zum hochhaus am connewitzer kreuz: hirngespinste.
zum denkmalstatus für das gästehaus am park: mich kann diese entwicklung - ddr-buden unter denkmalschutz zu stellen, nur weil sie in der ddr gebaut wurden - nicht erheitern.
zumal es sich hierbei ja nicht um aktiven, baubegleitenden denkmalschutz handelt, sondern um destruktive vorgaben. damit wird vielleicht der abriss verboten, nicht aber der weitere verfall verhindert.
das bowling-center ist ein weiteres trauriges beispiel für dieses realitätsferne verständnis von denkmalschutz. nie wieder wird dort bowling gespielt, ebenso wie das gästehaus am park als solches nie wirtschaftlich zu sanieren und zu betreiben sein wird. so werden einfach nur ruinen gegen jeden verstand künstlich ins nächste jahrzehnt geschleppt. bei der hauptpost wäre es diesen denkmalschützern auch fast gelungen.
wenn argumentiert wird, dass ja schon so viele ddr-bauten abgerissen wurden, kann ich nur sagen: zum glück! heute wäre es unmöglich, beispielsweise das messeamt am markt mit seinem flügeldach oder die leipzig-information abzureissen. und diese gebäude waren weitaus markanter als die zuvor genannten. dennoch waren abriss und anschließende neubebauung unbestreitbar ein großer gewinn für die innenstadt.
gleiches wäre auch dem leuschnerplatz und westlichem musikerviertel zu wünschen. statt dessen drohen dort auf unabsehbare zeit stillstand und weiterer verfall. in meinen augen ist das kein grund, weltfremden denkmalschützern auf die schulter zu klopfen und ausgebooteten investoren ins gesicht zu lachen. umgekehrt wäre es besser...