Beiträge von *Gerald

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ebenso solltest Du aber auch anerkennen, dass die Kritik am Europaviertel ebenfalls vollkommen zurecht geübt wird und keine Majestätsbeleidigung ist.

    Was du als "(zu) emotionale Reaktion" bezeichnest, war als überspitzte Formulierung auch in Anspielung auf die Wahl in den USA heute gedacht. Und da du selbst sie nun auch konkret nanntest, hast du es wohl auch verstanden ;)

    Auch habe ich überhaupt kein Problem mit Kritik am Europaviertel. Oder an anderen Bauvorhaben. Dies ändert aber gar nichts am aktuell wesentlichen Punkt:

    Im Post zuvor habe ich nur einen einzigen Satz von dir zitiert, und dieser Satz enthielt gleich vier Behauptungen von dir, die objektiv schlicht und ergreifend unwahr sind. Bestes Beispiel die Kita am Tel-Aviv-Platz, von der du einfach mal behauptest, sie sei nicht gebaut worden! Und das hat dann mit Kritik nichts mehr zu tun - schon gar nicht mit Konstruktiver.

    Da du so nachdrücklich fragst, wieso deine Äußerungen hier von Usern als "Käse" abgetan wurden, meine Meinung dazu anhand des folgenden Satzes von Dir:

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    Das Fiasko um den Tel-Aviv-Platz (inkl. nicht gebauter Kita), die komplett menschenleere Skyline Plaza (das Europaviertel scheint es als Fremdkörper wahrzunehmen) und besonders der gesperrte Europa-Garten (sowie die Schließung des "Liebe Laube Hoffnung") sind die letzten Anzeichen, dass sich hier einige Dinge in eine negative Richtung entwickelt haben.


    Tel-Aviv-Platz:

    Wenn überhaupt ist das Problem, dass das Gebäude über dem Tunnelmund eine große Kita ist, anstatt wie von einigen erhofft Gastronomie zu beherbergen. So viel zu "nicht gebauter Kita" ...


    Skyline-Plaza:

    Das Center hatte dieses Jahr gleich mit zwei Problemen zu kämpfen: Einerseits das Fehlen der Messekunden, und andererseits das es mit Grand Tower, Eden und Güterplatz von Großbaustellen eingekreist war.

    Dafür ist da jetzt schon mächtig viel Betrieb - und mit jeder neubezogenen Wohnung in der Nachbarschaft wird es noch mehr. "Komplett menschenleer", das kannst du allerhöchstens an einem Sonntag während des Lockdowns beobachtet haben ...


    Europa-Garten:

    Der ist gesperrt, weil die Stadt ihn wegen Baumängeln nicht abnimmt und Verfahren läuft. Da geht es nur um die Ausführung, kein Zusammenhang mit der Planung ...


    Liebe Laube Hoffnung:

    Wie schon erwähnt Eigentümerwechsel ...


    ZUSAMMENGEFASST:


    Mod: Letzter Absatz gelöscht. Bitte die Richtlinien beachten, besonders die zu Form und Wortwahl.

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    Warum rasen vor allem SUVs durch mein Wohngebiet?

    Dann gehörst du vermutlich zu den Privilegierten, die es leisten können, in einem der zentralen Viertel zu wohnen. Die ganzen SUV parken doch meist in Westend, Nordend etc. und eher weniger in Bonames!

    ;)

    Ansonsten verficht mit Sicherheit niemand, der in der Hier und Heute lebt, den autofreundlichen Ausbau der Innenstädte. ABER:

    1.

    Es wäre mehr als begrüßenswert, wenn die Politik mal vor Sperrungen Alternativen schafft! Nicht alle haben die Mittel, um in Fahrradnähe zum Arbeitsplatz zu wohnen, auch wenn sich das ironischerweise gerade eher linke Politiker offensichtlich nur schwer vorstellen können. Wo ist denn der große Ausbau des ÖPNV? Also im Sinne fertiggestellter und nutzbarer Verbindungen?!

    2.

    Thema Mainkai: Den offen zu lassen und dafür eine Fahrspur je Richtung in der Berliner umzunutzen, um dort einen großstädtischen Boulevard entstehen zu lassen, hätte für mich viel mehr Charme. Problem des Mainkai ist und bleibt, dass außer um den Eisernen Steg rum nichts ist, was dazu verleitet, an Stelle der jetzigen Fahrbahnen zu flanieren. Das gibt die Ist-Bebauung nicht her, schon gar nicht bei schlechtem Wetter.

    Und damit zur Rätselfrage des Tages: Wieso sind flexible Lösungen eigentlich so unpopulär? Mainkai autofrei am Sonntag, Mainkai autofrei während der Sommerferien. Sollen sie da Sand auf die Fahrbahn kippen als Beach! Das hätte ja durchaus Sinn und Charme. Aber dafür könnte im November dort weiter Verkehr fließen und Sachsenhausen und Berliner entlasten.

    Hallo Ole,

    Die von dir zitierte Passage ist von mir, nicht von Tunnelklick.

    Des Weiteren frag dich doch mal bitte, für WEN vier weitere Jahre Karstadt besser sind:

    1. Natürlich für die Politiker wie Josef, die sich jetzt als Retter und Macher präsentieren. 240 Arbeitsplätze gerettet! Einigen Karstädtern dürfte das tatsächlich den nahtlosen Übergang in die Rente sichern, einige werden mit der Zeit wohl Richtung Kaufhof abgezogen, aber wer was kann wird jetzt schon schauen, dass er das sinkende Schiff schnellstmöglich verlässt! Und so wird die Filiale - auch mangels Investitionen - insgesamt die nächsten vier Jahre immer mehr abrutschen. Macht für den Passanten keinen großen Unterschied ob Klitsche oder Leerstand.

    2. Für die Eigentümer von Sahle Wohnen. Andernfalls hätten sie nämlich ab November überhaupt keine Mieteinnahmen aber sämtliche Fixkosten wie z. B. Grundsteuer gehabt. Jetzt haben sie Zeit in Ruhe zu planen ohne immensen Kostenapparat am Hals.

    Zusammengefasst:

    Politiker glücklich, Gewerkschaft glücklich, Sahle Wohnen glücklich.

    Und damit zu den entscheidenden Fragen:

    Glaubt irgendwer, dass René Benko sein Vermögen und Signa dadurch aufgebaut hat, dass er sein Portemonnaie gezückt hat um andere glücklich zu machen? Glaubt irgendwer, dass ausgerechnet Mike Josef die Signa zu einem Deal verhandelt hat, von dem alle mehr haben als Signa? Also ich glaub nicht dran! Irgendwas wird man der Signa unter der Hand schon versprochen haben.

    Mehr Details unter dem folgenden Link: https://www.faz.net/aktuell/rhein-…t-16949514.html

    Im Wesentlichen: Karstadt bleibt bis Januar 2025 - also bis nach dem Weihnachtsgeschäft 2024 - erhalten, und damit 240 Arbeitsplätze, wofür die SPD Josef und Feldmann sicher ordentlich feiern wird. Des Weiteren:

    - Opernplatz 2 (gehört Signa) wird als Hochhausstandort geprüft

    - Neben der Katharinenkirche statt Sportarena Neubau als Wohn-, Büro- und Geschäftshaus mit Gastronomie zum Kleinen Hirschgraben

    - "Für den Block zwischen Zeil, Brönnerstraße und Schäfergasse wird ein nachhaltiges Zukunftskonzept entwickelt", so wird Josef zitiert.

    Letzter Punkt ist besonders aussagekräftig, wird dadurch doch klar, dass es keineswegs eine langfristige Zukunftsperspektive für Karstadt gibt, sondern das ganze eher eine Farce ist: Signa wird verzuckert, den Laden noch 4 Jahre zu betreiben, ein realistisches Zeitfenster, damit Sahle Wohnen (Eigentümer des Karstadt-Gebäudes) überlegen und genehmigen lassen kann, was danach gebaut wird.

    Wundern würde in dem Kontext nicht, wenn am Ende noch ein gut dotierter Job bei Signa oder Sahle für Zübeyde Feldmann rausspringt, wobei sie den - wie sie selbst auch betonen würde - natürlich nur "durch Leistung" bekommen hätte.

    Worauf ich hinauswollte: Reiß mal das Ruder rum, wenn frühere Geschäftsführer - unter ganz anderen Eigentümern - existentielle, unwiderrufliche Entscheidungen getroffen haben. Wie eben den Verkauf der Immobilien. Das kann man nicht mehr rumreißen.

    Aus Sicht der Signa erscheint mir die jetzige Entscheidung logisch: Gebäude Kaufhof und UpperZeil gehört denen, die Lage an der Hauptwache ist besser, ohne Karstadt gibt es einen "Konkurrenten" weniger, natürlich investiert man da besser jede Anstrengung in den Kaufhof in den eigenen Räumen.

    Und hinterlässt dafür den Eigentümern des Karstadt-Gebäudes ein nettes Problem, denn die werden ordentlich investieren müssen. Oder verkaufen. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wäre zukünftig an der Ecke Zeil/Schäfergasse eine kleine 24h besetzte Lobby eines Hotels, ein auch nach Ladenschluss zugängliches Restaurant weiter oben, gerne mit Terrasse, wäre auch super. Sprich: Alles was Leben bringt und so dafür sorgt, dass die Zeil auch zu späterer Stunde begehbar bleibt, ist gut.

    Man will auf einen Nutzungsmix achten und die baulichen Voraussetzungen dafür schaffen, d.h. in den Erdgeschossen soll es keine Wohnungen geben. [...] Der Wohnungsanteil wird zu 50% geförderte Wohnungen umfassen, 15% für Wohnprojekte, Genossenschaften, der Rest freie Mietwohnungen.

    Wie von Anfang an befürchtet, zeigen Josef und Oesterling mal wieder, dass sie in ihrer ganz eigenen Realität leben. 65% der Wohnungen an finanzschwache Bewohner, das sind ja die perfekten, zahlungskräftigen Kunden für die geplanten Gewerbe im EG! Ich sehe es vor mir: Die Buchhandlung Am Römerhof, die feine Trattoria, die Kunstgalerie, der Goldschmied, die Patisserie, Kevin Kühnert ist Bundeskanzler, Oliver Strank Bundespräsident ...

    Damit mich niemand falsch versteht, absolut nichts gegen soziale Durchmischung, aber genau die sehe ich bei der Quote nicht mehr. Des Weiteren sollte es auch Eigentumswohnungen geben, weil dadurch eine höhere soziale Kontrolle gegeben ist: Bei der eigenen Wohnung achtet man drauf, dass keiner den Fahrstuhl vollschmiert, anstatt das schulterzuckend als Problem des Vermieters abzutun.

    Traurig auch, dass man wild entschlossen scheint, alte Fehler zu wiederholen und das Schicksal der Europa-Allee endgültig zu zementieren. Weil sie an "beiden Enden abgeschnürt" ist, titelte die FAZ „Schnellweg ohne Ausweg“, und zwar 1963 über die Berliner Straße! Beim Skyline-Plaza ist das Ende bereits verbaut, jetzt soll die Europa-Allee noch am anderen Ende ins Nirgendwo abknicken: Boulevard im Nichts.

    Nicht unerwähnt in der Debatte sollte das Stichwort Klimawandel bleiben. Unter den Aspekten möglichst wenig Fläche zu versiegeln, möglichst viele Luftschneissen zu lassen etc., stellt das Wohnhochhaus das Modell der Zukunft dar.

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    Das ist wieder mein Problem: Das was die Leute tun, tun sie teils nicht des Wollens sondern der Infrastruktur wegen.

    Gerade in Frankfurt gibt sich die Politik da aber auch alle Mühe! Bestes Beispiel die Sperrung des Mainkai für PKW:

    Hätte man den mal offen gelassen, stattdessen die Berliner Str. auf zwei Spuren rückgebaut, Rest der Straßenbreite genutzt für breiten Bürgersteig, paar Parkplätze, Radwege, Außenbestuhlung Gastronomie, hätte in Summe einen großstädtischen Boulevard mit - ob der Bestandsgebäude - viel Potenzial für eher kleinflächigeren, und damit meist inhabergeführten Geschäften ergeben.

    Aber nein, es muss auf Biegen und Brechen der Mainkai sein. Und wenn man merkt, dass keiner auf den gesperrten Fahrspuren ist, weil dort in den Häusern nichts ist - kein Café, kein Laden etc. - dann wird eben propagiert, einen Park zu bauen, der die Leute anziehen soll. Weil wir keinen Herbst und keinen Winter haben, sondern immer schönes Wetter...

    Womit sich die Frage stellt, wieso man die Innenstädte unterstützen sollte, bzw. wen da überhaupt? Die Ketten auf der Zeil, die es genauso in jedem EKZ auf der grünen Wiese gibt, deren Ware man überall online bekommt? Deren Vermieter, deren überzogene Renditeerwartungen die normalen "Händler" gekillt haben? Adidas vielleicht?

    Will sagen: Das Problem erscheint mir etwas komplexer als das es nur an den Online-Shoppern läge. Bzw. an denen liegt die Unattraktivität der Innenstadt am wenigsten! Umso gespannter bin ich, was ob Corona passiert: Die Messebesucher, Touristen etc. fallen ja längerfristig weg, das dürfte für "Bewegung" sorgen.

    Punkt ist: Nach den Desastern in den 70ern war das Wohnhochhaus in Deutschland imagetechnisch lange Zeit tot und begraben, weil es als Sinnbild für sozialen Brennpunkt gesehen wurde. Daher wurden keine mehr gebaut.


    Doch heute hat man in innenstadtnahen Lagen ganz andere Voraussetzungen, gerade auch verkehrspolitischer Natur. Mit jeder Straße, die für den Autoverkehr gesperrt wird, wird die Zahnarztgattin gerade nicht mehr im Taunus wohnen wollen, weil sie dann mit ihrem SUV nicht mehr zum Shopping auf die Goethestraße kommt. Um in Klischees zu sprechen ;)

    Und abgesehen davon, dass Mittzwanziger eher ihr Studium beenden als schon gut verdienende Investmentbanker und Piloten zu sein, wer viel investiert - wie eben in die neuen Wohnhochhäuser - wird Sorge dafür tragen, dass sein Investment den Wert behält bzw. der sich steigert.

    Die meisten Wohnhochhäuser in Deutschland muss man im historischen Kontext betrachten. Da lief einfach alles schief! Bestes Beispiel der Starkenburgring in Dietzenbach:

    Entworfen im Wirtschaftsboom in die Utopie hinein, dass D'bach über 70.000 Einwohner + entsprechende Infrastruktur haben würde, vermarktet als Bauherrenmodell, also an "Nicht-Selbst-Bewohner", die nicht die Gestaltung der Wohnungen, sondern die vermeindliche Rendite interessierte ...

    Dann kam die Ölkrise und von der Utopie blieb erst mal nichts übrig außer einer riesigen Straßenkreuzung und ein paar leerstehender Hochhäuser im Nirgendwo. Entsprechend wohnte da von Anfang an nur, wer andernorts keine Wohnung bekam. Und ist bez. Bewohnerstruktur erst mal der Wurm drin, bekommt man den kaum noch raus. Stichwort Kündigungsschutz - und bei Sanierung würde schon einer "Gentrifizierung" brüllen.

    Ob genug selbstbewohnender Eigentümer ist das Collini Center selbst übrigens nicht zum sozialen Brennpunkt geworden, kritisch sind lediglich die 3 HH gegenüber auf der anderen Seite des Neckar.

    Und damit zu den neuen Wohnhochhäusern, z.B. im Europaviertel: Wohnraum in der Lage von FFM ist hochbegehrt, die Quadratmeterpreise oberster Level, die Ausstattung hochwertig. Wie sollte sich dort ein sozialer Brennpunkt entwickeln können?

    Denke wie Schmittchen, dass bez. Kaufhof/Karstadt einiges in Bewegung kommen wird. Zumal das "Konzept" von Signa, beide Marken zu Galeria zu verschmelzen dazu führt, dass da (in vielen Städten) zwei Häuser nebeneinander stehen ohne dass man weiß, was sie unterscheidet. Abrissbirne am Karstadt Zeil würde mich daher nicht überraschen. Und damit von Spekulation zu Realität:

    Lorey zieht ins MyZeil!

    Wie diverse Blätter berichten, zieht das Traditionsgeschäft ins 1. OG des MyZeil auf 1.200m², womit die bisherige Fläche quasi halbiert wird. Der bisherige Geschäftssitz Schillerstraße 16 ist an Frankfurter Immobiliengesellschaft veräußert.

    Auch hier würde ich auf die Abrissbirne tippen, weil sich kein EInzelhändler als Mieter finden dürfte, der Sinn darin sieht, die verwinkelte Fläche mit ihren diversen Ebenen und der zum Teil sehr niedrigen Deckenhöhe zu bespielen. Neubau mit Retail im EG und Wohnungen drüber dürfte daher mehr Rendite versprechen und damit Sinn machen als auch nur einen Cent in die Sanierung des Bestands zu stecken.

    Quelle: https://www.fr.de/frankfurt/fran…l-13277453.html

    ---------------

    Mod-Hinweis: Zu Lorey und dem Verkauf des Stammhauses bereits an dieser Stelle.

    Sorry RYAN-FRA, ich hätte tatsächlich deutlicher machen sollen, dass mein Post sich auf die Ausführungen von Atelier14 bezog, da auch mir nachträgliche Auflagen nach erteilter Baugenehmigung ungewöhnlich erscheinen.

    Messeturm ist mir bewusst, ändert aber nichts an der Quintessenz: Die Preise pro m² im Europaviertel werden nicht sinken. Axis und Prädium waren noch ganz anders gepreist als z.B. Eden. Später dran zu sein, muss also für den Verkäufer nicht das Schlechteste sein.

    Unabhängig davon ist aber "richtig", dass ich nicht weiß, woran es beim PDT tatsächlich hakt. Gebe ich zu ;)

    In einem Punkt aber möchte ich widersprechen, Zitat: "Wann der Vertrieb startet ist eigentlich nicht so wichtig."

    Doch, weil bei Eigentumswohnungen die Bauträger i.d.R. darauf aus sind, vor Baubeginn eine gewisse Quote verkauft zu haben, damit die Anzahlungen schon auf dem Konto sind. Damit braucht man weniger eigenes Kapital um die Arbeiten zu finanzieren.

    Vor Baubeginn dürfte der Vertrieb starten. Und da der PDT preislich sicher sehr weit oben positioniert wird, arbeitet die Zeit für die Bauherren:

    Aktuell hätte man noch Konkurrenz durch die letzten Einheiten des Grand Tower, des Solid Home sowie durch das Eden. Noch etwas warten und man ist die letzte und damit einzige Möglichkeit für Erstbezug im Neubau im Quartier.

    Und es macht sich für den Vertrieb auch nicht schlecht, wenn klar ist, dass das Umfeld (Brick, DB, Faz) bei Bezugsfähigkeit längst fertig sind. Anstatt gegenüber der solventen Kundschaft einräumen zu müssen, dass das direkte Umfeld noch Jahre Baustelle sein wird.

    Noch zu dem Architekt Christian Schmidt aus dem FAZ-Artikel:

    Bis Amerika hätte er nicht reisen müssen, um sich zu seiner „Frankfurter High Line“ in Sinn (Zitat) von „Unten Verkehr, oben Leben“ inspirieren zu lassen. Ein Blick in die Geschichte unserer Nachbarstadt hätte gereicht: Dort nannte sich das 2. Ebene. Und nannte statt nennt nicht ohne Grund.

    Aber davon abgesehen vermute ich auch, "wie in New York" klingt als Idee einfach besser und FAZ-tauglicher als "wie in Offenbach" ;)

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    In Frankfurt hat man heute noch grob gesehen nur die Wahl zwischen Zeil oder irgendein Einkaufszentrum. Sonst ist das Angebot recht dünn.

    Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

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    Man muss und darf hoffen dass die Stadt aus diesen Fehlern gelernt hat und nicht die gleichen fehler wiederholt.

    Wenn ich mir die Planungen für den Römerhof ansehe, habe ich die Hoffnung leider nicht. Das einzige, was man gelernt zu haben scheint ist, dass "Gründerzeit" gutes Marketingsprech ist.

    - Der Block auf dem Busdepot hat entlang dem Messeparkhaus ungefähr die Länge des Rewe-Gebäudes in der westlichen Europa-Allee. Bei Bau durch ABG und 40% Förderung hoffe ich da nicht auf kleinteilige oder anspruchsvolle Architektur.

    - Größter Kritikpunkt für mich aber die Pläne für den Quartiersplatz sowie das Ende der Europa-Allee:

    Südlich des geplanten Platzes ist die Schmidtstraße "abgetrennt" durch Bahnunterführung. Nördlich ist bislang Ausläufer des Parks. Den baut man zu ... Für was? Tel-Aviv-Platz 2.0?

    Plätze gehören dahin, wo Wege sich kreuzen. Daher wäre es meiner Meinung nach sinniger, ans Ende der Europa-Allee einen zentralen Platz mit Wochenmarkt etc. zu setzen, der Römerhof, Gallus, Europaviertel und Teile des Rebstocks sowie Kuhwald anzieht. Dann hat man nämlich auch genug Frequenz für Kommerz.

    Abgesehen davon würde damit auch ein wesentliches Problem der Europa-Allee gelöst. Momentan ist sie ein großer Boulevard, der auf der einen Seite eine Großbaustelle (= Sackgasse) ist und auf der anderen Seite ins "Nirgendwo" führt.

    Daher braucht es dort kein architektonisches Highlight à la Grande Arche, es braucht einen Grund, der viele Menschen anspricht, dorthin zu gehen (bzw. zu fahren).

    Manche Kritik am Europaviertel erscheint durchaus berechtigt, gerade wenn es um den Tel-Aviv-Platz geht. Aber die "Meinung" des Architekten aus dem Artikel hält keinem Faktencheck stand:

    - Kritikpunkt: "leblose Schlafstadt":

    Tagsüber ist jede Menge Leben da. Fängt an mit der Großbaustelle für die U5, die erst 2024 fahren soll und die aktuell die östliche Europa-Allee teilt wie eine neue Berliner Mauer. Totales Versagen der Politik, dass man nicht zum "Start" des Viertels ordentlichen ÖPNV zur Verfügung gestellt hat.

    Auf der anderen Seite der Emser Brücke geht es weiter: DB, FAZ, Porsche, Solid Home, alles noch im Bau. Hinter geschlossenen Bauzäunen flanieren nur selten Passanten, war selbst bei der neuen Altstadt nicht anders ;)

    Es folgt der gesperrte Europa-Garten.

    - Kritikpunkt: "Große Flächen im Europaviertel seien für die Allgemeinheit verlorengegangen"

    Über Google habe ich hier eine alte Satellitenansicht des Areals gefunden:
    http://www.hansebubeforum.de/showtopic.php?threadid=15916

    Welche Fläche soll da für die Allgemeinheit verlorengegangen sein? Das Areal bestand nur aus Gleisen! Tatsächlich ist also allein über die diversen Parkanlagen viel Fläche an die Allgemeinheit zurückgegeben worden.