Beiträge von Jester

    ^ Zur Pillnitzer Landstraße 75: Der B-Plan macht hier leider keine Vorgaben, die eine solche Bauweise ausschließen, soweit ich das jetzt überblicken konnte (B-Plan + Textliche Festestzung)(Edit: Hat Elli ja schon geschrieben, hab ich anfangs überlesen, sorry). Auch liegt das Grundstück nicht im Gebiet einer Erhaltungssatzung, welche die Bauaufsicht verpflichtet bei Neubauten etwas genauer hinzuschauen, um die besondere Eigenart des jeweils vorherrschenden typischen Ortsbildes nicht zu gefärden.

    Die Pillnitzer 193c liegt allerdings in einem Gebiet der Erhaltungssatzung und hier frage ich mich schon, wie solche Gebäude genehmigt werden konnten.

    Von einem aktuellen Beispiel weiß ich aber, dass sich das Bauaufsichtsamt mittlerweile Neubauvorhaben am Elbhang sehr genau anschaut und prüft. Der Sachbearbeiter des Stadtplanungsamtes für das Gebiet hat auch gewechselt, die langjährige, eingesessene Mitarbeiterin hat aufgehört und ein junger Mann hat die Stelle übernommen. Dieser möchte auf seiner neuen Stelle natürlich keine "Fehler" machen. Vom Denkmalamt habe ich auch gehört, dass man aus verschiedenen Bauvorhaben der Vergangenheit gelernt hat und solche zukünftig vermeiden will.

    Und dm klebt wieder mal schön die großen Schaufenster mit Folie ab! :nono:
    Sowas müsste man eigentlich mal unter Genehmigungspflicht stellen.

    Hochhausleitbild für Dresden

    Nach Modul 1 (Grundlagenermittlung – Analyse des Genius Loci Dresdens) und Modul 2 (Identifizierung von Ausschluss- und Eignungsräumen) können sich nun bis 21. Oktober alle Interessierten "an der Entwicklung des Hochhausleitbildes mit einbringen". Weitere Infos zur Beteiligungsmöglichkeit sowie die Ergebnisse der ersten beiden Module sind hier zu finden.

    Allgemeine Infos zum Hochhausleitbild gibt es hier.

    Update Görlitzer Str. 16 (zuletzt 577)

    Beim Vorderhaus wird bereits die Decke über UG hergestellt.

    Für das Hinterhaus werden erste Teile des Fundaments und etwas Kellerwand hergestellt. Das UG scheint dort tiefer zu werden, als beim Vorderhaus, vielleicht am Ende 2-etagig.


    Update 15. Grundschule Görlitzer Strasse / Seifhennersdorfer Str. (zuletzt 597)

    Die Fassade des rückwärtigen Gebäudeflügels scheint nun fertig zu sein und ist abgerüstet. Der Neubauteil wurde mit Fassadenplatten verkleidet, in anthrazit und dem Gelbfarbton, der auch auf den Putzfassaden aufgetragen wurde. Die Kombination finde ich nicht gelungen, meiner Meinung nach passen diese beiden Farben nicht zusammen.


    SF16 Loft - Seifhennersdorfer Strasse 16 (zuletzt 578)

    Am vorderen Neubau wird immer noch gearbeitet. Augenscheinlich fehlt noch die Attikaverblechung. Der Altbau dahinter ist ,soweit ersichtlich, fertig.

    (Alle Bilder von mir)

    ^ bzgl. Bautzner 57-61:
    Ich vermute, dass die eingetragene Baugenehmigung nicht für ein Gebäude ist! Ich habe mich auch lange gewundert, warum es eine Baugenehmigung gibt, aber nicht gebaut wird. Wenn man im Themenstadtplan genau hinschaut, erkennt man, dass das gesamte Grundstück eingefärbt ist. Es wäre allerdings äußerst unwahrscheinlich, dass wirklich das gesamte Grundstück bebaut würde. Die Einfärbung ist zudem mit voller Farbe, statt halb transparent. Laut Legende steht das für "Bauvorhaben fertiggestellt". Das lässt nur den Schluss zu, dass die eingetragene Baugenehmigung für die sich regelmäßig ändernde Wandbemalung der Brandwand ist. Da diese oftmals mit Werbeinhalt sind, stellt sie demnach eine Werbeanlage dar und diese ist baugenehmigungspflichtig.

    Aktuell ist die Brandwand mit dieser Wahlwerbung gestaltet. Mehr Infos dazu gab´s auch bei Neustadt-Geflüster.

    Zuvor war diese Werbung zu sehen...

    (Bilder von mir.)

    Dekoratives Anführungszeichen

    Es gibt für jeden Unsinn eine Erklärung, was ja leider das Ergebnis nicht besser macht. Und ehrlich: für mich hat das nichts mehr mit Architektur zu tun, wenn man sich mit dem Einbau eines Fahrstuhls mit seinen technischen Notwendigkeiten in Lage und Dimension einfach so abfindet und ihn nicht in den Bau als solchen gestalterisch integriert. Man agiert eher so nach der Devise: "Is halt dort an der Stelle, muss es eben so aussehen. Punkt. Keine Lust mich drum zu kümmern."


    Das ist reine Mutmaßung, dass das hier der Fall ist. Anhand eines fertigen Bauwerkes lässt sich in der Regel meist schlecht auf die zuvor abgelaufenen Entstehungs-, Planungs- und Abwägungsprozesse schließen.


    Dekoratives Anführungszeichen

    Es gibt ja auch genug Häuser, wo der Aufzug in der Mitte des Treppenhauses liegt und die Treppe ringsherum geht.
    Oder man hätte die Fassade über dem Treppenhaus 2m höher gezogen und schon wäre nicht so ein dezentraler Klotz zu sehen.
    Es geht halt heutzutage bei den Architekten nur noch um die innere Aufteilung.
    Die äußere Wirkung steht ganz hinten an.


    Das ist so nicht richtig. Schau dir die Fassade einmal an. Wenn es nur um die innere Aufteilung gegangen wäre, würde diese nämlich mit Sicherheit ganz anders aussehen.
    Außerdem finde ich es zu kurz gedacht, immer den Architekten die Schuld zu geben. Sie sind von Bauherren/Investoren beauftragt und somit deren Erfüllungsgehilfen. Wenn der Bauherr/Investor sagt "so wirds gemacht" oder von Ideen der Architekten nicht überzeugt ist, dann können diese auch nichts machen, außer es so zu planen, wie es gewünscht ist. Ansonsten sucht sich der Bauherr/Investor einen anderen Architekten. Hinter Bauvorhaben wie diesen stecken ja zudem große Firmen, die meist sogar ihre eigenen "Fachleute" im Unternehmen haben. Über deren Expertise und Geschmack kann man sich meistens streiten.
    Ohne es natürlich zu wissen, kann ich mir vorstellen, dass die Architekten es hier sehr gern anders gemacht hätten. Aber wenn für andere Lösungen vermietbare Wohnfläche eingespart werden muss, da das Treppenhaus dann beispielsweise einen halben Quadratmeter pro Etage größer wird, wird es halt nicht gemacht. Hinzu kommt noch, dass der Quadratmeter Fensterfläche teurer ist, als der Quadratmeter Wand. Das spielt alles eine Rolle.
    Zurück zur Fassade: Wenn man sich diese betrachtet, stellt man fest, dass das Gestaltungsthema farblich abgesetzte, horizontale Streifen sind. Dadurch dass das EG als Sockelgeschoss sowie das Staffelgeschoss nochmals farblich anders gestaltet wurden, hebt man die vier OGs nochmals als Haupteinheit des Baukörpers hervor. Hätte man die Außenwand des Treppenhauses im Staffelgeschoss ebenfalls noch zurücksetzen können, wäre dieses Thema noch deutlicher. Es wurde anscheinend bewusst versucht das Treppenhaus in der Ansicht nicht hervorzuheben und eine geschlossene Fassade zu generieren. Würde man die Fassade über dem Treppenhaus 2 m höher ziehen, breitere Fenster einbauen, als anderswo in der Fassade oder im Bereich des Treppenhauses andere Farben in der Fassade verwenden, dann
    würde man die innere Funktion und die Vertikalität des Treppenhauses nach außen darstellen. Das wäre dann ein ganz anderes Grundprinzip.

    Städtebaulich und gestalterisch sicher kein Zugewinn. Allerdings scheint die Vonovia hier ein anderes Potential versuchen zu nutzen: Modulbauweise. Die Wahl des Architekturbüros sowie des Hochbauers läßt zumindest darauf schließen. Beide haben eine große Expertise im Gebiet der seriellen Modulbauweise. Im Klartext heißt das: Einzelne Räume (Module) werden komplett in einer Fabrik gefertigt, zur Baustelle gefahren und dort übereinander gestapelt und angeschlossen (zzgl. Fassaden- und Dacharbeiten vermutlich). Das geht vor Ort schnell und ist kostengünstiger. Das ist eine Möglichkeit um günstigen Wohnraum neu zu schaffen. Oder um günstig zu bauen und den eigenen Gewinn zu maximieren, wenn man es nicht günstig vermietet.

    Hechtstr. 4 / Bischofsplatz 8 (Bischofsplatz Nord), zuletzt #273

    Baufortschritt aus der S-Bahn heraus fotografiert. Man sieht, die Decke über den Untergeschossen ist nun fertig. Der Arbeitsraum um die Kellerwände wird verfüllt und der Rohbau EG hat begonnen. Mittleweile ist man schon um einiges weiter, die Bilder sind vom Montag. Die TG-Einfahrt (angrenzend an Nachbebauung Hechtstraße und am Standort des Kranes) ist noch nicht vollständig hergestellt.


    Bilder von mir

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^^ kaum der Rede wert, dazu muß man die Findigkeiten der Stadtpolitik kennen. Lichdi schmeist zu Wahlen immer 1-2 Themen in den Raum, welche nur auf ihn fixiert sind, um sich ä bissel von den anderen abzuheben. So what, man sollte einfach in die (nie beschlossenen) Sicherungs-B-Pläne der 90er-Jahre schauen, dort stehen ja schon die Zielstellungen als Druckmittel drin. Damit kann man auch bislang schon Gewerbeerweiterungen abweisen. Naja, und Rätin Muth ist in paar Tagen keine Rätin mehr, denn sie stellt sich meines Wissens gar nicht mehr zur Wahl. Schwamm drüber.

    Mir ging es auch weniger um die Parteien oder Personen an sich, sondern eher um die brachliegenden Flächen und was es dafür für unterschiedliche Vorstellungen gibt. Fakt ist nunmal, dass diese Flächen nicht schön aussehen und sehr gut anderweitig genutzt werden könnten. Daher finde ich es garnicht so schlecht, dass mal jemand dieses Thema aufgreift, und sei es nur um sich vor der Wahl zu profilieren. Denn nun wird sich damit beschäftigt. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich dadurch mehr, egal ob Lichdi gewählt wird oder nicht. Für die Themen Zuzug und Wohnungsknappheit sollten schließlich alle Parteien Lösungen anstreben.

    Dekoratives Anführungszeichen


    Verspätet hier auch noch die Bastelei eines quasi Fünftklässlers, wie man einfachst die USD-Buden an der nahen Friedrich-Wolf-Strasse harmonischer hätte gestalten können.
    Links das real Gebaute, rechts der kleine Korrekturversuch:


    Sieht besser aus. Aufgrund der Grundrissgestaltung wäre es allerding nur bedingt umsetzbar gewesen. Die Kiste auf dem Dach ist vom Fahrstuhlschacht. Der Fahrstuhl befindet sich innen gleich rechts neben dem Eingang. Deshalb gibt es rechts neben den jetzigen Fenstern keine Fenster. Links hätte man noch welche anordnen können, da befindet sich, wie auch hinter dem jetzigen Fenster, die Treppenanlage, deren Podest eh schon durch das Fenster verläuft. Wahrscheinlich hat man aufgrund der Symmetrie in der Fassade dann darauf verzichtet.

    Alternativer Standort für Globus SB-Markt gefunden – Präsentation noch im Mai berichtet pieschen-aktuell :applaus:

    Ich zitiere der Einfachheit halber mal:
    "Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde ein alternativer Standort gefunden. Das geht aus einer Antwort auf ein Anfrage von André Schollbach, Vorsitzender der Linke-Stadtratsfraktion hervor. Darin heißt es wörtlich: "Die Standortuntersuchungen zur Suche eines alternativen Standortes für das Unternehmen Globus sind abgeschlossen und haben zu einem Vorzugsstandort geführt. Dort müssen aber noch abschließende Klärungen mit den Grundstückseigentümern erfolgen. Mit dem Unternehmen Globus wurde vereinbart, dass bis zum Zeitpunkt der Klärung der Grundstücksfragen keine öffentlichkeitswirksame Information zum neuen Standort erfolgt. Ich gehe momentan davon aus, dass etwa Mitte Mai gemeinsam mit dem Unternehmen der neue Standort vorgestellt wird."

    Neustadt-Geflüster berichtet über eine interessante Debatte:

    Grünen-Stadtrat Lichdi hätte gern einen Bebauungsplan mit Wohnbebauung für die unbebauten Grundstücksflächen der Dental-Kosmetik (Putzi) zwischen Katharinen-, Alaun- und Königsbrücker Straße sowie für die unbebauten Grundstücksflächen hinter dem Postgebäude an der Königsbrücker Straße (siehe hier). Die Bevölkerung der Neustadt wächst stetig und bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. Auch wenn man die Besitzer der Grundstücke nicht zum Wohnungsbau zwingen könne, würde er gern festgeschrieben sehen, dass dort zukünftig nur Wohnbebauung zulässig ist. Er bringt in dem Zusammenhang auch das noch nicht beschlossenen Kooperative Baulandmodell ins Gespräch, der bei Neubauten 30% Sozialwohnungen vorschreiben soll. Auch eine Umsiedlung der Dental-Fabrik raus aus dem Wohnviertel ist für ihn vorstellbar.

    Linken-Stadträtin Muth ist dagegen (siehe hier). Sie fürchtet steigende soziale Entmischung durch mehr höherpreisige Wohnbebauung. Im tatsächlichen Falle einer Umnutzung erachtet sie eine Nutzung für die Allgemeinheit (Park, Spielplatz, o.ä.) als sinnvoll.

    Mal schauen, wessen Position im Wahlkampf besser beim Volke ankommen wird...

    Es ist leider wirklich ein abweisender Unort.
    Nah beieinander stehende Häuserwände sind an sich aber nicht das Problem. Diese wollte man ja städtebaulich sogar. Schließlich sollte ein vorkriegsähnlicher Zustand der Straßenräume als Gassen wiederentstehen. Auch die fehlende Ausgestaltung des Straßenraumes würde ich noch nicht als Problem sehen, wenngleich natürlich die Gehweggestaltung und Beleuchtung recht schlicht und emotionslos gewählt wurde. Aber fehlende Vegetation zum Beispiel, gibt es auch an anderen ebenso engen Gassen nicht, die aber trotzdem belebter und angenehmer wirken.
    Das Problem sehe ich eher bei der Ausgestaltung und Nutzung der Gebäude. Investoren, Planer und Stadtplaner haben gemeinschaftlich nicht daraufhin gewirkt, dass die Gassen belebt werden sollen. Die Fassaden wurden großflächig gleichförmig monoton ausgestaltet. Eine Kleinteiligkeit durch verschiedene Fassaden ist nicht gegeben. Die Fassaden sind modern und daher eher zurückhaltend bis schlicht. In den Gebäude gibt es fast keine Gewerbeeinheiten, die zu den Gassen hin ausgerichtet sind. Dadurch dienen diese nur als Zugang/Abgang zu den Hauseingängen oder als Verbindungsweg zwischen zwei anderen Straßen. Wären in den Gebäuden zu den Gassen hin ausgerichtet Geschäfte oder gar Gastronomie o.ä. würde eine ganz andere Aufenthaltsberechtigung entstehen. Wenn gastronomische Einrichtungen dann noch Stühle, Tische, Pflanzkübel usw. vors Geschäft stellen, könnte sogar eine Aufenthaltsqualität entstehen und Menschen zum Bummeln oder gar Verweilen in den Gassen animieren.
    Ich denke, nur durch Bordsteinkanten, Kopfsteinpflaster oder historische Laternen würde sich da nicht viel ändern.

    Das Neubauprojekt Oschatzer Strasse 31 (zuletzt #411) ist nun im Themenstadtplan verzeichnet. Es soll wohl auch demnächst mit den Arbeiten losgehen laut einem Kommentar auf pieschen-aktuell (ganz unten). Ob´s stimmt, werden wir sehen.

    Pieschen-aktuell berichtet auch über die Sanierung des Eckhauses Leipziger Str. 150 (zuletzt #415)

    Und pieschen-aktuell zum dritten: wie auch das Neustadt-Geflüster und andere Lokalmedien (DNN) wird auch dort von den Plänen des Breitensportvereins Motor Mickten berichtet, auf dem Bahngelände an der Harkortstraße einen Sport- und Freizeitkomplex zu errichten. Bei IPROconsult wurde bereits ein Entwurf in Auftrag gegeben. Mehr Infos zum Vorhaben siehe Artikel.

    Quelle: Neustadt-Geflüster

    Danke, Schöni. Der Plan ist doch schon etwas aufschlussreicher. Den hatte ich im Verlauf nicht gefunden.

    Den Sinn des Parkplatzes verstehe ich trotzdem nicht (und die dadurch entstehende Blockkante auch nicht). Gibt es doch unweit davon am Bf. Mitte genügend davon. Nun gut, jetzt ist es so.

    Bezüglich des WID-Neubaus an der Schäferstraße hat mir Google noch folgenden, älteren DNN-Artikel ausgespuckt, mit dieser farbigen Visu:


    Quelle: DNN

    ^Ich finde es echt immer wieder schade und erschreckend, wie heutzutage in der Wahrnehmung der zuständigen Stadtplanenden und deren Auftraggebern anscheinend ein andersfarbiges Attikageschoss als gleichwertiges Equivalent zu einem Schrägdach angesehen wird. Diese Neubauten entwerten die beiden Bestandsvillen in meinen Augen so dermaßen.