Beiträge von Ruettenscheider

    ich will mich da jetzt gar nicht groß einklinken. Aber es ist doch müßig darüber zu diskutieren, ob der Verlust nun "unfassbar" groß oder nur normal groß ist. Aus Dortmund wird Potential und Steuergeld abgezogen. Daran ist erstmal wenig positiv. Dortmund wird durch den Verlust nicht untergehen aber Grund die Sektkorken knallen zu lassen ist die Nachricht definitiv nicht. Es ist schade, aber nicht systemrelevant. Dafür war die JP Welt auch zu weit ab vom Schuss gelegen, als das sie große Abstrahleffekte auf die Innenstadt gehabt hätte. Sie war eher ein Touristischer Baustein, von denen es in Dormund ja nicht gerade wimmelt.

    Mittlerweile nimmt das Nordviertel überraschende an Dynamik zu. Hier verändert sich gerade strukturell so viel, dass man sogar jetzt schon ohne Übertreibung sagen kann, dass hier der Wandel geschafft wurde. :thumbup: Wer hätte das jemals gedacht?!

    • Der Weberplatz wird derzeit umgestaltet und es entstehen bis 2027 neue Wohnungen und somit der städtebauliche Übergang zur grünen Mitte.
    • Die Hochschule der bildenden Künste wird Ankermieter in der Kirche St. Gertrud und es entsteht der „Kreativ-Campus Essen City-Nord“. 400 neue Studenten werden das Quartier spürbar verändern. Zusätzlich will die Hochschule im gegenüberliegenden Brecklinghaus ein Werkstattzentrum einrichten und Büroflächen anmieten im Erdgeschoss und in der ersten Etage.
    • Das neue Studentenwohnheim auf ehemaligen Marienkirchengelände bringt zukünftig weitere 300 Studenten ins Nordviertel.
    • Das Gebäude von Leuchten Kaiser an der Viehofer Straße 62 wird zu einer Wohnimmobilie umgewandelt. 84 möblierte Apartments für junge, berufstätige Akademiker und Studenten entstehen.
    • Im ehemaligen AWO-Haus am Pferdemarkt baut der Investor POHA-House ebenfalls neue Wohnungen nach einem neuen Konzept aber in erster Linie für Studenten.
    • Der Viehofer Platz wird in den nächsten Jahren neu gestaltet und dient dann als zentraler Treffpunkt für das neue studentische Klientel.
    • Die Betreiber des Ruhrtropolis Hostels erweitern sich. Es entsteht ein gastronomisches Angebot.
    • Als starkes Fauspfand gibt es bereits seit Jahren das etablierte „Rock-Cluster“ sowie die Kulturstätten GOP und TUP.

    Insgesamt also ideale Bedingungen für weitere Investitionen. Es ist nicht unrealistsich, dass hier bald wirklich ein angesagtes Szene- und Künstlerviertel entstehen wird. Die Zutaten dafür sind nicht zuletzt durch die Nähe der Uni absolut gegeben,

    Da muss ich heute mal den Konterpart geben zum lieben hanbrohat. Meiner Einschätzung nach ist die Arena bis zum heutigen Tag nicht wirklich akzeptiert worden von der Düsseldorfer Fanszene. In diesem, sportlich sehr schlechten Eishockeyjahr hatte Düsseldorf die geringste Auslastungsquote der gesamten DEL. Das alte Stadion an der Brehmstraße hingegen wurde geliebt und hatte bis zuletzt Kultstatus weil es auch deutlich attraktiver gelegen ist. Mitten im Zooviertel unweit der Innenstadt. Hier wurde auch vor den Spielen die Fankultur in den Kneipen und Imbissbuden zelebriert. Das ganze Viertel hat mitbekommen wenn die DEG spielt und sie war somit fester kultureller Bestandteil im Alltagsleben. Hinzu kommt das raue Stadion-Flair auch durch die offenen Ecken in der Brehmstraße. Die neue Arena dagegen hat kaum kein Flair. Sie wirkt wie ein Ufo, dass ungünstig in einem Gewerbegebiet außerhalb der Stadt platziert wurde. Aus meiner Sicht handelt es sich um einen städtebaulichen Fehler, die Arena dort errichtet zu haben. Düsseldorf hat sich selbst urbanes Potential verrnichtet und die die Düsseldorfer Eishockey-Szene wurde nicht nur sprichwörtliich aufs Abstellgleis gestellt.

    Wieder ein Meilensstein für die City. Stand März 2025 scheint eine gute Dynamik vorzuherrschen. Die negativen Rahmenbedingungen durch hohe Zinsen und Co. haben sich offensitlich gebessert. Hoffen wir mal, für Essen und Bochum, dasss es auch hier ähnliche Entwicklungen zu bestaunen gibt und auch hier die Dynamik wieder einsetzt.

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    Auch zwei Zugänge (?) - die wesentlich kleinere Thier-Galerie hat derer fünf - sprechen nicht gerade für eine erwünschte Integration oder Einbettung in die Innenstadt.

    da gebe ich dir recht. Nur beim Thema Eingänge bleibe ich dabei, dass der schmale Rundweg entlang der viel befahrenen Verkehrsachse generell nicht gerne frequentiert wird und es deshalb der am wenigsten schlimme Makel ist. Die Thiergalerie liegt eben nur zu einem geringen Teil an einer Straße und ist deshalb nicht direkt vergleichbar.

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    PS: Für mich bleibt es bis heute ein Rätsel, warum das Einkaufszentrum so stark für Fußgänger:innen isoliert wurde

    Viele Malls haben sich gerade in den letzten Jahren auch baulich den neunen Anforderungen angepasst. Häufigste Veränderung war die Umwandlung von Einzelhandelsflächen in Richtung Gastromeile (siehe Citygalerie). Weitere Öffnungen zur Stadt wären wünschenswert aber es gibt ja immerhin einen Hinterausgang. Der Fußgängerstreifen mit der angrenzenden Straße ist leider sehr schmal, da wird man kaum Außengastro platzieren können.

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    Zum Thema: Gerade die nun auflebende Diskussion zum Essener EKZ generell war damals auch hier sehr umstritten. Dabei ging es um die Vielzahl an neuen Einkaufszentren fürs Ruhrgebiet - das RRZ/MH und später das riesige CENTRO Oberhausen waren gewissermaßen Vorreiter und abschreckende Beispiele bei vielen Bürgern - und es gab Sorgen, wie viele solcher Zentren das RG verträgt.

    Zur damaligen Zeit wurde gerne so argumentiert, dass großflächige Ladenzeilen benötigt würden, (um attraktiven Einzelhandel anzuziehen) die damals in den Innenstädten nicht vorhanden seien. Zumnidest in mittleren- und Kleinstädten galt dann die Losung: Entweder Mall oder gar kein attraktiver Einzelhandel (womit damals Ketten wie H&M und co. gemeint waren). Für das Ausmaß an Schaden, den solche Malls anrichten, gibt es eine ganz einfache Rechnung. Je weiter sie von der City entfernt liegen, desto größer die negativen Folgen. Somit ist Essen mit dem Limbecker Platz noch ganz gut weg gekommen. Schlimmer sind da die Fehlplanungen in Bochum und vor allem Mülheim. In Oberhausen hat man gar die gesamte Innenstadt mit einem Satz in die Versenkung befördert. Und mittlerweile sehe ich das Projekt Limbecker Platz gar nicht mehr so kritisch. Es ist definitiv ein großer Anziehungspunkt mitten in der City. Und alle Läden, die dort ansässig sind, hätte man auch so nicht in die City aufgeteilt bekommen. Gerade in Zeiten, des Wandels, in denen wir die City als Ort des Erlebens neu definieren, ist die Einkaufmall ein (attraktiver) Bestandteil im Nutzungsmix. Natürlich muss dann der Rest der City durch andere Nutzungen sinnvoll gefüllt werden. Aber der Königshof zeigt ja, dass man in Ansätzen auf gutem Wege ist. Was nicht heißt, dass ich die Architektur wirklich gelungen finde oder heute noch den Bau einer derartigen Mall begrüßen würde. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Limbecker Platz bis heute ungewöhnlich gut funktioniert, Es konnten immer wieder attraktive Geschäfte als Neumieter gewonnen werden und die Leerstandquote ist absolut in Ordnung.

    Man reißt es ab und baut dann das? Einen Kastenbau mit Betonplatten-Nachkriegs Optik. Aus meiner Sicht eine klare Enttäuschung. Minimal besser als der Bestand aber für nen Neubau in so prominenter Lage ein schlechter Scherz.

    Auch auf die Gefahr hin, dass ihr mich hier aus dem Forum raus-canceled. ;) Aber an sich wäre eine FH doch gar nicht so schlecht in der Ecke. Natürlich nur, so wie es auch vorgesehen ist, als Teil eines Nutzungsmixes. Du kannst kaum ein besseres sozio-kulturelles Publikum dauerhaft etablieren als durch eine Universität. Das wäre in der sozial anspruchsvollen Gegend geradezu ideal als Ausgleich. Und wenn die FH sich erweitern möchte, dann kann sie ja in die Höhe gehen oder muss notfalls 1-2 Gebäude etwas auslagern. Who cares?

    Endlich, das ist der Brustlöser für die Bochumer Innenstadt. Der Nutzungsmix ist nahezu ideal für diesen Standort. So kann das zentrale Gebäude als Scharnier zwischen dem neuen Husemnann-Quartier und dem boomenden Bermudadreieck die schwächelnde Kortumstraße nach oben ziehen. Zusammen mit dem Citytower wird die Immobilie eine deutliche Strahlkraft entwickeln.

    Teil der Markthalle wird laut WAZ Artikel auch eine Brauhaus-Gastronomie. Aus meiner Sicht eine Top Lösung. Es bleibt natürlich abzuwarten, inwiefern sich eine Brauhaus Atmosphäre in einer modernistisch designten Markthalle erschaffen lässt. Aber konzeptionell finde ich diese Besetzung eine interssante Lösung. Voraussetzung, die Hausaufgaben werden gemacht. Dazu zähle ich neben Basics wie guter Qualität auch einen ansprechend gestalteten Außengastro (Biergarten) Auftritt.

    https://www.waz.de/staedte/essen/…d239664151.html

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    Kann für die Zukunft eigentlich nur bedeuten, dass Wohnbebauung her muss, ein ausgewogenes gemischt genutztes Quartier. Wohlgemerkt in Bestlage gegenüber vom Hauptbahnhof, optimal für ÖPNV-Pendler. Da sollte doch was gehen, trotz der schwierigen Lage momentan, was eh Zeit beansprucht, B-Plan-Änderung etc.

    Und gerne ambitioniert und innovativ. Bezogen auf die selbst apostrophierte "1 A Filetlage" war bislang alles gezeigte deutlich zu bider und städtebaulich kein großer Wurf. An der Stelle brauchen wir eine exzellente Quartiersentwicklung, die auch den Brückenschlag zur Innenstadt schafft. Warum nicht ein grünes Band vom Stadtpark zur City schaffen, welches dann sukzessive ausgedehnt werden kann. Es gibt mittlerweile gute Referenzprojkete mit ähnlichem Profil wie zum Beispiel die Seestadt in Mönchengladbach. Hanbrohat hat recht, da muss mehr gehen. Leider sind wir aktuell noch beim Stand, dass von Wohnbeebauuung noch niemals die Rede ist.

    Hier steht doch im Kern auch unsere Demokratie und das gesamte politisch- gesellschaftliche System auf dem Prüfstand. Wir merken doch alle, wie das Vertrauen und der Glauben an die Institutionen zusehends erodiert. Das spiegeln auch die aktuellen Wahlumfragen wieder. Was in Frankfurt stattfindet ist Staatsversagen in kolossalem Ausmaß. Wenn hier nicht schnell und rigoros gehandelt wird, kippt das ganze System irgendwann um. Wer unsere Demokratie in der jetzigen Form als erhaltenswert erachtet, kann eigentlich nur für strikte Maßnahmen plädieren. Sonst haben wir irgendwann ganz andere Verhältnisse.

    Die Grünen zerlegen Deutschland aktuell auf allen Ebenen in seine Einzelteile. Die Folgen des politischen Totalversagens sehen wir in den aktuellen Politikbarometern. Eine schmerzhafte Niederlage für das gesamte Ruhrgebiet. Wir leben momentan in Zeiten des Stillstands. Bauzins und Inflation bringen jeglichen Fortschritt zum Erliegen. Bleibt nur das Hoffen auf bessere Zeiten.