Das alles erschöpft sich nur wieder in einer Zustandsbeschreibung. Die mangelnde Umsetzung ist der Skandal. Diese ganzen bürokratischen Verhedderungen offenzulegen offenart ein Führungsproblem, wo es offenbar möglich ist, dass sich Ämter aus Eigennutz gegeneinander ausspielen. Wie kann es sein, dass so wichtige Verkehrsprojekte auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden. Es geht hier ja nicht um 6 Monate, sondern um halbe Jahrzehnte. Wenn Verkehrsplanung mit einem absolut aberwitzigen Abstimmungsaufwand abläuft dann braucht man sich über den überhohen Anteil von Individualverkehr nicht wundern. Und so im Kleinen, wie im Großen: Ob es nun TRAM- oder S-Bahnlinien sind. Es geht viel zu langsam, zu teuer und zu komplex zu. Überteuerte Projekte und x-malige Umplanungen die wieder zu Mehrkosten sind die Folge. Das gegenwärtige Planungssystem ist unrettbar verloren. So krass ist das zu konstatieren und zähle mir bitte niemand Apologien auf. Da fahre ich schon aus Trotz mit dem Auto.
Beiträge von Lichtwark
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In meinem Falle macht es keinen Sinn ÖPNV zu nutzen. Und wer finanziert schon Monatsabo und Privatwagen, wenn nicht einmal ein Zeitgewinn herausspringt. Zudem: Es ist es recht elitäres Bürgerverständnis, zu meinen, "den Leipzigern" käme es auf Fahrrad und Tram an. Wenn jemand aus dem bürgerlich-akademischen Milieu trotz Nähe zu Durchfahrtstrassen ruhig leben will in der Altbauetage, ist das eine Sache. Diejenigen allerdings, die sich in den zahlreich geschaffenen Logistikjobs vergnügen, nützt das allerdings gar nichts. Die sind aufs Auto angewiesen um in die weitläufigen Gewerbegebiete zu gelangen. Zudem auch denjenigen nichts, die sich mangelns Alternativen irgendwo zwischen Grimma und Zwickau morgens auf dem Dorf ins Auto setzen und in Richtung Leipzig bewegen. In solchen Gehaltsklassen sind auch Dinge wie saubere Elektromobilität Themen aus anderen Welten. Deswegen sage ich voraus, dass die Verkehrsströme sich zwar begrenzt lenken lassen, sich in der Menge nicht reduzieren werden.
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Das Geld was für solche Sachen veranschlagt wird, wäre im Ausbau des ÖPNV sinnvoller ausgegeben. Wenn eine Fließgeschwindigkeit erhöht werden müsste, dann ist es die des Verkehrs. Ich glaube Leipzig hat fundamentalere Probleme als für eine ökologisch eingestellte Minderheit einen Bullerbü-Park zu errichten.
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Ein Plan, wie die Stadt dem stark ansteigenden Verkehr begegnen will um damit die Lebensqualität zu erhöhen kann ich zumindest nicht erkennen.
Tja, da hülfe es womöglich, endlich einmal ein sinnvolles Konzept für einen Mittleren Ring umzusetzen, der auch wirklich den Tangentialverkehr aus dem Innenstadtring herausnimmt. Jeder der aus dem Südraum nach Norden will kann auf der kürzesten Route nur eben da durch fahren und ich sehe nicht ein, warum ich morgens 20 Minuten länger Benzin verfahren soll um in die Brandenburger Strasse zu gelangen.
Verengung von Verkehrsraum ist in Leipzig eine fatale Lösung. Das Einzugsgebiet der Stadt reicht etwa von Zwickau bis nach Wittenberg und ist sehr ländlich geprägt. S-Bahn-Verkehre können nicht annähernd den Bedarf fassen und so ergießt sich eben die Blechlawine in die Stadt. Ich mache es genauso wie alle anderen und mir fiele auch nicht im Traum ein, S-Bahn zu fahren. Es macht zeitlich keinen Sinn und das Auto finanziere ich zusätzlich. Wer auch immer am Floßplatz wohnt, meine verkehrlichen Ausdünstungen wird er eben schlucken müssen.
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Danke, das war noch nicht bekannt. Dennoch wage ich die Vorhersage, dass es Auslastungsprobleme geben wird, da der coronabedingte Wegfall von Geschäftsreisen und Kongress/Meetingverkehr eben doch keine kurzfristige Delle ist, sondern nachhaltig negative Auswirkungen hat. Auch in den kommenden Jahren wird keiner mehr für ein eintägiges Meeting von Düsseldorf nach Leipzig fliegen. Das ist Vergangenheit, zumal in größeren Konzernen flugs die Travel Policies umgestellt wurden, da man ein langfristiges Einsparpotenzial erkannt hat. Bei meinem eigenen Arbeitgeber wurde bspw. der jährliche Posten für "Travel & Entertainment" auf Null reduziert und wird auch nur langsam um die unbedingt notwendigen Positionen wieder aufgestockt.
Prognose: Wir werden zumindest vermehrte Betreiberfluktuationen sehen, wenn nicht gar Leerstände in ohnehin etwas angejahrten Häusern (Radisson Blue, Mercure...) . Für unsichere Kantonisten, wie das Astoria-Skelett wird es schwieriger eine Finanzierung zusammenzubasteln. Aus meiner Sicht bestehen Zweifel an der wirtschaftlichen Tragfähigkeit bei allgemein zurückgehender Auslastung. Ob alle Hotelketten ihre Zusagen für die derzeit im Bau befindlichen mehrere Tausend Betten noch erfüllen werden, bleibt auch fraglich. Da sollte man sicher schon mal mit kreativer Nachnutzung befassen. Was in Häusern mit der baulichen "Qualität" wie dem Ex-Holiday Inn schwierig werden dürfte.
Die Leipziger Strategie der letzten Jahre, sich als zentrale Meeting- und Kongressdestination zu positionieren, ist bis auf Weiteres nicht in der Lage, zum Wirtschaftswachstum einen positiven Beitrag zu leisten.
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Passend dazu: eines in eben der jüngsten Hotelbau-Welle eröffneten Häuser ist schon wieder dicht. Das am Hahnekamm befindliche Holiday Inn-Express hat die Segel gestrichen. Das Haus ist geschlossen, der Schriftzug demontiert. Fraglich was nun aus der Immobilie wird. Sie wird wohl schnell in eine Schmuddelecke mutieren, was auch der billigen Materialität und abweisenden Billigarchitektur geschuldet ist.
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Ich kann diese Bemerkung nur unterstreichen. Auch weiterhin werden Investitionen dort getätigt, wo man ausreichend Fachkräfte rekrutieren kann oder von ausserhalb hinrekrutieren kann. Beide Seiten sind wichtig, denn sonst stünde das Porsche-Werk in Weißwasser, wo noch immer erhöhte Arbeitslosigkeit herrscht. Jedoch kann ich nach dorthin niemanden zum Umzug bewegen, der vorher in Stuttgart gelebt hat oder gar im Ausland. Das hat nichts mit einem Ostklischee zu tun, urban verhaftete und geprägte Leute ziehen nun mal nicht so leicht aufs Land. Gleichzeitig ist mein Gefühl aber auch, dass hierzulande von Arbeitnehmern noch zu wenig über den Tellerrand hinaus gedacht wird. Im Süddeutschen Raum ist es nach meinem Dafürhalten üblicher, lange Pendlerstrecken in Kauf zu nehmen, die täglich absolviert werden.
Damit meine ich nicht die im Osten eher verbreitete Wochenend-Pendelei zwischen Bayern/BaWü und den östlichen Bundesländern. Gemeint ist damit die Fachkraft im Mittleren Management, die jeden Tag von Zwickau zu Beiersdorf nach Leipzig pendelt. Ich kenne selbst aus dem privaten Umfeld die Fälle von München-Ingolstadt und Unna-Düsseldorf. Ob das was für einen selbst ist sei dahingestellt, aber so lässt sich ländlich wohnen aber dennoch urban hohes Einkommen erzielen.
Ich selbst wohne in einem Dorf mit 41 Einwohnern im Altenburger Land und pendle zu einem amerikanischen Pharmaunternehmen nach Leipzig. Ich habe zwei kleine Kinder und meine Frau arbeitet ebenso Vollzeit. Es ist also die Frage persönlichen Willens, jedoch wollten wir uns nicht lokal einigeln und fragen, wieso denn der Wohlstand nicht dauerhaft zu uns kommt. Der wird nie originär bei uns Einzug halten, eher nur indirekt indem Arbeitskräfte von positiveren Jobmärkten in gewisser Entfernung zum Wohnort partizipieren. Dieses Verständnis ist im Westen stärker, dort gibt es aber auch nicht die verbreitete Illusion, direkt vor der eigenen Haustüre muss es aussehen wie in Starnberg oder Sindelfingen, sonst ist alles Mist.
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Fassadenverkleidung aus Kupfer kommt langsam ans Licht.

Der geschwungene Baukörper orientiert sich an dem darüber stehenden Forschungsgebäude des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI.
Bilder von mir.
Das Material heisst TRESPA und ist eine Kunststoff-Verbundplatte, auf die dünne Metallfolie geklebt wird. Da das alles laminiert ist, hält es sehr lange und man kann eine große Materialvielfalt darstellen. Ich finde es optisch sehr gelungen!
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Offenbar hat man bei der Gestaltung der Austritte aus den Erdgeschosswohnungen nicht mitbedacht, dass die Leute sich zwangsläufig in Schrebergartenmanier ihr "eigenes Reich" schaffen. Da quellen ja schon jetzt verschiedene Sitzmöbel und Spielgeräte aus den handtuchgroßen Flächen. Zudem die unvermeidlichen Wäscheständer (innenliegende HAR pro WE mit Aussenentlüftung waren wohl zu teuer). Ein schönes Potpourri

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DIESES Ergebnis hat so lange gedauert? Hat der Eigentümer die Sanierung aus dem laufenden Cashflow der Eisdiele finanziert?
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Noch immer gibt es nach meiner Ansicht beträchtliche Reserven an Altbauten in der Stadt oder diversen ruinösen Gebäuden. Ich denke, da ist durchaus noch Potenzial vorhanden, bevor die Mieten drastisch steigen. Ohnehin ist Leipzig ja immer noch sehr preisgünstig.
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Man kann schlampige Unterhaltung und organisierte Verantwortungslosigkeit anscheinend gut mit ökologischen Totschlagargumenten bemänteln.

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Genau diesen Eindruck meinte ich mit "Brennesselwüste". Für die dort aufgerufenen Preise ist das Umfeld auch auf lange Sicht nicht urban genug. Der mangelnde Pflegezustand des Hafenbeckens und die Ruinen auf der Schönauer Seite des Beckens tragen zum mangelhaften Gesamteindruck bei.
Was mich aber so erregt, ist das eigentlich einfach umsetzbare Bausteine der Urbanität nicht umgesetzt wurden.
Die Gebäude stehen zu weit von der Hafenkante weg. Besser wirkte es, wenn der breite Grünsteifen weggefallen wäre und der Höhenunterschied des Geländes ausgenutzt worden wäre um nach vorn offene Souterrains in den Kellergeschossen zu schaffen. So würde durch Gastronomie mit Freisitzen eine Personenfrequenz auf einer direkt am Wasser liegenden Promenade geschaffen. Urbanität legt eben nicht von der Weite sondern von einer gewissen räumlichen Enge und interessant gebrochenen Blickbeziehungen. Genau deswegen "funktioniert" der Karl-Heine-Kanal. Die teuersten Lagen befinden sich im übrigen and der Weißen Elster, wo man direkt an die Wasserkante gebaut hat.
Jetzt hat man einen Grünstreifen mit einem wie eine Erschließungsstrasse wirkenden Asphaltband. Die begrünte Böschung killt die Wirkung komplett.
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Daß ein Vergleich mit Grünau ungerechtfertigt ist, lasse ich so nicht gelten. Beide Orte weisen eine uniforme Gleichartigkeit der Architektur auf. So viel mehr Abwechslung kann ich da nicht erkennen.
Zukünftige Nutzer sind auch keine Architekturfachleute, für eine Kauf(nicht)entscheidung reicht ein vages Gefühl der Ödnis und Unbehaustheit auf. Mir ist klar, dass sich das mit wachsendem Grün und mehr Bewohnerschaft noch fügen wird, aber etwas mehr Anspruch an Urbanität hätte dem Ganzen gut getan. Aus meiner Sicht wurden viele Fehler, an denen monofunktionale Stadtteile kranken wiederholt. -
Soweit ich mich erinnern kann, waren die eingelassenen Kreisornamente farbig. Das hätte dem Ganzen die zeitgerechte Ästhetik der frühen sechziger zurückgegeben. Jetzt sieht es aus, als fehlte was.
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Wenn ich mal persönlich werden darf: Vielleicht liegt es an der sehr unansprechenden Klötzchenarchitektur. Teilweise sieht das Ergebnis nach WBS 70 mit Glasbalkon aus (Lose 3 und 4). Das ist schämenswert, dass mit großem Aplomb eine Art Leipziger Hafen-City ausgerufen wird, dann aber in der Tat besserer Sozialer Wohnungsbau abgeliefert wird. Ich als Privatinvestor würde in keinster Weise 200-400kEUR ausgeben, um dort als Anrainer eines Hafenbeckens zu leben, dem es an jedweder urbaner Infrastruktur gebricht, mit Ausblick auf die Schönauer Brennnesselwüste auf der anderen Seite des Hafenbeckens. Atmosphärisch sieht es eher nach Brandenburger Sümpfen als nach Hafen-City aus. Das Ergebnis dieses Projekts ist abscheulich. Entschuldigung, aber diese Deutlichkeit muss sein. Ich habe wohlwollend auf dieses Reurbanisierungsprojekt geschaut aber bereits mit Sorge auf die Baumassenstudien und die sich abzeichnenden Kubaturen während der Bauphase. Billige Klimawende-Architektur, bar jeden ästhetischen Anspruchs. Kratzputzbunker mit Glasbalkonen sind das geworden. Es ist so schlimm, das ein paar braune Klinkerriemchen und Lochbleche als Balkonbrüstungen schon als Ornamentik gelten können.
Liebes Forum, verzeihe man mir diese böse unsachliche Philippika, aber die Langeweile, Dürftigkeit und Anspruchsverweigerung sind mit Händen zu greifen. Eine städtebauliche Chance wurde vertan. Da hätte dem Architekten, die das geplant haben, die Hände verdorren sollen!
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Auf der großen Brache Rosa-Luxemburg-Strasse Ecke Mecklenburger Strasse tut sich was. Dort sind Bohrgeräte für Pfahlgründungen zu sehen. Ich bin nur vorbeigefahren und konnte keine Bauschilder sehen.
Weiß jemand was sich da tut? Nach dem Telekom-Bau wäre ein baulicher Lückenschluss der Raumkante zur Strasse sehr wünschenswert für die weitere Aufwertung und bauliche Abschließung des List-Platzes. -
So überzogen ist das gar nicht. Die Besucherzahlen sind ja nicht gerade niedrig. Das Tropical Island steht auch nicht inmitten von Elend und Armenhaus. Zeitweise ist es da drinnen schon sehr voll. Außerdem ist bei dieser Anlage sicherlich nicht zu erwarten, dass der Eintrittspreis auf dem Niveau eines Provinz-Spaßbades liegt.

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Ich frage mich, wieso es nicht möglich war, den Aufzug diskreter zu integrieren. Sicherlich gibt es triftige Gründe dafür, es ist aber immer schmerzlich, wenn ein stimmiges, wertiges Gebäude nach langer Zeit optisch "ruiniert" wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die Architekten das anders gedacht haben, aber der Eindruck vorher ist besser gewesen als jetzt.
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Kurzversion: Preiswerter Platz: Leipzig hatte in der Vergangenheit auf weniger Fläche schon mal über 700000 Einwohner. Die Stadt wächst in ihre alte Größe zurück. Dazu verfügt sie über eine kompakte, architektonisch wertvolle, geschlossene Architektur der Gründerzeit und frühen Moderne, wie keine andere Großstadt in Deutschland. Gute Voraussetzungen für attraktiven Wohnraum.
Hinzu kommt eine günstige Wirtschaftsentwicklung. Die Stadt in im Vergleich zu Hamburg (Logistik, Medien) viel breiter aufgestellt, in jedem Branchenfeld ist mittlerweile eine kritische Masse erreicht (Logistik, Automobilwirtschaft, Hospitality [Kongresse, Messen, Hotel, Tourismus], Gesundheitswirtschaft, Medien, IT).