Beiträge von MatthiasR

    In der SZ ist ein weiterer Artikel erschienen „Wackeln die Türme des Paketpost-Quartiers?“ entgegen dem Trend endet ein Artikel mit ? aber diesmal nicht in einer eindeutigen Verneinung.

    Es werden diverse Dinge angesprochen:

    • Die Eigentümer Struktur der Büschl-Gruppe wo Bauwens mittlerweile eine recht große Rolle spielt
    • Das die Finanzierung wohl wackelig wirkt und die Proteste die Situation nicht verbessern
    • Es gab vor einigen Tagen ein großes Event für potentielle Partner zum Projekt wo der Auftritt vom Hr. Büschl nicht überzeugte
    • Es gab keine Aussagen zu ungefähren Preisen der Wohnungen, es wurde sogar eine Aussage getroffen das man nicht mal wisse ob diese überhaupt verkauft werden oder ob es zu 100% Mietwohnungen werden

      …


    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenc…ifel-li.3526860

    Soweit ich weiß sollen die ersten Gebäude 2031 fertig sein.

    Was ich mich allerdings immer Frage, ist wie der Verkauf laufen soll. Wenn der Vertrieb theoretisch in 2027 beginnint und 2029 etwa der Tiefbau abgeschlossen ist, müsste bei einem klassischen Bauträger Vertrag 30% der Kaufpreissumme gezahlt werden, aber der Bezug ist allerfrühestens 2 Jahre später. D.h. wenn da jemand sagen wir 1.5 mio ausgegeben hat, muss er erstmal mit 500.000€ in Vorleistung treten, vermutlich finanzieren und das dann über 2-3 Jahre +

    Das mag bei einigen hochpreisigen Wohnungen möglich sein, aber in der Masse? Da sprechen wir von einem ordentlichen vierstelligen Betrag jeden Monat wenn man nur die Zinsen betrachtet, ohne Tilgung oder Opportunitätskosten das Geld anderweitig investiert zu haben.

    Weil das Thema Schranken Öffnungszeiten gerade angegangen wurde, wieso sind die Schranken in Deutschland eigentlich immer so lange vor und nach einem Zug geschlossen?
    Ich war lange und viel in Japan, da geht die Schranke gefühlt 30 Sekunden vor dem Zug herunter und öffnet sich just in dem Moment an dem der Zug die Schranke passiert hat.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn man schon in andere Länder schaut....

    Japan ist sicher eine der grössten Automobilnationen der Welt, aber das Auto hat in der Bevölkerung einen viel geringeren Stellenwert oder Benutzung. Eine erfolgreiche Automobilnation muss nicht überall das Auto fördern. Ich bezweifele, dass eine andere Politik in Bezug auf das Auto in der Stadt irgendeine echte Relevanz für die Arbeitsplätze in dem Autosektor hat.

    Kommt sehr auf die Stadt an. In Tokyo gibt es mehr Autos als man meint aber in die Arbeit etc. fahren wenige damit, weil es schlicht keine Parkplätze bei den Firmen gibt. Zur Zulassung eines Autos muss man einen Stellplatz nachweisen den haben auch einige gerade kleinere Wohngebäude nicht. Trotzdem wer es sich leisten kann hat oft ein Auto gerade bei den etwas Älteren ist das nach wie vor noch ein sehr großes Statussymbol auch wenn der 5er BMW bloss 2000km im Jahr bewegt wird, hauptsache er steht in der Garage.

    Ähnliches gilt noch in Auszügen für Osaka bei den nächsten Städten sieht es aber schon ganz anders aus.

    Ich habe Verwandschaft in Nagoya (Toyota) und Sapporo und habe selbst lange in Fukuoka gewohnt, da wird sehr viel mit dem Auto gefahren und an den Rändern erinnern die Städte teilweise schon an Amerika mit kilometerlangen geraden Straßen mit 3 Spuren in jede Richtung und Geschäfte mit großen Parkplätzen und entsprechend schlechter öffentliche Infrastruktur.

    Was dort weniger verbreitet ist, ist lange Strecken mit dem Auto zu fahren die Fahrzeuge werden meist nur innerhalb der Stadt um in nahen Umland verwendet was wohl auch an den hohen Autobahngebühren liegt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich habe inzwischen des Öfteren den Eindruck, dass die Autofixiertheit der Menschen etwas überschätzt wird. Insbesondere bei denjenigen, die sich entscheiden, im Stadtgebiet zu wohnen. Es geht ja außerdem nicht darum, dass ihnen das Auto verboten würde oder dass man ihnen keine Parklizenz gibt (was in Städten wie Amsterdam übrigens schon seit Jahrzehnten praktiziert wird – meines Wissens ist in München so etwas noch nicht mal in Planung), sondern es geht lediglich um keinen oder weniger Stellplätze in der Tiefgarage.

    Ich würde keine Wohnung ohne Tiefgarage kaufen spätestens beim Verkauf wird immer danach gefragt. Ab Familiengröße würde ich sogar auf 2 Plätze achten.

    Ja die U-Bahn geht genau in der Mitte durch das Baugebiet.

    Ich meine auch das von Anfang mit weniger Parkplätzen geplant wurde als eigentlich notwendig, dass war bereits in meinen Vorab-Prospekten letzten Winter vermerkt.
    Ich kann mir aber schwerlich vorstellen das bei Wohnungs-Preisen um die 10.000€ qm da viele Leute ohne 1-2 Autos einziehen.

    Fortsetzung der Auto-Diskussionen hier: https://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthre…6641#post636641

    Ich war am Wochenende auch nach längerer Zeit mal wieder in der Ecke. Das graue Gebäude von „Anders“ ist das wirklich so wie es dasteht von der Fassade her fertig? Aus der Nähe wirkt es irgendwie unfertig, wie ein Rohbau wo noch der finale Putz fehlt?

    Foto habe ich mangels Telefon leider nicht gemacht aber es sieht im Prinzip wie im Beitrag darüber mit den Bildern aus.

    Dekoratives Anführungszeichen

    In Japan ist in den Städten schon aus Platzmangel üblich, dass es keine öffentlichen Parkplätze an der Strasse gibt. Das wünsche ich mir für die Münchner Stadtzentrumsstadtteile langfristig auch.

    Kommt auf die Stadt bzw. Präfektur an.

    Wenn wir auf Tokyo schauen und uns da auf die wirklich innnerstädtischen Lagen konzentrieren, ja tagsüber wird kaum auf der Straße geparkt, Abends ist es dann lockerer aber es gibt auch wenigstens alle 100m ein Parkhaus und falls nicht bieten große Kaufhäuser etc. einen Valet Parking Service an.

    Zudem ist es auch verboten Fahrräder abzustellen, die dürfen ebenso im Parkhaus gegen Gebühr abgestellt werden (ca. 6€ pro Tag). Es laufen auch regelmäßig Ordnungshüter durch die Straßen die die Fahrräder dann entweder auf kostenpflichtige Parkplätze umstellen (Felgenschloss das gegen Gebühr geöffnet wird) oder die Räder werden gleich verladen und zu einer Verwahrstelle gebracht. Es ist auch üblich außerhalb der Zentren an Bahnhöfen sein Fahrrad gegen Parkgebühr abzustellen meist ca. 1-3€ pro Tag.
    Als ich in Fukuoka gewohnt habe wurde um die 2 großen Stadtzentren herum quasi 24/7 patroliert um Fahrrad-Parksünder dingfest zu machen.