Beiträge von Imperatrix

    Hallo Leute, ich brauche mal Euer Schwarmwissen:

    Ich bin auf der Suche nach Informationen, Fotos und Zeichnungen zum Gebäude Seeburgstraße 5-9. Vor dem zweiten Weltkrieg war dort das Königliche Zoll- und Finanzamt, in der DDR die SED-Parteizentrale.

    Könnt Ihr mir weiterhelfen?

    Baujahr 1904-06

    Außen schön saniert, innen der geballte Charme aus Ostalgie plus Billigbaumarkt West.

    Da hab ich eine Restauratorische Befundung gemacht. Es gibt dort eine bauzeitliche Jugendstilfassung und eine Art déco-Fassung.

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    Immer her damit, ich bin fanatischer Ornamentsammler

    Dekoratives Anführungszeichen

    Bezüglich der Würzenerstr. 111 ergaben die Ermittlungen der Polizei eine Brandstiftung durch einen Bewohner des Hauses (syrischer Flüchtling).

    Bei den Brand wurde leider nicht nur das historische Treppenhaus vernichtet sondern es gibt auch eine tote Frau und mehre schwer Verletzte zu betrauern.

    Besonders perfide ist das der Täter nach legen des Brandes alle Ausgänge des Hauses verbarrikadiert hat um die Bewohner an der Flucht zu hindern.

    Ich hörte, das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wurzner Str. 111 DAFmap

    Die Sanierung wurde leider nicht weiter fortgefuehrt. Mittlerweile ist eine Grosszahl der Fensterscheiben zerstoert (oder die Sanierung wurde vor Austausch gestoppt) :

    img_20200108_085322a5j9a.jpg

    Photo: MartinW

    Ich hatte dort vor einigen Jahren die Ausmalung des Treppenhauses und des Hauseinganges gemacht. Der Bauherr hatte kurz vor dem Brand seine Wohngebäudeversicherung gekündigt - bei laufenden Krediten. Er sollte das Haus bis Jahresende wieder bewohnbar herstellen, Auflage der Bank. So vermute ich mal, ihm ist das Geld für diese Arbeiten ausgegangen.

    Das Haus war fertig saniert und bewohnt. Jemand hatte brennende Mülltonnen in das alte Treppenhaus geschoben. Das Treppenhaus ist nur noch ein verkohlter Schacht (ich hab Fotos davon gemacht, es ist zum Heulen).

    Fotos sind von mir - after and before

    20180504_1001577wjep.jpg


    dscf5476edjfq.jpg

    Das mit dem Bowlingcenter hab ich auch noch nie verstanden. Eine beliebige 80er Jahre Architektur. Out of date bezüglich der Nutzung. Weg damit

    Ich bin Restauratorin und arbeite ausschließlich in Leipzig auf dem Gebiet Denkmalschutz. Man muß dabei mehrere Aspekte im Hinterkopf behalten. Für den Investor ist lediglich die Sonderabschreibung interessant. Ob da Mickeymäuse oder Tannenbäume an der Fassade stehen ist ihm im Regelfall schnurz.

    Für Leipzig ist es jedoch eine Identitätsfrage. Ich erlebe es schlicht so, daß ohne Denkmalschutzstatus und ohne Umgebungsschutz Gebäude schlicht und einfach sehr billig und mit Baumarktteilen saniert werden. Laminat, Stuck weg, alte Türen weg, moderne Grundrisse, Plastikfenster... etc. Und alle hier Anwesenden können sich vorstellen, daß rein geschmacklich die Anreihung nach unten offen ist.

    Auch wenn Denkmalschützer für den einen oder anderen Bauherren manchmal nervig sind: es hat wenigstens einer den Finger drauf, daß nicht alles versaut wird.

    Es ist unser kulturelles Erbe, was hier bewahrt wird.

    Peterskirchhof 7: Oberer Wandbereich, Erstfassung

    Alle Grafiken und Zeichnungen sind von mir

    peterskirchhof-7-6n1jr8.jpg

    Spätere Jugendstilfassungen samt sämtlicher Probebordüren, die nicht zum Einsatz kamen:

    peterskirchhof-7-10ujnc.jpg

    peterskirchhof-7-2fikwz.jpg

    peterskirchhof-7-368k2z.jpg

    peterskirchhof-7.4eok3x.jpg

    Drittfassung:

    peterskirchhof-7-5syjaq.jpg

    Ich hatte vor dem Abriß und Neubau von Karstadt den Auftrag, historische Malereien in den Treppenhäusern der Gebäude Neumarkt 38, 40 und Peterskirchhof zu befunden und dokumentieren. Mein Einblick in die Umbauhistorie ist nur begrenzt. Ich bedauere es zutiefst, daß diese schönen Bürgerhäuser abgerissen bzw. nur noch eine Placebofassade stehengeblieben ist.

    In allen Gebäuden fanden sich Fassungen von Frühgründerzeit bis Art Deco in unterschiedlichem Zustand und Vollständigkeit.

    Jetzt muß ich nur noch herausfinden, wie man hier Fotos einstellen kann...

    Alle Grafiken und Zeichnungen sind von mir

    Neumarkt 38 / Decke Hofdurchfahrt:

    neumarkt-38-decke0vklu.jpg

    Neumarkt 38: Eine von mehreren Deckengestaltungen im Anschnitt:

    neumarkt38-02o3jlh.jpg


    neumarkt38-03kbj6s.jpg

    neumarkt38-09p4jot.jpg

    Das ist die Bordüre im oberen Wandbereich, Erstfassung

    Danke danke! Ja, vielleicht habe ich mich räumlich getäuscht und das Haus war eher neogotisch als neoklassizistisch. Ich kann mich nur noch erinnern, daß es in einem sehr bescheidenen Zustand war. Meine Lehre ging 1987-1990, da stand es noch - natürlich nicht in dem Zustand wie auf dem Foto. Brillant!

    Ich hatte in der H.-Poeche-Straße Schriftsetzer gelernt, da war die Lehrwerkstatt von Interdruck. In dem Ziegelgebäude war die Buchbinderei. Wenn wir mittags zur Kantine gingen, lagen da manchmal Bücher, die für den Westen gedruckt worden waren (z.B. für Penguin books). Nach dem Mittagessen war der Stapel regelmäßig kleiner...

    Jetzt arbeite ich nach Studium als Restauratorin und schreibe gerade für einen Kollegen eine Zusammenfassung der Befunde im Treppenhaus Büttnerstraße 1. Wollte daher gerne noch auf das klassizistische Gebäude eingehen, was dort scheinbar nebenan gestanden hat.

    Hallo, bin neu hier und bin auf der Suche nach einem alten Foto von Karls Hof, ehemals Karlsstraße 1, jetzt Büttnerstraße 1. Und zwar suche ich ein Foto des klassizistischen Baues, nicht des gewerblichen Anbaus. Der Klassiszismusbau stand noch zur Wendezeit (ich hatte meine Lehrwerkstatt in der H.-Poeche-Straße 2 und bin da öfters langgegangen). Kann mir einer aushelfen? Kann mich noch grob erinnern, daß der eine Statue an der Fassade innerhalb einer Wandnische stehen hatte.