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Berlin könnte so mutig sein, so innovativ und progressiv, wie es sich immer gern sieht. Aber momentan ist es eigentlich langweiliger Provinzialismus.
Warum in Berlin kein Four Frankfurt, oder the Sharp aus London oder ähnliche mutige Projekte. Vielleicht noch moderner und innovativer.
Ich glaube, du meinst "The Shard". ![]()
Mutig, innovativ, progressiv etc. können eben auch ganz anders hergestellt werden. Siehe z.B. Reichstag oder Stadtschloß.
Der internationale Metropelenstil, den du ins Feld führst, paßt einfach nicht zu Berlin. Es gibt genug wahnwitzige Ecken und Aspekte dieser Stadt, ganz ohne Ole Scheeren oder Gehry.
Sicherlich kann der Alex mal einen kreativen Turm vertragen, der muß und sollte aber gar nicht hoch sein. Da reichen 130-160 Meter. Aber Berlin sollte gar nicht erst in die Versuchung geraten, sich an internationale Metropolen heranzuklatschen. Vielmehr sollte es seine verrückte Identität stärken, wie das auch durch das Stadtschloß geschehen ist.
Der größte Vorzug Berlins gegenüber New York, London und Konsorten ist, daß es gerade keine Wolkenkratzer hat, keinen Finanzdistrikt und daß es eine gescheiterte Weltstadt ist. Das sollte man auch sehen. Das mögen die Leute auch. Natürlich soll Berlin sich gut entwickeln. Es ist aber eben die Frage, ob man da woanders hin schielen sollte oder ob man sich nicht lieber auf sich selbst besinnt und die eigene Identität stärkt.