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Weil Wald ein paar Jahre zum Wachsen braucht?
Was hat das bitte mit meiner Aussage zu Tourismusmarketing bzgl. Schwimmen, Radfahren u. WIndsurfen zu tun, alles Dinge, die man im Übrigen jetzt schon tun kann?
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Weil Wald ein paar Jahre zum Wachsen braucht?
Was hat das bitte mit meiner Aussage zu Tourismusmarketing bzgl. Schwimmen, Radfahren u. WIndsurfen zu tun, alles Dinge, die man im Übrigen jetzt schon tun kann?
Aus selbigem Wikipedia Artikel:
Gründerzeit wird "vor allem im architekturgeschichtlichen Verständnis [ ...] üblicherweise als Synonym für Historismus gebraucht"
Und hier quer aus verschiedenen Threads zu zitieren ist schon ziemlich unsauberer Stil.
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Einem Surfpark mit Hotellerie würde ich daher bzgl. Wachstumsimpulsen eine eher untergeordnete Rolle beimessen. Keine Sorgen mache ich mir auch über eine potentielle "Verkitschung" der Leipziger Innenstadt; woran würdest du eine solche festmachen?
Corona hat gezeigt wie wertvoll naturnahe Freizeitflächen für Großstädte sind. Die Städte, die solche haben und noch entwickeln können haben ein gewaltiges Pfund mit dem sie wuchern können. Das sind ja nicht nur die direkten wirtschaftlichen Effekte über Tourismus, sondern auch sekundäre Effekte wenn potenziell Ansiedlungswillige die Stadt(um)landschaft als attraktiv empfinden.
Massentourismus zieht Kitschhändler an, da muss man aufpassen. ![]()
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Ein wenig Geduld kann da aber nicht schaden.
Wieso? Das Gros der Neuseen hat sein Flutungsende schon hinter sich gebracht und einige sind schon in voller Freizeitnutzung. Dazu ein paar Visualisierungen geplanter Projekte wie des Surfparks und man hat wunderbare Bilder, die man nach außen transprtieren kann.
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Ein Geheimtipp ist Leipzig schon lange nicht mehr,..
Aber das ist nicht ein Erfolg? Ich kann verstehen, dass man der Zeit nachtrauert, als die Stadt noch nicht im Mainstream angekommen war, so wie ich verstehen kann, dass man dem Berlin der 90er, Anfang 2000er nachtrauert. Aber es war immer klar, dass diese Zeit irgendwann enden würde. Und für Leipzig heißt das ja auch, dass die ALQ von 18% in 2007, auf 6,5% in 2019 gesunken ist. Und Wachstumsimpulse post Corona - wie der hier vorgestellte Surfpark - helfen, dass sich diese Dynamik nicht umkehrt. Und wenn man klug handelt, schafft man es auch eine Verkitschung der Innenstadt und eine übermäßige Umweltbelastung der Seenlandschaft zu vermeiden.
Im sanierten Gründerzeitler wohnen, bei Porsche oder Comparex arbeiten, Surfen mit den Arbeitskollegen im Neuseenland und im ausgebauten Red Bull Stadion Champions League gucken - ich als Wessi halte Leipzig für eine der attraktivsten Städte des Landes. Es fehlen vlt. noch 1 oder 2 industrielle Ansiedlungen und das oben angesprochene, schlüssigere Tourismuskonzept - aber Leipzig hat alle Vorraussetzungen noch erfolgreicher zu werden.
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Außerhalb der Region ist der Begriff Leipziger Neuseenland nahezu unbekannt – dafür ist das Revier mit seinen Formaten und Angeboten einfach noch zu jung bzw. noch nicht fertig“ entwickelt.
Als jmd. der 500 km entfernt wohnt teile ich diese Ansicht. Wie ist die Wasserqualität? Kann man da windsurfen? Radfahren? Kann man natürlich alles recherchieren - aber es ist wichtig diese Dinge über Bilder nach außen zu transportieren. Das gleiche gilt übrigens auch für die Gründerzeitsanierungen. Was sind die Leuchttürme, die Landmarken, die man kennen muss (vgl. Frauenkirche und Neumarkt i. Dresden)? Oder ist Leipzig so attraktiv, dass es sich gar nicht mehr nach außen darstellen muss?
LEonline ja danke, dass war das was ich meinte. Nicht nur Mehrfamilienhäuser, sondern alle Gebäude die da noch der Restaurierung/Sanierung harren.
Für jmd. der 500 km entfernt lebt, ist es immer wieder beeindruckend, welche Perlen da selbst in 2020 noch aus dem Hut gezogen werden.
Gibt es eigentlich Schätzungen, wie viele unsanierte Gründerzeitler es in Leipzig noch gibt?
MiaSanMia Klar! Ich habe ja auch nicht gesagt, dass es ein Alleinstellungsmerkmal Berlins ist. Es ist ja gerade eine Stärke Deutschlands (und in unserer Geschichte begründet) , dass sich bundesbedeutende Plätze und Gebäude nicht nur in unserer Hauptstadt befinden.
Ich als Ruhrgebietler fordere ja schon lange, dass Horst Schimanski in die Walhalla aufgenommen wird, aber bisher hat mich der bayerische Ministerrat noch nicht erhört. ![]()
Und dann immer diese Namen "Höfe", "Karree", "Gärten" und alles ist natürlich immer ganz "Exklusiv" obwohl die Architektur das genaue Gegenteil ist, nämlich langweilige Standardware.
Für mich bleibt Düsseldorf eine geschmacklose und überteuerte Stadt.
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Wir geben gern, wo uns doch immer vorgeworfen wird nur zu nehmen.
Das Ruhrgebiet nimmt auch mehr (Fördergelder) als es gibt, ist also mit Berlin in guter Gesellschaft. ![]()
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Inwiefern sollten also Plätze und Gebäude der Stadt mit dem Titel Bundeshauptstadt für die Nation eine Sonderstellung einnehmen müssen?
Weil sie als genau solche deklariert werden. Bsp.: Die Neue Wache ist die Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und nicht die Berliner oder Berlin-Brandenburgische Gedänkstätte und erhält dementsprechend auch andere Finanzmittel und muss anders diskutiert werden als ein Gebäude, dass nur eine lokale Funktion hat.
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Auf mich wirken sie ebenso originell
Wo wir wieder bei dem Punkt wären, ob Architektur "originell" sein muss. Aber lassen wir das.
Camondo Ja, für mehr Patzschke im Ruhrgebiet arbeite ich!
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Genau, sollen die...doch endlich Duisburg und den Rest des Landes ... beglücken. Wir haben wirklich genug von denen hier, Mehr brauchen wir eigentlich nicht.
Dann habt ihr...
Die "wir hier" und "ihr da woanders" Beziehung gilt für Berlin aber nur eingeschränkt, weil es Hauptstadt und damit Teil eines größeren "Wir" ist. Die zentralen Plätze und Gebäude Berlins sind für die Nation als Ganzes bedeutsam und unterscheiden sich damit sehr deutlich von der Debatte um einen neuen Bolzplatz im Vorort von Lübeck.
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Ansonsten sollte man sich mE weniger in abstrakte Debatten verrennen
Fair enough.
Aber einen Gedanken will ich dann doch noch in die Diskussion einführen.
Ein durchschnittliches "klassisches" Gebäude wie z.B. vom oben angeführten Patzschke sieht immer noch gut aus.
Ein durchschnittliches "modernes" Gebäude... das kommt doch sehr drauf an (Und es gibt wunderbare moderne Architektur, nicht falsch verstehen!)
Und weil beim Bauen immer Kompromisse eingegagen werden müssen und der Regelfall, nun ja, "Durchschnitt" ist, plädiere ich für mehr Patzschke gerade auch außerhalb Berlins wo "Moderne" im Regelfall bedeutet, dass irgendwelche Real-Estate Funds den Minimalismus missbrauchen um die immer gleichen Riegel zu bauen oder wenn sie mal ganz funky sind, bunte Plastikteile an der Fassade anzubringen.
Lieber den klassischen Spatz in der Hand als die moderne Taube auf dem Dach.
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Diese Haltung alles genauso zu erhalten und nichts verändern,
Es gibt zu diesem Widerstreit zwischen "Traditionalisten" und "Modernen" übrigens noch eine dritte Ebene, die i. Zuge der Klimakrise deutlicher zu Tage tritt:
Die Menschheit muss lernen sich im Kreis zu drehen. Der Natur zurückgeben, was man ihr entnimmt.
Nicht konservativ oder progressiv, sondern den buddhistischen Gedanken in die bauliche Gestaltung der Umwelt tragen.
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^^ Ja ja, die verkopften, intellektuellen Eliten, das Establishment. Das muss bekämpft werden. Wohin das führt, sieht man bei Trumpel und co.
Wird Godwin's Law jetzt auf Trump erweitert?
Auf deinen verbösen Erguss antworte ich mit dieser repräsentativen Forsa Umfrage, ausgeführt im Auftrag der Zeit-Stiftung.
https://www.focus.de/kultur/diverse…id_5093486.html
Erster Satz der Artikels?
"Moderne Architektur in Deutschland ist für historische Bauten nach Auffassung der Bürger kaum eine Konkurrenz."
Das Originalitätskriterium treibt auch anderswo tolle Blüten, z.B. im Ruhrgebiet. Weil die Zerstörungen hier im 2. Weltkrieg so massiv waren und es kaum noch gründerzeitliche Bausubstanz gibt müssen die Denkmalschützer andere Gebäude als originell u. erhaltenswert deklarieren um ihre eig. Stellen zu rechtfertigen, so z.B. das Marler Rathaus, das nach derer Einschätzungen zu den "bedeutenden Gebäuden der Ruhrmoderne gehört und als 'Symbol demokratischer Baukultur' gilt".
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…_Marl_total.jpg
Touristen und Einheimische lieben Gebäude und Vorplatz (not) und deswegen wird das Ganze jetzt für 70 Millionen saniert, anstatt es abzureißen und umzugestalten.
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allerdings zweitausend Jahre später diese gebetsmühlenartigen, permanenten, sich immer wieder im Inhalt wiederholenden, tausendmal durchgekauten immer mit heiligen Überzeugung vorgetragenen Beiträge, die letztlich nur die Geißelung einer Gegenwartsarchitektur zum Inhalt hat und für jeden Flecken in Berlin nur Rekonstruktionen fordert oder eine Architektursprache, die die Vergangenheit verklärt und den legitimen eigenen Anspruch auf Gestaltung verweigert und kastriert, tja damit kann ich nichts anfangen und ist so wenig originell wie die geforderte Architektur.
Architektur muss aber nicht originell sein! Es hat einen Grund warum der Mensch sich auf einer italienischen Piazza wohlfühlt - Proportionen und Ausgestaltungen haben ein menschliches Maß.
Es fordert auch niemand, dass Wälder originell sein müssen. "Zweitausend Jahre später und immer wieder dieselben Knorken, Äste, Lichtungen - damit kann ich nun wirklich nichts anfangen". Und schon mal am Meer gewesen? Eine ewige Repetition - nicht zum Aushalten!
Ich bin sonst auch sehr kritisch was die Entwicklung Duisburgs angeht, aber das ist doch mal ein vielversprechendes Projekt. Daumen hoch!