Beiträge von Marsellus Wallace

    Also bei aller Liebe, aber wo ist die Mariahilfer Straße denn so klar abgegrenzt? :/
    Die Flasterung der "Straße" hat minimal kleinere Steinplatten als die der Fußgängerwegs. Die Pflasterungen haben exakt die selben Farben.
    Und wie auf der Schadowstraße auch gibt es einen einfach Streifen eines andersfarbigen Steins, der die Bereiche voneinader abgrenzt.

    Im Gegenteil: Durch die asphaltierten Aufenthaltsflächen ist die Abgrenzung auf der Schadowstraße sogar deutlicher als in Wien.

    Anyway... selbst wenn wir sagen die Mariahilfer hat eine bessere Abgrenzung: Es geht doch vor allem um die gegenseitige Rücksichtnahme und vor allem um das immer wieder pessimistisch-fatalistische Glaskugel-Schauen für mögliche Konflikte, welches die Düsseldorfer Stadtgesellscahft in Perfektion beherrscht.

    Ich postuliere jetzt einfach mal folgende steile These: Die Autofahrer werden dort keine Rennen fahren, die Fußgänger werden nicht blind auf die Straße laufen und die Farradfahrer werden in moderatem Tempo einfach ihren Weg von A nach B suchen.
    Alle sind happy, wir haben eine belebte Straße, bei welcher alle Verkehrsteilnehmer und Stadtbürger ihr Stück vom Kuchen bekommen und niemand muss großartig zurückstecken :)

    Ich finde die neue Schadowstraße tatsächlich sehr gelungen.
    Für mich benötigt man auch garnicht umbedingt eine große Menge an (farblichen) Markierungen.

    Die jetzige Optik und auch Aufteilung der Verkehrsfläche erinnert mich sehr stark an die Mariahilfer Straße in Wien.
    Diese ist sehr gut vergleichbar mit unserer Schadowstraße (von Ihrer Nutzung und Bedeutung her), wenn auch eine Nummer größer als im "kleinen" Düsseldorf.

    Auf dieser Straße teilen sich die verschiedenen Verkehrsteilnehmer ebenfalls den Platz wie hier bei uns geplant.
    Und es funktioniert hervorragend.
    Und auch in Wien stehen Außengastronomien teilweise direkt an der Fahrbahn (um einmal die Sorge mit den gelben Sitzgelegenheit aufzugreifen) und es stellt in der Realität überhaupt kein Problem dar.

    Mit einer ordentlichen Portion gegenseitiger Rücksichtnahme schaffen es in Wien Passanten, (Shopping-)Flaneure, Autofahrerer, Fahrradfahrer, Handwerker, Taxen, sogar Busfahrer!, Gastronomen und Einzelhändler wunderbar miteinander auszukommen!
    Vielleicht sollte man sich das hier auch einmal zur Aufgabe machen, statt zu allererst alle eventuell enstehenden Konflikte aufzuzeigen, egal wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich diese sind.

    Mal abgesehen davon, dass der ganze Entwurf für mich sehr hässlich ist und der Standort eine neue Dimension der Stadtverschandelung darstellt, frage ich mich, was es mit dieser ständigen Freitreppenplanerei auf sich hat.

    Gibt es irgendein ungeschriebenes Gesetz, dass man als Architekt möglichst viele Freitreppen im öffentlichen Raum unterbringen muss?
    Man verstehe mich nicht falsch. Der Grundgedanke ist ja sehr schön (in den Anfangsjahren der Treppe am Schlossturm war diese ja auch noch ein schönes Plätzchen), aber im Allgemeinen sind solche Treppen, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, einfach nur ein Hotspot für Asoziale & Co.

    Neben diesem "tollen" Entwurf wird ja nun vor dem Carschhaus auch wieder eine solche Freitreppe gebaut.
    Außer sehr vielen Exkrementen der Feiernden vom Vorabend und ein paar Obdachlosen die dort Wetterschutz suchen wird sich auch hier sicherlich nicht viel von den Illustrationen mit spielenden Kindern und lachenden Flaneuren wiederfinden....

    Zugegeben der Ehrenhof z.B. kommt hervorragend ohne Hochpunkt aus, ein Hochhaus ist also wirklich kein muss für eine positive Entwicklung .
    Ich persönlich finde aber einen Hochpunkt an dieser Stelle einfach interessant, da er eben über den Block hinaus Strahlkraft besitzt und dort m.E. keinen Schaden im Stadtteil anrichtet.

    Gut, Geschmäcker sind verschieden. In der obigen Aufzählung sehe ich defintiv einige Zweckbauten (LZB, Sparkasse, Apollo, LVR), aber auch architektonisch wichtige oder interessante (Drei-Scheiben-Haus, Mannesmann, Stadttor).
    In die selbe Kerbe könnte man ja auch schlagen, wenn Gegener eines Hochbaus die Höhe der Marienkirche als Maßstab heranziehen: ich meine die Kirche hat nicht mal richtige Fenster ;)^.^ und jemand wichtiges ist dort meines Erachtens auch nicht aufgebahrt.

    Aber natürlich gebe ich dir vollkommen recht, wenn du sagst das Hochhäuser nur in Kombination mit guter Architektur sinnvoll sind. 100 % Zustimmung. Im Großen und Ganzen sehe ich da Düsseldorf aber auf einem soliden Weg, wenn man sich die Planung anschaut. Ich finde das Gateway, das Twist, der geplante Bau am Hbf oder das Markone (V24) an der Völkinger Straße alle samt sehr gut gelungen... wenn sie denn so kommen wie geplant!

    Ich meine auch gar nicht diese Stelle. Ersetze Silhouette durch Skyline, dann wird es vielleicht klarer was ich meine. Einfach einmal auf eine der Rheinbrücken stehen und die Silhouette/Skyline ansehen. Ja, da gibt es "Hochhäuser", aber das Maß ist so gehalten, dass diese nicht stören.

    Wenn man aber einmal ehrlich ist, dann ist es für die Düsseldorfer Sklyline eigentlich charakteristisch, dass sie sehr heterogen ist und eben nicht das eine Charakteristikum hat, welches schützenwert wäre.

    Dem Beispiel des Blicks von einer der Brücken folgend, nehme ich einmal die Oberkasseler mit Blickrichtung Altstadt:
    Von Nord nach Süd sind die großen Solitäre die man hier sieht: Drei-Scheiben-Haus, Marienkirche, Johanneskirche, LZB-Hochhaus, Stadtsparkassen-Hochhaus, Marx-Haus, Lambertuskirche, (Schlossturm, nicht wikrlich ein hoher Solitär und nur durch seine Rheinlage optisch herausstechend), Riesenrad am Burgplatz, Apollo-Hochhaus, GAP15, LVA-Hochhaus, WestLB, St. Peter, Mannensmann-Hochhaus, Gebäude des" Regierungsviertels", Rheinturm, Rheinkniebrücke etc.

    Diese Auflistung zeigt sehr gut, dass die Düsseldorfer Skyline aus Gebäuden mit sehr unterschiedlicher Entstehungsgeschichte und Aufgabe aus verschiedensten Epochen der Stadtentwicklung und -geschichte stammen.

    Von Hochhausgegnern wird es allerdings häufig so formuliert, als würden wir in unserer Altstadt über eine Silhouette wie Bamberg o.ä. verfügen. Wenn dies der Fall wäre, müsste man diese natürlich schützen. Ist es aber nicht. Im Gegenteil: Die Düsseldorfer Stadtentwicklung lebt von mutigen neuen Entwürfen und Brüchen mit konventionellen Ideen. Egal ob Ehrenhof, das Ensemble Drei-Scheiben-Haus & Schauspielhaus, Gherry-Bauten oder jetzt die Gegend um den Kö-Bogen... alles große Eingriffe/ Veränderungen des Bestands. Und ich glaube keiner hier würde diese Bereiche missen wollen.

    Und wir sprechen nun wirklich nicht über ein Hochhaus zwischen Bolkerstraße und Kurzestraße, samt Abriss der Neaderkirche. Wir reden über einen absoluten städtebaulichen Schandfleck seit dem Krieg, der jedes Facelift gebrauchen kann, am besten eben mit einem wirklich großen Wurf. Man stelle sich in meiner obige Auflistung einfach noch ein architketonisch spannendes ca. 150 m Hochhaus hinter dem Drei-Scheiben-Hochhaus vor, ich denke nicht das historische Stadddteile oder die Skyline als Ganzes dadurch zu einem 2. Frankfurt wird.

    Also für die E-Roller muss ich mal eine Lanze brechen:

    Die E-Scooter halte ich auch mehr für eine Spielerei, die nur von einem Burchteil wirklich als Alternative zu anderen Verkehrsmitteln genutzt wird.
    Vielmehr sind sie ein Spielzeug für Jugendliche am Wochenende.


    Aber diese E-Roller sind schon ein anderes Kaliber. Mit ihren bis zu 50 km/h und der kleinen Helmbox können die schon sehr hilfreich sein. Ich nutze sie vor allem in warmen Monaten sehr oft als Alternative. Um z.B. von Bilk nach Pempelfort zu kommen stehen diese einem Auto oder der U-Bahn in Sachen Komfort, Geschwindigkeit und Kosten in Nichts nach. Die Beschleunigung und Geschwindigkeit reicht vollkommen um sicher und problemlos im Düsseldorfer Stadtverkehr mitzuhalten.
    Eine kleinere Tasche oder ein paar Einkäufe kann man bequem hinten reinpacken und ein Mitfahrer kann ebenfalls (legal!) mitfahren.
    Es wird ein Führerschein benötigt, also kann man ein Mindestmaß an Verkehrserziehung & -erfahrung der Nutzer voraussetzen.
    Nicht zuletzt durch ihre Größe und Gewicht scheint die Hemmung die Dinger einfach mal in die Landskorne oder ins Gebüsch zu schubsen deutlich höher als bei den kleinen E-Scootern zu sein.

    Ich freue mich über die beiden neuen Anbieter go & felyx!
    Und auch wenn es so klingt, ich bin nicht von der E-Roller-Lobby ^.^

    Hallo liebes Forum,

    ich bin nun auch schon seit einiger Zeit eifriger Passiv-Leser und hatte jetzt das Bedürfnis auch einmal meinen Senf dazu zugeben! :)

    Zum Thema:
    Ich habe selber lange Zeit im Umfeld der Oper gearbeitet und kenne das Haus recht gut. Man kann natürlich persönlich das äußere Erscheinungsbild schön oder nicht schön finden. Was jedoch keine subjektive Wahrnehmung ist, sondern leider ein trauriger Fakt: das Haus kann den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden. Es ist schlichtweg zu klein und innen vollkommen verbaut.

    Ich bin daher defintiv für den Neubau an anderer Stelle in der Stadt. Aus organisatorischen Gründen (Aufrechterhaltung des Spielbetriebs während des Neubaus) und eben auch weil der Bestand einfach nicht mehr hergibt als jetzt und man ja nicht in den Hofgarten bauen möchte/ sollte.

    Ich finde den Gedanken eine Dt. Oper am Rhein auch tatsählich baulich direkt an den Rhein zu setzen auch höchst spannend, weil man damit städtebaulich zu neuen Höhen vorstoßen könnte (ein ewiger Wunsch der Düsseldorfer Politik egal welcher politischer Coleur ;D ).
    Allerdings halte ich alle bisherig diskutierten Standorte für ungeeignet:
    Landzunge Rheinpark: Da ist ein Park und das ist auch gut so und sollte so bleiben.
    Rheinpark Golzheim: s.o.
    Kesselstraße: Finde ich einfach etwas zu weit weg, da am äußersten Ende des Medienhafens.
    Freiwiese über der Tunnelmündung Oberkasselerbrücke: Das wurde meiner Erinnerung nach bei einem der Entwürfe zum "Blau-Grünen-Ring" einmal vorgeschlagen. Der Standort ist zwar grundsätzlich sehr interesssant, verbaut aber vermutlich sehr die historische Silhouette der Altstadt.

    Meines Erachtens gibt es aber noch ein kleines, "innenstadtnahes" Stück am Rhein, welches noch nicht bedacht wurde: Die Landzunge an welcher sich der Paradiesstrand befindet.
    Mir ist zwar bewusst, dass das eher in die Kategorie "Träumerei" gehört, nur angenommen die Stadt Düsseldorf findet irgendwo 500 Mio. + die sonst keiner haben möchte, fände ich das den idealen Standort:

    Fußläufig über die kleine Brücke über den Hafeneingang sehr schnell zu erreichen, an einer herausragenden Position, ohne irgendetwas zu verbauen oder zu verdecken, könnte man dort eine architektonische Perle (ich fand den Entwurf auf der gegenüberliegenden Landzunge grundstäzlich sehr schön) bauen. Den Paradiesstrand könnte man in diesem Zuge etwas herrichten und bewirtschaften (zumindest teilweise) und hätte endlich mal einen richtigen "Stadtstrand" von dem die Stadtgesellschaft ja auch schon seit dem Ende des Monkeys feucht träumt ;).
    Die logistische Infrastruktur könnte man auf die der Altstadt abgewandten Seite einrichten, wo sie über die Hafenzufahrt auch für LKW gut zu erreichen wäre und niemanden stört.
    Dann packt man noch ganz vorne auf die Landzunge einen schönen großen Platz mit bester Sicht auf das Statdpanorma (Herr Lüppertz oder sonst wer stellt noch eine schöne Figur direkt an die Hafeneinfahrt) und das Meisterstück ist gelungen!
    Einziger großer Haken wäre die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV und dem Auto... aber wenn die Stadt in diesem Szenario so viel Geld über hat, ist ja vielleicht auch noch eine nagelneue Ubahn in den Medienhafen drin ;D

    So. Soviel von meiner Seite dazu. Ich hoffe ich erschlage Euch nicht direkt mit dem ersten Beitrag :D