Insoweit fände ich es sinnvoll wenn sich die Diskussion bei diesen (wirklich schwachen) Entwürfen darauf konzentriert, was in der Überarbeitung verbessert oder verschlechtert wurde. Die allgemeinen Unmutsbekundungen hatten wir doch schon dutzendweise ein paar Seiten vorher.
Es ist nunmal eine Tatsache, dass diese zwei Entwürfe durchgängig jedem hier, ganz gleich, ob er, sagen wir mal, in seinem Architekturgeschmack eher traditionell oder modern orientiert ist, ein Dorn im Auge sind. Lob habe ich jedenfalls dafür nicht gelesen, zumal diese Gebäude auch nicht gerade ein Beleg für Leistungen moderner Architektur sind. Das ist einfach nur typisch deutsche Intellektuellen-Konzept-Architektur ohne Realitätsbezug.
Wir haben hier ein Projekt, dem, wenn dann gebaut wird, eine fast zehnjährige Planungsphase vorausgegangen sein wird. Ich finde es da einfach unverständlich, wenn man auf Teufel komm raus aus, und Hand aufs Herz, anders ist es nicht zu erklären, rein ideologischen Quoten-Gründen zwei Gebäude in dieses Areal stellt, die bereits in Marketing-Bildern und -Videos der Dom Römer GmbH verschämt immer nur versteckt dargestellt werden. Auf Postkarten später wird es dann wohl auch nicht anders sein.
Himmel, ich kann mich sogar noch mit dem Stadthaus in seiner Architektursprache abfinden, weil es es keine historischen Vorbilder besitzt, aber diese beiden Entwürfe beschäftigen sich bis auf den Giebel nahezu null mit der gestellten Aufgabe. Ich finde das auch beleidigend gegenüber den anderen auf den Areal tätigen Büros, die, wie ich in meinem vorigem Beitrag beschrieben habe, teilweise tief in die historische Materie eingestiegen sind, um die angepassten Neubauten zu entwerfen. Hätten sie ja nicht machen müssen, wenn man so wie Morger + Dettli sowie Helmut Riemann Architekten einfach so etwas hinrotzen kann, und damit offenbar problemlos bis zur Baugenehmigung kommt.