Beiträge von Friedward

    Ohne dein Einwand abbürsten zu wollen, aber in einem entscheidenden Punkt hast du Recht: Es besteht scheinbar einfach kein Interesse daran.


    ... und entgegen allgemeinen Interesses eine Gedenktafen anzubringen, geschweige denn einen Altbau zu erhalten - wo liegt die Legitimation? Gedenken ist eben Sache derer die gedenken. Ohne diese verkommen Denkmäler zu Kitsch.

    Beruhigend ist doch, dass wahrscheinlich kaum jemand ausserhalb dieses Forums wirklich Notiz von diesen Namen oder Slogans nehmen wird.


    Nach der Fertigstellung geraten sie dann umsomehr in Vergessenheit ;)

    Ich muss schon sagen - dafür, dass ich auf der Baustelle nie mehr als 3-4 Bauarbeiter rumwuseln sehe, wächst das OXO aber mit ganz beachtlicher Geschwindigkeit.


    Hat sich eigentlich schon ein Mieter für die Ladenfläche (Supermarkt) im Erdgeschoss gefunden?

    @Theseus532


    Im Großen und Ganzen stimme ich dir zu - aus sozioökonomischer Sicht, ist dieses Projekt sicherlich nicht als Gewinn für die Stadt - eher für den Bewohner zu betrachten.


    Es zeigt jedoch wieder die Flexibilität auf, die solchen Bauten innewohnt. Es muss eben nicht immer zwingend ein Abriss sein, wenn die Ästhetik des Baus überkommen scheint. Eine Aufwertung im Sinne steigender Grundstückspreise und einer sich verändernden Nachfrage kann hier auch finanziell und ökologisch behutsamer umgesetzt werden. Diesen Beweis hat der Architekt schon erbracht - wenngleich er ihn nicht erfunden hat...

    Äh, ja, genau das ist der Punkt.

    Dann verstehe ich deinen Punkt nicht - Gründerzeitbauten wurden in einer Phase einer Bevölkerungsexplosion zu hunderttausenden für alle Einkommensschichten auf der gründen Wiese aus dem Boden gestampft - Aktuell füllt man vereinzelt Lücken in der Vielzahl mit höherpreisigen, modern (im weitesten Sinne) anmutenden Wohngebäuden auf.


    Wenn diese Ausgangslage zu einem Vergleich in Sachen Nachfrage und "Beliebtheit" taugt, muss man kräftig an den Artikeln "Kausalität" und "Statistik" in Wikipedia werkeln...

    Wieso ist es eine "Bewertungskeule", wenn jeman eine Wohnung als "pretentiös" bezeichnet? Der Austausch von Werturteilen ist -- neben der reinen Informationsweitergabe -- doch Sinn und Zweck so eines Forums.

    "Ich kann mir den Heini richtig vorstellen, der da wohnt und immer von seiner "Desigernwohnung" spricht. Er hat dann sicher auch ein "Designersofa" und findet sich mit dem Sichtbeton und der Badewanne neben dem Bett mega crazy. Ich find's ganz schön geschmäcklerisch und abgedroschen."


    Dieser Teil war gemeint - und so wirklich schwer zu verstehen, war das glaube ich nicht ;)


    Das solche Wohnungen kaum angeboten werden könnte eventuell auch daran liegen, dass es derer in Berlin verlichen mit Gründerzeitstangenware nicht so viele gibt, oder? Nur so eine Theorie...

    So will doch (fast) keiner wohnen.

    Kannst du mir mal den Link zu der Erhebung schicken?

    Alles sehr pretentiös.

    Oder eben einfach nicht dein Geschmack. Ich kann mir auch gut vorstellen, wie der Heini, der da wohnt, den Heini in seiner Gründerzeitwohnung unglaublich spießig findet... so mit seinem Dielenboden und seiner fein verstuckten Decke, wie zu Omas Zeiten...


    Das wir einen anderen Ästhetischen Kompass haben ist ja gut und schön, dass wir dann aber immer gleich mit der persönlichen Wertungskeule daherkommen müssen. <- Ja, ich bin mir der Doppelzüngigkeit meines Beitrags bewusst.

    Die Gebäude fügen sich vor Ort aber eigentlich ganz gut ein und lockern die "Landschaft" zwischen den sonst 2-3 vertretenenen Bautypen von Q2 bis WBS70 angenehm auf. Auf für mich selbst erstaunliche Weise wirkt das Ganze so natürlich gewachsener als ein neues Reißbrettviertel.


    Was jetzt noch fehlt ist die Aufwertung der Gehwege entlang der Zeile von Café Moskau bis zur Holzmarktstraße.

    Gleichzeitig attestierst du dem Projekt, keine Rückendeckung zu haben, obwohl dies ebensowenig nachgewiesen ist.


    Du schuldest mir nichts - deine Quelle hätte mich einfach interessiert; wie irgendwie immer, wenn jemand mit Volkes Stimme zu sprechen scheint.


    Deinen restlichen Ausführungen kann ich folgen und mich zum Teil sogar anschließen.


    Die Bürgerbeteiligung zur Berliner Altstadt ist eine reine Alibi-Veranstaltung. Wenn die Bürger tatsächlich Einfluß hätten, dann hätten die Altstadtfreunde die eine oder andere Reko durchsetzen können.

    Wobei ich vor bei solchen Thesen immer skeptisch wäre - gäbe es eine wirklich breite Bürgerbeteiligung, da man die Entscheidung darüber an eine Wahl oder ähnliches ankoppelt, würden mit größter Wahrscheinlichkeit sowohl die Reko-Träume mancher, als auch meine Hoffnung auf anspruchsvolles, modernes Bauen platzen - dann hätten wir an dieser Stelle schlicht und ergreifend (für alle) bezahlbaren Wohnraum... ;) Und auch das wäre nicht das Ende Berlins.

    ^ Der Ist-Zustand der Straße? Da schätze ich mal, dass du kaum Befürworten für diesen finden wirst. Den von ElleDeBe vorgetragenen Problemen werden die Meisten zustimmen. Die bisher nahezu fehlende Erdgeschossnutzung macht die gesamte Straße zu einem bisher recht trostlosen Bindeglied zwischen zwei überdimensionierten Kreuzungen. Der Entwicklungsdruck ist hier aufgrund mangelnden Durchgangsfußverkehrs eher gering.


    Bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung des Molkenmarkts allein, den Druck hier ehöht - Auch auf Seite der Jannowitzbrücke ist ja einiges in Bewegung.


    Der Zustand des Uferstreifens zwischen Best Sabel und dem S-Bahn-Viadukt lässt aber auch mir das Herz bluten - man muss diesen ja nicht zwingend bebauen, jedoch sollte er zumindest gestalterisch aufgewertet werden. Der Wiederaufbau der Waisenbrücke würde hier ganz andere Ausgangsbedingungen schaffen...

    Die Chance für Berlin ;)

    Würde nicht drauf wetten wollen, drücke aber beiden Projekten die Daumen ^.^


    Das mit der kippenden Fließrichtung ist auf den ersten Blick ein gutes Argument, wobei das Wasser durch den ... [Fachbegriff bitte einfügen] kleinen Wasserfall in der Friedrichsgracht ja eher ganz zum stehen kommen sollte. Von der Wasserqualität her sogar noch bedenklicher oder habe ich hier etwas übersehen?

    ^ Genau diesen Bruch begrüße ich ja. Diesen Gegensatz möchte ich in dieser Ecke nicht missen - das meine ich ja im Bezug auf "Geschmäcker sind verschieden".


    Für mich wäre ein weiterer Bau mit klassischer oder klassisch anmutender Fassade und Schrägdach keine Bereicherung in dieser Gegend.