Beiträge von Achilles1993

    Ja die Linke hat gefordert das Hochhaus ganz zu streichen - aber die Verdrehung des Hochhauses die du denen andichtest war nie deren Position. Und auf deinem ersten Post verläuft doch das Gebäude entlang der Karl-Liebknecht-Straße. Wenn das untere Bild dem so ähnlich aussieht, dann ist die Verdrehung doch wohl nichts schlimmes oder?

    Mir ist die Drehung ehrlich gesagt nicht so wichtig. Es kommt viel mehr auf Kubatur und Architektur an und ja, da ist das aktuelle Rendering von Kleihues enttäuschend. Vielleicht ist es aber auch nur eine Baumassestudie und kommt am Ende ganz anders.

    Das stimmt aber leider mit der Faktenlage nicht ganz überein.


    Schon im ursprünglichen Kohlhoffplan sollte das Hochhaus längs zur Dirksenstraße gebaut werden, wie du im Bebauungsplan sehen kannst. Erst bei der Überarbeitung des Kohlhoffplans 2015 wurde beschlossen das Gebäude um 90 Grad zu drehen und das Gebäude längs zur Karl-Liebknecht-Straße zu führen. Man hat sich damals erhofft, dass das Gebäude dann zügiger realisiert werden könnte, da so die Eingriffe in das bestehende Kaufhaus Gebäude reduziert würden.


    Jetzt war es aber so, dass sich Signa scheinbar wiederum eine Drehnung des Hochhaus zur Karl-Liebknecht-Straße gewünscht hat (lustiger Weise eben auch aus dem Grund, dass so die Eingriffe in das Kaufhaus reduziert würden). Sonst hätte man sich auch gar nicht darauf einigen müssen, weil seit dem Senatsbeschluss 2015 die Stadt ja vorhatte das Gebäude zu drehen. Übrigens damals auch schon unter Senatsbaudirekorin Lüscher. Und weil der Bebauungsplan nie an den Beschluss von 2015 angepasst wurde führt es dazu, dass der Turm bei Ausrichtung an die Dirkensstraße auch am Ende so gebaut würde, wie es im aktuellen Bebauungsplan steht ;-)

    Ich wähle freilich nicht die Linke, aber was die damit auf ein mal zu tun haben sollen verstehe ich auch nicht. Das Rendering war übrigens nie ein echter Entwurf, sondern -glaube ich- mal eine Spielerei von einem Foristen hier.

    Ich bin zufällig auf eine erste, sehr versteckte und gleichermaßen sehr ernüchterne Visualisierung auf das geplante Hochhaus am Kaufhof am Alexanderplatz gestoßen.


    Wenn man im folgenden den Karstadt am Hermannplatz betreffenden MoPo Artikel bei der Bildervorschau weiterklickt kommt man auf eine Visualiserung des Turmes mit Fotorechten bei Kleinhues und Kleinhues. Bekanntlich darf das Baukollegium sich noch eines von drei Entwürfen dieses Architekturbüros aussuchen, aber es liefert schon mal einen ersten Eindruck was hinsichtlich Höhe und der hier diskutierten Drehung wohl zu erwarten ist.


    Ich hoffe doch sehr, dass das Projekt am Ende nicht bei dem kleinen "Kasten-Stumpen" bleiben wird. Den gibt es ja schon direkt daneben mit dem Parkinn. Da Signa aber wohl die vollge GF ausnutzen möchte, bin ich aber wenig zuversichtlich. Das Präsidium-Hochhaus in Frankfurt zeigt, was man hier machen könnte.


    Hier die Visualiserung:

    https://img.morgenpost.de/img/…GNA-KLEIHUES-KLEIHUES.jpg

    Hier der besagte MoPo Artikel:

    https://www.morgenpost.de/bezi…jekt-am-Hermannplatz.html

    Aktuell geht es ja überall bergab. Einerseits profitiert die Berliner Wirtschaft ungemein von ihrem hohen Digitalisierungsgrad, wie jüngst der DAX Aufstieg von Delivery Hero zeigt. Andererseits ist Berlin auch vergleichsweise mehr vom Tourismus abhängig, was auch den überdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit erklärt. Hoffentlich fängst sich das aber bald wieder ein

    Vielen Dank für die Infos!


    Ich weiß aber nicht, ob der Pessimismus wirklich so weit gehen muss. Die fehlenden Bauarbeiten beim Verbindungsstück zwischen Westhafen und der S21 Strecke dürften der frühzeitigen Inbetriebnahme nicht wirklich entgegenstehen. Soweit ist weiß, soll der Betrieb am Anfang nämlich nur im Pendel zwischen Gesundbrunnen-Wedding-Hauptbahnhof erfolgen. Das Abbiegen auf den Ring Richtung Westhafen wäre somit bis zur vollständigen Inbetriebnahme bis Potsdamer Platz noch nicht nötig.

    Es ist wohl eine 90-Grad-Drehung gemeint - also quer zur Straße statt längs. Hatte ich aber auch nie was von gehört.

    Genau, im ursprünglich Kohlhoffentwurf sollte das Hochhaus am Kaufhof (Bauplatz D7) längs zur Dirksenstraße gebaut werden und somit in den Baubestand des Kaufhausen hineinragen. Dies würde natürlich während des Baus zu erheblichen Beeinträchtigungen im Kaufhaus führen.

    Somit wurde bei der Überarbeitung des Masterplans von Kohlhoff 2015 das Gebäude gedreht. Es soll jetzt entlang der Karl-Liebknecht-Straße gebaut werden und dafür zT mit Arkaden im Fußgängerbereich versehen werden.

    Man erkennt es auf den beiden Kohlhoffentwürfen deutlich, wenn ihr es mal googelt.

    Der Tagesspiegel berichtet hierzu auch schon Näheres:


    Das Baukollegium wird sich noch in diesem Jahr eines von drei Entwürfen von Kleinhues + Kleinhues aussuchen. Die Höhe des Turmes bleibt aber bei 130m.


    Meint ihr es handelt sich bei den Entwürfen lediglich um Baumassenstudien oder schon gleich auch um Fassadenentwürfen? Ich dachte das Hochhausleitbild sieht bei Hochhausbauten immer ein Architektenverfahren mit Preisgericht usw. vor. Andererseits ist demnach auch der Breitscheidplatz ein Hochhausstandort. Mein Eindruck ist, dass damit insgesamt sehr flexibel umgegangen wird...


    https://m.tagesspiegel.de/berl…in-erhalten/26060464.html

    Auch wenn ich mich ungerne an dem „was ist besser“ bashing beteilige, aber zumindest das Terminal 1 in München (T2 hab ich gerade nicht im Kopf) ist schon sehr außer Mode gekommen. Niedrige Decken, alles in einem Granit-weiß-grau, und auch eher viele kleine Räume. Ich find da macht die BER Haupthalle mit seiner hohen Decke und dem vielen, edlen Holz einiges mehr her. Aber ja, die Münchener Airport Plaza macht was her. Vielleicht kommt ja noch so was ähnliches am Williy Brandt Platz, wenn gegenüber das T3/4 kommt.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das zustimmungsfähig war.

    Wie kommst du denn dadrauf? Meinst du etwa, das wäre denen nicht aufgefallen?


    Die Umbaumaßnahmen sind nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 Denkmalschutzgesetz Berlin von der Denkmalbehörde zustimmungspflichtig. Dies wird im Rahmen der Baugenehmigung geprüft, welche bekanntlich nach langem Hin und Her erteilt wurde.

    Mir geht es ja nicht generell um Rekontruktionen, ich find es nur zweifelhaft zu sagen, dass das gerade in Deutschland so wenig gemacht würde. In Berlin wird gerade das Stadtschloss aufgebaut, in Dresden war es die Frauenkirche, Braunschweiger Schloss, Schloss Herrenhausen. Alles Beispiele jüngster Vergangenheit. Das ist mir in solch einem Ausmaß aus keinem anderen westeuropäischen (!) Land bekannt. Nur weil es nicht „überall“ ist, heißt es nicht, dass es es garnicht gibt.

    Überall in Europa wurden nach dem 2.WK zerstörte, ehemals markante Gebäude wieder aufgebaut. Nur Deutschland und speziell Berlin scheint damit ein großes Problem zu haben :(

    Berlin hat sogar so ein großes Problem damit, dass es selbst am Schlosswiederaufbau eine Fassade ausspart...
    Glaub ehrlich gesagt, dass nirgendwo in Westeuropa sonst so viele Rekonstruktionen gebaut werden, wie in Deutschland. Und ich finde es ehrlich gesagt schön, dass der Sockel zu den Behrensbauten, dem Kaufhof und dem (wenn auch hässlichen) Saturn passt. Ich hoffe doch sehr, dass sich Convivio mit der neuen, niedrigen Sockel samt Rampe am ParkInn und dem weiteren Hochhaus D1 nicht durchsetzen kann. Dem Alex würde es besser stehen, wenn alle (Sockel-)Bauten vorne am Platz die selbe Höhe hätten.

    Auf der Schloss Webcam (West-/Ost-/Südfassade) sieht man, dass aktuell auf dem südlichen Schlossplatz groß gegraben wird. Man erkennt auch sehr gut die großen Fernwärmeleitungen, die wohl der Verlegung des Neptunbrunnes im Weg stehen.


    Weiß jemand, was es mit den Arbeiten da momentan auf sich hat? Das sieht für mich nicht einfach nach einem Pflastern des Platzes aus, sondern als ob die da wirklich an die Leitungen wollen. Möglicherweise um doch Platz für den Brunnen zu schaffen?

    https://cam01.berlinerschloss-webcam.de

    Baukollegium 22. Juni 2020


    Ich habe heute (trotz verwirrender Links) online dem Baukollegium beigewohnt und kann – wahrscheinlich zur Freude vieler hier, aber zur sichtbaren Unfreude der Architekten - berichten, dass das Projekt ziemlich auseinandergenommen wurde.


    Zunächst einmal handelt es sich bei dem obigen Entwurf wirklich um das Projekt, was heute vorgestellt worden ist. Es soll Bezug nehmen zum das Alea, weißt aber ein Stockwerk mehr als das Panorama-Haus nebenan auf. Dies führt dazu, dass die Ansicht von der Gonthard-Straße sehr kurios aussieht. Der Bezug zum Alea wurde gänzlich in Frage gestellt da letzteres ein Solitär darstellt, erstes aber eine Ergänzung des Panorama-Hauses darstellt . In einem Nebensatz wurde gesagt, dass die "horizontalen Formgebung eher an die Peripherie einer Stadt gehören würde, als mitten in ihrem Zentrum".


    Was man in den Entwurfsbildern nicht sehen kann: Über die Gontardstraße soll eine Passage zum Innenhof führen, damit die Apotheke und der Lebensmittelladen des Panorama-Hauses bedient werden können. Ansonsten besteht aber der Innenhof wiederum aus einem Lichthof ins Untergeschoss, wo ringsherum Büroflächen und Radparkplätze vorgesehen sind. Zum Innenhof im Untergeschoss ist eine kurvige Fahrrad-Brücke geplant, die sich den ganzen Lichthof entlangschlängelt. Das ganze Konzept schien etwas unstimmig und das Bezirksamt will nochmal mit dem Nachbar vermitteln, ob es wirklich nötig ist, die Geschäfte im Panorama-Haus über einen zugänglichen Innenhof anzubinden. Zu dem gibt es wohl auf Grund des Rechtsstreites ein sehr schwieriges Verhältnis.

    Neue Hochhaus am Europaplatz in Planung


    Auf der Tagesordnung für die Sitzung des Baukollegiums nächster Woche steht eine bauplanungsrechtliche Erörterung, ob auf der gegenüberliegenden nördlichen Straßenseite des Europaplatzes ein Hochhaus gebaut werden könnte. Es handelt sich dabei um das Karree Heidestraße/Minna-Cauer-Straße/Döberitzer Straße. Der Masterplan zum Europaplatz sieht meines Wissens nach nur das bereits im Bau befindliche KPMG Hochhaus und ein weiteres Hochhaus südlich des Platzes direkt am Hauptbahnhof vor.

    Hierbei geht es auch um die erstmalige Anwendung der neuen Hochhausleitlinien des Senats, die ja bewusst keine konkreten Standorte vorgeben.


    ich persönlich finde, es würde dem Platz sehr gut stehen, wenn es zukünftig in drei Himmelsrichtungen von HH eingerahmt würde, bin aber auch gespannt, wie sehr darauf eingegangen wird, weil der Masterplan wie gesagt es HH an dieser Stelle nicht vorsieht.

    Link (mit Grafik): https://www.stadtentwicklung.b…e/sitzungen/aktuell.shtml

    Ich würde dem Entwurf aber keine skupturale Figur absprechen. Die „Wippe“ soll ohne Sockel allein 5,8 Meter hoch werden. Wenn man davor steht wird es schon sehr groß wirken und gerade von der Schlossbrücke wird es eine sehr schöne Perspektive geben. Schließlich soll die Unterseite goldgefärbt werden.

    Was mir übel aufstößt ist, dass es nichts wirklich interaktiv zu tun und zu sehen gibt auf dieser Wippe.

    Ich finde, dass gerade die Begehbarkeit der Wippe ein Zusatz ist zu dem, was man bei einem Denkmal normalerweise machen kann. Ein Reiterdenkmal kann schließlich auch nur betrachten. Und der Erfolg des Holocoust Mahnmals liegt in seiner Begehbarkeit. Kaum einer besucht den Teil der unterirdischen Gedenkstätte. Meines Wissens nach wollte man beim Einheitsdenkmal auch auf zusätzliche Info-Tafeln verzichten, weil das deutsche historische Museum im die Ecke ist.

    Auf dieses Projekt freue ich mich am am allermeisten. Höchstwahrscheinlich wird da zwar keine Prachtarchitektur entstehen, aber das Haus der Elektroindustrie ist das schlimmste Gebäude am ganzen Alexanderplatz. Es steht viel zu weit hinter der Straße und riegelt im wahrsten Sinne des Wortes das ganze Quartier dahinter ab. Wenn man da Durchgänge zur Alex-Wedding- und zur Keibelstraße geschaffen werden und die Gebäude an die Alexanderstraße gezogen werden, dann wird der ganze Bereich viel mehr Fassung bekommen. Zwar ist das HdE nicht so hässlich wie das Memi, aber dessen physische Ausmaße halten sich zumindest noch in Grenzen.