Die ganze Diskussion ueber Schrebergaerten ist schon ziehmlich befremdlich, gerade fuer jemanden der schon in den oben genannten Staedten gewohnt hat.
Alle genannten Staedte
--> haben einen deutlich hoeheren Freizeitwert als FFM auch ohne Schrebergaerten,
--> sind deutlich dynamischer,
--> sind besser gemanaged, es gibt zumindestens konkrete langfristige Zukunftsplaene die von allen politischen Kraeften zum Wohle der Stadt vorangetrieben werden,
--> weniger ideologischer Stadtbau,
--> weniger Beschraenkungen was die Wohnbebauung angeht,
--> mehr Pragmatismus.
Hier zeigt sich eigentlich nur, dass es in Frankfurt keinen Willen gibt Probleme pragmatisch und zeitnah loesen zu wollen, wie z.B. ausreichender Wohnungsbau.
Wenn man sich FFM auf der Karte anschaut kann man erkennen das private Gruenflaechen einen signifikanten Anteil am Stadbild ausmachen und teils auf Filet-Grundstuecken liegen, siehe Rebstock, alles oestlich der A5 und westlich der A661 und noerdlich der A3.
Die gemeinwirtschaftlichen Kosten dieser privat genutzten Gruenflaechen steht in keiner Relation zum gemeinwirtschaftlichen Nutzen.
Es handelt sich nicht um gepfelgte, gestaltete oeffentliche Parks.
Es handelt sich um private Parzellen mit Zaun und Gartenzwergen, die ueberspitzt gesagt neben 200-Meter Tuermen plaziert sind.
Das Problem ist im Kern: Egoismus.
Wenn ich in einer "Stadt" wohnen moechte und alle Vorzuege dieser geniessen will, muss ich mir im Klaren sein, dass Hooby-Farming im deutschen Stiel nicht wirtschaftlich tragbar ist und vom anderen defacto steuerlich bezuschussed wird.
Der Boden des Privatgarten steht im direkten Wettbewerb mit dem potenziellen Wohnraum fuer andere (z.B. Familien).