Beiträge von hensi

    So viele Pläne aber eine echte Verkehrswende kann ich noch nicht erkennen, Die Leute sollen auf Elektroautos umsteigen aber und man sieht ja auch immer mehr Elektroautos und es sollen ja bald 10000tausende oder noch mehr in Berlin damit fahren aber wo sind die dazu benötigten tausende bis Zehntausende Landesäulen? Ich wohne hier an einer großen Staße beim Alexanderplatz, ich kenne nur 2 Ladesäulen im näheren ca.500m Umkreis die auch ständig belegt sind. Das wird bald ein echtes Problem.

    Jetzt wo ich nochmal die Skizzen zum Hines-turm sehe und dann von dem Turm 20m abziehe wirkt das Haus dann im oberen Bereich nur noch wie ein abgeschnittener Stumpen. Das soll dann das Schönheitsempfinden unserer so hoch gelobten Architekturkommission wiederspiegeln? Kommt mir vor wie ein schlechter Scherz oder hat sich Frau Lüscher nicht mal die Proportionen dieses von ihr so gelobten Entwurfes vor Augen geführt?
    Mit einer Kürzung der Höhe würde sie das Gesamtbild vollkommen zerstören. Ich will damit nicht sagen das der Entwurf mein Favorit wäre aber man kann nicht bei einem fertigen von ihr befürworteten Entwurf einfach mal so paar Jahre später fordern radikal was wegzuschneiden. (Kommt mir vor wie in dem Mozartfilm wo der Kaiser zu Mozart sagt: nehme er doch einfach ein paar Strophen raus aus seiner Komposition dann passt es schon irgendwie.)

    Man kann vom Senat her nicht ständig Forderungen an die Bauherren stellen und wenn die Forderungen dann erfüllt sind wird sofort die nächste Forderung nachgeschoben, irgendwann muss auch die Stadt mal den Investoren entgegen kommen.

    Es wird ständig vom Senat eine Willkommenskultur für Investoren beschworen aber so wie die hier rüberkommt wirkt sie auf mich nur abschreckend.

    Frau Lüschers Begründung mit der Sichtbarkeit des Fernsehturms ist einfach nur sowas an den Haaren herbeigezogen und kann ich nicht mehr ernst nehmen, wenn ich demächst auf der Warschauer Brücke vor dem neuen Hochhaus da stehe seh ich den Fernsehturm auch nicht mehr, trotzdem darf das da gebaut werden. Angeblich meinte Frau Lüscher in der Abendschau habe man sich geeinigt auf 130m für alle Häuser am Alex aber scheinbar hat sie dabei die Geldgeber und Bauherren einfach mal unter den Tisch fallen lassen bei ihrer Einigung denn Hines ist ja eindeutig nicht einverstanden mit 130m.

    Ganz egal was Frau Lüscher da Heute sagt, Hines wird auf jeden Fall noch die Berlinwahlen abwarten und wenn nötig weiter auf die zugesagten 150 m pochen, denn darauf beruhen auch sämtliche Wirtschaftlichkeitsbechnungen die Hines bzgl. des Baues die letzten Jahre gemacht hat. Ansonsten könnte es für Berlin auch noch richtig teuer werden wenn Hines diesbezügl. Schadensersatz einklagen würde.

    (Frau Lüscher ist dann weg, ihr Nachfolger kann da ganz andere Ansichten vertreten und die SPD beansprucht bereits das Bauresort falls sie wieder in einer Koalition mitwirken würde, im Moment hat das ja die LINKE)

    Ja es liefen die ganze Zeit im Hintergrund Verhandlungen und natürlich hatten die Gegner des Turmes immer die Hoffnung das sich Hines nicht mit der BVG einigen würde. Nun nachdem sie sich geinigt haben wird nach der nächsten Hürde gesucht. Kommt mir vor wie ein letztes Aufbäumen von Frau Lüscher, die ja quasi schon ihren Stuhl geräumt hat. Es ist aber ein gutes zeichen das Hines sich nicht einfach demütig der 130m Einheitshöhe beugt und die SPD das auch nicht mitmacht. Schließlich wurde Hines damals nach dem aufwendigen Architekturwettbewerb ein 150m Turm fest zugesagt. Aber es ist Wahlkampf und jede Partei versucht jetzt nochmal lauter zu trommeln als die andere.

    Wir haben doch so eine Architekturkommission in Berlin die mosert an jedem Detail wenns um Neubauten geht rum aber nur wenn es um Hochhäuser in der Innenstadt geht. Was da so am Standtrand oder in Adlershof fabriziert wird ist der Kommission ziehmlich egal wie die meisten Klötze da am Ende ausehen.

    Und ich kann mir diese grauen Kästen da noch so schön reden aber am Ende find ich sie doch nur hässlich. Vielleicht muss man aber froh sein das da überhaupt was neues entsteht, die Ansprüche für gute Architektur darf man ja Heutzutage sowieso nicht zu hoch bewerten.

    Keine Sorge der Turm kommt, Hines ist nach Blackrock der zweitgrößte Immobilienkonzern der Welt, die haben einen sehr langen Atem und werden ganz sicher nicht dieses Filetgrundstück einfach so abtreten oder durch ein 5stöckigen Flachbau ersetzen und schon garnicht ohne Entschädigung, die sehr lange Verzögerung ist ja nicht durch Hines verursacht (BVG und Bausenatorin waren da die treibenden Kräfte, mit einer besseren Willkommenskultur für solche Investoren und da geht es ja schliesslich um Hunderte Millionen für die Stadt hätte man statt blockieren auch fördern und vorrantreiben können) aber inzwischen geht es hinter den Kullissen vorran, die Einzelheiten müssen nun mal bis ins Kleinste wasserdicht ausgearbeitet werden und da wird um jede Büroklammer gefeilscht.

    Finde die Überlegungen von Wolke Eins sehr interessant und wenn man das weiter denkt gegenüber vor dem Haus der Statistik ist ja nun durch die Verschmälerung der Kreuzungsbereiches an der Karl-Marx-Alle auch eine sehr große Fläche frei geworden wo in Zukunft genug Platz für ein weiteren Turm wäre, dadurch würde ein interessante Torsituation aus Richtung Otto-Braun-Straße entstehen und das man auch auf sehr schmalen Baugrundstücken Hochhäuser bauen kann sieht man überall in der Welt. Das sind im Moment jedoch keine echten Pläne aber man darf ja mal Ideen haben und ruhig hier aussprechen, dafür ist das Forum ja auch da.

    Zitat von DerBe ....Da gebe ich dir Recht. Ebenso gilt es den Wunsch des Investors nicht zu ignorieren.

    Und das tust du.

    Nur weil ein Investor (der vom Covivio-Hochhaus) freiwillig nur 130 m wünscht muss das ja nicht gleich für alle nachfolgenden Bauherren festgeschrieben werden, Ich habe nirgends gelesen das 150 m für die anderen Türme grundsätzlich verboten wurden und selbst wenn, Sondergenehmigungen gab und gibt es immer mal wieder. Wenn erst einmal ein 150m Turm fertig ist (und andere Investoren den Wunsch nach höheren Bauten haben sollte man die dann auch nicht Ignorieren) haben nachfolgende Bauherren auch das Argument der Gleichbehandlung und könnten auch auf 150m in dieser Gegend bestehen.

    Grau ist das neue Bunt in Berlin leider, ohne den Bahnhof und die Spree könnte die ganze Baumasse rund um den Bahnhof auch irgendwo am Stadtrand stehen, als Willkommensort für Gäste die von Aussen am Hauptstadtbahnhof ankommen wirkt der Ort bisher ernüchternd. Einzig die Seite beim Cube wirkt schon etwas Hauptstädtischer, hoffe wenn alles mal fertig ist daß, das Gesamtbild dann besser gefällt, Potenzial dazu ist ja noch genug vorhanden für die Gegend dort.

    Rechteckige Kästen bleiben nun mal rechteckige Kästen und in einer vorgeschriebenen Einheitshöhe und Aufreihung wirken sie nun mal wie die damals zu SED-Zeiten beschlossenen Einheitsbauten an der Fischerinsel oder Leipziger Straße, da kann man es sich noch so schön reden wie man will, architektonisch, abwechslungsreich, gestalterisch ein Armutszeugnis für mich. Sieht aus wie das Park-Inn-Hotel 5x hingeklatscht. Wenn dann an dem Riegel wo jetzt noch das Haus der Elektronik steht auch nur solche einheitlichen Kästen a la Parkinn gebaut werden wäre das ein architektonische Katastrophe. Ist schon verwunderlich das unser Baukollegium das doch so auf architektonische Qualität setzt das nicht merkt und bemängelt?

    Berlin ist schon lange keine echte Weltstadt mehr, schon garnicht wenn es um eine einprägsame Skyline geht. Wenn man sich da andere Stadtsiluetten die gerne von den Deutschen als Urlaubsmotiv an Freunde und Bekannte verschickt werden ansieht steht Berlin ganz weit hinten.
    Selbst wenn man sich weniger bekannte Stadtsiluetten wie von Kyoto, Doha, Baku, Luanda, Kuala Lumpur, Ho-Chi-Minh-Stadt-Saigon, Dubai, Shenzehn, Vancouver.... die Liste läst sich beliebig erweitern... anschaut, ist Berlin mit seinem einzelnen fast schon verloren wirkendem Fernsehturm nur noch eine Randfigur im Spiel vom Erscheinungsbild einer Weltstadt. Kudamm oder Alex, solange da nicht wirklich mutig echte weltstädtische Architktur in den Himmel wächst wird Berlin auch weiterhin nur ehr als trashige, zweitrangige Partystadt mit entsprechendem Touristenpublikum wahrgenommen werden.

    Teilweise liegt es an Corona, denn viele der Bauarbeiter aus anderen Ländern, die auf unseren Baustellen arbeiten, sind in den letzten Wochen nicht mehr über die Grenzen auch von Drittländern nach Deutschland reingekommen. Dadurch kam es zu vermehrtem Stillstand. Langsam bessert sich die Lage aber wieder.

    Ich finde das es ein sehr schickes und modernes Gebäude geworden ist und es passt sehr gut zum Mutterhaus daneben.
    Ich mag mir garnicht vorstellen wie hier alle noch mehr rumgemeckert hätten wenn es wieder nur so ein grauer Quadrat-0815-Betonkasten geworden wäre wie es schon so viele gibt.

    Für mich eines der mutigsten und interessantesten Bauten der letzten Zeit. Es belebt mit seiner interessanten Form und Fassade die ansonsten langweilige Ecke dort sehr.

    So viel verschwendetes Geld für Architektenwettbewerbe und Entwürfe und Lobpreisungen um dann doch nur eine Sparversion davon mit nur der Hälfte der geplanten Bauten umzusetzen. Dadurch ist der ganze hochgelobte Entwurf nicht mehr das was er hätte sein sollen/können.