Zusammen mit dem neuen übergestülpten Satteldach wird die Fassade zur Straße hin ganz sicher auch überarbeitet werden, analog zur bereits dargestellten Hoffassade, also in sandsteinroter monochromer Farbigkeit. Dies nimmt dann wieder Bezug zum Museum in direkter Nachbarschaft.
Beiträge von NeoPalatino
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Tja, von hellem, weißem Koloss auf einen düsteren schwarzen Riesen- Wird die ursprünglich geplante Wirkung des Gebäudes maximal verändern.
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Ernüchternd ist einfach auch, dass man im Jahr 2025 offenbar kein Bewusstsein mehr für ein kontextuelles Bauen in einer so prominenten Umgebung erwarten kann. Mit einer doppelgeschossigen Kolonnade auf der Schmalseite zum Platz hin und dem 8.Geschoss als umlaufendes Staffelgeschoss hätte man städtebaulich respektvollen Bezug zur Alten Oper, der umgebenden Bestandbebauung und dem Sockelbaukörper des Opernturm nehmen können und damit schon sehr viel mehr erreicht. Solche Bezüge mit zu berücksichtigen wäre eigentlich die Aufgabe der Stadtplanung gewesen und im Wettbewerb schon entsprechende Vorgaben zu machen, aber die Frankfurter Stadtplanung verweigert sich ja seit vielen Jahren unsere Stadt wirklich prägen und gestalten zu wollen...
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Was mich wirklich umtreibt ist die unvermittelte Höhe des Gebäudes. Der Altbau hatte 7 Geschosse, nun wurden 8 Geschosse genehmigt, wieso eigentlich? Dieses Gebäude wird seine Umgebung dominieren und in der Höhe mit der Alten Oper in direkte Konkurrenz treten. Die im Artikel der FAZ zitierten "höchsten Maßstäbe" bei der städtebaulichen Einbindung sind hier wohl ganz "wörtlich" gemeint. Man bräuchte eine Visualisierung mit der Perspektive von der Ecke der Bockenheimer Landtr. gegenüber um die tatsächliche Wirkung und Einbindung dieses Gebäude realistisch überprüfen zu können. Das 8. Geschoss hätte zur Alten Oper hin besser als umlaufendes Staffelgeschoss ausgeführt werden sollen um den Baukörper wirklich verträglich zu machen. Zumindest die Abrundungen des Baukörpers vermitteln zu Mäckler-Bauten, was eine gewisse Qualität darstellt.
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Das passiert halt, weil die Stadt Frankfurt am Main selbst für Ihren hochwertigsten Platz so gar keine gestalterische Vorgaben machen kann weil Sie eben auch gar kein Konzept für den Platz, die Innenstadt und die Qualität des öffentlichen Raums hat. Woher soll es denn auch kommen- Es gibt hier keine Stadtplanung die diesen Namen verdient hätte. 2024 und hier eine solche Architektur? Eine Bankrotterklärung!!
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Stefan Forster hat leider sehr genau beschrieben woran es in Frankfurt krankt, eine Stadtplanung die tatsächlich einen Plan oder gar eine Vision für die 5. größte Stadt Deutschlands existiert schlicht weg nicht. Nirgendwo in einer deutschen Großstadt wirken die Plätze vernachlässigter und konzeptloser als in Frankfurt- es gibt eigentlich nur den Opernplatz als historischen Platz der (noch immer) funktioniert und den Walther-von-Cronberg-Platz als einzige moderne Planung die aufgeht und urban ist. Ansonsten sind alle neu geplanten Quartiersplätze missglückt, und die wichtigsten Plätze der Innenstadt, also Hauptwache und Konsti sind seit Jahren dysfunktional und ungelöst.
Wenn man nach Hamburg, Düsseldorf, München, Stuttgart, Hannover oder auch Nürnberg schaut, überall ist der öffentliche Raum viel sorgfältiger und hochwertiger gestaltet. Aber Arbeitsverweigerung wird in unserer Stadtplanung nicht weiter geahndet, man befindet sich ja damit immer in bester Gesellschaft, schon eine mittelmäßige Qualität erscheint da total suspekt... Es ist ein Elend wie sehr Frankfurt unter Wert verkauft wird, aber ein Herr Hunscher muss sich ja nie rechtfertigen... -
Die durchbegrünte Innenfassade in der Passage wirkt ja eher wieder wie eine typische zeitgeistige Überzeichnung, das wird so sicher nicht kommen... Aber die Tatsache, dass das Gebäude eben nicht abgerissen wird sondern der Rohbau stehen bleibt- das ist tatsächlich nachhaltig und zu begrüßen!

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Dieses Gebäude ist ein Beispiel für eine hochwertige und maßstabsgerechte Architektur der Nachkriegszeit welche den historischen Kontext respektiert und und auf Grund einer filigranen Detaillierung als ein gelungener Beitrag dieser Epoche eine dauerhafte Berechtigung hat.