Beiträge von Oriental

    Ich finde das ist eine spannende Idee - zu mal mir diese Ecke schon lange ein Dorn im Auge ist.
    Es wäre schön, wenn dieser verlorene Stadtraum wieder zur Innenstadt werden würde.

    2050 ist natürlich noch weit entfernt. Das sind fast 30 Jahre, da wird mega viel passieren und sich
    noch mehr verändern. Es ist kaum möglich seriöse Prognosen für die zukünftige Entwicklung abzugeben.

    Daher versuche ich mich mal völlig unvoreingenommen, von jeglichen demografischen und politischen Trends,
    daran zu versuchen.

    Ich finde - im Gegensatz zu meinem Vorredner - die Straßenstruktur ganz gut. Ich bin tatsächlich froh, dass hier mal nicht geklotzt wird.
    202 - Dein Bild habe ich mir rauskopiert und mit Sketchup mal Gebäude rein gesetzt, wie ich es mir vorstellen könnte.
    Ich will euch da nicht vorgreifen - aber ich brauch es immer visuell, um mir etwas vorstellen zu können.



    Ich komme daher zu folgenden Schlüssen:

    - Wohnräume sollten zumindest an den Hauptwegen mit Geschäften/Schaufenstereinheiten ergänzt werden, denn nur Mischnutzung schafft Belebung
    (selbst wenn dort nur ein Versicherer oder eine Fahrschule ihren Sitz haben)
    - es braucht große öffentliche Grünräume (Spielplatz, Eisdiele, Springbrunnen, Urban Gardening Kleinkunstbühne, etc.)
    - ein zentraler, begrünter Platz (siehe Roßmarkt-Idee des Vorredner) als Quartiersmittelpunkt fände ich auch toll
    - Sozialeinrichtungen sind der Kern eines jeden Quartiers, unabhängig der aktuellen Situation wäre ein Kindergarten, ein Stadtteilzentrum oder

    ähnliches sicher gut, auch einige Kirchen errichten in letzter Zeit zu ihren Kirchen zusätzlich Gemeindezentren, so etwas muss ja nicht immer
    im Gewerbegebiet liegen
    - in der Gestaltung sollte man relativ frei sein - es sollte halt nur kleinteilig und regional passend sein - nachhaltig eben
    - Wichtig wäre auch eine Abgrenzung gegen den Stadtring (den ich generell fürchterlich finde), damit das Gebiet nicht durch den Straßenlärm geprägt wird
    (z.B.: Miyawaki-Wald als grüne Stadtmauer)

    Auf jeden Fall eine spannende Frage - 2050 bin ich Mitte/Ende 50 - Ich bin wirklich gespannt, ob ihr da einen nachhaltigen Impuls setzen könnt
    Viel Erfolg :)

    Dekoratives Anführungszeichen

    Interessant, dass Du als "gute Nachricht" siehst, es gibt also noch Optimisten auf der Welt. Mein erster Gedanke war stattdessen, dass das ein echter Alptraum werden könnte.


    Nun gut, ich habe ein hoffentlich in Klammern davor gesetzt.
    Ehrlicherweise mache ich mir auch ein wenig Sorgen, aber ich habe mir angewöhnt in einer Umgebung,
    in der alle nur auf das Schlechte achten mir Hoffnung und Optimismus zu bewaren.
    Vielleicht ist das naiv, aber ich lebe ganz gut damit. ;)

    Das Zitat aus dem Text stimmt mich vorsichtig optimistisch:

    "Er betonte allerdings, dass sein Unternehmen kein Warenhaus sei. "Wir werden uns Mieter suchen, die zur Innenstadt passen, um die Stadt lebendiger und attraktiver zu machen", sagte Krieger [...] Sollte Galeria das Warenhaus aufgeben, müsste das Gebäude allerdings umgebaut werden, meinte Krieger."

    Trotz Chemnitz Center - von dem ich kein Freund bin - aber in einer Metropolregion mit 1,5 Mio Einwohnern, sollten auch zwei Standorte leben können.
    Machen können wir ohnehin nichts - außer hoffen ;)

    Eine (hoffentlich) gute Nachricht für Chemnitz.
    Kurt Krieger kauft das Gläserne Kaufhaus in der Chemnitzer Innenstadt.
    Das heißt, es wird auf jeden Fall eine Entwicklung - mit oder ohne Galeria - geben.

    https://www.freiepresse.de/chemnitz/immob…artikel12638347

    Krieger ist Besitzer des Höffner Konzerns und in Chemnitz als Erbauer und Besitzer des Chemnitz Centers bekannt.
    Gut, dass er sich jetzt in der Innenstadt engagiert, wo die Kaufkraft hin muss.

    - Kaufhof:

    Es gibt doch einen Interessenten, der einige Kaufhoffilialen kaufen will.
    Laut meinen Infos steigt Kaufhof aus und buero.de übernimmt die Chemnitzer Filiale
    neben einigen anderen auch. Es soll eine komplette Neuausrichtung im Einkaufserleben geben.
    Die neue Kette wird auch unter einem neuen Namen agieren.

    https://www.mdr.de/nachrichten/de…nt-ist-100.html

    arnold
    Die Ideen zum Schloßteich finde ich super. Mittelfristig muss dafür das Speer-Junior-Konzept am Brühl umgesetzt werden -mit Durchbruch(gang) zur Innenstadt. Langfristig würde dann eine Verdichtung in diese Richtung auf jeden Fall Sinn machen.

    Ich glaube allerdings, dass Chemnitz ohnehin in den nächsten Jahrzehnten Zuwachs bevor steht.
    Momentan ist alles noch schleppend und stagnierend. Aber die Zeiten werden sich ändern.
    Die wachsende Welt wird über Kurz oder Lang auch in Ostdeutschland ankommen.
    In einer Welt der knapper werdenen Ressourcen und Räume, wird man diese fruchtbare und
    im internationalen Vergleich infrastrukturell gut erschlossene Region nicht linksliegen lassen (können).

    Bei der 'Alten Post' in Frankenberg sind nun endlich die Gerüste gefallen und
    ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen.

    Ein schöner Anziehungspunkt auf dem Bildungscampus, in den schon bald leben ziehen wird.
    Im Turmbereich wird noch ein Glockenspiel installiert, das jede Stunde eine Tänzerin, Künstler und Musikant
    zu einer noch unbekannten Melodie tanzen lassen wird. Ins Gebäude zieht die 'Jugendkunstschule Mittelsachsen' ein.
    Ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Innenstadtentwicklung, die durch viele Zuzüge von jungen Familien honoriert wird.

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    Das ist wirklich schade.
    Ich musste ehrlicherweise erstmal schauen, wo der Kriebsteiner Ortsteil Grünlichtenberg liegt.
    Und tatsächlich Irgendwo im Nirgendwo, 30 km nördlich von Chemnitz, bin ich fündig geworden.
    Schade, um das Objekt, aber so unbarmherzig das nun klingen mag, aber das Luftbild von 2020 spricht eine deutliche Sprache.

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    Es gibt hier leider ein deutschlandweites, strukturelles Problem mit dem ländlichen Raum.
    Besonders im Osten von Deutschland ist in vielen kleinsten und derartig abgelegenen Regionen
    nicht mehr viel zu retten. Speziell in Mittelsachsen hast du ein paar Leuchttürme mit Mittweida und Freiberg sowie den Speckgürtel um Chemnitz mit Frankenberg, Augustusburg, Niederwiesa, etc., wo sich noch einiges entwickelt und dann hört es halt auch schon auf.

    Das Hinterland dagegen ist im Niedergang.

    Im Übrigen stimme ich Dir zu, dass diese Orte gerade durch den Verlust von solchen Objekten
    langfristig genau das Gegenteil erreichen. Die Orte werden nicht mehr lebenswert und die
    vielgepriesenen, immergleichen Eigenheimsiedlungen im Nichts sind dann die Abrissobjekte der Zukunft.

    Nun zwei tolle Projekte rund um den innerstädtischen Friedenspark.

    Zum Einen die alte Post, über die ich mich besonders freue. Denn dieses schöne Gebäude bekommt
    denkmalgerechte Revitalisierungskur und dabei auch den alten Turm wieder, der in NS-Zeiten abgerissen wurde.
    Nach der Sanierung soll das Gebäude als JugendKunstSchule genutzt werden.

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    (Bild: @Freie Presse)

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    Zur Zeit wächst der Turmaufbau Stück für Stück in die Höhe.

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    Das zweite Projekt liegt fast gegenüber auf der anderen Seite des Friedensparks und ist das alte Zollamt (auch "Parkpalais" genannt).
    Auch hier wird umfassend saniert und die alte, verlorengegangene Fassade wieder hergestellt. Später soll es wohl eine oralchirugische Ambulanz werden.

    Vorher:

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    (Bild: @Freie Presse)

    Aktueller Bautenstand:

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    Das folgende Projekt ist eine Fassadenrekonstruktion im Magarethenviertel östlich der Altstadt.
    Das Haus wurde von einem älteren Ehepaar im letzten Jahr gekauft und da ich den Besitzer damals
    beim Ausmessen der Fassade angetroffen hatte, konnte ich mich gleich über das Projekt informieren und habe es dann dokumentarisch verfolgt.
    Er wollte, dass das Haus wieder so aussieht, wie es einmal vor der Nachwende-Sanierung aussah.
    Ich durfte später sogar mit ihm auf das Gerüst und dort Fotos vom wiederhergestellten Zierfries machen.
    Irgendwann wird der Besitzer hoffentlich noch die Fenster austauschen, denn die passen da wirklich nicht so richtig dazu.

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    Auch ansonsten hat sich in hier den letzten Jahren viel getan. Es werden vermehrt Baulücken geschlossen und auch saniert
    Hier ein paar Bilder aus der Bahnhofsvorstadt. Das Neubau-Projekt hatte ich vor einigen Jahren bereits einmal gepostet.
    Damals gab es nur eine Bautafel. Nun das fertige Objekt, welches der Ecke sicherlich sehr gut getan hat.
    Hier noch einmal der Vorher-Nachher-Vergleich:

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    Laut ursprünglicher Bautafel sollte jedoch eigentlich ein gußeiserner Zaun kommen, nun ist es nur eine noch etwas spärliche Hecke geworden.
    Auch beim Stuck hat man leider im Vergleich zum Entwurf etwas rationalisiert.
    Hier noch ein Bild von der Rückseite:

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    Ich hatte die letzte Zeit wenig Gelegenheit weitere Veränderungen um Frankenberg zu teilen.
    Daher kommt jetzt mal ein größerer Block.
    Zuerst einmal Fotos vom Quartier Scheffelstraße. Diese wurden damals gewünscht. @lguenth1
    Dort sind mittlerweile größere Bauschäden vorhanden, jedoch wurde das gesamte Areal von einem
    Investor zu einem sehr niedrigen Preis gekauft und dieser wird in den nächsten Jahren
    zumindest die denkmalgeschützen Gebäude sanieren und einer sozialen Nutzung zuführen.
    Das Quartier gehört zum alten Stadtteil Viehweg (im Volksmund: 'Viebsch') und bildet den oberen Abschluss des Viehmarktes.
    Charakteristisch an diesem Stadtteil ist, dass es sich um eine vorindustrielle, teils dörfliche, Struktur in Mitten der gründerzeitlichen Stadterweiterung handelt. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich diese Ruinen verwandeln werden.

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    Sieht noch sehr trostlos aus, hat aber Potenzial, da das Quartier zwischen zwei Stadtparks liegt.
    Bei der Ausschreibung gab es wohl mehrere Interessenten. Bisher wurde es noch nicht angepackt,
    da es viele Erben in der ganzen Welt gab.

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    channing arnold

    Ich hatte vor Jahren mal ein PDF dazu bekommen. Wenn ich es finde, dann lade ich es hoch.
    Otto Rudert beschreibt den Plan leider nur kurz in seinem Buch: "Das alte Chemnitz" von 1931 als Zukunftsvisionen:
    "...wie sie sich eine Stadt schuf, die eine große Zukunft vor sich hat..." Wir wissen es kam anders.
    Das Buch gibt es als Onlineressource in der Slub.
    Ein bisschen was kann man auch bei Wikipedia lesen (allerdings dürftig). [Geschichte der Stadt Chemnitz]

    arnold
    Chemnitz hatte die 360.000 Einwohner ja sogar nur auf dem alten Gebiet. Einwohnerstarke Orte wie Schönau, Rabenstein, Rottluff, Harthau, usw.
    waren da noch nicht mal mit dabei.
    Vielleicht hätte Chemnitz mit Eingemeidungen bis 2000 ca. 700.000 geschafft. Bremen war damals ungefähr gleich groß und hat heute knapp 600K.
    Ich hoffe das Chemnitz sich durch Migration langfristig und stabile Geburten wieder bei 300K einpegelt. Wunschtraum ;)
    Aber lieber Qualität statt Quantität.

    arnold - Das Leipziger Gebäude sieht echt gut aus. Das liegt vor allem daran, dass man die Fensterfronten aufstrebend, also in einer vertikalen Struktur errichtet hat. Ich denke generell, dass die erweiterte Chemnitzer Innenstadt gerade in diesem Stil eine postive Zukunft (Backstein-Moderne, Art Deco, Industrieller Stil) und Alleinstellungsmerkmal hätte.

    Man denke dabei an den heute wahnwitzig erscheinenden Milleniumsplan "Millionenstadt Chemnitz" mit den fanatstischen, expressionistischen Wolkenkratzern und dem U-Bahn-Ring aus den 1920er Jahren. Kleinere Inspirationen könnte man diesem Plan sicher für die Zukunft entnehmen.

    In Bezug auf Dresden möchte für den Bereich des Neumarkts widersprechen. Das ist kein Styropor - sondern hochwertiges mineralisches Material.
    Im Übrigen finde ich die Rekonstruktionen in Dresden mehr als gelungen. Aber wir wollen uns hier Chemnitz widmen, was ich sehr viel interessanter
    finde, weil es hier noch etwas zu verändern gibt. ;)

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    KMS1983 - Dann beginn du es - einfach mal eine Interessenrunde bilden. ;)

    Ich habe in Frankenberg. Einer kleinen Stadt östlich von Chemnitz - jahrelang durch die Amtsstuben gekämpft.
    Mit einigen Bekannten haben wir eine Menge erreicht. Nicht nur bei der Rettung von Altbauquartieren, sondern auch in der Gestaltung von Neubauten
    sowie der Rekonstruktion. Ich füge im entsprechenden Thread bald mal ein paar Bilder ein.

    Ich wäre übrigends in Chemnitz auch dabei! :)

    Ich finde es höchst problematisch. Wieder ein Angebot weniger in der Stadt.
    Vor allem die junge, obere Mittelschicht findet gerade im Modesegment nicht mehr viel in
    Chemnitz. Wir sind Mittzwanziger und fragen uns beim Shoppen immer nur Dresden oder Leipzig.
    Obwohl Chemnitz nur 15 Minuten entfernt liegt. Chemnitz bietet da einfach nichts. Sorry es ist einfach so!
    Und der Galeriaabgang macht es noch trostloser.

    Ich meine Chemnitz bietet ja alleine vom Stadtbild her kaum etwas Anziehendes im Zentrum.
    Das viel kleinere Freiberg ist da sogar im Bummelbereich besser aufgestellt und natürlich ungleich attraktiver!
    Wir brauchen uns da nichts schön reden und vom kulturellen Bereich brauchen wir gar nicht erst reden,
    da sehe ich enorm viel heiße Luft und bin schon sehr enttäuscht worden.

    Ich hoffen einfach der Fassmann machts! Alles andere bringt eher wenig Veränderung und die ist dringend notwendig.

    arnold IKEA wollte sich doch mal vergrößern am Neffepark, da wurde nur nichts daraus.
    Naja, es bleibt wohl Wunschtraum und war zugegebenerweise nicht meine Idee.
    Chemnitz Center, Vita Center und Neffeparkt müsste loswerden und stattdessen im Zentrum investieren,
    wird freilich nich geschehen. Als einziges Einkaufzentrum außerhalb der Innenstadt finde ich die SachsenAllee sehr gelungen! :)

    Die Schließung von Galeria ist tatsächlich eine Katastrophe - auch für das gesamte Umland!
    Ein paar gute Nutzungsideen habe ich hier jedoch schon gelesen (v.a. Hochschule) und möchte gerne einige
    ergänzen.

    Am liebsten sähe ich es, wenn IKEA dahin umzieht. Das könnte vielleicht mit einigen Umbauten leicht zu stemmen sein.
    Das wäre auf jeden ein richtiger Ankermieter mit enormer Anziehungskraft und vielleicht sogar attraktiver als Kaufhof.
    Die Geschäftsführung der IKEA Gruppe meinte ohnehin, dass man sich in den nächsten Jahren eher in Richtung der urbanen Zentren orientieren will.

    Außerdem könnte man den Rest mit Outletsstores von Onlinehändlern füllen (Zalando, AboutYou, ...)
    Ich habe das kürzlich in Leipzig gesehen und die jungen Frauen sind dort selbst wochentags fast in Scharen eingefallen.
    Diese Kombi könnte m.E. richtig was bringen. Die Händler müssten nur wollen...

    Jetzt noch eine Frage an die Community:
    Wie bringen wir unsere tollen Ideen vom Forum ins Stadtgespräch oder in die Politik?
    Philosophieren ist ja schön und gut - aber ich wünsche mir einen konkreten Ort, um so etwas
    anzusprechen. Stichwort Bürgerbeteiligung - wäre für eine Kulturhauptstadt echt was Tolles!

    Ich kann die Begeisterung für das Projekt an der StraNa leider nicht teilen.
    Es ist natürlich schön, dass die Stelle bebaut wird. Aber es ist doch wieder
    die gewohnte Schießscharten- und Schachtelarchitektur.
    Wenn ich sehe, was in anderen Großstädten entsteht bin ich ehrlich gesagt vom Chemnitzer Städtebau enttäuscht.
    Meiner Meinung sollten Gebäude in den Bestandsgebieten entweder angepasst oder radikal modern sein... dieser Mischmasch wirkt auf mich wie gewollt und nicht gekonnt... aber Geschmack ist ja sehr subjektiv.

    Erst einmal zum Schloss Neusorge in Zschöppichen.
    Im Dezember stand das Schloss noch. Ein Abriss wäre eine große Schande.
    Ich hoffe, dass es sich um die Plattenbauten im angeschlossenen Park handelt,
    die zu DDR-Zeiten als Kinderheim errichtet worden. Der Bauzustand ist/war allerdings nicht besonders gut.

    Der Komplex August-Bebel-Straße/Scheffelstraße ist ein sehr interessanter Bereich,
    an dem bereits private Investoren interessiert waren. Laut Aussage des Denkmalschutzes ist der Komplex aber nicht mehr zu halten. Es handelt sich um spätklassizistische Wohnhäuser mit zwei Geschossen. In einem Gebäude ist das Dach eingestürzt und ein Baum wächst aus dem Gebäude. Bei einem anderen ist bereits ein Teil des Seitengiebels weggebrochen.
    Die Gebäude waren durch die Treuhand seit der Wende in ausländischem Besitz und so waren Rettungsmaßnahmen nicht mehr möglich. Das Gebäude Scheffelstraße 2 (früher ein Gasthaus, unter anderem durch die SA genutzt), wäre m.E. zu retten. Allerdings scheint das nicht gewollt zu sein, da die Stadt den Komplex gerne im Ganzen entwicklen möchte. Entwickeln bewegt sich dabei in einer Spanne von Parkplätzen bis zu hochwertiger Neubauung von Stadtvillen. Letzteres bleibt zu hoffen!

    Der gleiche Investor hat sich im Übrigen einer Brache im Gründerzeitbereich Winklerstraße angenommen. Nachdem ein Sanierung des Eckhauses von städtischer Seite nicht gewünscht wurde, hat der trotzig das Grundstück erworben und baut nun
    ein Haus im Altbaustil wieder auf. Laut Bautafel soll es demnächst losgehen.
    Via Internet sind auch die Pläne einsichtbar. Erfreulich, dass es mal kein modernistischer Kasten ist.


    Bild: Bautafel/ online


    Bild: Bautafel/ online