere Straßen - eine zu simple Maßnahme wären und mehr Probleme bringen. Auch geb ich dir Recht, dass Asphalt rot anpinseln auf keinen Fall mehr als eine Notlösung sein darf. Ich habe einige Jahre in NL und BE gelebt, und kann sagen, dass man gute Radinfrastruktur nicht an der Farbe erkennt.


    Und wenn man sich selbst die sehr konsequenten Beispiele für "Autoverdrängung" (ich würde ja eher sagen : Platz schaffen für alle Arten von Mobilität) anschaut , wie man sie zum Beispiel in NL findet, dann sieht man, dass es kaum um ein pauschales Sperren geht, aber schon um ein deutliches Reduzieren des Platzes und der Geschwindigkeit.


    Aber was mich jetzt wirklich mal interessiert : Hast du ein Beispiel für einen wunderbaren Stadtraum an einer Straße mit 4 oder mehr Fahrstreifen in eine Richtung? Wenn ich überlege, welch Stadträume ich mag, komme (als Offenbacher :) ) zum Beispiel auf den Wilhelmsplatz oder den Hafenplatz, in Frankfurt Römer/Altstadt, Teile der Berger Straße, das Mainufer oder jede Menge andere Plätze - die alle autoarm bis autofrei sind. Ich bin tatsächlich skeptisch, dass sich Aufenthaltsqualität mit Autoverkehr (über ein minimalmaß in Schrittgeschwindigkeit hinaus) vertragen.

    Tatsächlich findet sich empirisch weltweit immer wieder, dass ein Reduzieren des Autoverkehrs zu einer Steigerung von Einzelhandelsumsätzen führt. Sowohl, wenn es für einzelne Straßen oder Bereiche gemacht wird, als auch, wenn es direkt um die ganze Innenstadt geht (Amsterdam, Brüssel, London, ...)


    Hier zum Beispiel eine Studie, die das systematisch anhand von 14 Städten in Spanien untersucht hat:

    https://www.sciencedirect.com/…abs/pii/S026427512100367X

    Ok, dann will ich mal zeigen, dass ich es besser kann. Stück für Stück, einzeln und jetzt möglichst sachlich.


    Weil aber das sauber mit Fakten argumentieren deutlich mehr Arbeit ist, als das einfach eine These in den Raum stellen, beschränke ich mich auf einige der wichtigsten.


    "es gibt auf absehbare Zeit ohnehin keine wirklich praxistauglichen Speichertechnologien"

    Es war bisher kaum notwendig Speicher im Netz vorzusehen, weil der Anteil EE noch so niedrig war, dass Abschaltungen und negative Preise die absolute Ausnahme waren. Daher war und ist es effizient zuerst die EE auszubauen, Last-/Produktionsunterschiede mit Gaskraftwerken auszugleichen. Das fängt jetzt so langsam an, sich zu drehen. Zunächst werden Kurzzeitspeicher interessant - hier neben Pumpspeichern vor allem klassische Batterien (2nd Life von Fahrzeugen), Redox Flow, Wärmespeicher und - die bereits mit Abstand verbreitetsten Speicher : Autos. Alles wird fängt grade an, im Netz anzukommen. Mit weiterer Umschaltung von Fossil auf EE werden dann auch längerfristige Speicher wichtig, hier vor allem Wasserstoff. Auch das ist erprobte Technik. Kommt nicht umsonst, aber bei Stromkosten von mittelfristig <5ct für Solar und Wind nicht sonderlich problematisch. Nochmal : alles fertige Technologien, erprobt und alles, nur noch nicht im Netz, weil es bisher wenig Sinn machte. Dazu kommen noch fertig erforschte aber nicht zu Ende entwickelte Technologien : Algen und andere Formen von Biomasse, Kraftwerke mit Druck im Gestein, Lageenergie von Betonblöcken etc. Dazu kommen weiter Ansätze, Last und Produktion zusammen zu bringen : Der Markt 1: Durch gutes Strommarktdesign, insbesondere dynamische Preise und mehr Preiszonen lässt sich deutlich mehr Last als bisher so umverteilen, dass sie sich der verfügbaren Energie anpasst. Der Markt 2: Ausgleich durch Im- und Export. Wird leider auch grade oft als Beleg für fehlende Sicherheit genutzt, bedeutet aber einfach, dass europaweit gerade die Eneergie genutzt wird, deren Grenzkosten in dem Moment am günstigsten sind (meistens EE). Dank des Gesetzes der Großen Zahlen werden dadurch alleine schon viele Schwankungen ausgeglichen (à la irgendwo ist immer Wind) und der Bedarf an Speicher verringert.


    "Träumereien von sinnvollen Speichern und ihrer wundersamen Wirtschaftlichwerdung"

    Technologien s.o. auch nach Kostengesichtspunkten zum Beispiel genau untersucht z.B vom Fraunhofer Institut hier. Anmerkung von mir :Die Studie ist von Ende 2015, die mir bekannten Speichertechnologien haben sich seitdem deutlich schneller verbilligt. Li-Ionen-Batterien zB in der Massenfertigung bei ca 60€/kWh, Natriumionen ca 30% billiger mit dem Potential innerhalb weniger Jahre auf unter 30€/kWh zu kommen. Analog für andere Technologien.


    "an windigen sonnigen Tagen muss Deutschland schon heute den produzierten Überschuss zu Strafpreisen (also mitunter sogar noch Geld dafür bezahlend) ins Ausland abgeben"

    Ist faktisch zwar richtig, aber als Gegenargument gg EE schwierig. A) Ist das gut, weil es woanders dreckigen Strom aus dem Netz drängt. Und B) ist das neu und Teil des Designs, weil wie oben erwähnt Speichern bisher nicht wirtschaftlich war, solange man einfach Gas an- und ausschalten konnte. Wir sich aber dank all der Ansätze oben wieder ändern.


    "die winterlichen Dunkelflauten hat schon mehrfach fast das gesamte deutsche Stromnetz kurz vor dem Zusammenbruch gestanden"

    Ist natürlich schwer zu widerlegen, weil eh nur Hörensagen. Fakt ist, es gab den herbeigeredeten Blackout nicht und es war auch nicht knapp. Einzig gab es lokale Engpässe, die aber nicht der Energiewende an sich geschuldet waren, sondern der deutschen Besonderheit über eine sehr große Fläche mit sehr unterschiedlichen Bedingungen nur eine Strompreiszone zu haben. Bei viel Wind im Norden gewann dieser die Auktion konnte aber dank zu wenig Leitungen nicht in den Süden transportiert werden. Dann musste Redispatching greifen, das heißt Windstrom wurde abgeschaltet und anderer kurzfristig zu geschaltet. So ist das System momentan auf Betreiben der CSU designt, die zB Südlink verhindert und gleichzeitig auf der großen Preiszone besteht. Wird aber vermutlich demnächst durch EU Regulierung geändert werden.


    "Bundeswirtschaftsminister (der keine Ahnung von Insolvenz und Inflation hat)"

    Da fällt mir jetzt ganz schwer was sachliches ein - ich lasse es mal.


    "notfalls entscheiden können wer überhaupt noch wann Strom beziehen darf und wer nicht"

    Bezieht sich wohl auf ein aus dem Kontext gerissenes Zitat von Habeck (zB hier bei der Bild) der nichts anderes gemacht hat als die seit Jahren udn Jahrzehnten bestehende Priorisierung für mögliche Mangellagen zu erwähnen. Weder hat er gesagt, dass sich daran was ändert, noch dass er das will oder dass das Eintreten wahrscheinlich wäre.


    "Mit der Abschaltung der letzten AKWs wird der deutsche Irrweg, auf dem uns bekanntlich nicht ohne Grund kein einziges Land der Erde folgt sondern nur über uns gelacht wird, nur noch verstärkt."

    Ich empfehle diesen Artikel und gebe ein paar der dort zusammengetragenen Fakten. Seit 1996 ist der Anteil von Atom am Strom weiltweit von 17,5 auf 9,8% gefallen. In der EU sind im Moment gerade mal 3 Reaktoren im Bau, davon 2 in FR. Einer davon - Flamanville - war mit 3Mrd.€ veranschlagt, kostet aber jetzt schon >20Mrd.€

    Der letzte Bau der in der EU in Betrieb ging war in Finnland, war 18 Jahre in Bau, wurde 4mal so teuer wie geplant und nutzt Brennstäbe aus Russland.

    Ich bin kein Kernkraftgegener, aber von die Welt lacht über uns, ist man hier wohl weit entfernt.



    "Übrigens auch mit dem Effekt, dass Deutschland mittlerweile wegen des nötigen stärkeren Rückgriffs auf Kohle "

    Das ist wohl kaum auf den Atomausstieg zurück zu führen, sondern eher auf das kurzfristige und ungeplante Ersetzen von Gas aufgrund des Krieges. Und mittlerweile schon wieder vorbei. Dass der Atomausstieg nicht der Grund war sieht man zum Beispiel, wenn man sich Q2 2022 (das letzte Q2 mit AKW) und Q2 2023 anschaut : Der Kohleanteil ist von 30,8% auf 23,6% gefallen. Im letzten Q2 vor dem russischen Angriff auf die Ukrainier waren es 24,1% (Quelle für all diese Zahlen). Von Q1 auf Q2 - also mit der einzigen Abschaltung an der die jetztige Bundesregierung überhaupt vielleicht noch etwas hätte ändern können - ist er von 30,1% auf ebenjene 23,6% gefallen.


    Dieser Text hat mich jetzt über 1h gekostet und ich werde die gleichen Argumente auf dem nächsten Familienfest dem nächsten Bildleser erklären müssen. Aber vielleicht habt ihr Recht, die Mühe muss man sich einfach machen. Seufz.



    Noch ein Edit :

    Mir fällt jetzt erst der Satz auf "Längliche Belehrungen wie oben führen allenfalls dazu, eine zuvor lebhafte Diskussion abzuwürgen". Den find ich schon hart, wenn man sich überlegt, was das heißt. Fakten sind einfach, wenn man genau bleibt, länger als steile Thesen. Und doch in einer lebhaften Diskussion um soviel wichtiger...

    Ist richtig, mit diesen Begriffen hab ich mich zur Unsachlichkeit hinreißen lassen.


    Leider ist es immer wieder Taktik der Populisten, catchy Begriffe in den Raum zu stellen, hinter denen sich Unwahrheiten verbringen. Beispiele aus obigem Post: "bekommst du ein Land nicht satt", "Träumereien", vorher schon "Zappelstrom" und "deutscher Irrweg", "über uns gelacht"....


    Da mit vielen Fakten zu widersprechen ist um ein Vielfaches mühsamer und wirkt nicht. Siehe das Ergebnis des langen Faktenposts oben, auf die einfach mit dem nächsten Themenwechsel, der nächsten Halb- und Unwahrheit reagiert wird.


    Der Fachbegriff ist dafür Taubenschach (Just Google it)


    Wie gesagt, in einer Zeit, in der die Diskussionen (einseitig) immer unsachlicher werden, braucht es manchmal ganz einfach Widerspruch.


    Würde mich auch freuen, wieder komplett auf den Austausch von Sachargumenten zu gehen, aber dann muss auch das Taubenschach hier unterbunden werden.

    Seufz.


    Hätte ja gehofft, dass wenigstens die Blackout-Phantasien so langsam mal durch sind. Blackout ausgefallen, russische Energie zu fast 100% ersetzt, Strompreis heute niedriger als vor Ukraine-Krieg und CO2-Ausstoß so niedrig wie noch nie in DE. Ich glaub so schlecht ist die Bilanz der letzten 1,5 Jahre nicht. Aber Respekt dafür, komplett ohne Sinn und Verstand Habeck ins Spiel gebracht zu haben.


    Dank geht an die anderen, die sich von so einem Bullshitbingo nicht aus der Ruhe bringen lassen - ich habe für mich beschlossen diesem populistischen Geschwafel zu widersprechen, wo ich es sehe. Ansonsten können so Leute auf die Idee kommen, eine Mehrheit zu repräsentieren.


    Kann gerne auch gerne auch gelöscht werden, weil kein Zusammenhang mit Architektur, dann aber bitte zusammen mit obigem Rant.

    Danke an alle für die spannende Diskussion. Und danke, Xalinai , dass du auch bei leicht polemischen (andere würden sagen ideologischen) Einwänden ("Zufallsstrom") einfach im kompletten Faktenmodus bleibst :)


    Zu den Gartenstädten : Ich finde die Idee sehr spannend, sehe aber auch, dass das in der Realität wahrscheinlich sehr selten so gelebt würde. Oder kennt jemand Beispiele von Stadtvierteln / Gemeinden, wo tatsächlich Verkehr und Ressourcenverbrauch durch diese Lebensweise niedrig gehalten wird? Ehrlich gemeinte Frage - ich würde gerne dort hinziehen. Ansonsten könnte ich aber reihenweise Beispiele von Vierteln geben, die so beworben werden, dann aber aufgrund niedriger Dichte zu reinen EFH / Auto / in-die-Stadt-pendel Gebieten geworden sind.


    Hier schlägt wohl eine gewisse Diskrepanz zu zwischen der eigenen Wahrnehmung "hier ist alles so schön grün" und der Effekte, die die Lebensform im Großen hat -> mehr Flächenversiegelung / Grünzerstörung pro Einwohner. Das ist immer schwer mit Zahlen und Statistik gegen eigene Wahrnehmung zu diskutieren.



    Und zum Schluss noch eine Frage :

    Ihr redet immer von Überdachung bei Agri-PV. Ich habe letztens einen Vortrag gehört, in dem senkrechte Bauweise genannt wurde. Module Ost/West ausgerichtet, dass in den Morgen-/Abendstunden PV produziert wird und gleichzeitig die Sonne von Süden nicht abgedeckt wird. Wurde das bei den von euch zitierten Studien auch betrachtet?

    Mir ist die häufige Nutzung des Wortes "Boulevard" im Zusammenhang mit der Europa-Allee aufgefallen. Scheint wohl einem Marketing-Konzept der Stadt entsprungen zu sein. Da mir das Wort im Zusammenhang mit dieser Stadtautobahn etwas komisch vorkam, habe ich bei Wikipedia mal nachgeguckt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Boulevard


    Erster Satz:"

    "Ein Boulevard [bulvaʁ] (12px-Loudspeaker.svg.png anhören?/i) ist eine breite von Bäumen flankierte und entlang einer ehemaligen Stadtmauer verlaufende Straße in Großstädten. Boulevards sind meist als Straßenring angelegt und umgeben folglich die ehemalige Kernstadt ringförmig. Die Bezeichnung Boulevard wird im weiteren Sinn für Prachtstraßen oder repräsentative Straßen jeglicher Art verwendet."


    breit (check), Bäume (manchmal), ringförmig entlang der Stadtmauer (x). Ok eher nicht, dann vielleicht im weiteren Sinn : "Prachtstraße", hmmm, "repräsentativ" joooaaa.


    Im weiteren wird noch ausgeführt, dass Boulevards ursprünglich für "flaneurs" - also Spaziergänger - konzipiert waren.


    Also typischer Fall von wir tun so, als ob Fußgänger wichtig wären, planen dann aber in Realität alles um eine 4-spurige Autostraße herum.

    In Offenbach ist grade der letzte Teil der 2. Ebene abgerissen worden, die Idee hat sich eher nicht so bewährt. Da ja meistens die Füßgänger, Radfahrer, Flanierer, Parks, Spielplätze (aka der ganze Rest) auf die zweite Ebene dürfen/müssen, steht und fällt alles mit den Zugängen dazu. Und es fällt mir schwer zu glauben, dass Zugänge für Rad-, Kinderwagen- und Rollstuhlfahrer eine Qualität hätten, die das Konzept akzeptabel macht. (Wer es nicht glaubt, einfach mal einen Kinderwagen schnappen und einmal U-/S-Bahn mit Umsteigen fahren) Dazu kommt noch, dass alle unteren Etagen der Gebäude dunkel würden oder zumindest schlechteren Zugang mehr hätten - man stelle sich mal den Widerstand der Geschäfte im EG vor.


    In Summe ist der einzige Vorteil, dass der Autoverkehr ungestört von Gedöns fließen kann...


    Einzige sinnvolle Teilidee im ganzen könnte eine Überbauung von Brücken sein. Aber auch dann gilt : Es kann nicht die komfortable aber dunkle Etage für Autos da sein, und oben kommt man über bepinkelte Treppen und nur ab und zu funktionierende Aufzüge an die Sonne.

    Was mir auffällt, bei 543 Plätzen soll es nur Möglichkeit für 300 Elektrolader geben - das erscheint mir zu wenig. Ausstieg aus dem Verbrenner-Neuwagen-Verkauf kommt in etwa 10 Jahren, dazu eine Lebensdauer von ca 10 Jahre (zumindest für Vielnutzer und Pendler). Das heißt, dass in 20 Jahren so gut wie jeder PKW ein e-PKW ist. Da wären Lademöglichkeiten für gut die Hälfte doch zu knapp bemessen.


    Wird die Lebensdauer für so ein Gebäuden nicht mit >20 Jahren geplant?


    Aber vielleicht versteckt sich hinter "Elektroversorgung für mehr als 300 E-Ladestationen" ja die Möglichkeit 300 Fahrzeuge gleichzeitig zu laden. Das wäre dann für 543 Wallboxen wiederum dicke genug.

    Was ich auch nicht zu unterschätzen finde : Es handelt sich nicht um eine Kommunalverwaltung, eine Business School oder Krankenkasse sondern eben um eine Hochschule für Kunst und Design. Kunst und Design haben viel mit Repräsentation, Image etc zu tun. Und das kommt hier leider sehr kurz.


    Oder vielleicht ist gerade die Garagenästhetik das, womit sich die HfG als pragmatische Gestalter (Form follows Function) von "brot-/sinnloser Kunst" abgrenzen möchte?

    Meine Eindrücke als Laie waren:


    Gewonnen hat so ziemlich der konventrionellste Entwurf. Blockrand, Rechteckig, eher langweilig. Hatte bei einer Kunsthochschule etwas ausgefallenes erwartet. Zumal der Rest vom Hafen schon wertig aber nicht unbedingt kreativ ist.


    Die Außenflächen liegen in einem Innenhof, und sind damit eher privater als öffentlicher Raum. Viele andere Entwürfe haben da mehr Platz/Park für due Umgebung gelassen.

    Danke sweet_meat , du sprichst mir aus dem Herzen.


    So sehr ich von Rohne die pointierten Meinungen zur Architektur schätze, so genervt bin ich von der immer wieder kommenden "alles linksgrün-versifft" Rethorik. Ich finde, das soll nicht unwidersprochen stehen bleiben, will aber auch ein Architekturforum zu einem Politikforum machen.


    Also für das Protokoll: Ich denke, das Gegenteil ist Richtig, nur mit einer Regierung, die einen ökologischen und sozial inklusiven Umbau schafft, kann Deutschland in Zukunft Wohlstand für Viele haben.


    Können wir dann wieder zur Architektur?