Beiträge von Jester

    Ziegel Danke für die Erläuterung zur Abstimmung. Das Prozedere ergibt an sich Sinn. Allerdings habe ich das so nirgends gelesen. Berichtet wird immer nur von den Stimmen für LAP und FHECOR. Somit bleibt bei den Lesern der Presse leider nur der Eindruck hängen, dass nur die beiden Entwürfe gewollt sind.

    Mich würde ja das Ergebnis der ersten Abstimmungsrunde interessieren und wer für welchen Entwurf gestimmt hat. Aber das wird wahrscheinlich nie öffentlich gemacht.

    Im Vorfeld der Abstimmung des Begleitgremiums kritisierte Grassl öffentlich zu Recht die bisherigen Einschätzungen der Experten: SZ-Artikel „Die festgelegte Rangfolge enthält aus fachlicher Sicht mehrere klärungsbedürftige Punkte. Dies betrifft insbesondere Genehmigungsfähigkeit, Hochwasserabfluss, Barrierefreiheit, Kosten, Bauzeit, Verkehrssicherheit, konstruktive Robustheit, Dauerhaftigkeit, Wartungsfreundlichkeit und städtebauliche Einbindung“, so Grassl.

    Die Abstimmung im Begleitgremium wird kritisiert, siehe SZ-Artikel. Die Projektverantwortliche der Stadt Grit Ernst warnte vor der Abstimmung: "hohes Risiko, dass ein Planfeststellungsverfahren notwendig wird". Manche Teilnehmer fühlten sich dadurch z.T. eingeschüchtert und wählten entgegen ihrer Präferenz. Andere Teilnehmer wittern unrechtmäßige Einflussnahme der Verwaltung. Und Hr. Kühn versucht im Artikel zu beschwichtigen: „Das Risiko bei dem Entwurf, sich nicht mehr im Rahmen eines Ersatzneubaus zu bewegen, ist im Vergleich zu den drei anderen Entwürfen am höchsten. Das bedeutet aber nicht, dass das Risiko insgesamt als hoch eingeschätzt wird.“ Die Formulierung „hohes Risiko“ sei in der Sitzung so getroffen worden, müsse aber im Kontext gesehen werden. Die Stadt hat deshalb Gutachter beauftragt, die Risiken unabhängig zu bewerten."

    Mich irritieren noch zwei weitere Fakten zur Abstimmung:

    Irgendwo las ich (finde die Stelle gerade nicht mehr), dass zur Abstimmung im Begleitgremium nur die beiden ersten Entwürfe aus Expertenwahl und CarolaVote zur Abstimmung standen, als LAP und FHECOR. Die beiden anderen Entwürfe wären wohl vorher bereits aussortiert worden. Das finde ich schon fast skandalös, da sich mir die Grundlage dazu nicht erschließt. Warum soll ein Teilnehmer nicht auch für den Dritten oder Vierten stimmen können? Das verfälscht das Ergebnis massiv, meiner Meinung nach. Und sendet damit falsche Signale an die Stadträte und auch nach außen, nach dem Motto die beiden anderen Entwürfe will eh keiner und die stehen nicht zur Debatte.

    Und was mich noch irritiert, ist die Aussage von Frau Krause, Sprecherin für Stadtentwicklung und Bau der Grünen, dass sie die Entscheidung des Gremiums begrüßt (siehe PM, Link). "Der Entwurf von LAP hat von allen eingereichten Vorschlägen die besten Nebeneffekte für den Stadtraum." Diese Einschätzung ist nur schwer nachvollziehbar.

    In der PM der Grünen steht am Ende noch folgende Info: "Ein Entwurf des VCD über Einsparmöglichkeiten durch verbindliche Festlegung der Regeln der Technik statt ideologischem Festhalten an vier Autospuren oder Entwurfsvorgaben für die weitere Vertiefung und Verbesserung der Planung, eingebracht von der Verwaltung, wird nun im Bauausschuss diskutiert, zu dem alle Mitglieder des Begleitgremiums eingeladen sind." Klingt erstmal gut. Mal schauen, was bei rauskommt.

    Bezüglich der nahenden Abstimmung im Stadtrat setze ich noch leichte Hoffnungen in die Vorgehensweise der CDU, die nochmal alle Planungsbüros einladen und sich deren Entwürfe erläutern lassen will. Vielleicht hilft das nochmal, um die Nachteile und Vorteile der Entwürfe zu verdeutlichen und eine anderen Favoriten zu wählen.

    Die SZ berichtet, dass sich der Bund deutscher Architekten Landesverband Sachsen mit einem offenen Brief an den Stadtrat gewandt hat mit einer klaren Empfehlung für den Brückenentwurf von LAP. „Der Entwurf von LAP bietet aus unserer Sicht die überzeugendste Antwort auf die eigentliche Zukunftsfrage dieses Projektes.“ Hervorgehoben wird die Planung mit 3 Pfeilerreihen, die eine abschnittsweise Fertigstellung ermögliche. So könnten erst die Brückenteile für Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV hergestellt werden und später, aber nur bei tatsächlicher Erfordernis, die dritte Pfeilerreihe mit Brückenteil für 2 Fahrbahnen.

    Klingt danach, dass eine Brücke ohne Kfz-Fahrbahnen favorisiert wird. Aber so ist es wahrscheinlich nicht gemeint, sondern eher die Forderung von 2 statt 4 Fahrspuren. Aus deren Sicht war die Option einer Zweispurigkeit auch ausdrücklich Bestandteil der Ausschreibung.


    Bei t-online stimmten 900 Teilnehmer von deren Umfrage für den Entwurf von Grassl als Ihren Favorit (Link).

    Im Themenstadtplan (siehe Link bei Elli^) sind in der Nähe auch zwei weitere Neubauten eingezeichnet.

    Zum einen die Eckbebauung Cossebauder Straße 30a, Ecke Grillparzer Straße. Eine kurze Recherche im Netz ergab, dass hier die Glashauser Projektentwicklung aus München bauen lässt. Auf der Homepage gibt es ein paar Infos und Visus dazu. Wird ein Zweigeschosser mit einem (zumindest angedeuteten) Mansarddach, Tiefgarage und 15 Wohnungen.

    Elli hatte vor ca. 1 Jahr bereits Beräumungsarbeiten auf dem Grundstück beobachtet (#887)

    Zum zweiten Projekt, vermutliche Adresse Omsewitzer Straße 1, findet man aktuell noch nichts im Netz.

    Ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus, bei all den kläglichen Versuchen irgendwie die Experteneinschätzung rechtfertigen zu wollen.

    Gut, dass Grassl hier kämpft und das öffentlich gemacht wird. Man kann nur hoffen, dass die Stadträte es mitbekommen und am Ende tatsächlich nach sachlichen Kriterien beurteilt, wie das Expertengremium ja richtigerweise anmahnt (aber selbst nicht dazu beiträgt).

    Grassl hat auch eine umfangreiche Projekt-Website, auf der u.a. auch auf die durch die Experten kritisierten Punkte ausführlich eingegangen wird.

    Eigentlich müssten alle Einrichtungen, denen durch die klammen Kassen der Stadt die Mittel gekürzt wurden, für den Entwurf und zusätzlich die Verringerung der Fahrspuren lobbyieren. Beides zusammen würde enorme Kosten einsparen und wieder mehr Spielraum für die freiwilligen städtischen Leistungen eröffnen.

    Wenn die Einsparung einer Spur und somit Verringerung der Breite tatsächlich 25-30 Mio. Kostenersparnis bringen, wäre also theoretische eine Brücke für ca. 65-70 Mio. möglich!

    Vielen Dank Ziegel für die ausführliche Recherche und Erläuterung zum Thema Baukosten und Pfeiler. 👍️

    Und vielen Dank an alle bei der Initiative Carolabrücke. Selbst wenn man vielleicht nicht mit allen Inhalten/Positionen/Meinungen/etc. der Initiative übereinstimmen mag, ist sie doch ein sehr guter, notwendiger öffentlichkeitswirksamer Gegenpol zu manch anderen lauten Stimmen. Es fördert den allgemeinen Diskurs ungemein, finde ich. 🙏

    Ich hoffe, die Stadträte informieren sich umfassend, nicht nur bei den Experten und Fachleuten der Ämter, sondern auch bei den Firmen selbst, bei der Initiative, der öffentlichen Meinung und vielleicht sogar hier im Forum.

    Ich verstehe nicht, warum die Experten die Kostenangaben von Grassl für unrealistisch hielten. Ich vermute (und hoffe), denen fehlten dazu einfach weitere Informationen vom Planungsteam. Wie man liest, kann das Planungsteam immerhin schlüssig erklären, warum und wie die Kostenschätzung entstanden ist. Und aufgrund der Expertise der Firmen würde ich dem auch Glauben schenken.

    Die Vorteile der Brücke, ganz abgesehen von gestalterischen Aspekten, liegen auf der Hand: effiziente Errichtung durch hohe Vorfertigung und einfache Montage vor Ort, in Abschnitten umsetzbar und nutzbar, damit Einsparung Bauzeit, geringere Kosten als andere, ggf. sogar noch mehr Kostenersparnis bei Verringerung Fahrspuren, geringere Wartungskosten, Platzanforderungen für alle Verkehrsteilnehmer eingehalten, keine Auffächerung der Anbindungen und damit mehr zukünftigen Spielraum für die zukünftige Entwicklung der angrenzenden Straßenräume.

    Diese harten Fakten sollten für den Stadtrat, gerade in der aktuellen Zeit, einen hohen Stellenwert bei der Beurteilung einnehmen.

    Und gestalterisch erfüllt die Brücke alle Anforderungen, und darüber hinaus. Nur der vermeintliche Nachteil der breiten Brückenpfeiler wurde extrem hervorgestellt. Das muss wieder aus den Köpfen raus. Da hoffe ich auf viel Überzeugungsarbeit seitens der Befürworter und Planer.


    Der Entwurf von LAP bietet viele Vorteile, wie bereits benannt. Was mich an dem Entwurf jedoch stört, ist die Art der offenen Verstrebungen. Für mich erwecken diese immer den Eindruck wie von reinen Ingenieurbauwerken, bei denen man nicht versucht Tragwerke zu verstecken und dadurch viele Verstrebungen sieht. Es ruft bei mir Assoziationen zu Eisenbahnbrücken vergangener Zeiten hervor. Und das passt nicht zur Dresdner Altstadt und den vorhandenen Brücken. Wenn man damit versucht die erste Carolabrücke zu referenzieren, dann muss das meiner Meinung nach in Kombination mit durchgehenden einzelnen Brückenpfeilern erfolgen, deren Enden bis hoch zur Fahrbahn gehen (wie bei Grassl). Aber so wirkt das nicht passend, finde ich.

    Neubauquartier "Am Waldschlösschen" von Max Wiessner

    Das Projekt scheint genehmigt zu sein, es ist jetzt im TSP eingetragen ist. Wir hatten es zuletzt im Thread "Radeberger Vorstadt" besprochen (#145 ff.). Da es aber tatsächlich neben dem Ex-Stasi-Bau liegt, zählt es offiziell zum Stadtbezirk Loschwitz. Auf der Internetseite von Max Wiessner sind nun auch mehr Infos und Visus zu sehen.

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    Auf der Homepage heißt es, dass drei Mehrfamilien- und ein Einfamilienhaus entstehen. Auf dem Luftbild erkennt man jedoch ein Mehrfamilienhaus mehr. Und ob die auf dem Grundstück befindliche Villa auch saniert wird, ist unklar. Da diese nicht erwähnt wird, könnte man davon ausgehen, dass dem leider (erst einmal) nicht so sein wird. Ebenso unklar der Status des zweiten Bestandsbaus Hausnr. 114 sowie des Gewächshauses etwas den Elbhang hinunter. Alle drei Bestandsbauten stehen zumindest unter Denkmalschutz. Vielleicht werden die angegangen, wenn die Neubauwohnungen erfolgreich abgesetzt wurden.

    Hab einen anderen Artikel dazu gefunden:

    Sächsische Zeitung

    Zwei Hoch­häu­ser geplant – Gaso­me­ter als Kul­tur­raum und Park­haus

    Dres­den plant auf einem etwa 17 Hektar großen Gebiet einen Inno­va­ti­ons­cam­pus. Was dort ent­ste­hen soll.

    Von Dirk Hein

    17 März 2026

    Große Flä­chen rund um die Dresd­ner Gaso­me­ter zwi­schen Gas­an­stalt­straße und den Bahn­glei­sen lie­gen noch brach, andere wer­den für Indu­strie und Gewerbe genutzt.

    Seit Jah­ren will Dres­den die Flä­chen ent­wickeln, kam bis­her aber kaum voran. Jetzt liegt eine gemein­sam von Sach­sen-Ener­gie, dem Rat­haus und TSSB Archi­tek­ten ent­wickelte Stu­die vor, wie kon­kret der „Inno­va­ti­ons­cam­pus an den Gaso­me­tern“ent­wickelt wer­den soll. Das sind die wich­tig­sten Fak­ten.

    Wel­che Flä­che kon­kret soll als Inno­va­ti­ons­cam­pus durch­star­ten?

    Bebaut und damit in sei­ner Ent­wick­lung wesent­lich beschleu­nigt wer­den soll ein etwa 17 Hektar großes Gebiet rund um die drei histo­ri­schen Dresd­ner Gaso­me­ter. Das Areal ist Teil des wesent­lich grö­ße­ren Wis­sen­schafts­stand­orts Ost.

    Das Gebiet wird im Nor­den durch die Win­ter­berg­straße, im Osten durch die Gas­an­stalt­straße, im Süden durch die Bahn­strecke Dres­den–Prag sowie im Westen durch den Bla­se­witz-Gru­n­aer Land­gra­ben und die Lieb­städ­ter Straße begrenzt. Auf einem Teil der Flä­chen hat sich Indu­strie und Gewerbe ange­sie­delt, der Rest liegt der­zeit brach. Öko­lo­gisch wich­tig: Der Land­gra­ben ver­läuft über­wie­gend ver­rohrt und ist im Gelände nicht sicht­bar. Der Bach­ver­lauf soll dau­er­haft rena­tu­riert und par­k­ähn­lich erleb­bar wer­den.

    Was geschieht mit den drei Dresd­ner Gaso­me­tern?

    Das gesamte Areal wird durch die ins­ge­samt drei Gaso­me­ter geprägt. Der Gaso­me­ter II ist saniert und wird seit Jah­ren als Pano­me­ter genutzt. Der 68 Meter hohe Erl­wein-Gaso­me­ter ist unge­nutzt, vom drit­ten ein­sti­gen Gaso­me­ter sind nur noch die Grund­mau­ern erhal­ten. Das Pano­me­ter bleibt auch zukünf­tig Pano­me­ter. Mit den ande­ren bei­den Bau­wer­ken hat Dres­den Großes vor.

    Der Erl­wein-Pano­me­ter soll saniert wer­den, ein Dach bekom­men und kom­plett neu erleb­bar wer­den. Auch der dritte ein­stige Gas­be­häl­ter wird neu auf­ge­baut. „Geplant ist eine Wie­der­ver­wen­dung, bei der die histo­ri­sche Sub­stanz und präg­nante Merk­male erhal­ten blei­ben, wäh­rend die Gebäude für zeit­ge­mäße Nut­zun­gen ange­passt wer­den“, schreibt Bau­bür­ger­mei­ster Ste­phan Kühn (Grüne) in der Beschlussvor­lage für den Stadt­rat.

    Wird das Gaso­me­ter zum rei­nen Park­haus?

    Der Inno­va­ti­ons­cam­pus wird in großen Tei­len auto­frei gestal­tet, so der Plan. Wer mit dem Auto anreist, soll auf zen­trale Park­plätze gelei­tet wer­den. Eine Viel­zahl an Autos soll in die teil­weise zum Park­haus umge­bau­ten bei­den unge­nutz­ten Gaso­me­ter gelenkt wer­den.

    Von der Gas­an­stalt­straße kom­mend soll das kleine Gaso­me­ter genutzt wer­den, wel­ches kom­plett neu auf­ge­baut wer­den muss. Von der Lieb­städ­ter Straße aus würde der Ver­kehr in das ein­stige Erl­wein­Ga­so­me­ter geführt. Inner­halb des Cam­pus sol­len mög­lichst keine Autos fah­ren. Ent­ste­hen wird ein „Sha­red Space“, also Flä­chen, die alle Ver­kehrs­teil­neh­mer gleich­be­rech­tigt nut­zen kön­nen.

    Par­ken soll dabei nicht der zen­trale Zweck der impo­san­ten Bau­werke sein. Geparkt wird haupt­säch­lich im Unter­grund oder in der ersten Etage. Dar­über soll ein Mix aus Kon­gres­szen­trum, Ver­an­stal­tungs­flä­chen, Labo­ren und Büros neu geschaf­fen wer­den. Vor­bil­der dafür sind der Gaso­me­ter Wien, Gas­klocka 2 in Stock­holm und die Elb­phil­har­mo­nie Ham­burg.

    Die ein­zel­nen Räume könn­ten dabei nach außen hin im Gaso­me­ter ent­ste­hen, in der Mitte bliebe ein impo­san­ter Luftraum, der nach oben offen sein könnte.

    Was wird noch neu im Inno­va­ti­ons­cam­pus ent­ste­hen?

    Die Pla­nun­gen sind in drei Berei­che unter­teilt. Zwi­schen den drei Gaso­me­tern soll ein Kul­tur­be­reich ent­ste­hen. Ent­lang einer Cam­pu­sachse könn­ten sich Insti­tute und For­schungs­ein­rich­tun­gen ansie­deln. Im süd­li­chen Bereich in Rich­tung Bahn­hof Reick wer­den zwei neue Hoch­häu­ser gebaut. In die­sem Bereich soll auch geparkt wer­den kön­nen. Hier kön­nen Büros und Gewer­be­flä­chen ent­ste­hen.

    Die Gebäude sol­len in der Regel drei bis fünf Geschosse haben, grö­ßere Hal­len sol­len Platz für Wis­sen­schaft und For­schung, aber auch für Gewerbe bie­ten.

    Warum ent­ste­hen zwei neue Hoch­häu­ser?

    Als süd­li­chen Ein­gangs­punkt zum Inno­va­ti­ons­cam­pus will Dres­den die Mög­lich­keit zum Bau von zwei Hoch­häu­sern schaf­fen. Ein Hoch­haus soll 68 Meter (18 Geschosse) hoch gebaut wer­den, das zweite Gebäude hätte eine Höhe von 45 Meter (zwölf Geschosse).

    Da beide Gebäude deut­lich über 30 Meter errei­chen wer­den, kommt die Hoch­haus­lei­t­li­nie der Stadt zur Anwen­dung. Dort wird das Areal als Eig­nungs­zone für sol­che Bau­werke aus­ge­wie­sen. Die Hoch­häu­ser sol­len eine Art Ein­gang­stor zum neuen Cam­pus dar­stel­len und Ori­en­tie­rung im Areal bie­ten. Die Höhe über­schrei­tet dabei nicht die Höhe des Erl­wein-Gaso­me­ters. Ein Archi­tek­tur-Wett­be­werbs­ver­fah­ren soll spä­ter das genaue Aus­se­hen der Bau­werke bestim­men. Um die Wir­kung der Gebäude im Stadt­bild zu simu­lie­ren, haben die Macher der Stu­die unter ande­rem die Sicht­be­zie­hun­gen vom Fern­seh­turm, vom Trüm­mer­berg Leu­ben und vom Fich­te­turm prü­fen las­sen.

    Wann wer­den die Pläne umge­setzt?

    Der jetzt durch den Rat zu beschlie­ßende Rah­men­plan bil­det die Grund­lage für die Ein­lei­tung eines Bebau­ungs­plan­ver­fah­rens, was an sich schon meh­rere Jahre dau­ern wird und immer durch Bür­ger­be­tei­li­gung ergänzt wird.

    Gebaut wer­den kann frü­he­stens im Anschluss, also kaum vor 2030. Die Vor­lage selbst äußert sich dazu jedoch nicht.

    Nein, das glaube ich nicht. Dort wird man maximal ein Gebäude genehmigt bekommen, welches sich der Größe und Lage auf dem Grundstück entlang der Straße an der Nachbarbebauung orientiert. Mehr wäre nach § 34 BauGB nicht zulässig.