Beiträge von badeninderspree

    @ElleDeBE Mich hat letztens ein Student angerufen und gesagt, er würde gern seine Bachelorarbeit darüber schreiben, wie man die Einleitungen in den Spreekanal mit dem von mir entwickelten System stoppen könnte. Das wäre ja eine gute Werbung gewesen. Ich habe ihm gesagt, dass ich kein Interesse habe.

    @ElleDeBE Ich habe geschrieben: Technische Anlagen. Ich habe nichts von mir geschrieben. Da gibt es z.B. Röhren, wie sie die BWB im Mauerpark gebaut haben, unterirdische Speicher aus Beton, dezentrale Maßnahmen. Und das es mein System gibt kann ja nicht zum Verbot dazu führen, mich zu Flussbad zu äussern.

    @Camondo Sie sollten doch mal erklären, warum Sie ein Flussbad genau unter den Bedingungen gebaut werden soll, die Flussbad beschreibt: Das nämlich der Filter nicht funktioniert, soviel Beton verbaut werden soll wie bei einem Kilometer Autobahn, das Weltkulturerbe gefärdet ist. Und ja: Flussbad hat Mailadressen. Holen Sie die doch dazu. Meine Aufgabe ist das nicht.

    @Georges Henri Es gab in Berlin ca. 30 Flussbäder an sich abwechselnden Stellen. Wir haben im Jahr 2000 dazu geforscht und die Geschichte der Bäder ausgegraben. Eingestellt wurden sie 1926 weil die Wasserqualität so schlecht war, dass die Leute nicht mehr darin baden k

    @Camondo Hatten Sie mir nicht oben vorgeworfen, ich hätte den usernamen "badeninderspree" extra gewählt, um hier für mein Anliegen zu trommeln? Nachdem ich das wiederlegen konnte, wäre es doch eine Sache der Höflichkeit, vielleicht mal sorry zu sagen? Aber es geht gleich weiter: Da wird irgendwas rumrecherchiert (oder auch nicht): "Ich erinnere mich" ....."soweit ich mich entsinne" usw. und sich nicht mal die Mühe gegeben, die Vorwürfe genau zu belegen.

    Zum Projekt SPREE2011, dass angesprochen wurde (dazu gibt es auch ziemlich viele Informationen im Netz): 1998 entwickelt, 2003 gab es die erste Studie. Es wurde 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bewilligt. Inhalt war, eine neue Technologie zu entwickeln, die Abwassereinleitungen in die Gewässer verhindert. Das Forschungsprojekt wurde zusammen mit der Technischen Universität Berlin (4 Fachbereiche) erfolgreich durchgeführt. Die Anlage wurde im Jahr 2012 errichtet, ist 2013 in Betrieb gegangen und wurde 2016 an die Berliner Wasserbetriebe verkauft, nachdem sie 2 Jahre von der TU evaluiert wurde und der reibungslose Betrieb bescheinigt werden konnte. Ausserdem wurden in den 2 Jahren noch weitere Forschungen durchgeführt. Nach Beendigung des Förderzeitraums wurde das Forschungsvorhaben regulär beendet. Forschungsprojekte haben einen Anfang und ein Ende.

    Zu den Förderbedingungen des BMBF gehörte auch, dass ein grosser Teil der Fördersumme zurückzuzahlen ist, wenn man das System verkaufen kann. Genau das haben wir gemacht, und es war sogar ein ziemlich einmaliger Vorgang, dass uns das gelungen ist. Die Anlage kann im Berliner Osthafen besichtigt werden, dort steht sie und leistet ihre Arbeit. D.h., sie verhindert Abwassereinleitungen in die Spree.

    @Camondo zu dem Kommentar an @Architektur-Fan : Vielleicht sollten Sie sich mal die Gutachten und Stellungnahmen der Denkmalschützer durchlesen, bevor leichtfertig davon gesprochen wird, das man "Angst um die historischen Bauten" hat und über die Bedenken der Denkmalschützer hinweggeht. Jeder denkt sich anmaßen zu können, wo man Uferwände einreissen darf, Treppen reinfräsen kann, die Spiegelung der Jungfernbrücke im Schilf ertränken kann, wo man einfach mal mal ein Holzkonstruktion in den Kanal hineinzimmern kann. Sorry, aber wir reden hier über das Weltkulturerbe.

    @Architektur-Fan hat ein wichtiges Argument gebracht, dass ich teile: Es gibt unendlich viele Stellen, die besser geeignet wären. Z.B. zwischen dem Müggelsee und der Jannowitzbrücke. Es gibt übrigens eine Checkliste, ob ein Standort gut für ein Schwimmbad gut geeignet wäre, die vom Kompetenzzentrum Wasser herausgegeben wurde. Flussbad würde da kläglich durchrasseln.

    Das historische Bad (Badeanstalt hinter den Werderschen Mühlen) befand sich übrigens nicht im Spreekanal, sondern in dem vom Spreekanal abzweigenden Mühlengraben (heute nicht mehr vorhanden). Im Spreekanal gab es wegen der Schifffahrt kein Bad:


    https://www.berlin.de/geschichte/his…01/main_651.jpg

    [mod]Wegen mangelnder Quellenangabe geurtlt. Bitte DAF Richtlinien beachten! [/mod]

    Und noch ein letztes, und zwar, dass beide Projekte ja auch zusammenarbeiten könnten: Ich würde gern darauf zu sprechen kommen, wo die Probleme beim Flussbad liegen und warum ich eine Zusammenarbeit nicht für sinnvoll halte. Vielleicht ergibt sich das irgendwann.

    @Rotes Rathaus Es gibt zum Thema des Denkmalschutzes vielfältige Ausführungen vom Landesdenkmalrat, der Obersten Denkmalbehörde, den ICOMOS-Beauftragten usw. Daher kann ich den Kommentar nur bestätigen. Inzwischen hat sich auch die UNESCO eingeschalten und das Auswärtige Amt zu einer Stellungnahme aufgefordert. Hier ein Artikel, der sich mit dem Denkmalschutz beschäftigt:

    https://drive.google.com/file/d/1KGat7e…iew?usp=sharing

    Kleine Anmerkung: Flussbad ist übrigens noch nicht von der Treppe am Lustgarten abgerückt, sondern hat diese nach eigenen Worten nur "zurückgestellt".

    @ElleDeBE Ob Flussbad hier erscheint und sich an der Diskussion beteiligt, kann ich leider nicht beeinflußen. Wir haben z.B. Ende letzten Jahres versucht, mit Flussbad zu diskutieren, aber Flussbad hat abgesagt. Ein Konkurenz zu Flussbad besteht übrigens nicht, weil ich Vorschläge für einen anderen Teil der Spree unterbreitet hatte.

    Liebe Forenmitglieder,

    zuerst möchte ich sie / Euch begrüßen und freue mich auf spannende Diskussionen. Ich habe die Debatte von außen entdeckt und hoffe, etwas dazu beitragen zu können. Damit keine Missverständnisse entstehen, möchte ich ganz klar sagen, dass ich einer der Kritiker des Flussbad-Projektes bin und denke, dass auch stichhaltig begründen zu können.

    Noch 2 Vorbemerkungen:

    1. Alle Kritiker:Innen sind dafür, dass Mann / Frau in der Spree (auch im Spreekanal) wieder baden kann und das das Spreewasser sauber wird. Die Kritik am Flussbad bezieht sich auf die massiven Eingriffe in den Kanal, die nicht funktionierende Technik und die exorbitanten Kosten.

    2. Beim Lesen der Beiträge hier ist mir klar geworden, dass viele Informationen nicht vorhanden sind, vor allem: nicht vorhanden sein können, weil sie - mit Absicht – nicht veröffentlicht wurden. Zuständig dafür ist Flussbad. Sie haben zwar einen riesigen Etat für die Öffentlichkeitsarbeit, speisen aber die Leute im Prinzip mit den immer gleichen Vorträgen ab. Bis auf wenige Studien, die auf der Website von Flussbad sind, findet man keine tiefergehenden Informationen. Ich habe mir diese durch 8 Termine zu Akteneinsicht gemäß IFG Berlin beschafft, bei denen ich mehrere tausend Seiten gesichtet und später ausgewertet habe. Viele Akten sind aber verschlossen und nicht einsehbar. Für ein "Umweltschutzprojekt" finde ich das sehr merkwürdig.

    Hier ein Artikel, den ich in der Zeitschrift der Baukammer zum Flussbad veröffentlicht habe:

    https://drive.google.com/file/d/1FEDoAl…xWHwmgBd3b/view