Beiträge von bluecher

    warum schreibst du, restitutor (=Rückerstattungspflichtiger), wenn du nichts beizutragen hast? heute ist heute, und wird heute auseinandergesetzt. kannst du der diskussion sachlich folgen?
    und dank an norimbergus für die unterlassung des nachsatzes...

    zuerst tu ich mir aus meiner natur heraus mit deinen knöchernen vorstellungen sehr schwer -
    ich liebe nun mal freejazz, stockhausen und bach gleichermaßen (aktiv wie passiv). und so geht es mir in der bautechnik eben auch mit glas, stahl und lehm (auch hier aktiv über 30 lehmhäuser in freilandmuseen aufgebaut).
    un so auch in der architektur---
    nur was schreibst du!
    zu a
    etwas wirr und unschlüssig ist dein vortrag in bezug auf den patienten pellerhaus. dabei hatte ich mir mühe gegeben meine meinung klar zu formulieren.
    es lag 1945 so ziemlich alles darnieder. man hat sich aus gründen der identität in nürnberg für die rekonstruktion einiger im wesentlichen an der achse burg-bahnhof liegender historisch wichtiger und bedeutender gebäude entschieden. auch das ist dir sicherlich bekannt. man mußte sich auch aus gründen des schnöden mammon auf bestimmte projekte konzentrieren, denn schließlich standen viele bürger obdachlos auf der straße, wohnten unter heute unvorstellbaren bedingungen.
    man hat sich gegen die rekonstruktion des pellerhauses entschieden, und nach einem wettbewerb ein heute für die 50iger jahre typisches gebäude errichtet. diese entscheidung wurde damals gefunden, und ist teil eines historischen prozesses, der als solcher seine wertigkeit und seinen repekt auch von dir verdient. die wertschätzung der nachkriegsepoche ist noch nicht populismusfähig. das hast du gut erkannt und nutzt es für deine argumentationsketten. deine schlüsse indes bleiben schwach und arm an verantwortung der gebauten umwelt im ganzem gegenüber.
    richtig dumm empfinde ich die aussage "aber man kann nicht alles schützen". wirklich richtig dumm und irreführend.
    zu b
    wenn du psychopatisches zitierst, dann ist es gute sitte dies zu kennzeichnen. so jedenfalls entlarvst du dich als nachplabberer eines herrn baretzko.
    zu c
    wir können gerne über die beachtlichen entwürfe der architekten wolff und vater und sohn mayer diskutieren. es ist zu früh die kunstgeschichtliche bedeutung des mayerschen baus bewerten zu wollen. erinnere dich bitte an den wert von dürer im barock!! und schließe den text an der kunsthalle mal in deine abendlichen hoffnungsgebete nach reinkarnation mit ein...du jedenfals hast nicht das recht und bei allem was von dir hier zu lesen ist die kompetenz den kunstgeschichtlichen wert des mayerbaus zu beurteilen, und stets den abriss dieses zeitzeugnisses zu fordern. und höre auf mit dem willen des volkes zu argumentieren. auch ich bin teil dieses volkes!! vor vielen jahre hat im sportpalast in berlin schon mal jemand den willen des volkes befragt! und auch vor 2000 jahren in israel! merkst du denn nicht auf welcher dünnen intelektuellen mehlsuppe du dahergeschwommen kommst?
    zu d und den architekten...
    diese blöse hättest du nicht auch noch geschuldet!! ersetze architekt durch künstler, musiker, bänker, politiker usf. man spürt förmlich deinen frust.
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    zum zeitpunkt der lüge.
    es gibt in der tat manchmal gründe für eine rekonstruktion, die ich auch gelten lassen will. der wiederaufbau der brücke von mostar, als ein versöhnliches symbol des brückenschlags, der aufbau der frauenkirche in dresden als eine symbol die nachkriegszeit abgeschlossen zu haben, der aufbau der großen kathedralen in nürnberg, und der burg als symbol dieser stadt usf.
    nur ist diese entscheidung beim pellerhaus vor ca 60 jahren gefallen. und was jetzt dort steht ist gut so wie es ist - auch weil es entscheidungen im umgang mit historischer substanz dokumentiert, und das ist so.
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    noch zu deiner signatur "Frei statt Bayern"
    das ist genau das holz wo aus dummen verantwortungslosen chauvinismus bürgerkriege entstehen.
    We are the World -- sang kürzlich ein pop hero----

    zu a
    bauunterhalt und rekonstruktion ganzer gebäude ist ein großer unterschied.
    dieser krieg, der das pellerhaus zerstört hat, ist vor 61 jahren zu ende gegangen. es erfolgte bis weit in die 60 iger jahre aufbau, wiederaufbau, und auch rekonstruktion von identitäts und identifikationsstiftenden gebäuden. ob das alles richtig war kann man diskutieren. nicht diskutieren kann man deinen heutigen ansatz, diese weitestgehend abgeschlossene epoche der bau- und kulturgeschichte neu aufzurollen, und bauwerke derart in frage zu stellen, dass rhetorisch zumindest eine abwertung und gar ein abriss von gebäuden dieses aufbauprozesses in erwägung gebracht wird. diese fanatisch-romantische haltung hat vor ca 150 jahren in meiner heimat rothenburg im zuge der mittelaltersehnsucht zur zerstörung großer teile der barocken gebäude geführt. deshalb plädiere ich erst mal für repekt dem gegenüber was es gibt, auch wenn es dinge ersetzt hat, die es heute nicht mehr gibt, und dessen rekonstruktion ein munteres raten der selbsternannten retter der altstadt bedeutet.
    zu b
    ich habe selten so viel psychpathische projektionen gelesen. wer kann häuser haßen? wen kümmert das, ob das gebäude als bibliothek oder als ren.bonzenbau bekannt ist? welche sehnsüchte stecken hinter solchen verklausulierungen?
    zu c
    dein gewinner ist mein verlierer, hm!! mit respekt vor dem was andere leute gemacht haben kann nur ein geblendeter den abriss des durchaus beachtllichen mayerschen baus und rekonstruktion des ebenso beachtlichen renaisance baus propagieren.
    zu d
    lass dir sagen, nicht die architekten machen die architektur, sie planen sie (nur) und müssen überzeugen und sich durchsetzen. jede architektur ist von bauherrn bezahlt, und die bauen das wovon sie überzeugt sind. deine emotionalen äußerungen disqualifizieren dich aufs ärmste. sie sind reich an fehlgeleitender respektlosigkeit der baukultur im ganzen gesehen.
    zu e
    freut es mich zu unterhalten.
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    zum rest siehe a.

    nicht besonders originell und auch unsachlich!

    man muß
    a) nicht jedem rekonstruktör nacheifern. kaputt bleibt kaputt. wiederbeleben und rekonstruieren ist keine denkmalpflege, die leistungen des wiederaufbaus der nachkriegszeit haben zusätzlich zum sachwert auch einen baukulturellen.
    und
    b) generell und pauschal habe ich noch keinen nürnberger kennengelernt, der das fünfziger jahre pellerhaus der mayers "haßt". rhetorisch also nachbesserungswürdig,
    c) dehio hat die zerstörung der historischen originale genau durch die hier vorherschenden haltung baulicher substanz gegenüber auf das schärfste kritisiert. es ging damals um den wiederaufbau des heidelberger schlosses. es ist eine tatsache, dass durch jene unverantwortlichen "reparateure" mehr kaputt geht als durch kriege. und da darf man
    d) fragen, ob es im sinne der allgemeinheit ist, bestimmten rückwärts orientierten strömungen geld für ihre individuelle hingabe zu opfern, statt sich dem allgemeinwohl zu verpflichten,
    und auch noch
    e) wird jeder fälscher von banknoten mit gefängnis bestraft. bauwerke darf man nach ansicht eines überwiegenden teils dieses forums ungestraft verfälschen und nachäffen. merke: nicht jeder gegener dieses baukulturellen fälschertums gerät in höchste verzückung beim betrachten mediterraner bonzenvillen...

    schade um die vergeudete energie!
    für die rekonstruktion der bonzenvilla die leere stadtkassen öffnen und dagegen kinderspielplätze etc. verwahrlosen zu lassen finde ich unverantwortlich romantisch.
    na vielleicht blüht der hüttenzauber in 500 jahren auch bill gates´ völlig überdackelter residence?
    lasst die toten ruhen.

    Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von Norimbergus

    Zwischen der jetzt durch Harald Pollmann angestoßenen Rekonstruktion des Innenhofs und der Zerstörung der Fürther Straße kann ja wohl niemand eine Parallele sehen.

    du siehst sie nicht? ich schon. abgeschlossene entwicklungen durch rekonstruktion neu aufzurollen und in einer momentanen laune zu entwerfen zerstört mehr als es neu erschaffen kann.
    das ist beim verkehrsberuhigten boulevard so krass wie beim begrünten steinernen mittelalterlichen platz.

    ich denke mit dehio und riegl: konservieren statt restaurieren.
    disneyland ist amerikanisch. nur! dort sind die originale in einem anderen maßstab, also ablesbar gefaked.

    was soll man von einer zeit denken, die ihre energie in die rekonstruktion von bonzenvillen der renaisance steckt? (sorry - gehört wohl eher zur peller maske)

    die resultate der populistischen kurzhüpfer?

    der verkehrsberuhigte boulevard (führter straße), der begrünte steinerne platz (initiative der grünen zur gestaltung des hauptmarkts) und wiederaufbau oder gar rückbau des pellerhauses - da sehe ich paralellen.

    die frage stellt sich anders!

    denn die fassade ist letztlich die äußerung jenes gebäudekonzeptes des kaufhauses der 60er jahre. nämlich warenpräsentation und vermarktung im kunstlicht, authistisch, abgeschlossen und isoliert von der umgebung, in weiten unübersichtlichen geschoßflächen, unterbrochen von der fahrtreppe und den fluchtwegen.
    die ornamentale fassadenauffassung darf man auch mal zeitgemäß bei future systems nachsehen - die zeitgenossen der sixties fänden dies sicher obercool--

    http://www.future-systems.com/architecture/architecture_03.html

    also besser die konzepte hinter den fassaden ansehen - in diesem falle plädiere ich eher für abriss. die gläserne fußgängerbrücke vom parkhaus sollte aber unter denkmalschutz gestellt werden (noch im bezirk der altstadtfreunde?) ;)

    zu den haltungsnoten:

    a) die qualität der wohnungen, also der hauptzweck dieses "produktes" spielt in der öffentlichen diskussion und in ihren beiträgen keine rolle,
    b) anregungen und einflüssen ist man permanent ausgesetzt. intelligenz zeigt sich dann in der verarbeitung, der reflexion - von beidem ist hier nichts zu erkennen. stattdessen abziehbilder und kopistentum,
    c) was hat ein rundbogenfenster mit nüchternheit zu tun? nichts! manierismus lässt sich nur mit manierismus rechtfertigen. und das ist eine sache der haltung zu den dingen die uns umgeben. diese haltung beklage ich an den befürwortern dieser architketurkomik. und
    d) wer behauptet beton sei beliebig formbar, braucht nachhilfe in betontechnologie,
    e) es gibt nüchterne, heitere sogar witzige architektur. die grundvoraussetzung ist stets architektur. eine diskussion darüber was architektur sein kann und soll führte hier zu weit, nur die haltung zu dem was architektur sein will ist zu beklagen,
    f) gestaltung sollte frei von moden sein. styling gehört in die frisörstube,
    g) eine schlechte grundhaltung ernsthaften problemen gegenüber ist stets unerträglich.
    h) in der architektur haben sich über die jahrtausende entwurfsprinzipien entwickelt, wo primär die flächen und zuordnungen geklärt werden (grundrisse), sekundär die räume und schichtungen, die sich im schnitt zeigen, und erst zuletzt die fassade als schlußpunkt des geduldspiels architektur. die festlegungen der einzelnen schritte bedingen und beeinflußen sich sehr.

    wer nun meint fassaden aus einer laune heraus entwerfen zu müssen, losgelöst von dem was dahinter passiert, befindet sich kulturell auf weiten abwegen. diese haltungen wurden in den gründerzeiten und den xx-ismus stilen erschöpfend ausgetestet! die ergebnisse sind nicht überzeugend.

    i) die frage, ob ein gebäude welches sich rein aus dem konstruktiven ergibt zwangsweise schön sei enlarvt deswegen, weil sie unverständnis offen zur schau stellt. LC und andere archis der 20er jahre des letzten jahrhunderts waren fasziniert von der konstruktion, der maschinenkonstruktion, der logik und schlüssigen umsetzung von konstruktion. die konstruktivisten erhoben dies zum credo. dagegen ist konstruktion nur ein aspekt von vielen.
    kann denn etwas schön sein, was schlecht konstruiert ist? was sogar keinen sinn macht?

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    und nochmals: ihre haltung stört mich ungemein, baukunst-nbg! und das äußert sich auch bereits in dem gewählen pseudonym. denn ich vertrete die auffasung, dass es keine baukunst gibt und es auch keiner bedarf.
    dieses machtgetue unter dem deckmantel der kunst mancher architekten entspringt dem bedürfnis nach selbstdarstellung, und entwächst häufig einer psychogenen geltungssucht. wie wäre es mit bauhütte-nbg? passte auch besser zu nürnberg...und noch was, herr baukünstler: ich hege nicht den anspruch wahrheiten zu verbreiten...:-)

    rote nase und maske?
    die welt der beliebigkeiten ist unendlich! in diesem zusammenhang ist mestre = fürth!?
    es gibt keinen ort der derlei kapriolen rechtfertigen könnte!!
    experimente mit hirnschmalz - ja gerne.
    das vorliegende passt eher ins opernhaus zu "carneval in venice".
    denn wenn man die maskerate a la potemkin wegnimmt, steht auch hier wie bei dem in diesem forum verehrten hundertwasser ein obszöner und hingefetzter stahlbetonbau dahinter...demonstriert wird aufs vorzüglichste die macht populistischen marketings. in zwei jahren ist der putz dreckig grau und der hip auf hop.

    hm!

    eine so verkürzte überlegung, wie sie der antwort zugrunde liegt, entspricht nicht meiner motivation, sich an dieser diskussion zu beteiligen.
    denn wie soll sich eine straße geehrt fühlen?
    lieber einfach und ehrlich trist...

    rekursion

    so stelle sich die schar der verehrer nun mal vor, auf dem lido entstünde unter mißbilligung des "board of directors of the venice biennale" ein baulicher zitatenreigen von fassadenausschnitten nürnberger fachwerks als applikation oder "vorbau" zu gewöhnlichen transalpinen geschoßwohnungsbau?
    "in welchem stil sollen wir bauen?" fragte einst adolf loos im wien des beginnenden letzten jahrhunderts. auch damals das ende einer eklektizistischen stilepoche.
    witze bauen war nie gut. trieb es beim ersten mal noch tränen in die augen nimmt man später gerne andere wege durch die stadt --