Beiträge von GeorgSchimmel

    Ich bin gespannt, da sich im 2. OG recht breite Rundbogenfenster andeuten und ab dem 1. OG zwei Säulen die Fassade dekorieren sollen. Mangels Visualiserungen kann man nun spekulieren, wie das Endprodukt aussehen wird. Ich hoffe auf etwas religiösen Gestaltungswillen. Ein Gebäude mit einer etwas eigenen Identität würde der Ecke und Kreuzung mEn ganz guttun.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^ hast Recht. Aber das ist nicht die einzigste Stelle. Im Westberlin , wurden Gaslaternen mit Bogen in normalem Mast umgebaut oder auch umgekehrt.

    Muss ein " Grund Haben".

    Trotzdem gibt es Straßenlaternen in Berlin wo die alten " Köpfe " ausgetauscht wurden in LED Lampen.

    Bei uns in der Nachbarschaft gab es eine erfolgreiche Anwohnerinitiative, um die Bezirksverwaltung dazu zu bewegen, die guseisernen Masten und zugehörige Lampenschirme (mir fällt grade kein besseres Wort ein) der alten Gaslaternen in Optik der klassichen Moderne mit LEDs umzurüsten. Es war ein ziemliches Hin und Her und brauchte laut meiner Erinnerung mehrere Anläufe der Bürgerorganisation, um die Verwaltung von ihrem Ursprungsplan abzubringen.

    Für die Verwaltung als "Bauherr" war es wie so oft beim Thema Bauen: Abriss und ersetzen durch Industriestangeware (die richtig unschön geworden wäre) war bei der ersten Kosten-Nutzen-Rechnung günstiger rumgekommen.

    Danke Backstein mal wieder für den sehr informativen Beitrag.
    Der aktuelle Zaun dürfte so ca. 1m hoch sein. Man kann ihn bestimmt durch die weit verbreiteten 2m hohen Varianten derselben Machart ersetzten. Das dürfte bestimmt einige nicht so agile Leute vom Baden abhalten, aber ob der Impact zahlenmäßig groß genug ist, bleibt zu sehen.

    Weiß eigentlich jemand, wie das so in der Architekten- und Bauherrenzunft sozial anerkannt ist, wenn auf Visualiserungen die Umgebung der Projekte entgegen der Realität dargestellt wird?

    Konkret meine ich im von Betonkopf dankenswerterweise bereitgestellten Bild die Sitztreppe zum Ufer. Die gibt es so dort aktuell nicht und ich habe auch noch nicht von derartigen Plänen gehört (vielleicht bin ich auch nur ignorant). Ich meine es schon häufiger gesehen zu haben, gerade bei Gebäuden am Wasser, dass Visualiserungen fiktive - deutlich attraktivere - Umgebungen beinhalten.

    Ist das üblich? Wird da einfach unbefangen ins blaue Hinein phantasiert für das Marketing? Werden da vielleicht einmal informell angesprochene Ideen aus der Branche aufgegriffen? Gibt es da Backlash, wenn das am Ende nicht der Realität entspricht?

    Dekoratives Anführungszeichen

    Döberitzer Grünzug zwischen Klara-Franke-Platz und Minna-Cauer-Straße

    (...) Es fehlt noch der Bereich über der Bahntunneleinfahrt mit Wegeverbindung zur Döberitzer Straße und Heidestraße siowie die geplante Brücke über die Gleise zwischen den Quartieren Mittenmang und Europacity.


    Die angesprochene Brücke befindet sich noch in der Planungsphase ohne verlautbarten Zeithorizont (berlin.de). Sie wäre mEn für beide Kieze eine enorme Bereicherung, aber ich würde mit der Hoffnung bis zum Ende der Dekade vorsichtig haushalten.

    Haben die Berliner Grünen wohl das Frankfurter Architekturbüro infiltriert um dort ihre dunklen Machenschaften auszüben? Und die Bundesstiftung wahrscheinlich auch, weil die hat ja dem infilitrierten Architektürbüro den Auftrag erteilt? Die Regierungskoalition aus SPD und CDU haben die Grünen auch unterwandert um darüber den neuen Antrag zu stellen? Sie sind einfach überall und hinter allem!


    So konnten sie letztlich ganz perfide ihre Meinung im öffentlichen Raum äußern, ein Skandal.

    Es gibt drei Ebenen für einen strukturierten Blick, die mir zu sehr zusammengeworfen werden.

    1. Empirie Hat Berlin ein Problem mit der Ratio von Wohnraum zur Nachfrage? Ja, zweifelsfrei.

    2. Interpretation der Empirie: Warum ist das so: zu wenig/zu viel/falscher Markt bzw. Verteilmechanismus? T

    Hier kann man sich trefflich streiten, wie Oranien gut strukturiert vormacht. Zweifelsfrei gibt es hier auch andere (überzeugendere?) Interpretationen in X Nuancen.

    3. aus Nr. 2 abgeleitete Lösungsentwürfe.
    Auch die findet man zumindest impliziet von Oranien gestreift. Gibt bestimmt auch andere.

    Kann man jetzt an Punkt 2 oder 3 in X Variationen auseinanderfallen. Aber die Sachlage (Punkt 1) wegzuignorieren funktioniert nicht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    was die Berliner Mieten betrifft, sind beide Standpunkte nachweisbar.

    Wer in Berlin seit etwa zehn oder mehr Jahren nicht die Wohnung gewechselt hat und das auch nicht vorhat, für den gibt es nichts zu klagen und das sind nach wie vor die Mehrheit.

    Die Mieten selbst für beste Altbauten in Charlottenburg waren und sind sehr annehmbar, im Wedding ein Spottpreis und immer noch niedrig für langjährige Bestandsmieter. Und von denen hört und liest man auch nie was in den Medien.

    Guter Beitrag, der versucht das Thema nuanciert und differenziert zu betrachten.

    Kurze Anmerkungen:

    1. Die von dir richtigerweise angebrachten fehlenden Umzüge von Bestandsmietern stellen für viele Berliner eine unzumutbare Härte dar. Man behält die bezahlbare Miete um dann mit zwei Kindern auf 70qm zu wohnen. Auf der anderen Seite wohnen Leute alleine auf 110qm in ihren ehemaligen Studenten-WGs, weil die Miete so billig ist. Es ist die Wahl zwischen Scylla und Charybdis. Schon vor fünf Jahren waren die Zahlen und die einhergehenden Schicksale hier teilweise schockierend. Ein Markt funktioniert nicht für die Mehrheit der Berliner, wenn sich nur eine kleine Minderheit die Marktteilnahme überhaupt leisten kann. Wer sich für ein paar Fakten diesbezüglich interessiert: https://alternativlos.org/40/

    2. Auch im Wedding sind die effektiven Warmmieten bei Neuvermietungen für "Altbauwohnungen" mit Abstrichen (Laminat, niedrigere 30er-Jahre Decke) in Randbezirken wie Rehberge mittlerweile bei 15€ pro qm. Ich habe selber den Markt ein Jahr lang mit der mittlerweile notwendigen Wahnsinn von täglich 3-10 Anfragen an Vermieter abgeklappert.

    Es mangelt hier vielen Beiträgen ganz eklatant an grundlegender Faktenkenntnis (Danke auch an Architektenkind dafür basale Missverständnisse des deutschen Rechtssystems aufzuräumen).
    Hier kann man sich auch nochmal fundiert mit den aktuellen Realitäten auseindandersetzen: https://www.ardaudiothek.de/sendung/teurer-wohnen/12254011/

    Was die richtigen politischen Lösungen sind, kann ich auch nicht sagen. Mich wundert nur mal wieder, wieso die Leute mit der wenigsten Kenntnis sich am berufensten fühlen, ihre unterkomplexen Ansichten rauszublasen.

    Das dürfte vor allem am Bauherrn liegen, der landeseigenen GSG. Vielleicht auch denkmalschutzrechtliche Belange oder Vorgaben des Bebauungsplans. Die Baubehörde dürfte bei einem derartigen Vorhaben wenig Einfluss auf die äußerliche Gestaltung haben, die hier alleine laut der Visu beurteilt werden kann.